Nach dem Einschalten muss zunächst das Netzwerk konfiguriert werden. FRANKYstick startet im Access Point (AP) - Modus. Ein blauer Bildschirm zeigt den Namen des Accesspoints FRANKYlocal und seine IP-Adresse 192.168.4.1.
Mit einem Browser (Smartphone, Tablet, PC) mit diesem Netzwerk verbinden. Es erscheint "Im Netzwerk anmelden" und die Konfigurationsseite für die WLAN-Daten. Sollte das nicht funktionieren, kann im Browser 192.168.4.1 als Adresse eingegeben werden:
SSID und Passwort eingeben. IP-Adresse der Z21-kompatiblen Zentrale eingeben und ggf. noch den Abschalt-Timeout konfigurieren. "Speichern und Neustart" drücken und FRANKYstick verbindet sich mit dem heimischen WLAN.
Hinweis: Sollte sich im späteren Betrieb die Empfangssituation verschlechtern, kann es sein, dass FRANKYstick wieder im AP-Modus startet, obwohl die Daten SSID/Passwort korrekt sind. In diesem Fall das Gerät ausschalten und neu starten.
Weitere Möglichkeiten des Webservers von FRANKYstick finden sich im Abschnitt -> Webserver
Ist das Gerät mit dem WLAN, aber nicht mit der Z21 verbunden, blinkt die Fahrstufenanzeige.
Ist das Gerät mit der Z21 verbunden, aber die Gleisspannung ist abgeschaltet, ist die Fahrstufenanzeige rot. Anderenfalls ist sie bernsteinfarben (Lokspion, siehe dort, ist ausgeschaltet) oder blau (Lokspion, siehe dort, ist eingeschaltet).
Es gibt 4 verschiedene Bildschirme:
Fahrbildschirm: Fahren von Lokomotiven mit der eingestellten Adresse
Funktionsbildschirm: Schalten von Funktionen
Adresbildschirm: Änderung der Lokadresse
Menübildschirm: Änderung des Verhaltens
Die Bedeutung der Anzeigen und die Bedienung ist weiter unten aufgeführt.
Zentrales Bedienelement ist der Joystick (im folgenden kurz nur als Stick bezeichnet). Er kann in alle Richtungen (links, rechts, oben, unten) ausgelenkt werden. Es ist auch eine kombinierte Auslenkung möglich (z.b. nach rechts oben). Diese hat aber keine besondere Bedeutung: der Anteil der Auslenkung, der überwiegt, wird ausgewertet. Wird also beispielsweise in einem 20-Grad-Winkel nach rechts oben ausgelenkt, ist "rechts" die Zählende Bewegung.
Als nicht ausgelenkt wird der Stick bezeichnet, wenn er in Mittelposition ist. Jede Bewegung führt zu einer ausgelenkten Position. Der Stick federt zur nicht ausgelenkten Position zurück, wenn er losgelassen wird. Ausnahme: bei maximaler Auslenkung rastet der Stick an den Rändern ein und kann durch entgegengesetzte Bewegung wieder freigesetzt werden (und würde beim Loslassen wird in die unausgelenkte Position zurückgehen).
Der Stick kann vertikal gedrückt werden, was im folgenden als Stick drücken bezeichnet wird.
Es gibt noch drei Tasten. Bei oben befindlichem Stick auf das Gerät geblickt:
An der linken Längsseite unten: Reset. Kurze Betätigung schaltet das Gerät ein. Im eingeschalteten Zustand kann die Taste für 6 Sekunden gedrückt werden und schaltet danach das Gerät aus.
Unter dem Display: Taste A. Beschreibung folgt.
An der rechten Längsseite oben: Taste B. Beschreibung folgt.
Durch den in vier Hauptrichtungen auslenkbaren Stick ermöglicht FRANKYstick eine flexible Fahrweise in zwei grundlegenden Modi:
VR-Modus ("Vorwärts/Rückwärts"): Das ist der klassische digitale Fahrmodus - in Anlehnung an analoge Fahrregler auch manchmal als AC-Modus (Wechselstrom-Umschaltrelais bei Märklin) bezeichnet. Er wird angezeigt, indem das Fahrtrichtungsdreick nach oben (Vorwärtsfahrt) oder unten (Rückwärtsfahrt) zeigt. Eine Stickauslenkung nach oben erhöht die Geschwindigkeit, eine Stickauslenkung nach unten erniedrigt die Geschwindigkeit. Je nach Aufgleisrichtung der Lok entsteht eine Links- oder Rechtsfahrt. Abhängig vom Einbau und der Konfiguration des Decoders ist die Richtung an der Lok ablesbar: bei Dampfloks ist vorwärts in der Regel Schlot voraus, bei Diesel- und Elloks mit dem Führerstand 1 bzw. V voraus.
