Der UN wird schon seit längerem vorgeworfen, dass sie dringend eine Reform nötig hat, vor allem, um ihre Effizienz zu erhöhen, aber auch zum Teil in der Legitimität bzw. Repräsentanz bestimmter Gebiete.
Im Vordergrund steht vor allem, dass der Sicherheitsrat handlungsfähig bleiben soll und auf globale Probleme angemessen und schnell reagieren kann. Zudem muss er ein glaubwürdiger Vertreter der Weltgemeinschaft bleiben.
Die Globalisierung hat es den Menschen noch Mal genauer vor die Augen gebracht, wie wichtig es ist eine funktionierende Weltgemeinschaft und Weltorganisation zu haben, um globale Probleme effizient und legitim lösen zu können.
Im folgenden sehen Sie einige Beispiele, wie man überlegt dies zu erreichen:
Vorschlag der Schweiz war es, das Vetorecht nur bei Fällen von Völkermord oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit einzusetzen
→ Dies wurde allerdings abgelehnt
Das Vetorecht sollte nicht an neue ständige Mitglieder übertragen werden und von den alten nicht mehr so häufig angewendet werden
→ Würde für mehr Effizienz sorgen, die Legitimität bleibt weiterhin fragwürdig
Die Zahl der ständigen Mitglieder könnte (um 5 weitere Staaten) erhöht werden, 2 Industriestaaten und 3 Entwicklungsländer von 3 Kontinenten (Afrika, Asien und Lateinamerika/ Karibik), Lateinamerika/Karibik ist nämlich gar nicht repräsentiert
→ Würde für mehr Legitimität sorgen, aber wiederum die Effizienz einschränken
Die G4 (Deutschland, Indien, Japan und Brasilien) setzen sich für mehr Repräsentanz des globalen Südens ein und der wichtigsten Beitragsleister (z. B. Deutschland und Japan)
→ Könnte, wie z.B. die Weltbank, kritisiert werden, da es wieder nach dem Prinzip gehen würde "Wer mehr zahlt, bekommt auch mehr", obwohl es sich einige Länder einfach nicht leisten können und trotzdem repräsentiert werden sollten
Nichtständige Mitglieder: Je ein weiterer, alle zwei Jahre wechselnder Sitz für geografische Bereiche Afrika, Asien, Lateinamerika/ Karibik und Osteuropa
→ stärkere Beachtung dieser Gebiete, mehr Legitimität
Politische und strategische Rahmenbedingungen: Mandate sollen nur aufgrund realistischer vor-Ort-Szenarios unter Einschluss von worst-case-Annahmen erfolgen
"robustes Mandat“: mit (eingeschränkten) militärischen Handlungsoptionen
→ UN-Truppen sollen keine hilflosen Zuschauer von Menschenrechtsverletzungen sein
Personelle und strukturelle Vorsorge für komplexe Friedenseinsätze: z. B. vorsorgliche Ausbildung und Bereitstellung von zivilem Fachpersonal
Die Generalversammlung wird ebenfalls oft als umständlich, nicht effizient und zeitaufwendig beschrieben, trotzdem gibt es noch keine richtigen Reformvorschläge und wird innerhalb der UNO auch nicht wirklich diskutiert. Man muss allerdings auch beachten, dass die Zusammenarbeit zwischen 194 Ländern auf einer globalen Ebene nicht wirklich einfach gelöst werden kann, wenn man diese gleichzeitig legitim gestalten möchte.