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Dynamische Unterstützungen in der Chartanalyse einfach erklärt
Unterstützungen werden häufig als horizontale Kursbereiche dargestellt. In der technischen Chartanalyse können relevante Unterstützungsbereiche jedoch auch dynamisch verlaufen.
Eine dynamische Unterstützung verändert ihre Position im Zeitverlauf und entwickelt sich gemeinsam mit der Kurs- beziehungsweise Marktstruktur.
Im Gegensatz zu einer horizontalen Unterstützung liegt eine dynamische Unterstützung nicht dauerhaft auf demselben Kursniveau.
Sie kann steigen oder fallen und dadurch unterschiedliche Kursniveaus miteinander verbinden.
Typische Beispiele sind steigende Trendlinien, gleitende Durchschnitte und Begrenzungen von Trendkanälen.
Eine der bekanntesten Formen ist die steigende Trendlinie.
In einem Aufwärtstrend entstehen typischerweise höhere Hochs und höhere Tiefs. Werden mehrere relevante Tiefpunkte miteinander verbunden, kann daraus eine steigende Trendlinie entstehen.
Reagiert der Markt anschließend wiederholt entlang dieser Struktur, kann die Trendlinie als dynamischer Unterstützungsbereich für die technische Analyse relevant sein.
Auch gleitende Durchschnitte wie EMA oder SMA können zeitweise eine vergleichbare Funktion übernehmen.
Häufig beobachtete Durchschnitte sind beispielsweise EMA 20, EMA 50 oder EMA 200.
Dabei ist wichtig, dass ein gleitender Durchschnitt nicht allein aufgrund seiner Existenz als Unterstützung betrachtet werden sollte. Entscheidend ist die tatsächliche Kursreaktion im jeweiligen Markt und Timeframe.
Auch die untere Begrenzung eines steigenden Trendkanals kann eine dynamische Unterstützung darstellen.
Da sich der gesamte Kanal mit der Trendbewegung entwickelt, verändert sich auch der entsprechende Unterstützungsbereich kontinuierlich.
Eine einzelne Berührung besitzt nur begrenzte Aussagekraft.
Mehrere nachvollziehbare Reaktionen entlang einer dynamischen Struktur liefern zusätzliche Informationen darüber, ob der Markt diesen Bereich tatsächlich berücksichtigt.
Dabei sollten auch Marktstruktur, Volumen, Kerzenstruktur und Timeframe einbezogen werden.
Das Unterschreiten einer dynamischen Unterstützung bedeutet nicht automatisch, dass der übergeordnete Trend beendet ist.
Entscheidend ist die anschließende Entwicklung.
Bleiben höhere Tiefpunkte erhalten, kann die übergeordnete Struktur weiterhin bestehen. Entstehen dagegen tiefere Hochs und tiefere Tiefs, verändert sich die technische Ausgangslage.
Deshalb sollte eine dynamische Unterstützung niemals isoliert betrachtet werden.
Dynamische Unterstützungen unterscheiden sich von klassischen horizontalen Unterstützungen dadurch, dass sie sich im Zeitverlauf verändern.
Trendlinien, gleitende Durchschnitte und Trendkanäle können solche Bereiche sichtbar machen.
Entscheidend bleibt jedoch nicht das Werkzeug selbst, sondern die Reaktion des Marktes und die Einordnung innerhalb der gesamten Marktstruktur.
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