In der letzten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung Bernau wurde ein Antrag der Linken eingebracht, dass sich die Stadt Bernau dem ICAN- Städteapell anschließt. ICAN, die „International Campaign to Abolish Nuclear Weapons“, setzt sich seit Jahren für ein weltweites Verbot von Atomwaffen ein und wurde 2017 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Zahlreiche Städte, Landkreise, Gemeinden, Regionen, Bundesländer und Stadtstaaten in Deutschland sind diesem Apell bereits beigetreten - auch, um ein klares Zeichen für Frieden und Abrüstung zu setzen. Der Apell fordert die Bundesregierung dazu auf, den Vertrag der Vereinten Nationen von 2017 zum Verbot von Atomwaffen zu unterzeichnen und zu ratifizieren.
Gerade in einer Zeit, in der globale Spannungen zunehmen, wäre eine Unterstützung des Apelles aus Bernau von besonderer Bedeutung gewesen. Doch das Ergebnis der Abstimmung war ernüchternd: nur die Stadtverordneten der Fraktion DIE PARTEI/ DIE LINKE und der Grünen gaben dem Antrag ihre Zustimmung. Von allen anderen gab es entweder Ablehnung oder Enthaltung. So lehnten alle 7 Stadtverordneten der AfD- Fraktion den Antrag ab, wobei sie noch zum Wahlkampf Friedenstauben plakatieren und sich damit rüsteten die „einzig wahre Friedenspartei“ zu sein. Auch die Freien Wähler setzten im Wahlkampf auf Friedenstauben, doch in der entscheidenden Abstimmung reichte es nur für acht Enthaltungen.“
So zeigt sich einmal mehr, wenn es um die Stimmen der Bürgerinnen und Bürger geht können sie alle viel erzählen und versprechen. Wenn es dann darauf ankommt, siegt die Feigheit. Dass ausgerechnet jene Fraktionen, die sich so gerne als „Anwälte des Friedens“ inszenieren, bei einer solch klaren Gelegenheit zum Handeln schweigen oder blockieren, ist ein Armutszeugnis. Für die Bürgerinnen und Bürger bleibt der Eindruck, dass Frieden für manche Parteien wohl nur solange ein Thema ist, wie er Stimmen bringt.
So bleibt es dabei, wer Frieden möchte und der Meinung ist, dass man diese nicht mit Aggression, Waffen oder atomarer Drohung und Eskalation löst kann sein Kreuz nur bei den LINKEN setzen. Wir stehen IMMER und ausnahmslos an der Seite derer, die unter Krieg und Vernichtung leiden während andere „sich in weiche Kissen setzen“. Wir sagen: „NEIN, unsere Söhne geben wir NICHT!“. Wir werden weiter dafür einstehen und kämpfen mit euch und für euch!