Sprachenrat Saar (Albert Raasch)

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Homepage Albert Raasch
 
 

Saarbrücken - Molfsee / Kiel

 

 

 
 
Die offizielle Homepage des Sprachenrats Saar
findet sich unter folgender Adresse:
 
 
 
 
Kontaktadresse:
 
Sprachenrat Saar
 
1. Vorsitzender: Professor Dr. Norbert Gutenberg
 
2. Vorsitzender:  Heiner Zietz
 
Ehrenvorsitzende: Albert Raasch, Lutz Götze
Ehrenmitglied: Herbert Braun

 

 
 
Im folgenden sind einige Texte zusammengestellt, die die Anfänge und die Entwicklung des Sprachenrates Saar seit seiner Gründung im Jahr 1991 skizzieren und die Funktion und die Zielsetzungen des Sprachenrates Saar erläutern.
 
Im Sprachenrat Saar haben sich Institutionen zusammengeschlossen, die den Spracherwerb im Saarland und darüber hinaus in der Region Saar-Lor-Lux fördern.

Der Sprachenrat Saar unterstützt die Zusammenarbeit zwischen diesen Einrichtungen und trägt die Ergebnisse in die Öffentlichkeit; er berät die Entscheidungsträger in bildungs- und sprachenpolitischen Fragen.

Der Sprachenrat Saar ist offen für die Zusammenarbeit mit allen, die seine Ziele unterstützen und mittragen.

Der Partnersprache Französisch kommt, der " hautnahen" Begegnung beider Länder wegen, eine besondere Bedeutung zu. Gleichwohl gehört das Interesse allen europäischen und auch den aussereuropäischen Sprachen.
 
(Zitiert aus einem Flyer des Sprachenrates)


 

 
"Thesen" des Sprachenrates Saar

Der „Sprachenrat Saar“ hat zum Europäischen Jahr der Sprachen 2001 eine Resolution verabschiedet, die die gemeinsame Position seiner Mitglieder zu einigen wichtigen, aktuellen Problemen der Bildungs- und Sprachenpolitik im Saarland formuliert.



„10 plus 1“
Thesen des Sprachenrates Saar
zur Fremdsprachenpolitik im Saarland
im Hinblick auf das „Europäische Jahr der Sprachen 2001“



1.     Der Sprachenrat Saar unterstützt ausdrücklich alle Bemühungen um die flächendeckende Einführung einer Sprache in das Angebot aller saarländischen Grundschulen; er befürwortet ausserdem, dass erste Anfänge des Erlebens der Mehrsprachigkeit möglichst flächendeckend bereits im Kindergarten angeboten werden.
    
2.     Der Sprachenrat Saar ist der Überzeugung, dass die Qualität dieser Einführung der Kinder in eine andere Sprache maßgeblich von der angemessenen Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte bzw. der Betreuer /-innen abhängt; von dieser notwendigen Qualifizierung der Bezugspersonen dürfen keine Abstriche gemacht werden; kurz- oder mittelfristige Maßnahmen sind nur dann annehmbar, wenn die Qualifizierungsmöglichkeiten langfristig gesichert sind.
    
3.     Der Sprachenrat Saar befürwortet nachdrücklich, dass das „ius primae initiationis“ dem Französischen zustehen soll. Es wäre nicht zu verantworten, den Kindern die Möglichkeit wegzunehmen, die Erstbegegnung mit einer anderen Sprache im Rahmen des direkten Kontaktes mit einer Nachbarregion zu erleben.
    
4.     Der Sprachenrat Saar hat sich intensiv mit den Schwierigkeiten befaßt, die sich bei dem Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule zeigen. Er schlägt vor, daß das Französische von der Grundschule nahtlos in die weiterführende Schule dadurch integriert wird, dass in der Klasse 5 auf dem bisherigen Umgang mit einer anderen Sprache systematisch aufgebaut wird und damit der frühe Beginn in der Grundschule mit den curricularen Prinzipien weiterführenden Unterrichts verknüpft wird. Auf diese Weise wird der Frühbeginn Französisch in die Lernbiographie der Kinder nachhaltig einbezogen.
    