LR-Modus ("Links/Rechts"): Das ist der klassische analoge Fahrmodus - in Anlehnung an analoge Fahrregler auch manchmal als DC-Modus (Gleichstrom: Fahrtrichtung durch Umpolung) bezeichnet. Er wird angezeigt, indem das Fahrtrichtungsdreick nach links oder rechts zeigt. Eine Stickauslenkung in Richtung der Fahrtrichtung erhöht die Geschwindigkeit, eine Stickauslenkung gegen die Fahrtrichtung erniedrigt die Geschwindigkeit.
Bei manchen digitalen Handreglern kann man in den Einstellungen den bevorzugten Modus aktivieren. Bei FRANKYstick ist das viel einfacher: Die Auslenkungsrichtung bestimmt intuitiv den Modus - je nach Situation kann der passende Modus ausgewählt werden. Bei Zugfahrten ist der VR-Modus intuitiv, weil auch nach 180-Grad-Bögen immer klar ist, was vorwärts bedeutet. Bei Rangierfahrten ist der LR-Modus intuitiv.
Lok wird im VR-Modus gesteuert, Fahrtrichtung vorwärts
Mit Stickauslenkung nach rechts wird auf 48 beschleunigt und in den LR-Modus gewecshelt
Was ist aber, wenn im LR-Modus die Aufgleisrichtung der Lok genau anders ist? Dann muss einfach nur Taste B lang gedrückt werden. Sofort wechselt der Fahrtrichtungspfeil von links nach rechts (oder umgekehrt), so dass er nun mit der Fahrtrichtung der Lok übereinstimmt. Diese Invertierung ist lokspezifisch und wird durch ein Ausrufungszeichen neben dem Fahrtrichtungsdreieck angezeigt (und kann bei Bedarf durch erneuten langen Druck auf Taste B rückgängig gemacht werden). Die Invertierung wird von FRANKYstick per Lokadresse gespeichert und ist nach dem nächsten Neustart somit weiterhin verfügbar.
Für das Rangieren, je nach Geschmack auch für andere Anwendungsfälle, ist der Kriechgang verfügbar: Wenn die Geschwindigkeit herabgesetzt wird, erreicht sie bei eingeschaltetem Kriechgang minimal die Fahrstufe 1. Man kann also ohne Hinzuschauen abbremsen, und die letzten (Zehntel-)Millimieter kriecht die Lok an das Ziel heran. Der Stick muss nun nur kurz unasgelenkt sein und wieder in Richtung Fahrstufe 0 ausgelenkt werden, dann wird Fahrstufe 0 wirklich ausgesendet. Alternativ kann durch Drücken auf den Stick ebenfalls die Fahrstufe 0 erreicht werden. Der Kriechgang wird aktiviert oder deaktiviert, sofern bei ausgelenktem Stick - also während des Fahrens - Taste A betätigt wird. (Ist der Stick nicht ausgelenkt, wird der Funktionsbildschirm aufgerufen.) Der Zustand Kriechgang aktiv oder inaktiv wird gespeichert und nach dem nächsten Neustart wieder wirksam.
Richtungswechsel und Anhalten. Fährt eine Lok, führt ein erstes Drücken auf den Stick zum Aussenden von Fahrstufe 0. Ist die Fahrstufe (bereits) 0, führt ein Drücken auf den Stick zum Fahrtrichtungswechsel. Im LR-Modus gibt es einen "automatischen" Fahrtrichtungswechsel: Wird in Richtung Fahrstufe 0 ausgelenkt und ist diese erreicht, kann durch Loslassen des Sticks (nichtausgelenkte Position), einer kleinen Pause und weiteres Auslenken in diese Richtung der Richtungswechsel automatisch ausgelöst werden. Das entspricht dem Weiterdrehen über die Raststellung eines analogen Reglers (wobei die Raststellung hier durch Loslassen und kurze Pause ersetzt wird).
Wie die Auslenkung des Sticks das Fahren beeinflusst, ist noch über den Modus Schieben oder Halten wählbar. Im Einstellbildschirm, siehe unten, lässt sich der eine oder andere Modus auswählen (und wird gespeichert):
Beim Schieben wird der Stick ausgelenkt und beim Loslassen wird die erreichte Fahrstufe beibehalten. Durch erneute Auslenkung kann sie "weitergeschoben" werden, daher der Name. Die entgegengesetzte Stickauslenkung bremst und auch hier kann losgelassen werden und ggf. nochmal nachgeschoben werden. Vorteil dieses Modus ist, dass kein Halten des Sticks erforderlich ist. Es ist eine Stickbeschleunigung wirksam: je längerausgelenkt wird, desto schneller wird die jeweilige Erhöhung/Erniedrigung der Fahrstufe durchgeführt.
