27.05. - 30.05.2026
Ústí nad Labem
Fragt man nach (Kreuz)Wegen und Innovationen der DaF-Didaktik, so ist derzeit das Spannungsfeld zwischen technologischer Innovation durch Künstliche Intelligenz einerseits und lerntheoretisch fundierten Unterrichtstraditionen andererseits von besonderem Interesse. Am Beispiel der Lesedidaktik des fremdsprachlichen Deutschunterrichts wird in einem Forschungsüberblick die diesbezügliche Vielfalt an aktuellen didaktischen Wegen aufgezeigt.
Die Digitalisierung wirkt in der österreichischen Literatur weniger als bloßer technischer Wandel denn als ästhetische Verschiebung ihrer medialen Bedingungen. Unter dem Leitmotiv (Kreuz)Wege der österreichischen Literatur im digitalen Zeitalter untersucht der plenare Beitrag jene Schnittstellen, an denen literarische Form, mediale Innovation und neue Lektürepraktiken ineinandergreifen.
Wissensformate spielen auf Kurzvideoplattformen wie TikTok und Instagram eine wichtige Rolle (Jaki et al. 2024) und haben diese zu wichtigen Orten informellen Lernens werden lassen (Schellewald 2021). Das bietet auch für die Wissenschaftskommunikation neue Möglichkeiten, da hier wissenschaftliche Themen niedrigschwellig und mit potenziell sehr großer Reichweite vor allem an junge Zielgruppen vermittelt werden können (Montes et al. 2025).
Die im Titel der Konferenz verwendete und mehrdeutige Metapher des (Kreuz)wegs regt zunächst dazu an, über die Zukunft der akademischen Disziplin nachzusinnen und nach Zukunftsperspektiven zu suchen. Doch an jeder Kreuzung gelangt man sofort zur Frage nach der Standortbestimmung. Im Plenarvortrag wird die titelgebende Metapher wörtlich genommen, um eine solche Verortung für die tschechische Germanistik vornehmen zu können.