5.     Der Sprachenrat Saar dringt darauf, dass die Schule konsequent auf das Lernen und den sinnvollen Umgang mit Sprachen während des Erwachsenenalters vorbereitet. Die Schule muss sich der Verantwortung dafür bewußt werden, dass sie die Grundlage für das lebenslange Lernen legt, das gerade im Sprachenbereich heute europaweit als notwendig angesehen wird.
    
6.     Die Förderung des Erwerbs von berufsbezogener Sprachkompetenz ist eine unbestrittene Notwendigkeit, braucht gleichwohl dringend der intensiven Förderung, sowohl innerhalb des berufsbildenden Schulwesens wie durch den Bezug aller Schulformen zu den Anforderungen der beruflichen Wirklichkeit.
    
7.     Die breite Öffentlichkeit ist nur teilweise über die Grundsätze eines modernen Sprachunterrichts informiert; der Sprachenrat fordert sowohl die Bildungsinstitutionen wie vor allem die Medien auf, die Bewußtseinsbildung nachhaltig zu befördern: wie man Sprachen lernt, wie man Sprachen lehrt, warum man welche Sprachen lernen sollte, was man eigentlich im Sprachunterricht lernen sollte. Die Erziehung zum kritischen Sprachenlerner ist eine dringende Notwendigkeit.
    
8.     Mehrsprachigkeit ist das Gebot der Zukunft; Mehrsprachigkeit des Einzelnen wie des Landes ist die Voraussetzung für die Förderung der Standortbedingungen in Europa und für Europa. Es genügt schon lange nicht mehr, „Zweisprachigkeit“ zu verlangen; der Sprachenrat verlangt dringend: das Französische als Nachbarsprache („Frühbeginn“ und als „erste“ Fremdsprache in Klasse 5), das Englische anschließend (d.h. ab Klasse 6) als Weltsprache, weitere Sprachen (z.B. Spanisch, Italienisch) als Distanzsprachen (ab Klasse 8). Die Schulen wie auch die Einrichtungen der Erwachsenenbildung sollen nach Ansicht des Sprachenrates Saar gemeinsam eine möglichst breiten Sprachenfächer anbieten und die Grundsätze des Lernens und Lehrens aufeinander beziehen.
    
9.     Lehrkräfte für Sprachen müssen so ausgebildet sein bzw. sich so fortbilden, dass sie auf den vorgängigen Sprachkenntnissen ihrer Lerner aufzubauen und die Grundlagen für das nachfolgende Sprachenlernen ihrer Lerner zu legen imstande sind; andernfalls stehen sie der Mehrsprachigkeit entgegen.
    
10.     Der Sprachenrat Saar sieht die weitreichenden Konsequenzen dieser Forderungen und Anregungen und erklärt sich daher bereit, im Rahmen seiner Möglichkeiten mit Rat und Tat bei der Realisierung mitzuhelfen.
    
11.     Der Sprachenrat Saar legt allen Verantwortlichen dringend ans Herz, die Chancen des „Europäischen Jahres der Sprachen 2001“ nachhaltig zu nutzen, um die Menschen in der Region und im Land europatauglich zu machen und die Herausforderungen von Internationalisierung und Globalisierung zu bestehen.



Zur Entstehung, Zielsetzung und Struktur des Sprachenrates Saar:


Albert Raasch

Der "Sprachenrat Saar"
(2000)

Zur Einleitung:
Der "Sprachenrat Saar" - kein Einzelfall


Der “Sprachenrat Saar” wurde 1991 in Saarbrücken gegründet. Dieser erste Sprachenrat ist nicht unbedingt das Modell für andere vergleichbare Einrichtungen, denn jeder Sprachenrat hat seine eigene Struktur, seine eigene Geschichte und seine eigene Wirkungsweise; aber er hat sicherlich den Weg für die weiteren Entwicklungen gewiesen, z.B. für den "Sprachenrat Bremen". Zugrunde liegt sicherlich ein regionales Bedürfnis, aus dem dann auch übergreifende Ziele abgeleitet sind. An einem Beispiel, dem "Sprachenrat Saar", läßt sich diese Gemeinsamkeit, aber auch die jeweilige Individualität illustrieren.


