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Widerstand (Resistance) in der Chartanalyse einfach erklärt
Widerstände gehören neben Unterstützungen zu den grundlegenden Werkzeugen der technischen Chartanalyse. Im Englischen wird ein Widerstand als Resistance bezeichnet.
Ein Widerstand beschreibt einen Kursbereich, an dem eine steigende Marktbewegung in der Vergangenheit auf erhöhtes Angebot getroffen hat. In diesem Bereich kann der Kurs reagieren, seine bisherige Bewegung unterbrechen oder eine Gegenbewegung entwickeln.
Widerstandsbereiche entstehen häufig an Kursniveaus, an denen der Markt zuvor Schwierigkeiten hatte, seine Aufwärtsbewegung fortzusetzen.
Markante Hochpunkte und wiederholte Reaktionen innerhalb eines ähnlichen Kursbereichs können deshalb Hinweise auf einen relevanten Widerstandsbereich liefern.
Kehrt der Kurs später in diese Zone zurück, kann sie erneut für die technische Einordnung relevant werden.
Ein Widerstand sollte nicht automatisch als exakte horizontale Linie betrachtet werden.
Marktbewegungen reagieren häufig innerhalb eines Kursbereichs. Einzelne Kerzen können beispielsweise unterschiedlich weit in eine Zone hineinreichen oder diese kurzfristig überschreiten.
Deshalb ist es häufig sinnvoller, mit Widerstandszonen zu arbeiten.
Mögliche Widerstandsbereiche können unter anderem anhand früherer markanter Hochpunkte erkannt werden.
Weitere Hinweise können mehrere Reaktionen innerhalb eines ähnlichen Kursbereichs, deutliche Gegenbewegungen und auffällige Marktaktivität liefern.
Dabei sollte ein Widerstand immer im Zusammenhang mit der gesamten Marktstruktur betrachtet werden.
Wird eine Widerstandszone überschritten, zeigt dies zunächst eine Veränderung gegenüber den vorherigen Reaktionen in diesem Bereich.
Entscheidend für die weitere technische Einordnung ist anschließend die Entwicklung der Marktstruktur.
Ein ehemaliger Widerstandsbereich kann bei einer späteren Annäherung von oben als Unterstützung relevant werden. Dieses Prinzip wird als Role Reversal bezeichnet.
Die Bedeutung eines Widerstands hängt auch vom betrachteten Zeitintervall ab.
Ein Bereich im Wochenchart besitzt eine andere strukturelle Bedeutung als ein kurzfristiger Widerstand in einem kleinen Timeframe.
Deshalb sollten relevante Kursbereiche immer im Kontext des jeweiligen Zeitintervalls betrachtet werden.
Ein Widerstand sollte nicht isoliert betrachtet werden. Zusätzliche Informationen können beispielsweise liefern:
Marktstruktur
Volumen
verschiedene Timeframes
Kerzenstruktur
weitere Unterstützungs- und Widerstandsbereiche
Die Kombination verschiedener Informationen ermöglicht eine umfassendere technische Einordnung.
Ein Widerstand ist ein Kursbereich, an dem der Markt zuvor verstärkt nach unten reagiert hat. Er sollte grundsätzlich eher als Zone und nicht als exakter Preis verstanden werden.
Das Erkennen solcher Bereiche hilft dabei, Marktstrukturen und wiederkehrende Kursreaktionen besser einzuordnen. Ein Widerstand garantiert jedoch keine erneute Reaktion.
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