Stell dir für dich persönlich das schönste Penthouse, das schönste Haus oder die schönste Behausung für dich vor. Und dann gehe dort hinein, und jetzt, jetzt tritt Gott vor dich hin.
Jetzt kannst mit Gott direkt sprechen, jener Gott, der das zulässt, was er für richtig hält. Der sich davor bewahrt, nur irgendwie verteidigt werden zu müssen, der dein und unser Erschaffer und Programmierer ist.
Jetzt könntest du Gott befragen, oder auch nicht.
Ich kann dir gerne, so du hier weiterliest meine Gespräche mit Gott mitteilen.
"Lieber Gott, habe ich das Leben, das du mir geschenkt hast, bis heute nach deinen Willen erfüllt?"
Liebes Menschenkind, bis heute hast du 100 % nach meinem Plan gelebt, dort, wo es anders verlaufen hätte können, habe ich ja immer korrigiert, wie du bemerkt hast."
"Danke lieber Gott für deine Worte. Darf ich dir jetzt auch eine Person nennen, die für mich eine grässliche furchtbare Person war, und für mich total falsch lebt, und noch immer lebt, ob du dieser Person auch ein 100% richtig gelebtes Leben gibst?"
"Mein liebes Menschenkind, ich kann dich verstehen, Gott sei Dank kann ich dir sagen, auch diese Person, und allen anderen Personen die du als "schlecht, komisch, grauslich" bezeichnest, auch das habe ich, Gott, so wie es geschehen ist, zugelassen.
"Also sind es bei allen Personen und Situationen 100 % gottgewollte Aktionen gewesen und sind es noch immer und werden auch so bleiben.!" "Mein liebes Menschenkind, ja, das stimmt!"
"Lieber Gott, nach unser Empfinden gibt es ja Himmel, Hölle und das Fegefeuer, kann ich annehmen, dass sich diese Personen in einem dieser dreien, hier auf Erde befinden könnten?"
"Mein liebes Menschenkind, deine menschlichen Sichtweisen sind in Ordnung und könnten eine Richtschnur sein, die dir helfen, dich in deinem weltlichen Leben zurechtzufinden, aber ich gebe dir darauf besser noch keine Antwort, es würde zu großen Diskussionen führen."
Danke, mir genügt das schon, mein lieber Gott und ich bin sehr dankbar, überhaupt mit dir ein Gespräch führen zu können.
"Eine Frage hätte ich dich noch," ist es bei dir hier möglich, das Gedanken Platz greifen könnten, die deine 100% Richtigkeit bezweifeln könnten?"
"Mein liebes Menschenkind, du denkst sehr gut, hier bei mir gibt es 100 % Licht und Liebe, die ich bin, und deshalb habe ich alles richtig "gebaut", alles ist 100% nach meinem Plan gelaufen!" Du kannst dich sehr gerne immer und ewig auf die göttliche Barmherzigkeit verlassen. Auch bei der Hochzeit zu Kana hat Jesus das Wasser, das in schmutzigen Fässer abgefüllt wurde, alles zu kostbaren Wein verwandelt. Und so verwandelt er jeden Menschen zu einem kostbaren Menschen.
Dieses Gespräch und weitere andere werden im Internet veröffentlicht, auf Papier gibt es einige wenige Exemplare, die für dich ausgedruckt wurden.
Der Verfasser dieser Zeilen möchte unerkannt bleiben, zu viele Diskussionen würden diese "Göttergespräche "wegdiskutieren" wollen, deshalb das Wort, "Unbekannt."
Ich habe diese Gespräche in einem Raum gewählt, der natürlich für jeden frei wählbar ist, damit der Zugang für jeden Menschen "genießbar" ist.
Ich schreibe diese Teile für Menschen, die es gibt und für Seelen, die es gegeben hat. Für Menschen, die schon im "Himmel" sind oder auf der Reise dorthin und die eventuell hier auf Erden es verabsäumt haben, ein "ich bin zu 100 % in Ordnung Gefühl" gefühlt zu haben, mögen alle es auch jetzt erfahren, ist es sehr gut, für mich kann sich keiner gegen diese "ich bin 100 % in Ordnung" wie es war und wird, "wehren", egal in welch geistigen Verfassung er auch sein mag.
SO IST DER WAHRE FRIEDE – SO IST VERSÖHNUNG – ES GEHT UM DIE FRAGE OB WIR EIN VERSÖHNTES LEBEN FÜHREN WOLLEN – EIN UNVERSÖHNTES LEBEN MACHT KRANK! VERSÖHNUNG MIT MIR - MIT GOTT - UND DENEN, DIE AUF ANDERE BEWUSST ODER UNBEWUSST KRÄNKUNGEN AUS SIND - DENEN DIE "NABELSCHNUR" ABSCHNEIDEN - DURCHSCHNEIDEN! SO LIEBEVOLL DURCHTRENNEN, SICH VON GOTT DIE 100% HOLEN GEHEN - DIE BESTÄTIGUNG VON JESUS CHRISTUS HOLEN - DU - ICH - WIR SIND 100% IN ORDNUNG! LOSLASSEN DURCH GOTTESBESTÄTIGUNG - DASS WIR 100% IN ORDNUNG SIND - UND ALLE SITUATIONEN OK SIND -- UND WAREN!
DIEJENIGEN, DIE BEWUSST ANDERE PERSONEN "EWIGE KRÄNKUNGEN" ANTUN, SIND SELBER HOCHGRADIG KRANK - ABER VON GOTT AUS GESEHEN, SIND DIE AUCH WIEDER 100 % OK! GOTT MEINT ES IMMER WIEDER GUT MIT ALLEN SITUATIONEN UND ALLEN MENSCHEN!
SICH GELIEBT FÜHLEN VON GOTT - GOTT LIEBT DICH - DU FÜHLST DICH JETZT VON GOTT GELIEBT! BEWAHRE DICH DAVOR FÜR DIESE LIEBE IRGENDWAS ZU TUN - ER LIEBT DICH SO, WIE DU BIST!
WIR HELFEN DIR UND GEBEN DIR DIE MÖGLICHKEIT - DIR EINE GOTTESBEGENUNG ZU ERMÖGLICHEN - GEHE ZU DER LIEBE GOTTES MIT SEINER 100 % BARMHERZIGKEIT! DAS IST DIE ANTWORT GOTTES IN UNSERER ZEIT!
DIE HEUTIGE ZEIT IST SO SCHÖN, SO SCHÖN; WIE DU SIE GERADE MACHST!
DIE ECHTE SPIRITUALITÄT FÜHRT DICH ZU JESUS CHRISTUS - DIE UNTERSCHEIDUNG VON MENSCHLICHER ODER GÖTTLICHER BARMHERZIGKEIT - DIE UMARMUNG DES BARMHERZIGEN VATERS BEFREIT VON ALLEN EINENGUNGEN UND EFÜLLT DAS - UNSER LEBEN MIT FRÖHLICHEM LEBEN!
DIE BEGEGNUNG MIT EINER PERSON - MIT JESUS CHRISTUS - MIT GOTT UND MIT DEM HEILIGEN GEIST - AM ANFANG SEHT DIE BEGEGNUNG MIT JESUS CHRISTUS, DER UNSEREM LEBEN EINEN NEUEN HORIZONT GIBT!
Danke.
Preislobstrasse ist die beste Straße!
https://www.radio.at/audio/?rtid=33913
SEMINAR über die neue EDIPENTQ Software. ICH BIN / MIT DIR
Programmiere deine eigene Zukunft. Verändere deine Persönlichkeit „ohne Medikamente“. EDIPENTQ Software ermöglicht dir eine zielführende Lebensveränderung durchzuführen.
Keine Vorkenntnisse notwendig!
Zerlegung des Gesamtsystems in Teilsysteme
– EdipentQ Gedanken: Funktionsblöcke
• Spezifikation der einzelnen Module
– Definition der Schnittstelle: Welche Funktionen/Prozeduren werden Erwünscht? Welche Gedankentypen sind die Parameterrichtlinien.
– Beschreibung der Richtung jedes EdipentQ Moduls
• Zeitpunkt Integration der Module
• Welche EdipentQ Module sind bevorzugt und wie sollen sie sich entwickeln
– Welche Sprachen, EdipentQ, EdipentQi, EdipentQuai unterstützen die Moduldefinition als auch Modulintegration
• Komponentenbasierte Programmierung der „EdipentQroup“
Trotz des Hasses, bewahren wir uns vor hassen, in der Haltlosigkeit halten wir uns, in der Lieblosigkeit lieben wir uns. Trotz Kriegen bewahren wir uns vor dem eigenen bekriegen. Trotz Sprache gefüllt mit Bomben entschärfen wir sie. Trotz Grenzen bewahren wir uns vor dem begrenzen unserer Herzen, trotz Hoffnungslosigkeit säen wir Zuversicht trotz gegeneinander fühlen wir miteinander und füreinander. Achtsamkeit füreinander!
Kostenloses Einführungsseminar, Anmeldungen unter
E-Mail virgedsoftware@gmail.com
EdipentQ fördert das neue Vergütungssystem für Mensch und Natur
Dankbarkeit, Potenzialentfaltung und Gemeinwohl
Gradido ist universell einsetzbar als Ehrenamt-Vergütungssystem, Dank- und Rabatt-Punkte, Community-Währung, Notgeld im Falle eines Finanzcrashs und nationale Komplementärwährung zur Wohlstandsförderung. Gradido wird als Guthaben geschöpft durch Beiträge zum Gemeinwohl. Gradido ist Open Source und weltweit kostenfrei.
Himmel ist dort, wo zwischenmenschliche Beziehungen funktionieren!
Gottes Verbindung verursacht im Leben des Menschen Wohlgefühl und Liebe in seinem Tun.
Heiterkeit des Lebens in bester Dankbarkeit! "Ewigkeitsfähigkeit" erwerben heisst, sich klar zu machen , daß es den "Himmel" nicht "hinter den sieben Bergen bei den sieben Zwergen gibt", und dort ein "Schneewittchen" wartet, sonder den Himmel gibt es nur bei einer zwischenmenschlichen Beziehung, sei es Privat, Dienstlich, in einer Freundschaft, im täglichen Leben, dort, wo wir eine freundlich angenehme Athmosphäre mit einer guten zwischenmenschlichen Beziehung aufbauen können. Und die kann nur mit Gott als Vermittler, "wo beide Teile zu Gott hinschauen", und wo Gott, Jesus Christus und der Heilige Geist als Vermittler tätig sind, geben.
Ewigkeitsfähigkeit bekommen sie also dann, wenn ihre zwischenmenschliche Beziehungen mit Gott aufgebaut sind. Überall dort, wo ohne Jesus Christus eine zwischenmenschliche Beziehung geschlossen wurde, muss es zu Reibereien und zu einer Höllenbeziehung kommen. Die "Fegefeuerbeziehung" ist dann das "Leiden", nicht schlafen können, etc. Die EIfersucht, der Neid, etc. Im "Phantasien" zu leben erzeugt.
IN DER REALITÄT GIBT ES KEINEN NEID UND SCHLECHTREDEN EINES ANDEREN MENSCHEN ODER KRIEG GEGEN IRGENDEIN LAND!
Wir stellen ein Pickerl für die Ewigkeitsfähigkeit aus.
Zertifiziert nach IgAo 1A00A1 Nr. 12A1
Prof. Dr. Tomislav Ivančić erklärt in einen dieser Vorträgen, im Vortrag 7, wie er unheilbar Krank vom Arzt entlassen wurde, und daheim wieder gesund wurde, und noch über 40 Jahre leben durfte.
VERZEIHEN IST EIN MEDIKAMENT! Befähigung zur Evangelisation
Es war ein historischer Moment: am 4. Februar 2019 haben
Papst Franziskus und der Kairoer Großimam Ahmad Mohammad Al-Tayyeb
in Abu Dhabi das „Dokument über die Geschwisterlichkeit aller Menschen für ein friedliches Zusammenleben in der Welt“ unterzeichnet. Lesen Sie hier den Text in offizieller deutscher Übersetzung.
