Jan Niemann, Organist und Jurastudent aus Friesoythe, hatte das Programm des Konzerts auf das Reformationsjubiläum ausgerichtet. Es wurde ein würdiger Abschluss der Friesoyther Klang-Erlebnisse.
Friesoythe (mp). Mit einer musikalischen Zeitreise in der evangelischen Michaeliskirche und der katholischen St.-Marien-Kirche gingen am Samstagabend die Friesoyther Klang-Erlebnisse zu Ende. Unter dem Motto „Ein Konzert – zwei Orgeln – drei Trompeter“ wanderte der Friesoyther Organist Jan Niemann gemeinsam mit den Trompetern Stefan Bley, Ludger Koopmann und Reinhard Osterloh durch die wichtigsten musikalischen Epochen.
Das Programm seines ersten öffentlichen Konzertes hatte der 19-jährige Jurastudent Jan Niemann eigens zum 500. Reformationstag zusammengestellt. „Ich habe dabei versucht, jede Musikepoche zu berücksichtigen, ob Barock, Romantik oder die Moderne“, sagt Niemann. Der Organist, der schon seit einigen Jahren Gottesdienste in allen Friesoyther Kirchen begleitet, ließ bei dem Konzert alle Facetten erklingen, die eine Orgel zu bieten hat. Und da auch die Trompeter ihre Instrumente auf klangvolle Weise einzusetzen wussten, zeigte sich das Trio als eingespieltes Team.
Der erste Teil des Konzertes war in der gut besuchten Michaeliskirche geprägt von Werken von Johann Sebastian Bach, darunter auch „Jesu bleibet meine Freude“. Den Einstieg allerdings bildete „Pastime with good company“ des englischen Königs Heinrich VIII., zum Abschluss der ersten halben Stunde erklangen Orgel und Trompeten gemeinsam beim „Prèlude“ aus dem „Tedeum“.
Von der Michaeliskirche ging es in die St.-Marien-Kirche, in der sich weitere Musikfreunde zu den Konzertbesuchern gesellten. Den Anfang machte hier „Hymnus St. Laurentius“ von Alexander Wolf, mit „Final“ aus der 1. Orgelsonate d-Moll von F.A. Guilmant endete das Doppelkonzert.
Es war rundum eine besondere Klangpremiere mit dem Quartett. Da das Konzert auf Spendenbasis durchgeführt wurde, verzichteten die Künstler auf ihre Gage. Dechant Michael Borth und Pfarrer Joachim Prunzel freuten sich über das Engagement. Prunzel sprach zudem von einem ganz besonderen und spannenden Ereignis im Reformationsgedenkjahr. Das Konzert zeige die gute Ökumene in der Stadt, die auch danach beim gemütlichen Treffen im Franziskushaus deutlich wurde.