Die Höfe Ober-Hochrain, Spychermatt, und Wyssmatt werden im Buch: Bauernhöfe von damals ↗ aus der Reihe Krienser Kulturzeugen von Jürg Studer ausführlich beschrieben.
Zwischen der Luzerner- und der Horwerstrasse wurde die Alpenstrasse als zentrale Erschliessungsstrasse erstellt. Zugleich wurden Richtung Dorf die Querverbindungen Brünig-, Brisen-, Furka- und Lopperstrasse zur ebenfalls neu erstellten Pilatusstrasse erstellt. Die Querverbindungen Rigi-, Mythen- und Tödistrasse zur schon länger bestehenden Arsenalstrasse vervollständigten die Erschliessung des geplanten Quartiers Kehrhof.
Anfang 1960er Jahre
1920
Erstmals 1932 wird das neue Quartier auf der Schweizer Landeskarte sichtbar.
Das Kehrhof-Quartier wurde bewusst als Gartenstadt geplant. Die meisten Häuser wurden als Dreifamilienhäuser gebaut, mit Pflanzgarten für die Selbstversorgung mit Gemüse und Obst.
Mit dem Bau der ersten Wohnhäuser im Quartier Kehrhof sind auch die ersten Quartierläden entstanden.
Der Allgemeine Kosumverein Luzern hat im 1932 erstellten Mehrfamilienhaus an der Alpenstrasse 32 bis 1977 seine Lebensmittel angeboten. Ein Emailleschild „Hier Salzverkauf“ an der Ladentür hat auf das Angebot hingewiesen.
(Für den Salzverkauf brauchte es damals eine Bewilligung.)Nach den wirtschaftlich schwierigen Jahren während des Zweiten Weltkrieges und danach erholte sich die Wirtschaft anfangs der 1950er Jahre zusehends. Die Zukunftsaussichten waren wieder positiv. Private und industrielle Anleger investierten wieder in Bauobjekte. Es begann
Viele der noch freistehenden Grundstücke wurden bebaut. Für das geplante Gewerbegebiet zwischen Arsenalstrasse und der zukünftigen Autobahn entstand eine Erschliessungsstrasse, die Pfausagenstrasse (Karte 1955). In der Folge siedelten sich unzählige Gewerbebetriebe zwischen Arsenalstrassse und Autobahn an. Die Wyssmatt- und die Werkstrasse ergänzten die Erschliessung der Gewerbebetriebe. Die Gewerbebauten stellten eine willkommene Schutz- und Pufferzone dar zwischen dem Wohnquartier Kehrhof und der Autobahn.
Der erste Gewerbebetrieb war die Autospenglerei von Matt. Danach liessen sich in rascher Folge unzählige Kleinfirmen nieder:
Autospenglerei von Matt
Autospritzwerk Amrein
Bieri Schmiede und Werkstatt für Bremsen- und Federbau
Gummiwerk Kriens
Autosattlerei Rutishauser
Tobler Heizkesselbau
Transportunternehmen Lustenberger (später Zweifel-Chips-Depot)
Lager von Nordmann (heute Manor)
Achermann Lebensmittel engros
Chemische Reinigung RENOVA
Mechanische Werkstätte Hammer
Selbstverständlich gab es im Verlaufe der Zeit Betriebsanpassungen und -Schliessungen und Neuzuzüge.
1952 wurde an der neu erstellten Brunnmattstrasse das Schulhaus Brunnmatt eingeweiht. Im gleichen Jahr entstand auch die Kirche Bruder Klaus. Der Turm wurde erst im Jahre 1965 erstellt.