Hallo Herr Pabst, könnten Sie sich vorstellen?
Ja, ich bin Herr Pabst, ich studiere in Mainz an der Uni gerade Lehramt und zwar die Fächer Biologie und Spanisch, habe vor als Drittfach auch noch Geographie zu studieren, wenn ich so weit bin und ich arbeite momentan als Vertretungslehrer an der PDS.
Sie meinten gerade Sie arbeiten als Vertretungslehrer an der PDS, Sie waren ja früher Schüler hier, wie ist das so?
Also erst einmal macht es sau viel Spaß, vor allem im Vergleich zur Uni freue ich mich immer auf die Tage wo ich lange in der Schule bin und möglichst wenige Uni-Veranstaltungen habe, weil die Vorlesungen, also 90 Minuten jemandem zuzuhören, doch recht trocken sind und weil die Schüler als auch die Lehrer wirklich sehr cool hier an der Schule sind es macht mir echt viel Spaß. Einen Vorteil habe ich natürlich dadurch, dass ich hier schon Schüler war, dass ich die Lehrkräfte soweit fast alle schon kenne oder sie mich schon kannten und dass ich mich in der Schule vom Gebäudetechnischen her auch gut auskenne. Mir gefällt die Schule an sich auch recht gut, also ich war auch als Schüler recht zufrieden an der Schule.
Wie sieht das Studium aus? Also sind Sie abwechselnd in der Uni und in der Schule?
Wenn man jetzt nur nach dem Studium geht hätte ich eigentlich nur Verastaltungen in der Uni in meinen beiden Fächern -also bei mir Biologie und Spanisch- und im dritten Fach Bildungswissenschaften. Das Studium selbst sieht nur Praktika und später das Referendariat vor als arbeiten als arbeiten an der Schule. Das heißt, die Tätigkeit als Vertretungslehrkraft mache ich quasi freiwillig zusätzlich. Bei mir sieht das jetzt konkret so aus dass ich (zumindest dieses Semester) erstmal jeden Tag morgens zur Schule gehe. Ich habe hier vormittags meine Stunden manche Tage länger manche Tage nur die ersten beiden Stunden -je nachdem wie meine Vorlesungen sind- und fahre dann nach Mainz um mir die Uni-Vorlesungen anzuhören.
Ein Langer Arbeitstag also. Jetzt ein Themenwechsel: haben Sie sich viel Stress fürs Abi gemacht?
Ich persönlich habe mir nicht so viel Stress fürs Abi gemacht, ich war da recht gechillt. Ich kenne auch ganz viele, die sich sehr viel Stress gemacht haben, aber ich bin der Meinung, dass man es recht gelassen angehen soll. Man wird wirklich an dieser Schule im Vergleich zu anderen Schulen im Umkreis echt gut auf die Abiprüfungen vorbereitet, man hat die vierstündigen Prüfungen inden LK`s schon, die sind recht ähnlich und grundsätzlich ist es nur wie eine lange Klausur in der man auch ein bisschen mehr Zeit hat nachzudenken was man schreibt und nicht nur möglichst schnell möglichst viel Text produziert. Deswegen fand ich es eigentlich recht entspannt. Gerade nach den ersten zwei Abiprüfungen weiß man auch wie es abläuft und man braucht da nicht so aufgeregt vor sein, wie manche Lehrer dass manchmal darstellen. Als wäre es das wichtigste Ereignis im Leben.
Haben Sie bestimmte Lernmethoden benutzt?
Ich persönlich habe zum Lernen für Klausuren in der Oberstufe aber auch fürs Abi mir selbst oft so etwas ähnliches wie Probeklausuren geschrieben, bei denen ich mir überlegt habe, welche Fragen am ehesten in der Klausur drankommen könnten und die dann so perfekt wie möglich beantwortet habe. Und das Wissen das ich mir selbst quasi festgelegt habe, das ich in der Klausur wissen muss beziehungsweise will habe ich die ganze Zeit reproduziert und auch die ganzen Texte zu verschiedenen Dingen -ob es jetzt die Replikation der DNA war, oder die Novemberrevolution- so oft wieder von vorne aufgeschrieben, bis ich alles wusste und drin hatte was ich wissen muss.
Welche LKs hatten Sie damals?
Meine LK´s waren Spanisch und Mathe, kann ich auch beides empfehlen. Spanisch fand ich ein megacooles LK es hat mir auch viel Spaß gemacht Spanisch zu sprechen, auch die Texte zu Schreiben. Ich fand es eine sehr schöne Atmosphäre. Klar hat man da relativ oft viel zu Hause machen müssen, da sich die Texte schwierig nur im Unterricht schreiben lassen, aber ich würde es auf jeden Fall sofort nochmal wählen. Mathe war recht anspruchsvoll, das würde ich wirklich nur Leuten empfehlen, die auch fit in Mathe sind, aber wenn man gut in Mathe ist, kommt man da eigentlich ganz gut zu recht und sollte auch ohne Schwierigkeiten durchkommen.
Hatten Sie sonst noch irgendwelche Hassfächer in der Oberstufe?
Also ich muss sagen, dass ich meine „Hassfächer“ abgewählt habe. Physik fand ich wirklich schlimm in der E-Phase, in der Mittelstufe fand ich es noch ganz cool. Klar hängt das auch von der Lehrkraft ab, aber da war ich recht froh das abgewählt zu haben. Was tatsächlich mein schlechtestes Fach war, war Englisch, wo ich jetzt auch nicht mega schlecht drin war, aber im Vergleich zu den anderen Fächern halt einfach schlechter, das habe ich dann auch nach der Q-2 abgewählt, weil es halt auch einfach zu viel gewesen wäre zwei Fremdsprachen noch weiter zu machen.
Haben Sie irgendeine Mitteilung für Schüler, die kurz vor ihrem Abi stehen?
Ich würde grundsätzlich sagen: lasst euch nicht zu sehr stressen, fangt früh genug mit der Organisation für Abibuch, Abiball und so weiter an, die Abiprüfungen an sich werden am Ende aber wahrscheinlich einfacher oder harmloser sein als man denkt, da in der Regel auch in den Klausuren auch schon oft Abituraufgaben benutzt werden, das heißt man ist wirklich echt gut vorbereitet und braucht sich keine Sorgen machen.
Vielen Dank für das Interview.
Sehr gerne
(das Interview wurde geführt von Eva Graf und Omema Gul, 9a)