MBCMA Lernen. Wissen aufbauen. Sicher investieren.
Smart analysieren. Smart investieren.
Abwärtstrend einfach erklärt
Ein Abwärtstrend beschreibt eine Marktphase, in der sich der Kurs über einen bestimmten Zeitraum übergeordnet nach unten entwickelt.
Das wichtigste Merkmal eines Abwärtstrends ist eine fortlaufende Abfolge aus niedrigeren Hochs und niedrigeren Tiefs. Diese Struktur zeigt, dass sich der Markt schrittweise auf einem niedrigeren Kursniveau bewegt.
Wie entsteht ein Abwärtstrend?
Ein Abwärtstrend entsteht nicht durch eine einzelne fallende Kursbewegung. Er entwickelt sich meistens in mehreren Phasen.
Zunächst erreicht der Markt ein neues Tief. Danach folgt häufig eine Gegenbewegung nach oben. Bleibt das nächste Hoch unterhalb des vorherigen Hochpunkts und fällt der Markt anschließend auf ein weiteres niedrigeres Tief, entsteht eine abwärtsgerichtete Marktstruktur.
Die typische Abfolge lautet:
niedrigeres Tief
niedrigeres Hoch
weiteres niedrigeres Tief
Je länger diese Struktur erhalten bleibt, desto deutlicher lässt sich der Abwärtstrend erkennen.
Niedrigere Hochs und niedrigere Tiefs
Ein niedrigeres Hoch entsteht, wenn eine Gegenbewegung unterhalb des vorherigen Hochpunkts endet.
Ein niedrigeres Tief entsteht, wenn der Markt unter den vorherigen Tiefpunkt fällt.
Das Zusammenspiel dieser beiden Merkmale bildet die Grundlage eines Abwärtstrends.
Erholungen gehören zum Abwärtstrend
Ein Abwärtstrend verläuft nicht geradlinig nach unten. Zwischen den abwärtsgerichteten Bewegungen entstehen regelmäßig Erholungen, Seitwärtsphasen und kurzfristige Aufwärtsbewegungen.
Eine einzelne Erholung bedeutet deshalb nicht automatisch, dass der Abwärtstrend beendet ist. Entscheidend ist, ob die übergeordnete Struktur aus niedrigeren Hochs und niedrigeren Tiefs weiterhin bestehen bleibt.
Warum ist der Timeframe wichtig?
Ein Trend ist immer vom betrachteten Zeitintervall abhängig.
Ein Markt kann im Wochenchart einen Abwärtstrend zeigen, während im Stundenchart gleichzeitig eine kurzfristige Aufwärtsbewegung erkennbar ist.
Deshalb sollte vor jeder Analyse festgelegt werden, welcher Timeframe betrachtet wird. Erst dadurch lassen sich kurzfristige Bewegungen und übergeordnete Entwicklungen sinnvoll voneinander unterscheiden.
Woran erkennt man eine Veränderung?
Ein Abwärtstrend kann an Stabilität verlieren, wenn der Markt keine neuen niedrigeren Tiefs mehr bildet oder einen wichtigen vorherigen Hochpunkt überschreitet.
Eine einzelne Bewegung reicht jedoch nicht aus, um eine vollständige Trendveränderung zu bestätigen. Entscheidend bleibt das Gesamtbild der Marktstruktur.
Abwärtstrends richtig einordnen
Für eine fundierte Analyse sollte ein Abwärtstrend nicht isoliert betrachtet werden.
Zusätzliche Informationen liefern unter anderem:
Unterstützungen und Widerstände
Handelsvolumen
verschiedene Zeitintervalle
Trendlinien
die übergeordnete Marktstruktur
Durch die Kombination dieser Analysewerkzeuge entsteht ein umfassenderes Verständnis der aktuellen Marktphase.
Fazit
Ein Abwärtstrend ist durch niedrigere Hochs und niedrigere Tiefs gekennzeichnet. Erholungen und Seitwärtsphasen gehören zu dieser Struktur und sind ein normaler Bestandteil der Marktbewegung.
Wer die Struktur eines Abwärtstrends versteht, kann kurzfristige Gegenbewegungen besser einordnen und die übergeordnete Entwicklung eines Marktes klarer erkennen.
MBCMA – Smart analysieren. Smart investieren.