OSTEOPATHIE

Osteopathen diagnostizieren und behandeln reversible, funktionelle Störungen des Menschen jeden Alters.

Interkantonal zugelassene Osteopathen sollten in der Lage sein, eine Differenzialdiagnose stellen zu können um zu entscheiden ob ein Patient osteopathisch behandelt werden kann oder nicht. Sie können ein GDK Diplom vorweisen. Hierbei handelt es sich um das zurzeit höchste schweizerische Ausbildungsniveau.

Den ganzheitlichen Aspekt der Osteopathie sehe ich darin, meine Patienten nicht nur als Wesen mit Körper und Geist wahrzunehmen, sondern als ganze Menschen mit ihrem Erlebten und Wünschen, in ihrem beruflichen sowie privaten Umfeld.

Es scheint mir sehr schwierig oder gar unmöglich, eine vollständige Aufzählung aller der in Frage kommenden Symptome anzugeben, die von einer reversiblen, funktionellen Störung stammen könnten.
Die häufigsten Symptome sind jedoch Schmerzen des Bewegungapparats im weitesten Sinne. Wobei in der Osteopathie nicht nur den Gelenken Bewegung zugesprochen wird. Jegliches Gewebe weist ein gewisses Bewegungspotential auf. Sollten wir Bewegungseinschränkungen diagnostizieren, dann versuchen wir durch osteopathische Techniken den Körper so zu stimulieren, dass er sein Potential wieder erlangen kann.
Ohne irgendwelchen Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben kann man sagen, dass es sich auch bei Kopfschmerzen, Verdauungsbeschwerden, Menstruationsbeschwerden, Schwangerschaftsbeschwerden, Schreibabys, Koliken des Neugeborenen, Schwierigkeiten beim Stillen, Schwindel, Zähneknirschen, Kiefergelenksbeschwerden, Verspannungen, Tinnitus, Atembeschwerden, Unruhe, usw. um funktionelle Störungen handeln könnte.

Interessant scheinen mir auch die kognitiv-komportementalen, reversiblen, funktionellen Störungen des Menschen zu erwähnen, deren Behandlung eine Spezialität der Absolventen der Ecole Suisse de Médecine Ostéopathique (ESMO) ist.
Hierbei handelt es sich vermutlich um im zentralen Nervensystem, falsch gespeicherte, unangebrachte Bewegungsabläufe oder Verhaltensweisen, die keinen weiteren körperlichen Grund haben zu bestehen.
Beispielsweise ein gestörtes Gangbild nach schon lange verheilter Verstauchung eines Sprunggelenks. Oder sich immer wiederholende, falsche Bewegungsabläufe bei Sportlern, trotz "idealem" und intensivem Training.
Auch Phobien kommen in Frage, die bei Patienten ein unangemessenes Verhalten bei normalen, alltäglichen Reizen an den Tag legen. Wie z.B. die Unmöglichkeit eines Patienten seine eigene Kniescheibe zu berühren, die er vor langer Zeit ausgerenkt hatte aber klinisch kein orthopädischer, bleibender Schaden zu erkennen ist.

Die Osteopathie sollte auf keinen Fall bei infektiösen, tumoralen, degenerativen oder destruktiven Erkrankungen als Hauptherapieform gewählt werden. Aber auch in solchen Fällen, kann nach Absprache mit dem Hausarzt oder dem Spezialisten, die Osteopathie als Begleittherapie angebracht sein und die Lebensqualität der Patienten deutlich verbessert werden.

Ich behandele meine Patienten mit nicht-invasiven manuellen oder kognitiv-komportementalen Techniken.

In meiner Praxis finden keine so genanten "energetische", osteopathische Behandlungen statt.
Von dieser Behandlungsform distanziere ich mich komplett und vehement, da ich sie als unseriös empfinde.
Meines Erachtens beruhen deren Resultate lediglich auf den Placebo- bzw. Noceboeffekt und sind darum vor allem suggestiver Natur. An sich wäre das nichts schlechtes, wenn das dem Patienten auch so mitgeteilt wird und nicht durch unhaltbare Theorien oder längst widerlegten Modellen erklärt wird.

Osteopathie hat gemäss meiner Ansicht und meinem Lehrgang nichts mit Lifestyle oder Wellness gemeinsam, wie es leider in letzter Zeit häufig vermittelt wird.
Wir haben gelernt sie als eigenständiges Heilverfahren zu bezeichnen, dass sich in der modernen Medizin ökonomisch sowie effizient integrieren und behaupten kann. In der Fachwelt spricht man seit einigen Jahren von "osteopathischer Medizin".

Suchen Sie reine Entspannung, dann sind bei mir nicht richtig. Eine osteopathische Behandlung verlangt grosse Konzentration und viel Arbeit von allen Beteiligten. Häufig ist die Bereitschaft die eigenen Verhaltensmuster zu ändern eine wichtige Voraussetzung um den Behandlungserfolg zu stabilisieren. Manche Techniken können manchmal kurzzeitig schmerzhaft oder unangenehm sein. Es kann vorkommen, dass nach einer Behandlung während einiger Tage muskelkaterartige Schmerzen zu verspüren sind.

Falls Sie Fragen zur Osteopathie haben, dann zögern Sie nicht mich zu kontaktieren. Ich freue mich auf Ihren Anruf oder Ihr Email um Sie persönlich beraten zu dürfen.