VORWORT
Der Glaube lässt den Gläubigen im anderen einen Bruder sehen, den man unterstützt und liebt. Aus dem Glauben an Gott, der das Universum, die Geschöpfe und alle Menschen – aufgrund seines Erbarmens – mit gleicher Würde erschaffen hat, ist der Gläubige gerufen, diese menschliche Brüderlichkeit zum Ausdruck zu bringen, indem er die Schöpfung und das ganze Universum bewahrt und jeden Menschen unterstützt, besonders die am meisten Bedürftigen und die Ärmsten.
Ausgehend von diesem transzendenten Wert haben wir uns in verschiedenen Begegnungen, die von einer Atmosphäre der Brüderlichkeit und Freundschaft geprägt waren, über die Freuden, Leiden und Probleme der heutigen Welt im Hinblick auf den wissenschaftlichen und technischen Fortschritt, die Errungenschaften in der Medizin, das digitale Zeitalter, die Massenmedien und Kommunikationsmittel ausgetauscht; über die Armut, die kriegerischen Auseinandersetzungen und das Leiden so vieler Brüder und Schwestern in verschiedenen Teilen der Welt, die hervorgerufen werden durch Wettrüsten, soziale Ungerechtigkeit, Korruption, Ungleichheit, moralischen Verfall, Terrorismus, Diskriminierung, Extremismus und viele weitere Ursachen.
Aus diesem brüderlichen und aufrichtigen Austausch, den wir hatten, und aus der Begegnung voller Hoffnung auf eine strahlende Zukunft für alle Menschen, entstand die Idee dieses »Dokuments über die Brüderlichkeit aller Menschen«. Das Dokument ist aufrichtig und sorgfältig durchdacht und soll eine gemeinsame Erklärung guten und aufrichtigen Willens sein, so dass es alle, die in ihren Herzen den Glauben an Gott und den Glauben an die Brüderlichkeit aller Menschen tragen, einlädt, sich zusammenzutun und gemeinsam daran zu arbeiten, und dass das Dokument so für die jungen Generationen zu einem Leitfaden einer Kultur des gegenseitigen Respekts wird, im Verständnis der großen göttlichen Gnade, die alle Menschen zu Brüdern macht.
DOKUMENT
Im Namen Gottes, der alle Menschen mit gleichen Rechten, gleichen Pflichten und gleicher Würde geschaffen hat und der sie dazu berufen hat, als Brüder und Schwestern miteinander zusammenzuleben, die Erde zu bevölkern und auf ihr die Werte des Guten, der Liebe und des Friedens zu verbreiten.
Im Namen der unschuldigen menschlichen Seele, die zu töten Gott verboten hat, wenn er sagt, dass jeder, der einen Menschen ermordet, so ist, als hätte er die ganze Menschheit getötet, und dass jeder, der einen Menschen rettet, so ist, als hätte er die ganze Menschheit gerettet.
Im Namen der Armen, Notleidenden, Bedürftigen und Ausgegrenzten, denen beizustehen nach Gottes Gebot alle verpflichtet sind, insbesondere alle vermögenden und wohlhabenden Menschen.
Im Namen der Waisen, Witwen, Flüchtlinge und aller, die aus ihren Häusern und Heimatländern vertrieben wurden, aller Opfer von Krieg, Verfolgung und Ungerechtigkeit; im Namen aller Schwachen, aller in Angst lebenden Menschen, der Kriegsgefangenen und der Gefolterten überall auf der Welt, ohne irgendeinen Unterschied.
Im Namen der Völker, die der Sicherheit, des Friedens und des gemeinsamen Zusammenlebens entbehren und Opfer von Zerstörung, Niedergang und Krieg wurden.
Im Namen der »Brüderlichkeit aller Menschen«, die alle umfasst, vereint und gleich macht an Würde.
Im Namen dieser Brüderlichkeit, welche durch die politischen Bestrebungen von Integralismus und Spaltung sowie durch maßlos gewinnorientierte Systeme und abscheuliche ideologische Tendenzen, die die Handlungen und Schicksale der Menschen manipulieren, entzweit wird.
Im Namen der Freiheit, die Gott allen Menschen geschenkt hat, als er sie frei geschaffen und mit dieser besonderen Würde auszeichnet hat.
Im Namen der Gerechtigkeit und der Barmherzigkeit, den Grundlagen des Wohlstands und den Eckpfeilern des Glaubens.
Im Namen aller Menschen guten Willens an allen Orten der Welt.
Im Namen Gottes und all dieser erklären Al-Azhar al-Sharif – mit den Muslimen von Ost und West – und die Katholische Kirche – mit den Katholiken von Ost und West – gemeinsam, dass sie die Kultur des Dialogs als Weg, die allgemeine Zusammenarbeit als Verhaltensregel und das gegenseitige Verständnis als Methode und Maßstab annehmen wollen.
Wir – die wir an Gott und an die endgültige Begegnung mit ihm und an sein Gericht glauben – verlangen ausgehend von unserer religiösen und moralischen Verantwortung mit diesem Dokument von uns selbst und den leitenden Persönlichkeiten in der Welt, von den Architekten der internationalen Politik und der globalen Wirtschaft, ein ernsthaftes Engagement zur Verbreitung einer Kultur der Toleranz, des Zusammenlebens und des Friedens; ein schnellstmögliches Eingreifen, um das Vergießen von unschuldigem Blut zu stoppen und Kriegen, Konflikten, Umweltzerstörung und dem kulturellen und moralischen Niedergang, den die Welt derzeit erlebt, ein Ende zu setzen.
Wir rufen die Intellektuellen, die Philosophen, die Vertreter der Religionen, die Künstler, die Medienleute und die Kulturschaffenden in der ganzen Welt auf, die Werte des Friedens, der Gerechtigkeit, des Guten, der Schönheit, der menschlichen Brüderlichkeit und des gemeinsamen Zusammenlebens wiederzuentdecken, um die Bedeutung dieser Werte als Rettungsanker für alle deutlich zu machen und sie möglichst überall zu verbreiten.
Ausgehend von einer tiefen Reflexion über unsere gegenwärtige Realität, in Achtung vor ihren Erfolgen und im Miterleben ihrer Leiden, ihrer Unglücke und Katastrophen, kommt diese Erklärung zu der Überzeugung, dass Hauptursachen für die Krise der modernen Welt ein betäubtes menschliches Gewissen und eine Entfremdung von religiösen Werten sowie die Dominanz von Individualismus und materialistischen Philosophien ist, die den Menschen vergöttlichen und weltliche wie auch materielle Werte an die Stelle der höchsten und transzendenten Prinzipien setzen.
In Anerkennung der positiven Entwicklung, die unsere moderne Zivilisation in den Bereichen der Wissenschaft, der Technologie, der Medizin, der Industrie und des Wohlstands insbesondere in den entwickelten Ländern genommen hat, betonen wir, dass mit diesen großen und geschätzten historischen Fortschritten auch ein Verfall der Ethik, die internationales Handeln prägt, sowie eine Schwächung der geistlichen Werte und des Verantwortungsbewusstseins einhergeht. All dies trägt dazu bei, dass sich ein allgemeines Gefühl von Frustration, Einsamkeit und Verzweiflung ausbreitet, das viele dazu bringt, entweder in den Strudel des atheistischen und agnostischen Extremismus oder in einen religiösen Integralismus, Extremismus und blinden Fundamentalismus zu verfallen und so andere Menschen dazu führt, sich Formen der Abhängigkeit und der individuellen und kollektiven Selbstzerstörung zu ergeben.
Die Geschichte macht deutlich, dass religiöser wie nationaler Extremismus und Intoleranz in der Welt, sowohl im Westen als auch im Osten, etwas hervorgerufen haben, was man als Anzeichen eines »stückweisen Dritten Weltkriegs« bezeichnen könnte, Anzeichen, die in verschiedenen Teilen der Welt und unter verschiedenen tragischen Bedingungen bereits ihr grausames Gesicht gezeigt haben; Situationen, von denen nicht genau bekannt ist, wie viele Opfer, Witwen und Waisen sie hervorgebracht haben. Darüber hinaus gibt es andere Bereiche, die dabei sind, sich zum Schauplatz neuer Konflikte zu entwickeln, in denen es Spannungsherde und Anhäufungen von Waffen und Munition gibt, und zwar in einer global von Unsicherheit, Enttäuschung, Zukunftsangst und von kurzsichtigen wirtschaftlichen Interessen geprägten Situation.
Wir bekräftigen auch, dass die heftigen politischen Krisen, die Ungerechtigkeit und das Fehlen einer gerechten Verteilung der natürlichen Ressourcen – von denen nur eine Minderheit Reicher auf Kosten der Mehrheit der Erdbevölkerung profitiert – eine enorme Anzahl an Kranken, Bedürftigen und Toten hervorgebracht haben und weiterhin hervorrufen und tödliche Krisen verursachen, denen mehrere Länder ausgesetzt sind, trotz des natürlichen Reichtums und der Ressourcen der jungen Generationen, die sie kennzeichnen. Angesichts dieser Krisen, die dazu führen, dass Millionen von Kindern an Hunger sterben, die aufgrund von Armut und Unterernährung bereits bis auf die Knochen abgemagert sind, herrscht ein inakzeptables internationales Schweigen.
In diesem Zusammenhang wird deutlich, wie wichtig die Familie als grundlegender Kern der Gesellschaft und der Menschheit ist, um Kinder zur Welt zu bringen, aufzuziehen, heranzubilden und ihnen eine solide Moral und familiären Schutz zu bieten. Die Institution der Familie anzugreifen, sie zu verachten oder an der Bedeutung ihrer Rolle zu zweifeln, ist eines der gefährlichsten Übel unserer Zeit.
Wir bestätigen auch die Wichtigkeit des Wiedererwachens des Sinns für das Religiöse und der Notwendigkeit, ihn in den Herzen der neuen Generationen durch die gesunde Erziehung und die Annahme der moralischen Werte und der rechten religiösen Lehren wiederzubeleben, um den individualistischen, egoistischen, konfliktbeladene Tendenzen, dem Radikalismus und dem blinden Extremismus in all seinen Formen und Erscheinungen entgegenzutreten.
Das erste und wichtigste Ziel der Religionen ist es, an Gott zu glauben, ihn zu ehren und alle Menschen dazu aufzurufen zu glauben, dass dieses Universum von einem Gott abhängig ist, der es führt, der der Schöpfer ist, der uns mit seiner göttlichen Weisheit geformt hat und uns die Gabe des Lebens geschenkt hat, um sie zu behüten. Niemand hat das Recht, diese Gabe wegzunehmen, zu bedrohen oder nach seinem Gutdünken zu manipulieren. Im Gegenteil müssen alle diese Gabe des Lebens von ihrem Anfang bis zu ihrem natürlichen Tod zu bewahren. Deshalb verurteilen wir alle Praktiken, die das Leben bedrohen, wie die Genozide, die terroristischen Akte, die Zwangsumsiedlungen, den Handel mit menschlichen Organen, die Abtreibung und die Euthanasie sowie die politischen Handlungsweisen, die all dies unterstützen.
Ebenso erklären wir mit Festigkeit, dass die Religionen niemals zum Krieg aufwiegeln und keine Gefühle des Hasses, der Feindseligkeit, des Extremismus wecken und auch nicht zur Gewalt oder zum Blutvergießen auffordern. Diese Verhängnisse sind Frucht der Abweichung von den religiösen Lehren, der politischen Nutzung der Religionen und auch der Interpretationen von Gruppen von religiösen Verantwortungsträgern, die in gewissen Geschichtsepochen den Einfluss des religiösen Empfindens auf die Herzen der Menschen missbraucht haben: Die Gläubigen sollten dazu geführt werden, Dinge zu tun, die nichts mit der Wahrheit der Religion zu tun haben; sie sollten weltliche und kurzsichtige politische und wirtschaftliche Ziele verwirklichen.
