Orgel
Neugestaltet und doch bewahrt: Die Walcker-Orgel im Wandel
Im Jahr 2007 wurde die Walcker-Orgel umfassend renoviert. Ziel war es, den gewohnten Klangcharakter des Instruments zu erhalten und ihn zugleich durch gezielte Ergänzungen zu verfeinern. Kernstücke wie die Windladen, das Pfeifenmaterial und der Spieltisch blieben erhalten.
Die Orgel erhielt neue Register, während andere Stimmen neu platziert wurden, um die klanglichen Möglichkeiten zu erweitern. Eine überarbeitete Mechanik und eine neue Koppelanlage verbesserten die Handhabung des Instruments. Durch die anschließende, vollständige Neuintonation wurde der Klang der Orgel harmonisiert und zu einem einheitlichen, deutsch-romantisch geprägten Ganzen geformt.
Die Arbeiten wurden 2021 und 2022 abgeschlossen. Mit dem Einbau des festlichen Zimbelsterns und des kraftvollen Hochdruckregisters Tuba mirabilis sowie der Erneuerung der gesamten Orgelelektrik fand die Sanierung ihre klangliche und technische Vollendung.
Bewegende Geschichte der Orgeln der Liebfrauenkirche
1912
Einweihung der dreimanualigen Gebrüder Späth-Orgel mit 32 Registern
1944
Kriegszerstörung der Orgel
1948
Neubau des 1. Teilabschnittes der Walcker-Orgel: Schwellwerk (mit noch verwendbaren Pfeifen der Späth-Orgel), einige Pedalregister und Behelfsspieltisch
1957
Neubau des 2. Teilabschnittes: Positiv und freistehender neuer Spieltisch
1962
Neubau des 3. Teilabschnittes: 1. Manual und Pedalwerk. Orgelweihe am 8.7. der Orgelprospekt stammt von Dr. Walter Supper
1972
Unwetterschaden
1973-77
Umbau und Neuintonation der Orgel durch die OBF Köberle
1975
Orgelweihe
1985-86
Orgelinstandsetzung und Registerumbau
1988
Orgelinstandsetzung durch Orgelbauer Diethelm Berner
2007
Umfangreiche Orgelrenovierung und Neuintonation durch OBF Mauch
2019
Einbau des Zimbelsterns
2021
Einbau der Tuba mirabilis