Die #Kontrovers-AG ist ein von Herr Dr. Hepp gegründeter Debattierclub, der sich an Schüler*innen der Oberstufe richtet, wobei Lehrkräfte natürlich auch immer willkommen sind. Wir treffen uns einmal im Monat und debattieren nach einem vereinbarten Konzept über Themen, für die sich die Teilnehmer*innen entscheiden.
Als erstes haben wir uns dazu entschlossen darüber zu diskutieren, ob ein soziales Jahr verpflichtend werden soll. Zu Beginn haben sich sieben Personen dagegen und drei dafür ausgesprochen. Im Anschluss haben wir uns in zwei selbst bestimmte Gruppen aufgeteilt und innerhalb dieser sammelten wir Argumente für bzw. gegen ein soziales Pflichtjahr (SPJ), wobei eine Gruppe ausschließlich Pro Argumente sammelte, während die andere das Gegenteil tat.
Anschließend haben sich je Gruppe zwei Sprecher*innen dazu bereit erklärt, eine Rede zu verfassen, welche den eigenen Standpunkt erläutert. Die beiden Duos führten eine informierte Diskussion unter Moderation einer unparteiischen Person und haben sich nicht nur den Argumenten der Gegenseite, sondern auch des Publikums stellen müssen.
Ausschlaggebend für ein SPJ war die Ansicht, dass dies zur Entdeckung sowie Entwicklung der eigenen Persönlichkeitsstruktur als auch dem Erlernen neuer Fähigkeiten beitragen würde. Zusätzlich verhelfe ein Jahr in einem sozialen oder ökonomischen Beruf dazu, ein ausgeprägteres Bewusstsein bzw. Verständnis für Menschen in diesen Berufsfeldern zu schaffen. Dieser Einblick in gesellschaftlich essenzielle Arbeit biete zusätzlich nützliche Berufserfahrung, unabhängig von persönlichem Interesse, und potenzielle Kontakte für die eigene berufliche Zukunft.
Auf der anderen Seite wird mit der Frage, ob das Sozialwesen den Zuwachs an Mitarbeiter*innen überhaupt standhalten könne, gegen ein SPJ argumentiert. Weiterhin wurde an der heutigen Verfassungsmäßigkeit eines SPJ gezweifelt, wobei z.B. Art 12 GG, besonders Abs. 2, dem nicht entgegensteht. Abgesehen davon würde ein SPJ dazu führen, dass einige Menschen in temporär in Berufen, mit denen sie unzufrieden sein würden, tätig wären. Das wiederum resultiere in einer unglücklichen Bevölkerung und demotivierten, kaum engagierten Arbeitskräften, die ihrem Umfeld bloß schaden würden.
Nach dem Abschluss dieser Debatte sprachen sich sechs Personen gegen ein SPJ aus und vier dafür.
Vor kurzem wurde die Frage, ob die AFD verboten werden sollte, zum Thema. Diese Runde führten wir in einem Stuhlkreis gemeinsam mit unserem Gast Herr Wening.
Wir informierten uns über diese Thematik und alle Anwesenden beteiligten sich an dieser Diskussion, wobei sich niemand persönlich für ein Verbot der AFD aussprach, sondern ein paar Menschen für den Diskurs in die entsprechende Rolle schlüpften. Im Laufe des Gespräches entwickelte sich die Debatte durch fehlende Opposition in eine spannende, informierte Konversation über die AFD und ihre Präsenz an sich.
Habt ihr Interesse auch an diesen Debatten teilzunehmen? Das nächste Mal treffen wir uns am 3. Dezember um 15:00 Uhr in Raum 309 - schaut gerne vorbei!
Chrysanta Malak