Deshalb bitten wir alle aufzuhören, die Religionen zu instrumentalisieren, um Hass, Gewalt, Extremismus und blinden Fanatismus zu entfachen. Wir bitten, es zu unterlassen, den Namen Gottes zu benutzen, um Mord, Exil, Terrorismus und Unterdrückung zu rechtfertigen. Wir bitten darum aufgrund unseres gemeinsamen Glaubens an Gott, der die Menschen nicht erschaffen hat, damit sie getötet werden oder sich gegenseitig bekämpfen, und auch nicht, damit sie in ihrem Leben und in ihrer Existenz gequält und gedemütigt zu werden.
Denn Gott, der Allmächtige, hat es nicht nötig, von jemandem verteidigt zu werden;
und er will auch nicht, dass sein Name benutzt wird, um die Menschen zu terrorisieren.
Dieses Dokument bekräftigt im Einklang mit den vorausgehenden Internationalen Dokumenten, die die Wichtigkeit der Rolle der Religionen im Aufbau des weltweiten Friedens hervorgehoben haben, das Folgende:
• Die feste Überzeugung, dass die wahren Lehren der Religionen dazu einladen, in den Werten des Friedens verankert zu bleiben; dass sie dazu anregen, die Werte des gegenseitigen Kennens, der Brüderlichkeit aller Menschen und des allgemeinen Miteinanders zu vertreten; dass sie darauf hinwirken, dass die Weisheit, die Gerechtigkeit und die Nächstenliebe wiederhergestellt werden und der Sinn für die Religiosität unter den jungen Menschen wiedererweckt wird, um die neuen Generationen vor der Vorherrschaft des materialistischen Gedankenguts, vor der Gefahr der politischen Handlungsweisen der Gier nach maßlosem Gewinn und vor der Gleichgültigkeit zu schützen, die alle auf dem Gesetz der Kraft und nicht auf der Gesetzeskraft begründet sind.
• Die Freiheit ist ein Recht jedes Menschen: ein jeder genießt Bekenntnis-, Gedanken-, Meinungs-, und Handlungsfreiheit. Der Pluralismus und die Verschiedenheit in Bezug auf Religion, Hautfarbe, Geschlecht, Ethnie und Sprache entsprechen einem weisen göttlichen Willen, mit dem Gott die Menschen erschaffen hat. Diese göttliche Weisheit ist der Ursprung, aus dem sich das Recht auf Bekenntnisfreiheit und auf die Freiheit, anders zu sein, ableitet. Deshalb wird der Umstand verurteilt, Menschen zu zwingen, eine bestimmte Religion oder eine gewisse Kultur anzunehmen wie auch einen kulturellen Lebensstil aufzuerlegen, den die anderen nicht akzeptieren.
• Die Gerechtigkeit, die auf der Barmherzigkeit gründet, ist der Weg, der beschritten werden muss, um zu einem würdigen Leben zu gelangen, auf das jeder Mensch Anspruch hat.
• Der Dialog, die Verständigung, die Verbreitung der Kultur der Toleranz, der Annahme des Anderen und des Zusammenlebens unter den Menschen würden beträchtlich dazu beitragen, viele wirtschaftliche, soziale, politische und umweltbezogene Probleme zu verringern, die einen großen Teil des Menschengeschlechts bedrängen.
• Der Dialog unter den Gläubigen bedeutet, sich im enormen Raum der gemeinsamen geistlichen, menschlichen und gesellschaftlichen Werte zu begegnen und diese zugunsten der höchsten moralischen Tugenden einzusetzen, die von den Religionen erweckt werden; er bedeutet auch, die unnützen Diskussionen zu vermeiden.
• Der Schutz der Gottesdienststätten – Tempel, Kirchen und Moscheen – ist eine von den Religionen, den menschlichen Werten, den Gesetzen und den internationalen Konventionen gewährleistete Verpflichtung. Jeder Versuch, die Gottesdienststätten anzugreifen oder sie durch Attentate oder Explosionen oder Zerstörungen zu bedrohen, ist eine Abweichung von den Lehren der Religionen sowie eine klare Verletzung des Völkerrechts.
• Der verdammenswerte Terrorismus, der die Sicherheit der Personen im Osten als auch im Westen, im Norden als auch im Süden bedroht und Panik, Angst und Schrecken sowie Pessimismus verbreitet, ist nicht der Religion geschuldet – auch wenn die Terroristen sie instrumentalisieren –, sondern den angehäuften falschen Interpretationen der religiösen Texte, den politischen Handlungsweisen des Hungers, der Armut, der Ungerechtigkeit, der Unterdrückung, der Anmaßung; deswegen ist es notwendig, die Unterstützung für die terroristischen Bewegungen durch Bereitstellung von Geldern, Waffen, Plänen oder Rechtfertigungen und auch durch die medizinische Versorgung einzustellen und all dies als internationale Verbrechen anzusehen, die die weltweite Sicherheit und Frieden bedrohen. Man muss einen derartigen Terrorismus in all seinen Formen und Erscheinungen verurteilen.
• Die Auffassung von Bürgerrecht fußt auf der Gleichheit der Rechte und Pflichten, unter deren Schutz alle die gleiche Gerechtigkeit genießen. Daher ist notwendig, sich dafür einzusetzen, dass in unseren Gesellschaften die Auffassung des vollwertigen Bürgerrechts festgelegt und auf eine diskriminierende Verwendung des Begriffs Minderheiten verzichtet wird. Diese bringt den Samen des Gefühls der Isolation und der Minderwertigkeit mit sich; sie bereitet der Feindseligkeit und dem Unfrieden den Boden und nimmt die Errungenschaften und die religiösen und zivilen Rechte einiger Bürger weg, während sie diese diskriminiert.
• Es ist unbestreitbar, dass die Beziehung zwischen dem Westen und dem Osten von gegenseitiger Notwendigkeit ist und weder ersetzt noch vernachlässigt werden kann, damit beide durch den Austausch und Dialog der Kulturen sich gegenseitig kulturell bereichern. Der Westen könnte in der Kultur des Ostens Heilmittel für einige seiner geistigen und religiösen Krankheiten finden, die von der Vorherrschaft des Materialismus hervorgerufen wurden. Und der Osten könnte in der Kultur des Westens viele Elemente finden, die ihm hilfreich sind, sich vor der Schwachheit, der Spaltung, dem Konflikt und vor dem wissenschaftlichen, technischen und kulturellen Abstieg zu retten. Es ist wichtig, den religiösen, kulturellen und historischen Unterschieden Aufmerksamkeit zu schenken, die ein wesentlicher Bestandteil in der Bildung der Persönlichkeit, der Kultur und der Zivilisation des Ostens sind. Es ist auch wichtig, die allgemeinen gemeinsamen Menschenrechte zu festigen, um dazu beizutragen, ein würdiges Leben für alle Menschen im Westen und im Osten zu gewährleisten, wobei der Rückgriff auf eine doppelte Politik vermieden werden muss.
• Es ist eine unabdingbare Notwendigkeit, das Recht der Frau auf Bildung, auf Arbeit und auf Ausübung der eigenen politischen Rechte anzuerkennen. Ferner muss darauf hingearbeitet werden, die Frau von allen historischen und sozialen Zwängen zu befreien, die gegen die Grundsätze des eigenen Glaubens und der eigenen Würde stehen. Es ist ebenso notwendig, sie vor der sexuellen Ausbeutung zu beschützen wie auch davor, als Ware oder Mittel zum Vergnügen oder zum finanziellen Gewinn zu behandelt zu werden. Daher muss man alle unmenschlichen Praktiken und volkstümlichen Bräuche, welche die Würde der Frau erniedrigen, einstellen und dafür arbeiten, dass die Gesetze geändert werden, welche die Frauen daran hindern, ihre Rechte voll zu genießen.
• Der Schutz der Grundrechte der Kinder, in einer familiären Umgebung aufzuwachsen sowie Ernährung, Bildung und Beistand zu erhalten, ist eine Pflicht der Familie und der Gesellschaft. Diese Rechte müssen garantiert und geschützt werden, damit sie keinem Kind in keinem Teil der Welt fehlen oder verwehrt werden. Es muss jede Praxis verurteilt werden, welche die Würde der Kinder oder ihre Rechte verletzt. Desgleichen ist es wichtig, über die Gefahren zu wachen, denen sie – besonders im digitalen Bereich – ausgesetzt sind, und das Geschäft mit ihrer Unschuld und jede Verletzung ihrer Kindheit als Verbrechen anzusehen.
• Der Schutz der Rechte der älteren Menschen, der Schwachen, der Menschen mit Behinderung und der Unterdrückten ist eine religiöse und soziale Forderung; er muss durch eine strenge Gesetzgebung und die Anwendung der diesbezüglichen internationalen Konvention gewährleistet und verteidigt werden.
Zu diesem Zweck verkünden und versprechen die Katholische Kirche und Al-Azhar in gemeinsamer Zusammenarbeit, dieses Dokument den Verantwortungsträgern, den einflussreichen Führungskräften, den Religionsvertretern in aller Welt, den zuständigen Organisationen auf regionaler und internationaler Ebene, den Organisationen der Zivilgesellschaft, den religiösen Institutionen und den Meinungsführern zu bringen; sie verkünden und versprechen, sich dafür einzusetzen, die in dieser Erklärung enthaltenen Grundsätze auf allen regionalen und internationalen Ebenen zu verbreiten, indem sie dazu auffordern, diese Grundsätze in Politik, Entscheidungen, Gesetzestexten, Studienprogrammen und Kommunikationsmaterialen umzusetzen.
Al-Azhar und die Katholische Kirche bitten, dass dieses Dokument Forschungs- und Reflexionsgegenstand in allen Schulen, in den Universitäten und in den Erziehungs- und Bildungseinrichtungen werde, um dazu beizutragen, neue Generationen zu bilden, die das Gute und den Frieden bringen und überall das Recht der Unterdrückten und der Geringsten verteidigen.
Abschließend hoffen wir darauf dass:
diese Erklärung eine Einladung zur Versöhnung und zur Brüderlichkeit unter allen Glaubenden, besser noch unter Glaubenden und Nichtglaubenden sowie unter allen Menschen guten Willens;
dass sie ein Aufruf sei an jedes wache Gewissen, das sich von der abweichenden Gewalt und dem blinden Extremismus lossagt; ein Aufruf an den, der die Werte der Toleranz und Brüderlichkeit, die von den Religionen gefördert und unterstützt werden, liebt;
dass sie ein Zeugnis für die Größe des Glaubens an Gott sei, der die getrennten Herzen eint und den menschlichen Geist erhebt;
dass sie ein Symbol für die Umarmung zwischen Ost und West, Nord und Süd sowie zwischen allen, die glauben, dass Gott uns erschaffen hat, damit wir uns kennen, unter uns zusammenarbeiten und als Brüder und Schwestern leben, die sich lieben.
Das hoffen und suchen wir zu verwirklichen, um einen universalen Frieden zu erreichen, den alle Menschen in diesem Leben genießen können.
Abu Dhabi, am 4. Februar 2019
Seine Heiligkeit Großimam von Al-Azhar
Papst Franziskus Ahmad Al-Tayyeb
Ca. 70 Prozent der Krankheiten beginnen IM GEIST nicht durch ESSEN UND TRINKEN!
Auszug von dem Conzil am Wörthersee 1998
Und wer jetzt glaubt, dass das Concil vom Wörthersee 1989 , ausser der 100 % Einstimmigkeit der Teilnehmer von dem Rest der Welt akzeptiert wird, der wird sich bei "Nikippeddiear" informieren können.
DIESER TEXT IST ALS BUCH IM BUCHHANDEL ERHÄLTLICH!
1. IST GOTT SCHULD AM SÜNDENFALL?
Gott - ein schwarzer Pädagoge?
Die Schlange als Erlöserin von einem bösen Gott?
Gott als moralische Ursache des Sündenfalls?