Wer "Sprachenrat" sagt,
meint "Sprachenpolitik"

Sprachenpolitik entsteht dort, wo es Problemegibt, die ihren Gegenstand bilden; diese Probleme sind nicht unbedingt in allen Regionen und auf allen Ebenen dieselben.
Probleme sprachlicher und/oder ethnischer Minderheiten können Anlaß sprachenpolitischen Handelns werden; Beispiele finden sich an der deutsch-dänischen Grenze, im Elsaß, im Gebiet der Sorben, im Zusammenleben der Deutschen mit ihren türkischen, griechischen, italienischen, spanischen ... Mitbewohnern in der Bundesrepublik.
Sprachenpolitik findet auch dort statt, wo es um den Status der Sprachen in den internationalen Organisationen geht, wo zumeist das Englische, teilweise auch das Französische "gewachsene" privilegierte Stellungen einnehmen, aber wo andere Sprachen auch ihre Rechte reklamieren; wenn, wie in der Europäischen Union, immer mehr neue Mitglieder hinzukommen, die die Zahl der vertretenen Sprachen erheblich vergrößern und die Übersetzungsanstrengungen und -kosten in Potenz wachsen lassen, stehen den Rechten der Sprachen technische oder finanzielle Argumente und Fakten entgegen.

Sprachenpolitik ist gefordert, wo Fremdsprachenunterricht geplant und organisiert wird. Welche Sprachen sollen z.B. in allgemeinbildenden, welche in beruflichen Schulen angeboten werden, ab welcher Jahrgangsstufe, mit welcher Stundenzahl, in welcher Reihenfolge, mit welchen Zielsetzungen? Wie schafft man für den schulischen Bereich eine Balance zwischen den Sprachen, den Naturwissenschaften, den künstlerischen Fächern usw.?

Sprachenpolitik hat ihren Platz, wenn es um die Vertretung und Förderung einer Sprache (und der Kultur) im Ausland geht, wie dies z.B. - mit je unterschiedlichen Akzentsetzungen - die Aufgabe des British Council, der Instituts Français, des KulturKontakt Austria oder des Goethe-Instituts bildet.

Die Förderung von Übersetzungen literarischer Produkte oder von Filmen gründet sich auf sprachenpolitischen Überlegungen; die Produktion von Sprachkursserien in öffentlichen Rundfunk- und Fernsehanstalten, die Einrichtung von betrieblicher Sprachausbildung in Unternehmen, die Beteiligung von Institutionen an Projekten zur Förderung innovatorischer, zielgruppenorientierter Sprachvermittlung; schließlich auch die Wahl der Sprache in bilingualen Familien oder die Entscheidung des Einzelnen für (und das heißt auch immer gegen) das Erlernen oder das Benutzen einer Sprache; staatliche Empfehlungen, Vorschriften und Verbote: Dies alles sind nur einige Beispiele sprachenpolitischen Handelns, in das wir alle eingebunden sind, bis hin zum Individuum und bis hin zu Entscheidungen im täglichen Leben, die jeder von uns ständig trifft.

Im Anfang war

ein gemeinsames Bedürfnis

Sprachenpolitik läßt sich einerseits durch ihre Gegenstände definieren; wir haben exemplarisch einige Problemfelder aufgezählt, denen sich ein Sprachenrat zuwenden könnte, je nach Region, Gründungszeitpunkt, Interessenlage, Zusammensetzung, Struktur ...

Anlaß zur Gründung ist - wohl in jedem Falle - das Bedürfnis, eine Einrichtung zu schaffen, die sich den jeweiligen Gegenstandsbereichen auf eine andere Art zuwenden kann, als es die bislang bestehenden Einrichtungen tun können. Ein Sprachenrat ist also grundsätzlich ein innovatorisches Element in einem bestehenden institutionellen System. Alleine seine Existenz kann also definiert werden als Bereicherung, als Unterstützung, als Kritik .... je nachdem. Immer ist die Gründung eines Sprachenrates Ausdruck einer Reaktion auf das Bestehende. Entsprechend dieser jeweiligen Funktion wird ein Sprachenrat mehr oder weniger abhängig sein, mehr oder weniger akzeptiert, mehr oder weniger gefördert werden. Wenn man also sagen kann, daß die Gründung eines Sprachenrates "einem Bedürfnis entspricht", so ist damit natürlich keineswegs gesagt, daß es sich um ein generelles gesellschaftliches Bedürfnis handelt; die Breite des Konsenses, der die Grundlage für die Gründung bildet, ist ohne Zweifel von Fall zu Fall verschieden.

