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Als erstes montiert man das mittlere Kurbelwellenlager in das Gehäuse.
Hierbei handelt es sich um ein Zylinderrollenlager NU205 ECM C3 (NUL25 C3).
Das ist ein verstärktes Lager mit Messing Käfig.
Der Messing Käfig ist wichtig, da er gegenüber anderen Käfigen deutlich bessere Notlaufeigenschaften hat. Z.B. bei schlechter Schmierung durch den Kraftstoff.
Wichtig: Alle Kurbelwellenlager mit erhöhter Lagerluft C3 nehmen.
Des Weiteren baut man noch die beiden mittleren Radialwellendichtringe ein.
Diese sind so auszurichten, dass die Spiralfedern jeweils zu den Kurbelräumen zeigen.
Komplettieren der Lagerschilde
Als erstes montiert man die Radialwellendichtringe in das Schutzblech, welches sich im Lagerschild befindet.
Danach kommt das Zylinderrollenlager NU304 ECM (NUM20). Ebenfalls verstärkt mit Messing Käfig, Lagerluft C3.
Zur leichteren Montage legt man das Lager in die Gefriertruhe, das Gehäuse erwärmt man auf ca. 120°C. Wenn das Lager gefügt ist lassen wir alles in Ruhe, zu frühes umdrehen kann dazu führen, dass das Lager wieder verrutscht.
Ein erstes Schmieren mit Zweitaktöl ist hier auf jeden Fall sinnvoll.
Bei der Kurbelwelle haben sich die Adler Ingenieure wirklich was einfallen lassen. Die Kurbelwelle ist zweiteilig und mittels einer Hirth-Verzahnung und einer Zentralschraube miteinander verbunden.
Um die Zentralschraube drehen zu können, ist auf der Schraube eine Aussenverzahnung aufgebracht, wodurch diese mit Hilfe eines Spezialschlüssels angezogen werden kann.
Dieser Spezialschlüssel ist zwingend erforderlich. Drehrichtung des Schlüssels ist rechts, Anziehdrehmoment 45Nm.
Bevor wir jedoch mit der Kurbelwellenmontage beginnen, werden wir zwei von den drei Lagerinnenringen montieren.
Das ist zum einen der Innenring auf der Getriebeseite, d.h. auf der linken Kurbelwellenhälfte außen.
Zum anderen der Lagerinnenring in der Mitte, an der rechten Kurbelwellen Hälfte.
Der Innenring an der Lichtmaschinenseite kommt später, da man sonst den Spezialschlüssel zum Anziehen der Zentralschraube nicht mehr gesteckt bekommt.
Wichtig: Zwischen der Kurbelwellenwange und dem Lagerinnenring kommt jeweils eine 1mm Distanzscheibe.
Als erstes wird die linke Hälfte der Kurbelwelle ins Gehäuse eingebaut. Die am Bild dargestellte Schutzkappe ist Pflicht. Außerdem sind sowohl die Kappe als auch die Wellendichtringe gründlich mit Gleitmittel zu versehen (z.B. Zweitaktöl). Wenn wir schon alles so schön mit Zweitaktöl benetzen, dann geben wir dem mittleren Zylinderrollenlager auch gleich eine Initialschmierung.
Zum Einbau bringt man die Kurbelwelle in UT Stellung, fädelt dann das Pleuel ein und schiebt den Kurbelwellenstumpf mit der Schutzkappe durch die beiden Wellendichtringe.
Danach kann die Kappe entfernt werden.
Montage der rechten Kurbelwellenhälfte
Danach montiert man dir rechte Hälfte.
Hierzu bringt man das Teilstück ebenfalls auf UT, fädelt das Pleuel ein und dreht mittels des Spezialschlüssels die beiden Hälften zusammen. Bevor jedoch die Hirth-Verzahnung greift, stellt man sicher, dass die beiden Hälften genau 180° zueinander verdreht sind.
Um die 45Nm auf die Zentralschraube aufbringen zu können, muss jedoch die Kurbelwelle fixiert werden. Dies kann z.B. so bewerkstelligt werden, dass man ein Stück Rundholz durch das obere Pleuelauge steckt.
Ist das Drehmoment auf die Kurbelwelle aufgebracht, so kann man schließlich noch den letzten Lagerinnenring auf die Kurbelwelle montieren. Leichter geht dies, wenn der Innenring erwärmt wird.
Achtung: Auch hier wieder an die Distanzscheibe denken.
Montierte linke Kurbelwellenhälfte
Zuerst prüft man gründlich die vorhandene Dichtfläche. Ist diese in Ordnung, so wird diese leicht mit Hylomar bestrichen. Darauf legt man die Papierdichtung. Das Lagerschild wird vor Montage ebenfalls mit Hylomar leicht eingeschmiert.
Zur Montage klopft man das Schild vorsichtig mit einem Gummihammer in das Gehäuse. Dies sollte eigentlich nich so schwer hinein gehen.
Danach noch die 4 Muttern über Kreuz angezogen und fertig ist die Kurbelwellenmontage.
Die Kurbelwelle sollte sich nun noch ca. 0,8 - 1,6mm maximal verschieben lassen.
Um dies zu prüfen kann man zum Beispiel eine Fühlerlehre von der Zylinder Seite her zwischen Kurbelwellenwange und Gehäuse stecken.
Die Kurbelwelle wird dabei mit dem GUMMIHAMMER einmal nach links, und einmal nach rechts angeschlagen.
Dieses Spiel ist wichtig, da die Kurbelwelle später genau zwischen diesen zwei Grenzpositionen fixiert werden soll.
Die Kurbelwelle sollte sich jetzt jedoch leicht drehen lassen.