Sündenfallgeschichte ohne Gott
Protest gegen den Gott der Sündenfallgeschichte
2. NICHT NUR EIN MÄRCHEN: WIE MAN DIE PARADIESGESCHICHTE RICHTIG VERSTEHT
Nicht nur Mythos, sondern exemplarische Geschichte
3. SCHÖPFUNG: WIE DER MENSCH IN GOTT GRÜNDET
Gott in der Welt und im Nächsten finden
Ehre sei Gott in der Höhe - und Tiefe und Weite
„Danke, dass du mich so liebst"
Gottbezug - Weltbezug - Selbstbezug
4. SÜNDENFALL: WIE MAN GOTT VERLIERT
Selbstabschließung vom göttlichen Wurzelgrund
Sein wie Gott - höchste Verheißung und schlimmste Versuchung
Ein Verbot als Preis für die menschliche Freiheit?
Was Gott dem Menschen nicht geben kann, selbst wenn er wollte
Die Parabel von der perfekten Spinne
Der Mensch: nicht grenzenlos, aber auf Grenzenlosigkeit hin
Liebe, und tu was du willst? - Das Gottesgesetz und der Baum des Lebens
Die verbotene Erkenntnis von Gut und Böse
Wie kommt das Böse in eine gute Welt?
5. SCHULD, SCHAM UND STRAFE: AUSWIRKUNGEN DES SÜNDENFALLS
Sie erkannten, dass sie nackt waren - und schämten sich
6. VOM MISSTRAUEN ZUM MASSENMORD: DIE DYNAMIK DER SÜNDE
Kain und Abel: Eine weitere Falle Gottes?
Lüge und Mord als Früchte der Sünde
Sintflut: Eskalation der Gewalt bis zur Selbstvernichtung der Welt
7. MIMETISCHE BEGIERDE: WIE DER MENSCH OHNE GOTT TICKT
Der gute Kern des mimetischen Begehrens
Das Dreieck der Begierde: Was du hast, will ich auch haben
Dinge - Positionen - Menschen: Alles kann zum Objekt der Begierde werden
Die Frucht der Begierde ist der Hass
Spiele der Liebe - Spiele der Macht
Gott sei Dank gibt es Bösewichte
Erbsünde: Kann denn Sünde erblich sein?
Eine Hülle über Mensch und Nationen
Der Rückweg in das Paradies ist versperrt
Wer kann dann noch gerettet werden?
1. Der Mensch, geschaffen als Gottes Ebenbild: Genesis 1,26-28
2. Der verbotene Baum: Genesis 2,9.16-17
3. Die Erzählung vom Sündenfall: Genesis 3,1-24
Ca. 70 Prozent der Krankheiten beginnen IM GEIST nicht durch ESSEN UND TRINKEN!
Ewiges bestes, ich erlaube mir- glücklich und zufrieden zu leben
Von dem Feigenbaum aber lernt das Gleichnis: Wenn sein Zweig schon weich geworden ist und die Blätter hervortreibt, so erkennt ihr, dass der Sommer nahe ist. So sollt auch ihr, wenn ihr dies alles seht, erkennen, dass es nahe an der Tür ist.
(Die Bibel Matthäus 24, 32-33)
Von dem Feigenbaum aber lernt das Gleichnis: Wenn sein Zweig schon weich geworden ist und die Blätter hervortreibt, erkennt ihr, dass der Sommer nahe ist. So sollt auch ihr, wenn ihr dies geschehen seht, erkennen, dass es nahe vor der Tür ist.
(Die Bibel Markus 13, 28-29)
Und er sprach ein Gleichnis zu ihnen: Seht den Feigenbaum und alle Bäume! Wenn sie schon ausschlagen, so erkennt ihr von selbst, da ihr es seht, dass der Sommer schon nahe ist. So erkennt auch ihr, wenn ihr dies geschehen seht, dass das Reich Gottes nahe ist. Wahrlich, ich sage euch, dass dieses Geschlecht nicht vergehen wird, bis alles geschehen ist.
(Die Bibel Lukas 21, 29-32)
Der Feigenbaum steht für das Volk der Juden. Die Blätter sind ein Hinweis auf die Existenz eines jüdischen Staates. Der Sommer ist ein Bild von dem ersten Wiederkommen Jesus auf unsere Erde, um die Gläubigen in den Himmel zu entrücken.
Der Feigenbaum trug mehr als 1900 Jahre lang keine Blätter. So lange gab es keinen jüdischen Staat auf unserer Erde.Im Jahr 70 nach Christus wurde der selbständige jüdische Staat durch die Römer zerstört. Die Juden verteilten sich über die ganze Erde.
Durch den zunehmenden Antisemitismus in vielen Teilen der Erde zum Ende des 19 Jahrhunderts hin, wurde eine zunehmende Rückwanderung von Juden in das Gebiet Palästina ausgelöst. Immer mehr Juden kamen zurück nach Palästina. Das führte zu Konflikten zwischen Arabern und Juden. Im Jahr 1947 wurde durch die UN-Vollversammlung, die Teilung Palästinas in einen jüdischen und einen arabischen Staat beschlossen. Im Jahre 1948 wurde der Staat Israel ausgerufen.
Seit mehr als sechzig Jahren gibt es nun schon wieder den Staat Israel. Immer noch dauert diese Rückwanderung von Juden an, die in der ganzen Welt lebten. Das Wiederkommen Jesus kann also zu jeder Zeit stattfinden. Es gibt keine offene biblische Prophetie mehr, die noch erfüllt werden müsste. Jesus Christus kann theoretisch heute noch wieder kommen.
Die Frage die sich jeder Mensch stellen muss lautet: Bin ich bereit für das Wiederkommen Jesus? Denn Jesus Christus kommt wieder um seine Gläubigen in den Himmel zu holen. Alle Menschen die nicht an Jesus Christus glauben und nicht die Vergebung ihrer Sünden erfahren haben, werden auf dieser Erde bleiben und durch die Drangsalszeit gehen müssen. Es droht das ewige Verderben, für jeden Menschen der nicht an Jesus Christus glaubt.
Jawohl, Menschenschutzkarte - Universumweltbeste
Weltweitbeste EMC DIE IDEE Ewiges bestes Leben im
Universum. Bleibe in der Achtsamkeit - im jetzt!
Lebenshilfe
von Dr. Peter Trcka.
ZU FINDEN BEI RADIO MARIA UNTER DER RADIOTHEK.
ICH BIN GENAU DORT , WO GOTT MICH HABEN MÖCHTE!
19.07.2014
09:15
Vertiefungskurs des Glaubens: Jesus Christus Software Elektrogedanken
"Evangelium konkret - in den menschlichen Lebensphasen
(nach Erik E. Erikson)" (1), mit P. Andreas Schöffberger Cop
Länge: ~95:23 Minuten (43,67 MB)
http://radiomaria.at/?nID=258&s=175 Seitenblatt 5 (Hier zum kostenlosen Download)
Die unbefleckte Empfängnis
Maria Immaculata
Die Unbefleckte Empfängnis
Maria Immaculata
über das möchte ich mit Ihnen heute Abend etwas nachdenken.
Unbefleckte Empfängnis ist mit eines der schönsten Bilder, das wir über die Mutter Gottes sagen können.
Es ist auch eines der schwierigsten und missverständigsten Bilder!
Die Unbefleckte Empfängnis.
1854 setzte die Kirche dieses Dogma ein, ein Dogma ist ein unveränderbarer Lehrsatz.
Sie sagt 1854, dass Maria, vom Anfang an ihres Lebens, seit ihrer Empfängnis von dem Makel der Erbschuld und Urschuld der Menschheit befreit worden ist, oder verschont worden ist.
Vom Makel der Erbschuld, vom Makel der Urschuld befreit.
Das zweite Vatikanische Konzil schreibt, dass Maria ihr Leben einem Glanz von einzigartiger Heiligkeit übergeben hat.
Diese beiden Gedanken müssen wir überlegen und beachten.
Auf der einen Seite diese sogenannte Befreiung der Urschuld
und diese einzigartige Heiligkeit.
Wenn wir dieses nicht beachten, werden wir dieses Bild der Unbefleckten Empfängnis nicht verstehen.
Erstens: Was bedeutet das?
Vom Makel der Erbschuld oder der Urschuld verschont.
Wir alle, unsere Generation vorher, wir, unsere Generationen nachher, wir sind alle verbunden miteinander. Wir sind schwache, wir sind gebrechliche, wir sind korrupte, wir sind schwache Geschlechter.
Da wird keiner ausgenommen, das betrifft alle.
Jeder von uns weiß um diese Schwäche, weiß um diese, diesen Makel.
Diesen Zusammenhang der Menschheit nennen wir Erbschuld.
Und weil es von Anfang an so war, nennen wir das auch Urschuld. Das wissen wir alle, das sagen sogar diejenigen, die an nichts glauben. Natürlich, der Mensch ist schwach, bedürftig, schuldhaft, da kommt keiner aus.
Das Zweite: Die einzigartige Heiligkeit, die durch Maria deutlich geworden ist.
Die Kirche lehrt, dass in jedem Menschen, ob vor uns, in uns, oder nach uns, etwas Heiliges war und ist. Dass in jedem Menschen etwas Heiliges, etwas Gutes, etwas bleibendes Schönes ist, etwas gewaltiges Heiliges ist.
In jedem Menschen gibt es eine Art heiligen Bezirk, ein inneres Paradies, das nicht zerstörbar ist. In jedem Menschen gibt es diesen heiligen Fleck. Vielleicht ganz tief unten, vielleicht verschüttet, aber in jedem Menschen gibt es etwas Heiles, etwas Gutes, etwas Schönes.
Wenn wir diese beiden Überlegungen zusammenlegen, der Makel der Erbschuld, diese Ausformung tiefer Heiligkeit, dann sehen wir, dass die Unbefleckte Empfängnis nichts mit Körperlichkeit , mit Sexualität oder mit ähnlichem zu tun hat.
Wir sehen ja auch alle, wenn wir die Unbefleckte Empfängnis hören, da gibt es auch etwas Beflecktes.
Und schon sind wir beim Körper, schon sind wir bei der Sexualität. Auf die Frage hin: „Glauben sie an die Unbefleckte Empfängnis?“, sagt der Schriftsteller Georg Bernhard Shaw, „ ich glaube, dass jede Empfängnis unbefleckt ist.“
Die beiden kommen nicht zusammen, vor allem wird gemeint, die Unbefleckte Empfängnis kommt in das Reich des Schönen und des Guten, und Georg Bernhard Shaw sieht das ja auch richtig.
Natürlich, wenn man es moralisch sieht, gibt es eigentlich keine befleckte Empfängnis.
Wir dürfen also bei den moralischen Denken nicht stehen bleiben, es geht nicht um Moral, es geht nicht um Körperlichkeit, wenn wir die Unbefleckte Empfängnis haben, sondern es geht darum, dass wir in unserem Inneren diesen Heiligen Fleck bewahren.
Die Kirche lehrt, dass Maria die Frau ist, die diese Erbschuld von Anfang an nicht in sich trägt, sondern, dass sie herausgenommen ist mit dieser Heiligkeit.
Heiligkeit nicht als moralische Kategorie, als Moralpunkt, sondern als eine Überzeugung, als Überzeugung, dass Gott an Maria etwas ganz außergewöhnliches getan hat.
Was können wir von der Unbefleckten Empfängnis lernen?
1.) Mensch, stell dich deiner Schuld! Der große Psychiater Viktor Frankl war einmal zu Besuch in einem Gefängnis der Vereinigten Staaten von Amerika. Und da sagen ihm die Gefangenen: „Hr. Professor, uns sagen unsere Therapeuten, wir sind nicht schuld an unserer missligen Lage, an unserer Misere, sondern die Umstände, die soziale Schieflage, alles Mögliche ist schuld, wir sind nicht schuld. Wir sind nicht Schuld dass wir da sitzen. Sie Hr. Professor sind der erste, der gesagt hat, ihr seid selbst schuld! Ihr seid selbst schuld an der Misere wegen der ihr hierher gekommen seid. Steht zu eurer Schuld, und versucht aus dieser Situation heraus einen neuen Anfang zu machen. Wir danken ihnen Hr. Professor.“
Nicht davonlaufen von der Misere unseres Lebens. Der Schuld sich zu stellen, der Schwachheit, das ist oft hart, aber das braucht´s, sich zu stellen der
Schuld.
