Der ManyPod ist ein Gesprächs-Podcast, der euch die Kämpfe der Migration um die Ohren hauen möchte.
Wir unterhalten uns mit Freund*innen und Genoss*innen aus der Bewegung, der Wissenschaft, Kultur und Politik darüber, wie wir die Verhältnisse zum Tanzen bringen können.
Die Rosa-Luxemburg-Stiftung versammelte am 13. und 14. Juni 2025 in Berlin vielfältige Stimmen der Migrationsgesellschaft zu einem Solidarischen Migrationsgipfel, um gemeinsam über solidarische Alternativen zur rassistischen Abschottungspolitik der Gegenwart zu sprechen.
Rund 50 Vertreter*innen (post)migrantischer, jüdischer, antirassistischer, antikolonialer und aktivistischer Perspektiven traten auf die Bühne des Silent Green in Berlin-Wedding. Sie verlasen persönliche, politische und poetische Statements – verdichtete Stimmen aus verschiedenen Kämpfen gegen Rassismus, Ausgrenzung und Entrechtung. Gemeinsam formulierten sie eine öffentliche Einladung an die Zivilgesellschaft: für eine solidarische Migrationsgesellschaft, die bereits existiert, aber bedroht ist – und die es gemeinsam zu verteidigen und weiter zu gestalten gilt.
2023, in einem Jahr massiver Arbeitskämpfe, jähren sich einige der bedeutendsten Streiks der deutschen Nachkriegsgeschichte.
Das Projekt Streikrevue 73/93/23 bringt die wilden Streiks migrantischer Arbeiter*innen von 1973 bei Ford, Pierburg und anderswo, die unerhörten Kampfformen ostdeutscher Arbeiter*innen von 1993 in Bischofferode und anderen Betrieben, und die heutige Kämpfe bei Gorillas, Tönnies, Amazon et al. auf eine Bühne – und fragt nach Kontinuitäten, Gemeinsamkeiten und Unterschieden.
Die Publikation sowie das gleichnamige Webprojekt „Erinnern stören“ versammelt einige der zahllosen Stimmen, die im gewaltvollen Transformationsprozess der deutsch-deutschen Vereinigung für unerwünscht erklärt und an den Rand gedrängt wurden, die zum Schweigen gebracht werden sollten und sich dennoch unwiderruflich als postmigrantische Gesellschaft in die Geschichte eingeschrieben haben.
Das Projekt beinhaltet Geschichten von Bürgerrechts- und Asylkämpfen ehemaliger Gastarbeiter* innen, von Geflüchteten in BRD und DDR, Beiträge über den Eigensinn von Vertragsarbeiter* innen, von damaligen internationalen Studierenden, über jüdisches Leben in Ost und West sowie über die Kämpfe von Sinti und Roma im geteilten Deutschland.
Mit Beiträgen von Sharon Adler, Emmanuel Adu Agyeman, Pablo Dominguez Andersen, Felix Axster, Mathias Berek, Gabriel Berger, Róza Berger-Fiedler, Hamze Bytyçi, Leah Carola Czollek, Max Czollek, Nuray Demir, Dostluk Sineması, Gülriz Egilmez, Naika Foroutan, Mirna Funk, Elisa Gutsche, Kathleen Heft, Initiative 12. August, Anetta Kahane, Dmitrij Kapitelman, Kadriye Karcı, Andrea Caroline Keppler, Evrim Efsun Kızılay, Jana König, David Kowalski, Janko Lauenberger, Lydia Lierke, Jessica Massochua, Paulino Miguel, Dan Thy Nguyen, Hannah Peaceman, Massimo Perinelli, Patrice G. Poutrus, Sabuha, Elisabeth Steffen, Ceren Türkmen, Nea Weissberg, Alexandra Weltz-Rombach und Cynthia Zimmermann
Unter dem Titel „Young Migrants Blog“ lassen Autor* zwischen 16 und 30 Jahre aus unterschiedlichen Erfahrungen die Gesellschaft der Vielen sichtbar werden. Es bloggen junge Leute, die sich in der x-ten Generation von Einwander*innen längst als Deutsche begreifen, genauso wie Neueingewanderte. Sie alle eint ein Wissen um Rassismus und gesellschaftliche Stigmatisierungen. Beiträge und Gastbeiträge können darüber hinaus von Freund*innen, Gleichgesinnten und Genoss*innen kommen, die sich solidarisieren, in antirassistische Initiativen involviert sind und die entweder ähnliche Biografien mitbringen oder mit ihrer politischen Haltung einfach solidarisch an die Erfahrungen der Autor*innen anknüpfen.
2017 Köln, 2018 Mannheim, 2019 Chemnitz, 2021 Nürnberg. Anklageschrift, Publikationen, Archiv.