Visualisiert wird der Schiebemodus durch einen Geschwindigkeitsbalken, bei dem außerhalb der anteilig erreichten Fahrstufe der Hintergrund schwarz ist (siehe vorstehende Bilder).
Beim Halten wird der Stick ausgelenkt und die Fahrstufe folgt der proportionalen Auslenkung: geringe Auslenkung = geringe Geschwindigkeit und hohe Auslenkung = hohe Geschwindigkeit. Beim Loslassen des Sticks geht dieser in die unausgelenkte Position und die Lok bremst je nach Einstellung von CV4 ab. Will man also sanft bremsen, muss der Stick langsam der unausgelenkten Position zugeführt werden. Vorteil dieser Bedienweise ist eine feinfühlige Regelung, die beim Rangieren zweckdienlich ist.
Visualisiert wird der Haltemodus durch einen Geschwindigkeitsbalken, bei dem außerhalb der anteilig erreichten Fahrstufe der Hintergrund weiß ist.
Letztlich ist die Verwendung von Schieben oder Halten eine Geschmacksfrage.
Lokspion. Da die Adresswahl durch fehlende Zifferntasten etwas schwieriger ist, kann der Lokspion aktiviert/deaktiviert werden. Das kann einerseits durch Doppelklick von Taste A oder durch die Einstellungen geschehen (siehe unten). Der Modus wird gespeichert. Ein aktiver Lokspion wird durch eine blaue, ein inaktiver Lokspion durch die bernsteinfarbene Darstellung der Lokadresse angezeigt. Ist der Lokspion aktiv und die Fahrstufe 0, führt das Fahren (oder Schalten einer Funktion) einer anderen Lok dazu, dass FRANKYstick diese Adresse sofort übernimmt, es kann somit sofort weitergefahren werden. Hinweis: das macht aber nur im Stickmodus Schieben Sinn, sonst springt die Geschwindigkeit.
Wenn der Fahrbildschirm aktiv ist und der Stick nicht ausgelenkt ist, wird mit Taste A in der unteren Displayhälfte ein Raster der 28 Funktionen (7 Zeilen, 4 Spalten) aufgeblendet. Erneute Betätigung von Taste A verlässt die Funktionsanzeige und kehrt zum Fahrbildschirm zurück. Eine nicht aktive Funktion ist lediglich durch ihre Nummer dargestellt, eine aktive Funktion durch ihre Inversdarstellung. Mit der Auslenkung des Sticks nach oben/unten und links/rechts kann eine Funktion gewählt werden und durch Drücken des Sticks wechselweise ein-/ausgeschaltet werden.
Aktivierte Funktionen F1 und F7, F8 ist selektiert und bereit zum Schalten. Das Abbremsen auf Fahrstufe 1 ist aktiv (weißer Strich).
Anzeige der aktivierten Funktionen F1 und F7, zusätzlich ist das Licht F0 eingeschaltet
Hinweis: die Lichtfunktion F0 wird nicht durch den Stick geschaltet, sondern durch Betätigung von Taste B. Das geht sowohl hier im Funktionsbildschirm (ob die Lichtfunktion ein oder aus ist, ist allerdings hier nicht sichtbar) oder im Fahrbildschirm.
Aktive Funktionen werden im Fahrbildschirm angezeigt. Bis zu vier aktive Funktionen von F1 bis F28 werden mit ihrer Nummer und in inverser Darstellung in aufsteigender Reihenfolge unter dem Geschwindigkeitsbalken angezeigt. Sind mehr als vier Funktionen aktiv, werden weitere nicht angezeigt. Die aktive Lichtfunktion wird als Sonnensymbol neben dem Fahrtrichtungsdreieck angezeigt.
Hierzu dient der Adressbildschirm. Er wird nicht über eine Taste oder den Stick aufgerufen, sondern allein durch die Neigung des Gerätes nach rechts oder links. Voraussetzung ist, dass die eingestellte Geschwindigkeit im Fahrbildschirm 0 ist, d.h. die Lok nicht fährt.
Es erscheint ein Schlosssymbol und ein auf Taste A weisendes Dreieck blinkt. Das weist darauf hin, dass Taste A zum Entsperren gedrückt werden muss. Das dient zur Vermeidung einer versehentlichen Adressänderung.
Nach der Entsperrung erscheint die aktuell gewählte Adresse. Sie ist blau, wenn der Lokspion aktiv ist, anderenfalls ist sie bernsteinfarben.