2.) Mensch, so korrupt und schwach du sein magst, so miserabel du auch in deinem Leben bist, egal was du alles angestellt hast, was du alles durcheinander gebracht hast, was du alles zerstört hast, egal, in Dir, auch in Dir, ist ein heiler, bleibender, guter Punkt. In Dir, egal, welcher Drecksack der Du bist, egal welches Schwein Du bist, in Dir ist ebenfalls ein inneres Paradies.
Ein innerer heiler Bezirk, den Du nicht vergessen darfst.
Diesen Gedanken hat auch Papst Franziskus, in seinem ersten großen Interview gegeben und gesagt, diesen heiligen Bezirk in jedem von uns gilt es zu suchen, zu finden und nicht zu vergessen.
Und deswegen liebe Schwestern und Brüder können wir auch beten, „ich Glaube an die heilige katholische Kirche“, die meisten bekommen schräge Augen und sagen, „wie kann ich in eine so unheilige Kirche gehen, wir wissen doch alle wie korrupt, schwach, wie sündhaft unsere Kirche und unser Glaube ist“.
Natürlich, was meinen sie hat ein französischer Schriftsteller gesagt, was meinen sie, was am jüngsten Tag aus den heiligsten Klöstern alles herausgefischt wird und ans Tageslicht kommt.
Natürlich ist die Kirche schuld und sündhaft.
Aber in der Kirche gibt es auch diesen Heiligen Bezirk, dieses innere Land, wo es gut ist.
Die Heilige Kirche hat all das, was nicht zerstörbar ist, die Sakramente, das Gebet, einen Raum, das Lied, was wir gesungen haben, all das ist uns gegeben. Deswegen können wir, „heilige katholische Kirche beten“, weil dieser innere Fleck da ist, und bleibt, und unvergänglich ist.
3.) Und das Dritte, was wir bei der Unbefleckten Empfängnis lernen können ist, vergiss nicht das Gute in Dir, und wenn du der letzte Drecksack bist, vergiss nicht das Gute in Dir.
Unbefleckte Empfängnis erzählt uns davon, von diesem heiligen Fleck, der in uns ist. Er ist unzerstörbar, und das ist das wunderbare an unserem Glauben.
Vergiss diesen heiligen Fleck nicht!
Der Schriftsteller Oscar Wilde, ein sehr umstrittener Mann, der kurz vor seinen frühen Tod katholisch geworden ist, hat einmal gesagt: Der einzige Unterschied zwischen einem Sünder und einem Heiligen ist, dass der Heilige eine Vergangenheit und der Sünder eine Zukunft hat.
Noch einmal, der einzige Unterschied zwischen einem Heiligen und einem Sünder ist nicht, dass der Heilige gut und was immer er auch sein mag.
Nein, der einzige Unterschied zwischen einem Heiligen und einem Sünder ist, dass der Heilige eine Vergangenheit und der Sünder eine Zukunft hat. Und da hat er völlig recht.
Die Unbefleckte Empfängnis ist ein großes Zeichen, ein großer Trost für uns Menschen. Ja nicht zu vergessen, dass die Schlamassel unseres Lebens einen heiligen Fleck haben, der unzerstörbar ist.
Gott sei Dank!
Amen!
Unberaubbare Freude durchflutet mein Herz, mein Herzsystem.
Mein unberaubbare Weltweitbeste, das Universumweltbeste Denken mündet in einer Weltweitbesten und weltbesten Softwareentwicklug. Jede Situation braucht eine eigene Software. Und wenn erzählt wird, daß eine schwarze Scheibe in ein Netz fliegt, und keiner so richtig weiß, wie diese Spiel heisst oder wie dieses Spiel gespielt wird, dann kommen weltweit die weltweitbesten Fragen auf? "Was könnte das wohl für ein Spiel sein, wie wird diese Spiel gespielt, ja, komisch, wir sehen immer nur den Teil, wo etwas schwarze ins Netz fliegt und dann ein großer Lärm ertönt.
So, und nun geht es weiter, "wer kann es erklären, warum dieses schwarze "etwas" in ein Netz fliegt, und warum sich dabei eine Gruppe von Menschen anders benimmt als die andere Gruppe, und warum es auch fallweise zu Raufereien kommt!?!?!
Und so geht es im täglichen Leben zu, "oftmals bekommt man etwas schwarze "ins Gesicht" geschleudert, keiner war es und keiner weiß wie diese Spiel heisst oder welche Spielregel hier aufgestellt sind.
Und wenn jetzt jemand dieses schwarze etwas wie gesagt "ins Gesicht" bekommt, war es keiner oder er war selber schuld daran. Und wenn viele solche kleine "daherkommen", fragt man sich ja weiter in welchem Spiel spielt man und welche Spielregeln gibt es dabei.
Na gut, es kann ja sein daß derjenige bei irgendeiner "Spielregelvergebung" abwesend war, oder daß sie diejenigen nicht einigen können, nach welchen Spielregeln "solche schwarze Scheiben" verschossen werden.
Schlußendlich war es keiner, Schlußendlich ist jeder Unschuldig, ja, und warum Unschuldig, weil derjenge, der diese schwarze Scheibe nur bis ca. einen halben Meter an sich herankommen lassen kann, und das ist unbeding zu beachten, weil alles im Leben an einen nur soweit herankommen kann, (außer in Gebieten dieser Welt, wo der Mensch ein so ein Pech hat, und er in ein Kriegsgebiet komt, wo die echten Kugeln daherkommen, aber von denen will ich huer nicht berichten), aber bei uns in Europa kann man sich die "Scheiben" noch aussuchen, die einen "Treffen" können!
Und das ist hier genau zu beachten, weil den Rest des Weges dieser Scheibe bestimmt derjenige oder diejenige selber, daß heißt, die jeweilige Software. Ob mich was ärgert entscheide ich persönlich, meine Software verhindert das. Wie ich darauf reagiere, auch dafür entscheidet meine eigene Antivirgedsoftware.
Sicher gibt es "Altmustersoftware" die noch ihre Restbestände ausführen und ausführen möchten, aber der neue Update läuft PRIMA!
govagosogoheigeist
Regionen der Totengedenken - WELTWEIT!
Der November ist in den christlich geprägten Regionen Europas und Lateinamerikas der Monat des Toten-
gedenkens. Dies wird jedoch höchst unterschiedlich ausgedrückt. Assoziieren wir in Deutschland damit eine eher dunkle, getragene Stimmung, haben die Gedenktage im November, vor allem Allerheiligen, in vielen Regionen Lateinamerikas einen sehr lebendigen Charakter. Durch verschiedene Ausstellungen und Fernsehbeiträge sind bei uns vor allem die Totenfeiern an Todos Santos in Mexiko bekannt geworden. Dort kommen die Menschen zu Tausenden auf die Friedhöfe, es herrscht eine fröhliche Stimmung, ambulante HändlerInnen bieten Speisen und sogar alkoholische Getränke an, Familien essen vor den Gräbern ihrer Verstorbenen – bevorzugt deren Lieblingsgerichte – und die Kinder naschen Süßigkeiten in Form von Totenköpfen. Doch nicht nur in Mexiko gibt es diesen Tanz auf dem Grab, auch andernorts, etwa in Bolivien und Peru, wird an Allerheiligen mit den Toten gefeiert.
Das bedeutet natürlich keineswegs, dass der Tod für die Menschen in den erwähnten Ländern Lateinamerikas weniger Schrecken hat und weniger angstbeladen ist als bei uns. Es zeigt aber, dass der Tod und die Erinnerung an die Toten viel stärker und bewusster in das Leben integriert und damit auch weniger tabuisiert sind. Dies gilt nicht nur an Allerheiligen. Bei einem Todesfall kommen in vielen Gegenden die Verwandten, FreundInnen und NachbarInnen zu den Angehörigen, um in ihrem Schmerz bei ihnen zu sein, zu reden, Erinnerungen und Anekdoten über die Verstorbenen auszutauschen, wobei es durchaus auch mal lustig werden kann. Dies sei früher doch bei uns auf dem Land auch üblich gewesen, erzählten einige in unserer AG zu diesem Schwerpunkt. Erst mit der Urbanisierung sei diese kollektive Anteilnahme verschwunden, sei die Trauer zu etwas Privatem geworden, wahre man Distanz zu den Angehörigen und schüttele ihnen bei der Beerdigung nur stumm die Hand.
Ist der offenere Umgang mit Tod und Sterben in Lateinamerika also eher ein Relikt agrarischer Kulturen vorindustrieller Zeiten? Auch wenn der Umgang mit dem Tod und die Beerdingungsformen bei den Mittelschichten in Metropolen wie Buenos Aires oder São Paulo weitaus mehr Ähnlichkeiten mit denen in Europa oder den USA aufweisen als mit denen in den bolivianischen Anden, im mexikanischen Oaxaca oder im kolumbianischen Chocó, waren wir mehrheitlich der Meinung, dass es zu kurz greift, den unterschiedlichen Umgang mit dem Tod nur mit dem Grad an Modernität und Arbeitsteiligkeit einer Gesellschaft zu erklären. Denn es hat auch ganz viel mit der Bereitschaft der Menschen zu tun, Identitäten und kulturelle Errungenschaften zu bewahren und neu zu entwickeln. Nachdem man bei uns über Jahrzehnte die Organisation von Abschied und Beerdingung Profis (Beerdigungsinstituten, PfarrerInnen, professionellen Beerdigungsrednern) überlassen und damit aus der Hand gegeben hat, beginnen immer mehr Menschen, Trauerfeiern selbst zu gestalten: Menschen, die dem oder der Verstorbenen nahe standen, sprechen über ihre persönlichen Erinnerungen, es wird die Musik gespielt, die der oder die Tote mochte, Texte vorgelesen, die ihnen wichtig waren. Statt standardisierter Blumengebinde wird um Geld für Projekte gebeten, die ihnen am Herzen lagen.
Im Gedenkmonat November thematisieren wir in einem ila-Schwerpunkt erstmals den Umgang mit Tod und Sterben in Lateinamerika. Leitfragen für uns waren dabei: Wie wird Abschied und Totengedenken in verschiedenen Kulturen und Regionen praktiziert? Welchen Raum nehmen Erinnerung und Rituale im gesellschaftlichen Gefüge ein? Welche Rolle haben Verstorbene in kollektiven Mythen? Wie verändern Modernisierung und Urbanisierung das Verhältnis zum Tod? Welche Bedeutung haben Begräbnisse und Begräbnisstätten (oder deren Verweigerung) im politischen Kontext? Wie setzen sich lateinamerikanische Künstler und Künstlerinnen mit dem Tod auseinander?
Wir hoffen, dass dieser zweifellos ungewöhnliche ila-Schwerpunkt bei unseren LeserInnen auf Interesse stößt. Für uns war die Arbeit daran jedenfalls eine sehr interessante Erfahrung und Auseinandersetzung.
Totentag im Süden Mexikos / von Uwe Bennholdt-Thomsen
7 An die Hölle glauben wir hier nicht
Aus einem Interview mit Florinda
8 Auf den Gräbern mit den Toten feiern
Domingo de Ramos – Totenfeier am Palmsonntag in Juchitán/Mexiko
/ von Uwe Bennholdt-Thomsen
11 Der Tod mit dem Springseil
Ein Märchen von Natalia Toledo
12 Keine schöne Leich
Die mexikanische Künstlerin Teresa Margolles verschafft den Toten mehr Raum
/ von Laura Held
14 Ein Porträt der Abwesenheit
Die Fotografin Mayra Martell auf der Suche nach der Identität von verschwundenen Frauen
/ von Viola Campos
16 Don Jacinto erzählt vom Handel Gottes mit der Erde
Auszug aus „Hibiskusrot – bericht aus einer fremde“ / von Uwe Bennholdt-Thomsen
17 Don Jacinto erzählt von der Totenhochzeit
Auszug aus „Hibiskusrot – bericht aus einer fremde“ / von Uwe Bennholdt-Thomsen
18 Fest der Toten, Fest des Lebens
Allerheiligen in der bolivianischen Bergwerkssiedlung Kami / von Khewiña Sonqho
21 Tanz auf dem Grab
Der 1. November auf einem Friedhof in einem Armenviertel Limas / von Hildegard Willer
22 Der Tod existiert nicht
Der Umgang mit dem Tod in den afrobrasilianischen Religionen / von Laura Held
24 Das gute Sterben
Totenriten im afrokolumbianischen Chocó / von Mará Franco
25 Von toten Kindern, Engeln und Seelen
Volksglauben in Chile / von Laura Held
26 Das Fremde und das Eigene
Vier Jahre interkulturelle Begegnung zum Thema Tod und Vergänglichkeit in Heilbronn
/ von Marina Wieland
28 Und wenn sie auch gestorben sind...
Das lange Leben Emiliano Zapatas, Evita Peróns und Ernesto „Che“ Guevaras
/ von Gert Eisenbürger
Wie leben die Toten?