Aus der Nähe betrachtet:
der "Sprachenrat Saar"

Die Initiative zur Gründung des "Sprachenrates Saar” ist durch die beiden genannten Aspekte charakterisierbar: durch die institutionelle Situation in der Region und durch die spezifischen regionalen Problemfelder.

Das Saarland teilt mit den anderen Regionen der Bundesrepublik das Phänomen, daß das Bildungswesen institutionenteilig genannt werden kann: die Bildungseinrichtungen bedienen jeweils bestimmte Sektoren. Man kann beobachten, daß diese Spezialisierung in mehr oder weniger großem Umfang mit der Abgrenzung von den anderen Einrichtungen erkauft wird. Als Beispiele seien zitiert: Grundschule und weiterführende Schule; Schule und Erwachsenenbildung; Schule und Hochschule; Schule und Betriebe, Hochschule und Betriebe. Überall gibt es fremdsprachliche Angebote von großenteils hoher Qualität, aber überall ließe sich ein zusätzlicher Synergie-Effekt erzielen, wenn das - gerade für die Sprachen zu postulierende - “lebenslange oder lebensbegleitende Lernen" zur Überwindung institutioneller Abgrenzungen führen würde.

Zu den Aufgaben eines Sprachenrates, die sich aus dem Gesagten ableiten lassen, gehören also u.a. gemeinsame Beratungen darüber, wie man solche inter-institutionellen Brücken bauen kann; sprachenpolitisches Handeln konkretisiert sich in der gemeinsamen Initiierung von Aktivitäten und in der Zusammenarbeit bei geeigneten Anlässen (z.B. Ausgestaltung des Europatages, gemeinsame Beteiligung an Messen, gemeinsames Auftreten gegenüber den verantwortlichen Institutionen u.ä.).

Zu den spezifischen regionalen Merkmalen gehört insbesondere die Nachbarschaft zu Frankreich und zu Luxemburg und damit die privilegierte Rolle, die dem Französischen zukommt, aber auch die Tatsache, daß das Saarland als Grenzregion einen besonderen Auftrag hat, durch grenzüberschreitendes Handeln zum Zusammenwachsen Europas beizutragen. Der Sprachenrat Saar umfaßt daher selbstverständlich sowohl eine Vertretung der Région Lorraine als auch des Grand Duché de Luxembourg.

Die Institutionen, die sich im Sprachenrat zusammengefunden haben, sind unten in der "Satzung des Sprachenrates Saar" aufgeführt.

Diese Zusammensetzung ändert sich insofern, als der Sprachenrat im Laufe seines Bestehens mehrere neue Mitglieder auf deren Antrag aufgenommen hat, nach Anhörung und interner Abstimmung über eine hinreichende Plattform gemeinsamer Interessen auf dem Gebiet der Sprachenförderung. Es besteht Konsens, daß der Sprachenrat arbeitsfähig bleiben soll und daß daher eine Begrenzung der Mitgliederzahl unerläßlich ist. Weitere Änderungen werden nötig, wenn die betreffenden Institutionen ihre Zuständigkeitsbereiche neu definieren.

Und wie funktioniert der "Sprachenrat Saar"?

Der Sprachenrat Saar ist ein freiwilliger Zusammenenschluß von Institutionen, die zur Förderung des Sprachenlernens und -lehrens auf allen Ebenen und in allen Bereichen beitragen wollen. Der Sprachenrat ist kein "Verein"; mit anderen Worten, alle sprachenpolitischen Aktivitäten des Sprachenrates beruhen daher auf dem Konsens der Mitglieder (vgl. Anhang: "Satzung des Sprachenrats Saar").

Die materielle Grundlage wird einerseits durch die Beantragung und Durchführung von Projekten geschaffen; dazu gehört die Beteiligung an Aktivitäten in der regionalen Öffentlichkeit, andererseits in der Herausgabe von Veröffentlichungen, die im Sinne der gemeinsamen Arbeit sind. Andererseits wird der Sprachenrat durch die "Stiftung für die deutsch-französische kulturelle Zusammenarbeit" unterstützt; er hat seinen Sitz dank der Förderung durch die Staatskanzlei und durch die genannte Stiftung im Deutsch-Französischen Haus in Saarbrücken. Seit 1998 haben sich die Mitglieder darauf geeinigt, Mitgliedsbeiträge zu zahlen.

