In Anlehnung an die berufsethische Richtlinien des Berufsverbandes der Yogalehrenden in Deutschland e. V. (BDYoga)
Präambel
Yoga wirkt auf körperlicher, emotionaler, mentaler und geistig-spiritueller Ebene. Diese Wirkungen lassen sich durch regelmäßiges Üben und den persönlichen und unmittelbaren Kontakt zwischen Lehrenden und Lernenden erfahren. Dabei sind die sozialen, pädagogischen und personalen Kompetenzen von Lehrpersonen für die Qualität des Unterrichts entscheidend.
Ich bekenne mich zu dem im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verankertem Schutz der Menschenwürde. Danach hat jeder Mensch eine eigene, unantastbare Würde und unveräußerliche Rechte, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, politischer oder religiöser Überzeugung. Ich achte die im Grundgesetz verankerten Prinzipien einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung.
Jeder Mensch wird in seiner unverwechselbaren Persönlichkeit und sozio-biografischen Einmaligkeit respektiert und ernstgenommen. Das beinhaltet das Recht auf mündige Selbstbestimmung. Mir ist das Ungleichgewicht der Machtverteilung zwischen Lehrenden und Übenden bzw. Auszubildenden bewusst und ich nutze dieses nicht für persönliche Interessen aus. Ich vermeide das Entstehen von Abhängigkeiten emotionaler Natur.
Ich bestärke die Übenden in der Wahrnehmung ihrer Eigenverantwortung.
Meine Haltung und Unterrichtsmethoden entsprechen dem oben genannten Menschenbild.
Ich präsentiere mein Angebot und meine Kompetenz transparent. Ich weiß in selbstkritischer Einschätzung um die Grenzen meiner eigenen Kompetenzen und bieten daher keine Dienste an, die über meine beruflichen Fähigkeiten und Kompetenzen hinausgehen.
Ich informiere vor Beginn einer Maßnahme über die Dauer, Kosten und Teilnahmebedingungen meiner Angebote.
Ich achte das informationelle Selbstbestimmungsrecht des Einzelnen. Ich behandele persönliche Daten und Mitteilungen der Lernenden vertraulich.
Ich engagiere mich kontinuierlich für meine persönliche und fachliche Weiterentwicklung.
Ich respektiere die Vielfalt im Yoga. Im Austausch miteinander pflege ich einen respektvollen und wertschätzenden Umgang.
Über die individuelle Praxis hinaus bin ich mir meiner eigenen Verantwortung für den Zusammenhalt der Gesellschaft und den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlage bewusst. Ich richte daran mein gewaltfreies und respektvolles Handeln aus und zeige praktische Solidarität mit den Mitmenschen. Ich strebe an, mit der Vielschichtigkeit der Gesellschaft und der Vielfalt von Kulturen offen, einfühlsam und kritisch umzugehen und meinen Beitrag zur Weiterentwicklung einer solidarisch-demokratischen Gesellschaft zu leisten.