CPT : Was ist mit Gödels Beweis der Existenz Gottes?
JYB: Proofs of existence of God have a long story, starting with Anselm of Canterbury in the 11th century. Gödel’s ontological proof is very interesting. From it, it is in fact possible to deduce proofs of consistency of set-theory and arithmetic, contradicting somehow Gödel’s own second incompleteness theorem. This was shown by Piergiorgio Odifreddi, who presented a talk about that at the 3rd World Congress on Logic and Religion we organized in Varanasi, India (city famous both for Hinduism and Buddhism) in November 2022.
Beweise der Existenz Gottes haben eine lange Geschichte, beginnend mit Anselm von Canterbury im 11. Jahrhundert. Gödels ontologischer Beweis ist sehr interessant. Daraus lassen sich tatsächlich Beweise für die Konsistenz von Mengenlehre und Arithmetik ableiten, die irgendwie Gödels eigenem zweiten Unvollständigkeitssatz widersprechen. Dies zeigte Piergiorgio Odifreddi, der einen Vortrag beim dem 3. Weltkongress für Logik und Religion darüber hielt. Dieser fand , im November 2022 in Varanasi, in Indien statt (Stadt, die sowohl für Hinduismus als auch für Buddhismus bekannt ist) .
Das Ergebnis mag seltsam erscheinen, aber das Unvollständigkeitsbeweis ist nicht absolut. Kurz nach Gödels Beweis legte Gerhard Gentzen einen relativen Beweis für die Konsistenz der Arithmetik vor. Und Gentzen war einer der bevorzugten Logiker Gödels. Er studierte seine Werke im Detail. Auf dieser Grundlage bewies Gödel sein letztes wichtiges Ergebnis in der mathematischen Logik, einen Konsistenzbeweis der Arithmetik, bekannt als "Dialectica Beweis" seit seiner Veröffentlichung 1958 in einer Sonderausgabe der Schweizer Zeitschrift Dialectica zu Ehren des 70. Geburtstages des Schweizer Logikers Paul Bernays (Hauptvertreter von David Hilbert auf dem Gebiet der Logik).
Und interessanterweise haben Chistoph Benzmueller und Dov Gabbay gezeigt, dass die Interaktion mit der Computertechnologie nicht nur die formale Bewertung ontologischer Argumente ermöglicht, sondern auch nützlich ist, um das konzeptionelle Verständnis der beteiligten Begriffe und Konzepte zu schärfen. Diese Arbeit wurde 2017 auf dem 2. Weltkongress für Logik und Religion in Warschau, in Polen, vorgestellt. An diesem Kongress nahmen auch Saul Kripke (Schock-Preis), Laurent Lafforgue (Fields-Medaille), Michał Heller (Templeton-Preis) teil.