Bislang hat der Sprachenrat aufgrund von Projektförderung drei Publikationen vorgelegt.
 
- Eine Broschüre mit Ergebnissen von Erhebungen zu Fremdsprachenbedarf und -bedürfnissen im Saarland.

- Eine Broschüre "Wege zur Zweisprachigkeit", in der Vorschläge gemacht werden, auf welche Weise Geschäfte und diverse Einrichtungen ihre Hinweisschilder zweisprachig gestalten können; die Zusammenstellung der Formulierungsvorschläge betrifft neben den Geschäften auch Arztpraxen, Apotheken, Post, Bahnhof, Zoo, Rathaus, Fremdenverkehrsbüro und vieles andere.

- Eine umfangreiche Broschüre trägt den Titel "Sprachlernatlas"; darin sind alle Einrichtungen im Saarland aufgeführt, die Sprachunterricht anbieten, und zwar nach einem einheitlichen Erhebungsraster (welche Sprachen, welche Niveaustufen, welche Spezialisierungen, mit welchen Abschlüssen, mit welchen Besonderheiten des Angebots, mit welchen Lernvoraussetzungen und Lernzielen usw.).

 

Anhang

Sprachenrat Saar Satzung
vom "Sprachenrat Saar" auf seiner 11. Sitzung am 2. Dezember 1992 verabschiedet.
Geänderte Fassung lt. Beschluß vom 23. Februar 1994

1.     Aufgaben

Der Sprachenrat Saar ist ein Zusammenschluß von Institutionen, die sich um die Förderung der Fremdsprachen sowie um das Erlernen und die Vermittlung von Sprachkenntnissen in der Region Saar-Lor-Lux bemühen.
Mit seiner Arbeit verfolgt der Sprachenrat Saar insbesondere das Ziel, die Kooperation zwischen den beteiligten Institutionen im Bereich der Fremdsprachen zu fördern, gemeinsame Initiativen zu entwickeln und diese in  die Öffentlichkeit zu tragen.

2. Mitgliedschaft

2.1     Dem Sprachenrat Saar gehören an (Stand 2000):
   
Akademie der Saarwirtschaft e.V.
Arbeitskammer des Saarlandes
Deutscher Gewerkschaftsbund
Deutsch-Französisches Sekretariat für den Austausch in der beruflichen Bildung
Fachverband Moderne Fremdsprachen LV Saar
Gesamtelternrat des Saarlandes
Grand Duché de Luxembourg
Handwerkskammer des Saarlandes
Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes
Industrie- und Handelskammer des Saarlandes
Innergemeinschaftliches Regional-Institut (IRI) Luxemburg
Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft
Ministerium für Wirtschaft und Finanzen
Staatskanzlei
Universität des Saarlandes
Verband der Volkshochschulen des Saarlandes e.V.
Vereinigung der saarländischen Unternehmensverbände e.V.

2.2 Gäste
Der Sprachenrat Saar kann zur Teilnahme an einzelnen Sitzungren und Projekten Gäste hinzuziehen.

2.3 Zusammensetzung des Sprachenrates Saar
Die Zusammensetzung des Sprachenrates Saar ist in Ziffer 2.1 festgelegt. Der Sprachenrat Saar kann, wenn dies im Sinne der in Ziffer 1 formulierten Aufgabe des Sprachenrates Saar ist und er dies einstimmig beschließt, in begrenzter Anzahl Vertreter von Institutionen zu dauernder Mitarbeit hinzuwählen, die in der Region ansässig sind und zentral für die Bundesrepublik Deutschland überregionale Aufgaben im Sinne der Ziffer 1 wahrnehmen.