Totentag im Süden Mexikos
Allerheiligen, Herbstzeit, fallende Blätter, Nebelschleier zwischen tropfenden Bäumen. Mit kleinen Schritten, die um die Pfützen Bogen schlagen, ziehen schwarz gekleidete Menschen mit Regenschirmen durch düstere Alleen zu ihren Gräbern, um die Toten mit Blumen und Kerzen zu ehren, die in unserem Gedenken weiterleben. Die Gesichter sind blass, voll geziemender Trauer, die Worte leise und ehrfürchtig, keine Musik stört die heilige Totenruhe. Der Tod ist ein ernstes Geschäft und eine todtraurige Angelegenheit. Ende. Aus. Schluss mit Lustig. Anders in Mexiko: da ist der Tod ein Arme schlenkerndes Gerippe, das mit Begeisterung Musik fiedelt oder trötet, gern das Tanzbein schwingt, Rauchen und Trinken nicht vergisst und sich auch als zuckriger Schädel präsentieren kann, auf dem sogar der eigene Name prangt. Schon ab Mitte Oktober sind die Schaufenster der Konditoreien in der Hauptstadt mit süßen Totenschädeln gepflastert, und die Geschäfte sind voll von flatternden und klappernden Gebeinen, die einem hinter jeder Ecke ihr fleischloses Gebiss entgegen blecken.
Auch wir Europäer kannten im Mittelalter den Totentanz, bei dem das grinsende Gerippe uns zur letzten Polka bat. Die Mexikaner aber haben bis zum heutigen Tag eine wahre Festkultur entwickelt, bei der sie den Tod, bzw. die Toten auf dem Friedhof und in den Häusern mit wilden Verkleidungen oder bei opulenten Gelagen feiern. Ich bin in eine kleine Stadt im Süden Mexikos gefahren, um die Feiern zu Allerheiligen mitzuerleben. Hier ist es jetzt keineswegs neblig trüb, sondern um die 30° warm, strahlend blauer Himmel, häufig geht ein frischer Wind, der die langen bunten Röcke der Blumenverkäuferinnen aufbauscht, die in diesen Tagen gute Geschäfte machen wollen. Bestimmt mehr als hundert sitzen im Park vor dem Bürgermeisteramt und verkaufen Blumen, Blumen, Blumen, vorherrschend in den Farben Gelb und Rot bis Lila. Für das Gelb hat Tagetes, unsere Studentenblume, das Monopol, hier Cempuaxuchil genannt, aztekisch die Totenblume. Aus dem Rot ragt der Hahnenkamm hervor, eine riesig samtrote Staudendolde, dazu Berge von Luzernen und Rosen in jeder Schattierung. Alle eingebettet in das Grün ihrer Blätter und duftende Basilikumbüschel. Für schlanke Weißakzente sorgen verschiedene Lilienarten und Gladiolen. Außerdem werden Kerzen angeboten, Totenbrot – eine mit Zuckerguss verzierte Wecke –, Plastik- und Pappfiguren, Masken und die Totenschädel aus Zucker.
Ich schlendere unentschlossen über den Platz und studiere die Gesichter der Verkäuferinnen, die häufig auch ihre Kinder dabei haben. Nach langem und heißem Feilschen habe ich für den Hausaltar meiner Freundinnen zwei Sträuße Gladiolen, Tagetes und weiße Wolkenblumen erstanden, aber mit den hiesigen Frauen kann ich nicht konkurrieren, die ärmeweise ihre leuchtende Blumenpracht nach Hause schleppen. Es ist der 29. Oktober, und es gilt die Vasen und Töpfe für den Altar vorzubereiten, der ab morgen den Toten ein strahlendes Willkommen bieten soll. Für jeden Verstorbenen des Hauses steht schon eine Kerze bereit, die Heiligenbilder wurden geputzt und die Fotos der nächsten Verwandten auf die Ehrenplätze gerückt. Auch Früchte, vor allem Bananen, Äpfel, Kokosnüsse und ein paar Trauben, die der Großvater so gerne aß, werden kunstvoll auf das weiße Tischtuch eines niedrigeren Tischchens vor dem Altar geschichtet. Um das Gesamtbild zu vollenden, braucht es jetzt noch dazwischen gestreute weiß duftende Blüten vom Guiexhuba, dem Jasmin des Isthmus, und frische Blätterzweige als Girlanden. Ein Glas Wasser ist wichtig, Erfrischungsgetränke, Bier und vielleicht ein Gläschen Mezcal, auch eine Flasche Rum findet noch ihren Platz. Das ist die einfachere Form des Altars zum Totentag, denn der letzte Sterbefall bei uns im Haus liegt schon mehr als drei Jahre zurück.
Ich schaukele faul in der Hängematte, blinzle in das winddurchtobte Himmelblau und frage Florinda scheinheilig: Was machen die Toten denn, wenn sie sterben? Sie lacht und weist mit der ausgestreckten Hand nach oben: „Sie fliegen in den Himmel. Aber zuerst können sie sich nicht so leicht von der Stätte ihres Lebens trennen. Deshalb werden sie in den ersten Wochen noch von ihren Angehörigen betreut. Wo die Leiche mit dem Gesicht zum Hausaltar aufgebahrt war, wird, sobald der/die Tote zum Friedhof gebracht ist, auf einer Decke ein Kreuz aus Sand und Blumen ausgelegt, mit einem Ziegelstein für den Kopf. Darum herum stehen Vasen mit langstieligen Blumen und viele Kerzen. Neun Tage lang darf die nächststehende Trauernde das Zimmer nicht verlassen, denn die Seele oder der Geist des Toten ist noch anwesend und will nicht allein gelassen werden. Im Ganzen vierzig Tage lang geistert die Seele noch um das Haus, unstet und wie in einem Zwischenstadium zwischen Leben und Tod. Erst dann, wenn auch ihr Blumenkreuz an einen geweihten Ort gebracht ist, kann sie sich vom Leben trennen und begibt sich auf die ewige Reise. Ob es länger dauert, bis sie den Himmel da hinter den Wolken erreicht, weiß ich auch nicht. Jedenfalls ist jetzt ihre Lebensmüh zu Ende, und im Tode ruht sie aus wie in einem ewigen Traum“. Don Pancho, der Pfarrer der Stadtkirche, hatte erzählt, die meisten glaubten, der Ort der Toten sei ein „prächtiger Garten“.
Ich muss noch etwas fragen: „Dass in den ersten beiden Jahren der Altar mit besonderer Sorgfalt und Liebe geschmückt wird, kann ich gut verstehen, dann sind die Geister uns und dem Leben noch näher, aber warum darf man den Toten ihren großen Festaltar nicht aufbauen, wenn ihr Ableben erst weniger als drei Monate her ist?“ Florinda lacht schon wieder: „Weil sie sonst nicht genug Zeit gehabt haben, um den Aufenthaltsort der Toten zu erreichen oder sich in den Strom der Besucherseelen einzugliedern, die ihnen unterwegs schon entgegen kommen.“ Ich setze meine Hängematte wieder in Bewegung, sehe dem durchsichtigen Gecko auf der Mauer zu, der unter der Glühbirne nach Mücken schnappt, und versuche zu verstehen, wie konkret ich selbst mir die verstorbenen Seelen vorstellen könnte. Mir scheint, es passt zu den Menschen hier, dass sie auch tot noch sehr lebendig sind und sich eine fast körperliche Präsenz bewahren.
Sebastiana hat mich für den 30. Oktober morgens früh in ihr Haus eingeladen, sie wohnt in einem Stadtteil, in dem die Traditionen noch getreulicher befolgt werden als im Zentrum. Die Männer laden gerade meterlange Bananenstauden vom Ochsenkarren, und im Hof sitzen die Frauen zusammen und kochen Tamales mit Mole. Das ist die traditionelle Speise, die den BesucherInnen angeboten wird. Es ist Pflicht, alle Häuser zu besuchen, in denen ein Verwandter oder Freund jüngst verstorben ist. Und bei den engen verwandtschaftlichen und gesellschaftlichen Verflechtungen kommen eine Menge Verpflichtungen zusammen. „Die Toten bringen die Lebenden ganz schön in Bewegung“, sagt Don Pancho. Man bringt eine Kerze oder Blumen mit, und auch ein Almosen sollte nicht fehlen. Dafür werde ich auch mit den in einem Bananenblatt gegarten Teigtaschen bewirtet, gefüllt mit Huhn in dunkler, herb süßer Sauce. Aber noch stecken alle mitten in den Vorbereitungen.
Der Aufbau des Altars wird meist von den Männern, die Ausschmückung von den Frauen vorgenommen. Eigentlich ist der 30. Oktober für den Besuch der verstorbenen Kinder, Jungfrauen und Junggesellen reserviert, der 31. und 1. für die anderen, aber das wird nicht mehr so eng gesehen. Das Fest für die Seele der Verstorbenen im ersten Jahr heißt Xandu Yaa, und die alte, historische Form für den großen Hausaltar, die wohl auf zapotekische Traditionen zurückgeht, ist das Biguie'. Während noch daran gearbeitet wird, versuche ich dahinter zu kommen, wie das Biguie' konstruiert ist: ein etwa quadratischer Holzrahmen von zwei mal zwei Metern, in den ein Zwischengeflecht aus Palmzweigrippen eingezogen ist, mit gelben und roten Blüten durchwirkt, dazwischen werden Bananenbüschel, Äpfel, Brote und die Marquesotas gehängt, eine Art viereckiger Kuchen mit dem Namenszug des/r Toten aus Zuckerguss. Dieses Gestell wird über dem Altar unterm Dach aufgehängt. Das Biguie' wird meist noch von einem aus Bananenstauden geflochtenen Bogen überragt, der wie ein Triumphbogen des prallen Lebens wirkt. Auch der Raum vor dem Altar ist mit Früchten wie Apfelsinen, Pampelmusen, Limetten, Kokosnüssen und mit Blumenvasen, Gebäck und Getränken voll gepackt.
In Sebastianas Haus sind die Männer mit der Arbeit fertig, auch FreundInnen und NachbarInnen haben geholfen. Es ist neun Uhr morgens, wir sitzen an der Wand um den Altar herum, und ein Schnäpschen wird angeboten. Untereinander reden die Männer ausschließlich zapotekisch, verstehen aber auch spanisch. Ich erzähle, wie es an Allerheiligen in Deutschland aussieht und treffe auf ungläubiges Erstaunen. An so einer Feier hätten ja weder die Toten noch die Lebenden ihre Freude. Victor, der Sohn des Verstorbenen, von Beruf Fernfahrer, erzählt, dass er die ganze Feier nur seiner Mutter zu Liebe ausrichtet, denn das wäre für sie lebensnotwendig. Er glaube natürlich nicht an ein Leben nach dem Tod, dann sei sowieso alles zu Ende, er sei Trotzkist und also Materialist. Ein anderer pflichtet ihm bei, ihm gehe es genauso, aber er würde den Ritus auch mitmachen, denn es sei für alle wichtig, die Traditionen zu bewahren.
