Hypnose Ausbildung in Zürich mit Jan Mion und Michael Schmidt
Ein Arm, der oben bleibt, ohne dass du ihn halten musst. Eine Starre im Nacken, die nicht weggeht. Katalepsie ist ein Trancephänomen – und gleichzeitig etwas, das viele Menschen im Alltag kennen, ohne den Namen dafür zu haben. In der Hypnotherapie lässt sich beides nutzen.
Katalepsie beschreibt eine Starrheit, ein Feststecken, ein Hängenbleiben – körperlich oder innerlich. In der Hypnose zeigt sie sich zum Beispiel, wenn ein Arm levitiert und oben stehen bleibt, ohne Anstrengung. Für viele Klienten ist das ein eindrückliches Erlebnis: Der Arm gehört ihnen, und trotzdem bewegt er sich nicht einfach zurück. In Hypnoseshows wird daraus eine «hypnotische Brücke», auf der man sitzen kann. Für die therapeutische Arbeit ist etwas anderes wichtiger: die Leichtigkeit. Wenn ein Arm ohne Aufwand oben bleibt, lässt sich diese Leichtigkeit auf ein Thema übertragen.
Psychisch entspricht die Katalepsie dem Freeze – dem Erstarren, wenn weder Flucht noch Angriff möglich scheint. Man kennt das Bild des Rehs, das im Scheinwerferlicht stehen bleibt. Auch Menschen frieren ein: beim öffentlichen Reden, bei einem Blackout, in Momenten, in denen sie sich hilflos fühlen.
Viele bleiben hängen und wissen nicht, warum. Sie kommen innerlich nicht weiter, fühlen sich blockiert, manchmal auch körperlich steif. Diese Starre kann bis in die Atmung reichen: Wer in der Trance kaum frei atmen kann, zeigt oft eine Anspannung, die schon länger da ist.
Nicht jede Starre ist ein Problem. Anspannung kann helfen, etwas durchzuziehen, dranzubleiben, standhaft zu sein. Blockierend wird sie, wenn sie bleibt, ohne dass sie gebraucht wird.
Du merkst die Anspannung, kannst sie aber nicht lösen
Die Atmung wird eng, obwohl keine Gefahr da ist
Der Bauch zieht sich zusammen, als käme ein Schlag
Du erstarrst in Situationen, in denen du eigentlich handeln möchtest
Die Gedanken drehen sich im Kreis und kommen nicht in Fluss
Die Atmung ist oft der erste Ort, an dem sich Katalepsie zeigt – und der erste, an dem sie sich löst. Wenn der Atem wieder fliesst, verändert sich meist auch das Denken. Viele Klienten merken am Ende einer Sitzung: Es hat Platz bekommen.
In der therapeutischen Hypnose geht es darum, die blockierende Starre zu lösen und neue Wege anzulegen, damit in einer ähnlichen Situation nicht wieder alles einfriert. Bei körperlichen Beschwerden wie anhaltender Verspannung oder hohem Blutdruck gehört zuerst eine ärztliche Abklärung dazu. Hypnose ersetzt diese nicht.
Mehr zu dieser Folge: Erstarrung verstehen und lösen
Wenn du das Gefühl kennst, innerlich oder körperlich festzustecken, frag eine Sitzung bei Jan Mion oder Michael Schmidt an. Wir schauen gemeinsam, wo die Starre sitzt und wie Bewegung wieder möglich wird.
Sitzungen sind sowohl in der Praxis in der Region Zürich als auch ortsunabhängig online per Video möglich.
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JM Hypnose Podcast: Vertiefende Episoden zu diesem und weiteren Themen im regulären Podcast von Jan Mion und Michael Schmidt.