3. Organe

3.1 Vollversammlung
Der Sprachenrat Saar faßt seine Beschlüsse in Vollversammlungen, die in der Regel viermal pro Jahr stattfinden.
Jedes Mitglied hat im Sprachenrat eine Stimme (s. Ziffer 2.1).
Der Sprachenrat Saar faßt seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit seiner Mitglieder,

3.2 Vorstand
Der Sprachenrat Saar wählt aus dem Kreis der Vertreter seiner Mitglieder für zwei Jahre eine 1. Vorsitzende / einen 1. Vorsitzenden und zwei gleichberechtigte Vorsitzende; diese drei Personen bilden zusammen den Vorstand des Sprachenrates Saar. Wiederwahl ist zulässig.
Die 1. Vorsitzende / der 1. Vorsitzende und in ihrer / seiner Vertretung eine 2. Vorsitzende / ein 2. Vorsitzender vertritt den Sprachenrat Saar nach außen, führt die Geschäfte nach Maßgabe der Vollversammlung, lädt mit achttägiger Frist zu den Sitzungen ein, leitet die Sitzungen, ist für die Ausführung der Beschlüsse des Sprachenrates verantwortlich und erstattet am Ende eines jeden Jahres dem Sprachenrat Saar einen Bericht. Der Sprachenrat Saar unterhält eine Geschäftsstelle.

3.3 Kommissionen
Der Sprachenrat Saar kann zur Übernahme begrenzter und definierter Aufgaben Kommissionen einsetzen, die ihm zuarbeiten.

4. Haushalt
4.1 Haushaltssicherung
Das Ministerium für Wissenschaft und Kultur stellt die personelle und sachliche Arbeit des Sprachenrates sicher.
Die Mitglieder engagieren sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten bei der Realisierung der beschlossenen Projekte und Arbeitsvorhaben.

4.2 Aufstellung des Haushaltsplans
Der Sprachenrat Saar erstellt für das jeweils nächste Haushaltsjahr einen Haushaltsplan, der sich zweckentsprechend an den Aufgaben und Arbeitsvorhaben des Sprachenrates Saar orientiert.
Der Haushaltsplan und eventuelle Änderungen müssen beschlossen werden.
 

 
Aktivitäten des Sprachenrates Saar
Einige Beispiele



-  Informationsveranstaltungen „Experten am SZ-Telefon“
-  Europafest Wintringer Brücke
-  Werbeaktion für Französisch: Poster, Lesezeichen
-  Interviews in Rundfunk und Fernsehen
-  EUROFEST 1996 des Saarlandes in Saarbrücken (Mitwirk.)
-  Herausgabe des Sprachlernatlas
-  „Französisch zahlt sich aus“, mit der Dt.-Frz. Hochschule 2002 (Mitwirk.)
-  Öffentlichkeitsarbeit (Handwerksmesse, Saarlandtag u.a.)
-  Veranstaltungen zum Sprachenjahr 2001
-  Veranstaltungen zum Sprachentag 26. 9. 2002 (Mitwirkung)
-  Gespräch mit Ministerpräsident Müller und Kultusminister Schreier 17. März 2000
-  Veröffentlichung eine Broschüre mit Ergebnissen von Erhebungen zu Fremdsprachenbedarf und -bedürfnissen im Saarland.
-  Veröffentlichung einer Broschüre "Wege zur Zweisprachigkeit"
-  Gemeinsame Fahrt zum Europarat nach Strassburg
-  Vortragsveranstaltungen
-   Arbeitssitzungen bei Mitgliederinstitutionen, in Luxemburg und in Metz
-   Fachtagung „Sprachen“ mit Gesamtlandeselternvertretung  Sept. 2001
-   Veröffentlichung „10 + 1 Thesen zur Fremdsprachenpolitik im Saarland“  2000
-  Anhörungen im Saarländischen Landtag
-  Expertengespräche, Runde Tische
-  Sprachen- und bildungspolitische Stellungnahmen, z.B. zum Sprachenkonzept der Landesregierung
-  Kooperationsgespräche, z.B. mit der "Stiftung für die deutsch-französische kulturelle Zusammenarbeit"
-  Beratung zur Gründung eines Sprachenrats in Bremen
-  Beratungen und Gespräche zum Thema "Gelebte Mehrsprachigkeit" (Raasch), Vorschlag einer "Machbarkeitsstudie" (Gutenberg)
- Beratungen und Vorschläge zur "Frankreichstrategie" der Landesregierung des Saarlandes (2014)
 
 
  

 

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