Die Soldaten brachten Jesus in das Prätorium, den Palast des römischen Statthalters, und riefen alle anderen Soldaten zusammen. Sie zogen ihm ein purpurfarbenes Gewand an und setzten ihm eine geflochtene Dornenkrone auf den Kopf. Dann salutierten sie und riefen: »Sei gegrüßt, König der Juden!«
Und sie schlugen ihn mit einem Stock auf den Kopf, spuckten ihn an und knieten nieder und huldigten ihm.
Als sie genug davon hatten, ihn zu verspotten, zogen sie ihm das Purpurgewand wieder aus und zogen ihm seine eigenen Kleider an. Dann führten sie ihn ab, um ihn zu kreuzigen.
Markus 15,16-20
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Gestaltung: Lambeck / Monselewski
Erklärung zur Station 10:
Spätestens hier zerbricht das herkömmliche Bild von Gott. Gott, der Schöpfer des Universums. Der König aller Könige. Der heilige Gott, steht vor den Machthabern der Welt. Sie haben Jesus zum Tod verurteilt. Den schuldlosen zum Schuldigen erklärt Und jetzt verspotten sie ihn, schlagen ihn, bespucken und demütigen ihn. Ausgerechnet im Machtzentrum der Menschen zeigt Gott seine Schwachheit und gerade darin seine größte Stärke. Im Hebräerbrief heißt es:
Jesus gehört nicht zu denen, die unsere Schwächen nicht verstehen und zu keinem Mitleiden fähig sind. Jesus Christus musste mit denselben Versuchungen kämpfen wie wir, doch im Gegensatz zu uns hat er nie gesündigt. Er tritt für uns ein, daher dürfen wir voller Zuversicht und ohne Angst vor Gottes Thron kommen. Gott wird uns seine Barmherzigkeit und Gnade zuwenden, wenn wir seine Hilfe brauchen.
Der König aller Könige ist für dich. Er versteht dich, leidet mit, heilt, hilft und vergibt.
Wer ist Jesus für dich?
Audioversion - Erklärung zur Station