Durch meine Begegnungen mit der Kunst- und Kreativtherapie habe ich schnell gemerkt, wie unglaublich vielfältig diese ist. Nun liegt es in meiner Natur, nach der Essenz zu suchen – auch im Dickicht der kunsttherapeutischen Methoden. Inspiriert von den Ideen Arno Sterns und Laurence Fotheringhams sowie meinem Sehnen nach dem wahren Kern folgend, habe ich schließlich erkannt, dass du im Grunde nur eine Malwand, großformatiges Papier, Farben und Malwerkzeuge (die Hände zählen mit dazu) brauchst. Du musst nur Zeit mitbringen, alles andere steht für dich bereit. Durch diesen Minimalismus entsteht für dich unbegrenzte kreative Freiheit und ein Raum, den du mit deinem Selbst füllst und in dem du selbstständig und spielerisch deine inneren Welten erforschst, ungestört, ohne Regeln und ohne Begleitung. Durch die Rückkopplung von Schaffen und Erleben werden deine wichtigen kognitiven Prozesse angeregt und deine rechte Gehirnhälfte aktiviert, die für das Paradoxale, die Transzendenz und die Intuition zuständig ist.
Eine weitere Komponente meines Konzepts stammt aus den körperorientierten und bioenergetischen Ansätzen des großartigen Arztes und Forschers Wilhelm Reich: Durch das großformatige Malen im Stehen und „mit Schwung” spürst du deinen Körper, lockerst energetische Blockaden und verbindest dich immer mehr mit deiner Seele.
KINDER IN JEDEM ALTER SIND HERZLICH WILLKOMMEN!
Ich bin in vor allem deine Gastgeberin und helfe dir gerne, so gut ich kann. Erwarte jedoch keinen Malunterricht, keine „Therapie” und keine Deutungen deiner Bilder von mir. Denn ich bin keine Therapeutin, keine Mallehrerin und auch keine Autorität! Ich bin deine gleichwertige Mitstreiterin und bin genauso auf dem Weg zu mir selbst wie du. Und genau aus diesem Grund freue ich mich auf unsere Begegnung, unseren Austausch und unsere gegenseitige Inspiration. Vielleicht malen wir auch gemeinsam.
Nach dem Kennenlernen zeige ich dir die Räumlichkeiten, die Schutzkleidung und die Malutensilien. Wenn du möchtest, erzähle ich dir auch gerne etwas über das Konzept des freien Malens und zeige dir meine Grundtechniken, die du anschließend selbst ausprobieren kannst. Betrachte diese Impulse als Anregung für eigene Experimente.
Ich rate dir außerdem, dich kurz zu entspannen und einige Male tief in den Bauch zu atmen, bevor du mit dem Malen beginnst.
... und dann legst du einfach los. Du malst im Stehen an der Malwand. Nach Absprache male ich mit oder lasse dich (oder euch) allein. Der Fokus liegt auf dem Prozess, nicht auf dem Ergebnis! Nimm dir Zeit, sei aufmerksam, mache Pausen und höre in dich hinein. Experimentiere mit Farben und Formen, lass sie auf dich wirken und lerne, „mit Farben zu leben”, wie Rudolf Steiner es ausdrückte. Erforsche deine Grenzen. Es kann schnell oder langsam gehen – folge deinem eigenen Rhythmus. Probiere verschiedene Techniken und Malwerkzeuge aus. Es kann ein einziges Bild entstehen oder mehrere. Du darfst Dutzende von Bildern verwerfen. Trau dich, deiner Intuition zu folgen und aus deinem inneren Impuls heraus das zu tun, was dir guttut.
Wenn du möchtest, kannst du gerne zu deiner Lieblingsmusik malen. Die BT-Box steht zur Verfügung. Vielleicht fängt dein Körper beim Malen zu der Musik an, sich zu bewegen – warum nicht?
KLECKERN IST ERWÜNSCHT!
Ein Austausch ist jederzeit willkommen. Gerne können wir nach dem Malen über unsere Erlebnisse und Emotionen reflektieren. Wir können es auch sein lassen. Ganz wie du willst.
Nach langer Konzentration auf das Malen braucht dein Körper vielleicht einen Ausgleich.
Wenn du möchtest, können wir uns zur Musik dehnen und strecken oder frei tanzen.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es Zeit und Kontinuität braucht, um in den Energiefluss zu kommen – diesen herrlichen Zustand der freien Inspiration, in dem du dich mit deinem Werk verschmilzt und „fliegst”. Du befreist dich Stück für Stück und irgendwann wird Quantität zur Qualität. Gib dir also Zeit und werde zum „Wiederholungstäter”.
Alles darf
Keine Vorgaben
Großes Format
Einstimmung
Erlebnis statt Ergebnis
Reflexion
Bewegung
Kontinuität