Unter Quartiersmanagement wird eine koordinierende Aufgabe verstanden, die das Ziel hat, das Leben im Wohnumfeld älterer Menschen nachhaltig zu verbessern. Dabei geht es nicht nur um barrierefreies Wohnen, sondern auch um Erreichbarkeit von Versorgung, soziale Teilhabe, Beratung und Unterstützung im Alltag. Ein Quartiersmanagement sorgt dafür, dass vorhandene Angebote sichtbar und zugänglich werden, Lücken erkannt werden und die Akteure im Ort miteinander vernetzt werden.
Im Kern bedeutet das: Menschen sollen so lange wie möglich selbstbestimmt dort leben können, wo sie zu Hause sind – mit einer Struktur, die ihnen Sicherheit, Zugehörigkeit und Orientierung bietet. Der oder die Quartiersmanager/in kümmert sich darum und organisiert bestmöglich.
Wir als Arbeitsgruppe Angerhof haben uns intensiv mit der Frage beschäftigt, wie ein seniorengerechtes Wohnen in unserer Gemeinde gelingen kann. In mehreren Sitzungen wurde deutlich, dass es dafür mehr braucht als nur Wohnraum: Es braucht Koordination, Vernetzung und eine feste Anlaufstelle für alle Fragen rund um das Leben im Alter.
Durch die fachliche Beratung aus dem Landratsamt Freising – insbesondere durch Dr. Jens Hornig – wurden wir auf das Thema Quartiersmanagement und dessen Bedeutung für zukunftsorientierte Gemeinden aufmerksam. In diesem Zusammenhang wurden uns auch Fördermöglichkeiten des Freistaats Bayern vorgestellt. Grundlage hierfür ist das bayerische Förderprogramm „Selbstbestimmt Leben im Alter – Quartierskonzepte“, das Kommunen bei der Einrichtung von Quartiersmanagement-Stellen unterstützt.
Mit diesem Wissen konnten wir das Anliegen in den Gemeinderat einbringen. Dort wurde die Bedeutung eines koordinierten Quartiersansatzes für Zolling anerkannt, und schließlich die Stelle des Quartiersmanagements offiziell beschlossen. So wurde der Grundstein gelegt, um das Projekt Angerhof nicht nur baulich, sondern auch sozial-strukturell nachhaltig zu verankern.
Bild: PaliGraficas
Das Quartiersmanagement begleitet die Entwicklung des Angerhofs und unterstützt die Vernetzung von Wohnen, Beratung, Nachbarschaftshilfe und ehrenamtlichem Engagement in der Gemeinde Zolling.
Ziel ist es, gemeinsam einen Ort zu schaffen, an dem ältere Menschen selbstbestimmt leben, Unterstützung finden und am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.
Die Stelle des Quartiersmanagements wird derzeit neu besetzt.
Bei Fragen zum Projekt Angerhof wenden Sie sich bitte an die Gemeinde Zolling:
Rathaus Zolling
Rathausplatz 1
85406 Zolling
Telefon: 08167 / 6943-0
Der Angerhof ist kein gewöhnliches Bauprojekt – er betrifft unser Zusammenleben im Ort, unsere Zukunftsfragen und das, was wir als Gemeinschaft tragen wollen. Genau deshalb hat die Gemeinde entschieden, die Projektleitung nicht nur intern zu koordinieren, sondern jemanden hinzuzunehmen, der den Gesamtüberblick behält und Erfahrung aus anderen Bauvorhaben mitbringt.
Mit Helmut Grepmair haben wir eine Person an unserer Seite, die Projekte dieser Größenordnung kennt – nicht als Planer oder Entscheider von oben, sondern als jemand, der Abläufe strukturiert, Fragen sortiert und Entscheidungen nachvollziehbar macht.
Seine Rolle im Angerhof ist klar: Er trägt Verantwortung für die Steuerung – wir behalten die inhaltliche Richtung und Haltung. Diese Aufteilung empfinden wir als fachgerecht und entlastend. Wir geben keine Gestaltungshoheit ab, sondern holen uns Unterstützung bei dem, was komplex und technisch wird.
Helmut Grepmair vertritt das Projekt nach außen, achtet auf Fristen, Koordination und Vergabewege – und wir als Gruppe bleiben weiterhin Ansprechpartner für das, was inhaltlich wichtig ist: das Miteinander im zukünftigen Angerhof.
Die Gemeinde hat im Rahmen eines VGV-Verfahrens das Münchner Architekturbüro eap Architekten.Stadtplaner unter der Leitung von Dipl.-Ing. Michaela Ausfelder ausgewählt. Das Büro verfügt über langjährige Erfahrung in der Planung besonderer Wohnformen und Projekten für ältere Menschen, für Menschen mit Einschränkungen sowie für soziale Einrichtungen. Dieser Schwerpunkt entspricht den Anforderungen unseres Projekts „Angerhof – Seniorengerechtes Wohnen“.
Frau Ausfelder ist dabei die zentrale Ansprechpartnerin für die Gemeinde. Sie bringt umfangreiche Fachkompetenz in Architektur und Stadtplanung ein und versteht es, die Vorstellungen und Anliegen aus dem Projekt aufzunehmen und fachgerecht in die planerische Weiterentwicklung einzubringen. Unsere Zusammenarbeit zeigt bereist jetzt eine offene und zugewandte Art des Austauschs und bietet eine gute Grundlage für unseren weiteren gemeinsamen Weg.