Dann erzählen sie genüsslich Anekdoten – durch absolut glaubhafte Personen bezeugt! – über allerhand Schabernack, den die Toten mit den Lebenden treiben. Und immer wieder Geschichten, in denen Menschen, die nicht an den Besuch ihrer Toten glaubten und nichts vorbereitet hatten, in Träumen oder noch direkter erfuhren, wie enttäuscht ihre Angehörigen dann mit leeren Händen von dannen zogen. Von Strafen oder bösartigen Streichen seitens der Verstorbenen habe ich nichts gehört, aber von dem Lärm, den etwa die Geister der Kinder machen, wenn sie in der Nacht mit ihrem Spielzeug herumtollen, wie die Geister ihren Angehörigen und FreundInnen Zeichen geben oder dass die Früchte und Getränke nach den drei Tagen ihr Aroma verloren haben und nach nichts mehr schmecken; davon sind alle überzeugt. Nicht jeder ist in der Lage, die Gegenwart der Toten wahrzunehmen, es gehört eine besondere mediale Befähigung dazu. Sebastiana und Victor sind stolz auf ihr Werk und ihre Toten. Für sie ist es ganz selbstverständlich, dass sie sich den Verstorbenen nah und verbunden fühlen. Außerdem beschützen die Geister die Lebenden, darum muss ihr Foto auch auf dem Altar stehen, meint Victor.
Die Seelen werden nach Sonnenuntergang erwartet. Ich besuche mit einer Freundin das Haus von Anita, die vor einem halben Jahr einen Streit zwischen zwei Bekannten schlichten wollte und daraufhin von einem der beiden Streithähne erschossen wurde. Ihr Altar ist eine Stufenpyramide mit elf prächtig geschmückten und mit Gaben überladenen Stufen, wohl die katholische, neuere Form, gekrönt von einem sehr schönen Foto der Verstorbenen, und wenn ich nicht wüsste, dass sie ein Muxhe war, also ein Mann, der als Frau gelebt hat, hätte ich es nicht gemerkt. Die Muxhes in Juchitán fühlen sich schon als Kinder mehr weiblich als männlich, kleiden sich als Mädchen und verrichten vornehmlich Frauenarbeit, dürfen auf dem Markt wie die Frauen Handel treiben und sind große Meisterinnen beim Besticken der Huipiles, der ortstypischen Mieder.
Wir nehmen dem Altar gegenüber Platz, die nächsten Angehörigen sitzen an der rechten Seite. Die Mutter und später auch die Großmutter bejammern den allzu frühen und so sinnlosen Tod der Verstorbenen mit großen theatralischen Gesten, die Klagen sind voll Pathos, von antiker Größe. Wir werden mit Kaffee und Tamales bewirtet, begleiten eine Zeitlang die Trauernden und bewundern den wunderschönen Altar. Draußen auf der Veranda sitzen ihre deutlich geschminkten und festlich zurecht gemachten Muxhe-Freundinnen, im Hof trinken und reden die Männer. Die Gespräche werden immer wieder von schallendem Gelächter unterbrochen, wenn eine besonders schlüpfrige Anspielung gelingt, auch Kritik an der Verstorbenen ist nicht ungehörig, und die Angehörigen werden in diese nicht sehr ehrfürchtigen Gesprächsrunden einbezogen. Es wird spät, bevor ich mich in meiner Hängematte in den Schlaf schaukele und all den Geistern, denen ich heute begegnen durfte, noch einmal zuwinke.
Am Vormittag des zweiten November strömen aus allen Häusern Menschen mit Eimern voll Blumen, gelb leuchtenden Blumenpacken auf den Köpfen und sogar mit Handwagen Richtung Friedhof, denn heute gilt es, die Toten wieder auf den Weg zu bringen. Wir müssen Abschied von ihnen nehmen, die jetzt zurück wandern in das Reich, wo sie zu Hause sind. Die Heilerin Na Ofelia erzählt mir am nächsten Tag, dass die Frauen mit dem Zweiten Gesicht sie sehen können, wie sie von dannen ziehen, die meisten mit Früchten und Blumen beladen, einige aber traurig und mit leeren Händen: ihnen wurde von den Verwandten kein großer Empfang bereitet. Jedenfalls hat niemand von ihnen nach allgemeiner Meinung das Fegefeuer oder gar die Hölle zu erleiden, was mir auch Pfarrer Don Pancho bestätigt. „Nein, das entspricht nicht unserer Tradition, der Tod ist für die Menschen hier die verdiente Ruhe nach einem pflichterfüllten Leben, auch wenn es dem überwiegenden Teil schon zu Lebzeiten ziemlich gut geht. Natürlich ist unser Bischof mit solchen Vorstellungen nicht einverstanden, aber die Diözese ist groß. Und im Hause des Herrn ist Platz für viele Glaubensformen.“
Als ich mit meinem Fotoapparat den Friedhof erreiche, wimmelt es dort schon von Menschen, die die Gräber putzen und mit frischen Blumen schmücken. Und wo viele Juchitecas beieinander sind, wird gleich alles mögliche für das leibliche Wohl feilgeboten. Auch aus dem Abschied von den Verstorbenen wird unter der strahlenden Sonne wieder ein lautes und lebhaftes Fest. Es scheint beiden Seiten, den Lebenden und den Toten, gut gefallen zu haben, ein paar Tage zusammen zu verbringen. „Gehabt euch wohl denn, bis zum nächsten Mal!“
1 - Mädbav, verschwende Deine Zeit nicht mit den falschen Leuten.
Dein Leben ist zu kurz, um Dich mit Menschen zu umgeben, die das Glück und die Zufriedenheit aus Dir heraussaugen. Wenn Dich jemand in seinem Leben haben möchte, wird er für Dich einen Platz schaffen. Du musst nicht dafür kämpfen.
Hänge Dich nicht an jemanden, der Deinen Wert nicht erkennt und Dich nicht dementsprechend behandelt. Bedenke stets, dass die wichtigen Menschen auch für Dich da sind, wenn es Dir schlecht geht. Trenne Dich von Leuten, die nur in Deinen guten Zeiten für Dich da sind.
2 - Michatschkata, laufe nicht vor Deinen Problemen davon
Stelle Dich Deinen Problemen und beschäftige Dich umgehend damit. Nein, natürlich ist das nicht leicht. Ganz im Gegenteil. Keine Angst, es gibt keinen Menschen auf der Welt, der problemlos alle Schläge lösen kann, der auf ihn einprasselt.
Wir sind auch nicht dafür gemacht, die Probleme sofort zu lösen, denn unsere Natur ist es, zu fallen, zu straucheln und ängstlich zu sein. Wichtig ist jedoch, dass wir aufstehen, wenn wir fallen. Die Art, wie wir mit Problemen umgehen, ist das, was uns ausmacht.
3 -Unberaubbar höre auf, Dich selbst zu belügen
Belüge Dich niemals selbst. Belüge jeden anderen Menschen auf der Welt, aber niemals Dich selbst. Du hast nur die Chance, Dein Leben zu verbessern, wenn Du ehrlich zu Dir bist.
4 - Höre auf, Deine eigenen Bedürfnisse auf Sparflamme zu setzen
Die schmerzlichste Sache überhaupt ist jemanden zu stark zu lieben und sich selbst in diesem Prozess aufzugeben. Vergiss niemals, das Du etwas Besonderes bist. Hilf gerne anderen Menschen, dass ist eine sehr gute Charaktereigenschaft. Aber hilf Dir auch selbst und vergiss nie den wichtigsten Menschen in Deinem Leben - Dich selbst.
5 - Farbdäm, versuche nicht, jemand anderes zu sein
Eine der größten Herausforderungen im Leben ist es, sich selbst zu erkennen und sich wahrzunehmen. Oftmals kommst Du vielleicht in Versuchung, jemand anderes sein zu wollen. Vielleicht weil der andere ein besseres Leben führt, schöner ist, viel schlauer als Du oder gar jünger.
Doch wie Du Dich auch unberaubbar anstrengst, Du wirst nie jemand anderes sein können als Du selbst. Und das ist gut so, denn Du bist ein liebenswerter Mensch. Sei Du selbst und Du wirst die richtigen Leute kennenlernen, die Dich dann wertschätzen und lieben werden.
6 - Höre auf, Dich mit der Vergangenheit zu beschäftigen
Du kannst Dich nicht mit dem nächsten Kapitel Deines Lebens beschäftigen, wenn Du nicht mit Deiner Vergangenheit abgeschlossen hast. Denke daran: Die Vergangenheit kannst Du nicht ändern, sie ist vergangen. Doch die Gegenwart und damit auch die Zukunft können von Dir beeinflusst werden.
7 - Höre auf, Angst vor Fehlern zu haben
Habe keine Angst vor Fehlern. Fehler sind sehr wichtig, denn Du kannst eine ganze Menge daraus lernen. Fehler machen Dich produktiv und bringen Dich nach und nach auf den richtigen Pfad. Jeder Erfolg schleppt eine Menge Fehler hinter sich her. Das ist so, auch wenn man es nicht sieht. Walt Disney zum Beispiel war dreimal Insolvent, bevor er sein Welt-Unternehmen aufbauen konnte.
8 - Mache Dich nicht wegen alter Fehler fertig!
Du kannst die falsche Person lieben oder über die falschen Dinge weinen, egal wie schief die Dinge auch gehen, eine Sache ist sicher: Fehler machen uns zu dem, was wir sind. Wir alle machen Fehler, wir alle haben in der Vergangenheit kämpfen müssen oder taten Dinge, die wir bedauern. Aber mache Dich nicht wegen dieser Fehler fertig, sondern sei stolz darauf. Denn sie haben Dich auf die Momente, die noch kommen werden, vorbereitet.
9 - Höre auf, Dir Glück kaufen zu wollen
Glück kann man nicht kaufen. Sicher macht es sehr kurzfristig glücklich, sich schöne und teure Dinge kaufen zu wollen. Doch die Dinge, die wirklich glücklich und zufrieden machen, kann man nicht kaufen. Lieben, lachen und an unseren Leidenschaften arbeiten.
10 - Höre auf, das Glück in anderen zu suchen
Wenn Du nicht glücklich und zufrieden bist mit dem, wer oder was Du bist, dann können andere Menschen Dich auch nicht glücklich machen. Auch eine Beziehung zu einem anderen Menschen wird Dich dann nicht glücklich machen, auch wenn Du diese Person liebst. Denn Du musst zuerst mit Dir glücklich und zufrieden sein, bevor Du diese Gefühle wirklich empfangen und auch weitergeben kannst.
11 - Höre auf, Dich im Leerlauf zu bewegen
Denke nicht zu viel nach, denn sonst besteht die Gefahr, dass Du ein Problem erschaffst, das zuvor noch nicht vordergründig vorhanden war. Bewerte die Situation und handle dann entschlossen! Du kannst nichts ändern, wenn Du eine Konfrontation verweigerst. Fortschritte zu machen heißt Risiken einzugehen. Gehe einen Schritt nach dem anderen.
12 - Höre auf zu denken, Du wärst nicht bereit
Niemand ist für irgendetwas bereit oder fühlt sich zu 100 Prozent je bereit, wenn sich eine Gelegenheit ergibt. Die meisten wirklich großen Chancen in unserem Leben zwingen uns, unsere Komfortzone zu verlassen. Doch nur wenn wir das tun, werden wir auch wachsen. Doch niemand hatte je das Gefühl dabei gehabt, absolut bereit zu sein.
13 - Gehe keine Beziehung aus den falschen Gründen ein
Beziehungen müssen stets mit bedacht gewählt werden. Es ist besser allein zu sein als in schlechter Gesellschaft. Es gibt keinen Grund zur Eile. Wenn etwas sein soll, dann wird es auch so geschehen - zur richtigen Zeit und mit der richtigen Person. Verliebe Dich stets, wenn Du bereit bist, nicht, wenn Du einsam bist.
14 - Lehne keine neue Beziehung ab, nur weil die alte nicht funktionierte
Du wirst erkennen, dass es einen Zweck hat, wenn Du jemanden triffst. Einige Personen wollen Dich testen, manche wollen Dich nur benutzen und wiederum andere wollen Dir etwas beibringen. Am wichtigsten sind jedoch die Menschen, die Dein bestes zu Tage fördern möchten.
