Schlafparalyse – harmlose Horrorerfahrung
Jeder Mensch wird im Laufe seines Lebens die Erfahrung machen, während seines Schlafes einmal zu erwachen und sich nicht mehr bewegen zu können. Dabei erleiden viele noch zusätzlich Halluzinationen, bei denen sie unheimliche Gestalten wahrnehmen, die auf einen zu gehen. Diesen unangenehmen Zustand nennt man Schlafparalyse und diese tritt entweder zu Beginn oder aus dem Schlaf heraus auf.
Der Mensch durchläuft verschiedene Schlafstadien, die sich jede Nacht vier- bis fünfmal wiederholen können. In der ersten Phase gleitet der Mensch von seinem Wachzustand in den Schlaf. In der zweiten Phase entspannt sich die Muskulatur und in der dritten Phase fällt man in einen Tiefschlaf. Daraufhin erfolgt der REM-Schlaf (Rapid-Eye-Movement). Das Gehirn verarbeitet in dieser Phase die Erlebnisse des Tages, wodurch es zu einer erhöhten Gehirnaktivität und zu kurzen, raschen Augenbewegungen kommt. Diese Phase leitet das Träumen ein und ist die Ursache der Schlafparalyse. Um zu verhindern, dass willkürliche Bewegungen, die in den Träumen ausgeführt werden, tatsächlich einsetzen, setzt in der Skelettmuskulatur eine Lähmung ein, die diese erschlafft. Augen- und die Atmungsmuskulatur sind davon unbetroffen. In der Regel wird die Lähmung beim Erwachen aufgehoben. Geschieht dies jedoch nicht, spricht man von einer Schlafparalyse.
Weder Bewegungen noch das Sprechen können in diesem Zustand vollzogen werden und bei einem Drittel der Betroffenen erfolgen auch visuelle, taktile und akustische Halluzinationen. Ursachen für die Schlafparalyse sind Stress, unregelmäßiger Schlaf, Krampfanfälle, Panikstörungen, Schlafen in Rückenlage und Medikamente gegen Angststörung. Schlafparalyse kann aber auch ein Symptom einer Narkolepsie sein und sollte bei regelmäßigem Auftreten von einem Facharzt untersucht werden.
Eine Behandlungsmöglichkeit gegen die Schlafparalyse gibt es nicht. Jedoch ist es wichtig sich vor Augen zu halten, dass es keine bösartige Erkrankung ist (außer sie ist ein Symptom der Narkolepsie). Um der Schlafparalyse zu trotzen ist ein gesunder Schlaf von Nöten.
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