Seit Ende der 1990er Jahre bin ich in migrantisch-selbstorganisierten, künstlerisch-wissenschaftlichen und politischen Initiativen aktiv, mit einem Schwerpunkt auf die historische Aufarbeitung der Geschichte der Migration und der Sichtbarmachung migrantisch-situierter Wissensbestände. Dazu gehört die solidarische Arbeit gemeinsam mit Betroffenen rassistischer Gewalt und die Vernetzung migrantischer Akteure und selbstorganisierter Räume. Seit 1998 war ich Mitglied von Kanak Attak, deren Mitglieder sich teilweise als Gruppe Attitude 2015–2018 im Tribunal „NSU-Komplex auflösen!“ engagierten.
Als Historiker habe ich von 2001 bis 2016 an der Universität zu Köln zu Film-, Körper- und Sexualitätsgeschichte in europäischen und US-amerikanischen Kontexten geforscht und gelehrt. Meine Promotion ist 2009 unter dem Titel Fluchtlinien des Neorealismus – Der organlose Körper der italienischen Nachkriegszeit, 1943–1949 bei transcript erschienen.
Seit 2016 arbeite ich als Referent für Migration bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung und widme mich der politischen Bildungsarbeit. Hier verbinde ich wissenschaftliche Expertise mit dem klaren politischen Auftrag, für eine solidarische, antirassistische Gesellschaft zu streiten. Migration verstehe ich nicht als Problem, sondern als konstitutiven Teil unserer Gegenwart und als Chance für soziale Transformation. Ohne Migration gibt es keine Gesellschaft.
In zahlreichen Publikationen, Vorträgen auf Tagungen und Konferenzen sowie als Host des migrationspolitischen Debattenpodcasts ManyPod der Rosa-Luxemburg-Stiftung bringe ich diese Überzeugungen in den öffentlichen Diskurs ein – kritisch, solidarisch und mit dem festen Glauben daran, dass eine andere, weniger rassistische Welt möglich ist.
Ich bin als Referent für Podiumsveranstaltungen oder als Autor für Textbeiträge ansprechbar.