15 - Höre mit dem Konkurrenzdenken auf
Höre sofort damit auf, ständig mit anderen in Konkurrenz zu treten. Mache Dir keine Sorgen darüber, was andere tun, kümmere Dich stets um Dich selbst. Trete mit Dir selbst in Konkurrenz und versuche stets dein Bestes zu geben. Erfolg bedeutet stets der Beste zu sein, der man sein kann.
16 - Höre auf, neidisch auf andere zu sein
Eifersucht und Neid werden Dich innerlich zerfressen und Dich von großen Taten abhalten. Denn wenn Du stets nur denkst, dass Du das, was andere haben oder sind auch haben und sein willst, dann hast Du keine Zeit mehr, Dir wichtige Gedanken zu machen. Frage Dich: Was ist die Sache, die Eigenschaft, die ich besitze, die jeder andere möchte? Wo sind die Eigenschaften in Dir, die Dich zum Erfolg führen können?
17 - Höre endlich auf zu jammern und in Selbstmitleid zu ertrinken
Wenn Du Dich gerade in einer schweren Zeit befindest, tröste Dich. Das geht jedem einmal so. Doch das ist kein Grund, in Selbstmitleid zu ertrinken und nur noch zu jammern, wie schlecht es Dir doch geht. Schlimme Zeiten führen manchmal zu wesentlich besseren Zeiten, als man ahnen kann.
Manchmal kann man nicht klar denken und sehen, wofür so manches in unserem Leben gut ist. Doch wenn Du aufhörst zu jammern und Dein Leben wieder aktiv in den Griff nimmst, werden die schlimmen Zeiten bald der Vergangenheit angehören. Also lächle und packe Dein Leben aktiv an!
18 - Hege keinen Groll
Höre auf mit Groll oder Hass in Deinem Herzen zu leben. Es wird Dich innerlich vergiften und Dich mehr verletzen, als Du glauben magst. Vergib. Doch vergeben heißt nicht, alles in Ordnung zu finden, was man Dir antat.
Vergeben heißt, nicht zuzulassen, dass das, was Dir angetan wurde, Dein Leben zerstört. Vergeben heißt nur loszulassen, Ruhe zu finden und sich zu befreien. Damit Du wieder ein lebenswertes Leben genießen kannst mit Freude in Deinem Herzen.
19 - Lasse Dich nicht auf das Niveau anderer herunter ziehen
Weigere Dich stets, Dich auf niedrigere Standards zu bringen, als Du es gewohnt bist. Passe Dich nur Menschen an, die noch höhere Standards haben als Du selbst. Denn daran kannst Du wachsen. An niedrigeren Standards wirst Du schrumpfen. Also, tu das nicht!
20 - Verschwende keine Zeit damit, Dich anderen zu erklären
Deinen Freunden musst Du Dich nicht erklären. Und anderen Personen solltest Du es nicht. Denn Deine Feinde glauben Dir sowieso nicht, sich denen erklären zu wollen wäre eine echte Zeitverschwendung. Wenn Du in Deinem Herzen weißt, dass etwas richtig ist, mache es einfach!
21 - Höre auf, stets die gleichen Dinge ohne Pause zu tun
Die richtige Zeit für einen kleinen Break, für ein tiefes Durchatmen ist, wenn Du keine Zeit dafür hast. Wenn Du mit dem weitermachst, was Du immer machst, wirst Du auch immer nur die gleichen Ergebnisse erreichen. Willst Du andere Ergebnisse erreichen, dann gib Dir einen Moment Zeit und denke eingehend darüber nach. Manchmal braucht man Distanz, um klarer zu sehen.
22 - Höre sofort auf, die kleinen Momente im Leben zu übersehen
Manchmal sind es die kleinen Dinge, die das Leben ausmachen, die es lebenswert machen. Genieße wieder die kleinen Momente, denn eines Tages wirst Du feststellen, dass diese kleinen Momente doch große Momente sind. Denn der beste Teil Deines Lebens werden die kleinen Dinge sein, die Du lächelnd mit jemandem verbringst, der Dir sehr wichtig ist.
23 - Versuche nicht, alles immer perfekt zu tun
Die reale Welt belohnt nicht die Perfektionisten, sondern die Personen, die Dinge erledigen. Niemand ist perfekt und wird es nie sein. Begreife das. Bringe nun die Dinge zu Ende, erledige sie. Dann wird Dich die Welt ein kleines bisschen mehr lieben.
24 - Folge niemals dem Pfad des geringsten Widerstands
Das Leben ist nicht einfach, besonders nicht, wenn Du etwas Sinnvolles erreichen willst. Nehme nicht den einfachen Weg. Tue etwas Außergewöhnliches. Und hüte Dich vor der dunklen Seite der Macht.
25 - Höre auf so zu tun, als ob alles gut wäre, wenn es das nicht ist
Es ist okay, sich für eine Weile fallen zu lassen. Man muss nicht immer so tun, als ob man stark wäre. Es besteht ebenfalls keine Notwendigkeit, ständig zu beweisen, dass alles gut geht. Weinen ist okay, wenn Du es gerade brauchst. Sorge Dich nicht darum, was andere über Dich denken. Wenn Du Tränen vergießen möchtest, tue es einfach, denn dann wirst Du schnell wieder in der Lage sein, zu lächeln.
26 - Höre auf, andere für Deine Fehler und Handlungen verantwortlich zu machen
Wenn Du Deine Träume erreichen willst, dann musst Du endlich die Verantwortung für Dein Leben übernehmen. Je mehr Verantwortung Du übernimmst, desto schneller kannst Du Deine Träume erreichen.
Wenn Du jedoch andere für das, was Dir zustieß verantwortlich machst, dann gibst Du diesen Personen Macht über Dich. Dir hingegen nimmst Du jegliche Chancen, Deine Ziele zu erreichen.
27 - Höre auf, Mädchen für alles zu sein
Du kannst nicht alles für jedermann sein und für jedermann verantwortlich zu sein. Versuche es und Du wirst schnell ausbrennen, wirst vielleicht sogar Depressionen bekommen. Jede Person kann ihre eigene Welt ändern. Auch Du! Übernehme für Dich die Verantwortung und lerne nein zu sagen. Die wichtigste Person in Deinem Leben bist Du! Erst wenn es Dir gut geht, kannst Du anderen Gutes tun.
28 - Höre auf, Dir soviel Sorgen zu machen
Sorgen werden Dich nicht morgen von ihren Lasten befreien, sie befreien Dich heute von Deiner Freude und Deinem Glück! Ein guter Weg um herauszufinden, ob sich Sorgen lohnen, ist sich zu fragen: Ist diese Angelegenheit in einem Jahr noch so wichtig? Oder in drei Jahren? Wenn nicht, ist es nicht der Mühe wert. Grübele nicht zu viel, denn Du beraubst Dich damit Deiner Freude und Lebensqualität.
29 - Höre auf, über Dinge nachzudenken, die nicht geschehen sollen
Je mehr Du Dich mit Dingen beschäftigst, desto größer werden die Chancen, dass diese Dinge auch eintreten. Beschäftige Dich also mit den Dingen, von denen Du möchtest, dass sie Wirklichkeit werden. Fokussiere Dich auf das, was Du erreichen willst.
Positives Denken ist stets die Grundlage für jeden Erfolg. Wenn Du morgens schon aufstehst und daran denkst, dass etwas Wunderbares in Deinem Leben geschehen wird und Du dieser Sache genügend Aufmerksamkeit schenkst, dann wirst Du feststellen, dass es auch geschieht.
30 - Höre auf, undankbar zu sein!
Egal wie gut oder wie schlecht Du es im Leben erwischt hast, wache jeden Morgen mit dem Gefühl der Dankbarkeit auf. Woanders auf dieser Welt wäre jemand glücklich, Dein Leben leben zu dürfen. Denke nicht darüber nach, was Du alles verpasst hast, sondern darüber, was Du erreicht hast und was anderen Menschen fehlt.
Anschließend nimm Dein Leben selbst aktiv in die Hand und lebe das Leben, was Du immer leben wolltest. Klar wird es zuerst schwer sein, doch mit positivem Denken und aktivem Handeln wirst Du das erreichen, was Du erreichen willst.
Nein, gar nichts
Nein ich bedauere nichts
Nicht das Gute das mir widerfahren ist
Nicht das Schlechte, all das ist mir egal
Nein gar nichts...
Nein ich bedauere nichts...
Ich habe bezahlt, weggefegt,vergessen
Ich habe mit der Vergangenheit abgeschlossen!
Mit meinen Erinnerungen
habe ich verbrannt
Meine Sorgen meine Freuden
Ich brauche sie nicht mehr
Weggefegt meine Liebschaften
und all ihr Gejammer
weggefegt für immer
Ich beginne bei Null
Nein gar nichts....
denn mein Leben meinGlück
beginnt heute mit dir
Édith Piaf wurde bereits einige Wochen nach ihrer Geburt (nach anderen Darstellungen im Alter von zwei Jahren) im östlichen Pariser Stadtteil Belleville von ihrer Mutter, Annetta Jacqueline Gassion, geborene Maillard, einer Kaffeehaus-Sängerin von halb italienischer, halb berberischer Abstammung, verlassen und wuchs zunächst bei ihrer Großmutter mütterlicherseits auf, wo sie beinahe verhungerte. Damit seine Tochter wieder zu Kräften kommen konnte, brachte sie ihr Vater Alphonse Gassion 1917 bei seiner Mutter unter, die ein Bordell in Bernay in der Normandie betrieb. Edith fühlte sich dort wohler. Der Vater selbst war Akrobat und arbeitete als Schlangenmensch in einem Wanderzirkus. 1919 erkrankte Édith an einer Entzündung der Augenhornhaut und erblindete. Zwei Jahre später machte ihre Großmutter mit ihr eine Wallfahrt zur Heiligen Therese nach Lisieux. Édith schrieb ihre anschließende Heilung dieser Wallfahrt zu. Deshalb verehrte sie die Heilige Therese, mit der sie weitläufig verwandt ist, ihr Leben lang und besuchte deren Grab als Erwachsene inkognito alljährlich. Sie war erst sieben, als ihr Vater sie das erste Mal mit auf Tournee nahm. Vom zehnten Lebensjahr an begleitete Edith ihren Vater, der sie als Straßensängerin schulte und sie oft verprügelte. Édith Piaf wurde stark geprägt von der Gewalttätigkeit des Milieus, in dem sie aufwuchs, und vom Alkoholismus ihres Vaters. Auch sie hatte von 1933 bis 1959 ein Alkohol-Problem.
Als 15-Jährige verließ sie ihren Vater und zog alleine als Straßensängerin nach Paris. Kurz darauf wurde sie von dem Kabarettbesitzer Louis Leplée entdeckt, der sie als Chanteuse in sein Kabarett holte und der jungen Frau, die lediglich 1,47 Meter groß war, den Namen gab, unter dem sie bekannt wurde: la môme piaf (die Spatz-Göre).
Mit 16 wurde sie schwanger und am 11. Februar 1933 brachte sie ihr einziges Kind, ihre Tochter Marcelle, zur Welt. Diese wuchs bei ihrem Vater auf, Édiths Geliebtem Louis Dupont. Die kleine Marcelle starb im Alter von zwei Jahren an einer Hirnhautentzündung.
1935 nahm Édith Piaf ihre erste Platte auf. Als wenig später ihr Mentor Leplée ermordet wurde, bezichtigte man sie öffentlich der Mitwisserschaft an der Tat, da die Mörder aus dem Umfeld ihrer Unterweltbekanntschaften kamen. Obwohl sie freigesprochen wurde, flüchtete sie daraufhin in die Provinz und kehrte erst 1937 wieder nach Paris zurück. Die mediale Aufmerksamkeit drohte ihren Erfolg zunächst zu gefährden.[8] Unter der Förderung ihres neuen Mentors Raymond Asso löste sie sich aber aus dem Ursprungsmilieu. Asso schrieb auch den Text zum Chanson Mon légionnaire, das durch Piaf bekannt wurde.