NOMEN Der Name Espig - Espich

Schreibweisen unseres Familiennamens:

Espich, Eßbich, Espick, Espisch, Äspich, Esperich, Aispich, Aspich, Espach, Esbach, Eßbach

Der Name Espig geht auf die Bezeichnung "espan" zurück und meinte den Ort, der als Weide diente. Einst wurden die Anwohner der Dorfweide Espig genannt, übersetzt: "die Leute am Espengehölz".

Eine Erklärung dazu lautet: "Ein jeder mit Gras bewachsener Platz auf einem Felde, zum Unterschiede von einer Wiese; in einigen Obersächsischen Gegenden Espan, in Niedersachsen gleichfalls Brink. Besonders der mit Gras bewachsene Platz in einem Dorfe, welcher in Schlesien auch die Aue genannt wird."

Aber auch das Wort "Espe" als Bezeichnung für die Zitterpappel (Populus-tremula) kann der Ursprung sein. Die Espe ist ein bis zu 20 m hoch wachsender Baum, dessen Blüten ähnlich der Weide männliche und weibliche Kätzchen sind. Die Blätter bewegen sich bereits bei geringem Luftzug, was z.B. in der Redewendung "wie Espenlaub zittern" zum Ausdruck gebracht wird. Verwendet werden die Rinde, die Blätter und die Triebspitzen der Espe. Er weist in seiner Entstehung auf die Wohnstätte am Espengehölz. Das Kreuz Jesu Christi soll aus Espenholz gefertigt worden sein.

Erstmals 1431 wird der Name "an der Aspe" urkundlich erwähnt. Als Familienname kommt "Espich" wohl nachweislich zuerst im Erzgebirge vor. Im "Liber benefactorum" aus dem Zwickauer Franziskanerkloster wird er schon 1460/ 62 genannt.

Beispiele für heutige Ortsbezeichnungen sind die Orte Aspe, Drispenstedt & Espenhain. In der Nähe von Heilbronn gibt es Nieder- & Hinterespig. Die Espe ist auch ein kleiner Zufluss der Fulda.



"Die Pappel überragt den Wald

mit majestätischer Gestalt,

ist anspruchslos in ihrem Kleid

und wächst sehr schnell in kurzer Zeit.

Mit ihren Blättern, ihren vielen,

die hängen an sehr feinen Stielen,

da zittert sie, sobald sie spürt,

ein Windhauch hat sie angerührt.

Doch nicht aus Angst und Furcht - ach wo!

Gott hat sie schon erschaffen so!"

Prof. Udolph – Zentrum für Namenforschung

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Im Gespräch mit Namensforscher Prof. Dr. Jürgen Udolph ging ich näher auf die Entstehung unseres Familiennamens ein

"Die Sanduhren erinnern nicht bloß an die schnelle Flucht der Zeit, sondern auch zugleich an den Staub, in welchen wir einst verfallen werden!"