Ändern der Lokadresse
Erhöhung um 10: Stick nach oben auslenken
Erniedrigung um 10: Stick nach unten auslenken
Erhöhung um 1: Stick nach rechts auslenken
Erniedrigung um 1: Stick nach links auslenken
Die Adresse lässt sich im Bereich 1 bis 9999 wählen. Über die Grenzen 1 bzw. 9999 hinaus kann nicht verändert werden, es findet also bei 1 und weiterer Erniedrigung kein Übersprung zu 9999 statt und umgekehrt.
Es ist eine Stickbeschleunigung wirskam: je länger der Stick ausgelenkt ist, desto schneller wird die jeweilige Erhöhung/Erniedrigung durchgeführt, um auch große Adressänderungen schnell durchführen zu können.
Wird der Stick von der Seitenneigung wieder aufgerichtet, schließt sich der Adressbildschirm, und im nun wieder angezeigten Fahrbildschirm wird die eben geänderte Lokadresse übernommen. Der Adressbildschirm kann ebenfalls durch Taste A oder die Sticktaste beendet werden.
Das Neigen nach rechts (Stick ist rechts vom Display) ist für das Halten des Sticks in der linken und die Stickbetätigung durch die rechte Hand vorgesehen, entsprechend die Neigung nach links für das Halten rechts und Betätigen links. Die Orientierung für Erhöhung/Erniedrigung bleibt folgerichtig: immer ist das jeweilige "nach oben" (bzw. "nach rechts") die Erhöhung und das jeweilige "nach unten" (bzw. "nach links") die Erniedrigung der Adresse.
Durch langen Druck auf Taste A wird der Einstellbildschirm geöffnet. Durch kurzen Druck auf Taste A wird er beendet. Mit dem Stick kann über vier Kacheln navigiert werden und eine Kachelaktion durch Druck auf den Stick ausgelöst werden:
STOP: Es wird die Gleisspannung aus- bzw. eingeschaltet
Lokspion: Ein- oder Ausschalten
Stickmodus: Schieben oder halten
Ausschalten (Gerät ausschalten - alternativ zum langen Druck auf die Resettaste)
Im oberen Teil des Bildschirms erläutert ein Kurztext, was die Stickbetätigung auslösen wird.
Durch langen Druck auf Taste A wird der Einstellbildschirm geöffnet. Durch kurzen Druck auf Taste A wird er beendet. Mit dem Stick kann über vier Kacheln navigiert werden und eine Kachelaktion durch Druck auf den Stick ausgelöst werden:
STOP: Es wird die Gleisspannung aus- bzw. eingeschaltet (bei ausgeschalteter Gleisspannung wechselt die Farbe der Fahrstufenanzeige zu rot)
Lokspion: Ein- oder Ausschalten (bei eingeschaltetem Lokspion wechselt die Farbe der Fahrstufenanzeige zu blau)
Stickmodus: Schieben oder halten
Ausschalten (Gerät ausschalten - alternativ zum langen Druck auf die Resettaste)
Im oberen Teil des Bildschirms erläutert ein Kurztext, was die Stickbetätigung auslösen wird.
Für die Einrichtung der WLAN-Zugangsdaten wurde eingangs der Webserver bereits vorgestellt. Auch nach dem initialen Einrichten kann über die Adresseingabe FRANKYstick.local in einem Browser auf den Webserver zugegriffen werden und im Tab Config eine Änderung der Zugangsdaten vorgenommen werden sowie die Adresse der Z21 und der Abschalt-Timeout geändert werden.
FRANKYstick speichert Konfigurationsdaten in config.sys. Die Datei kann eingesehen, gesichert oder auch gelöscht werden (sie wird - mit Standardwerten - beim nächsten Hochfahren neu angelegt.
Unter https://drive.google.com/drive/folders/1CDv4zztBqg7bSHVbUlvtoqtAUdd0zsWq?usp=sharing kann die neueste Firmware heruntergeladen werden, um das Gerät zu aktualisieren (Fehlerbehebungen).
Die Datei von dieser Quelle auf das Gerät herunterladen, auf welchem im Browser frankystick.local/update aufgerufen wurde. "Datei hochladen" drücken, die Datei auswählen und anschließend "Update starten" betätigen. Das Update startet, der Fortschritt wird in Prozent angezeigt und das Gerät startet neu.
Auf dieser Seite können die wichtigsten Informationen zum Gerät angezeigt werden:
Selbstverständlich können mehrere Geräte im gleichen Netz betrieben werden. Um die einfach zu merkende mDNS-Adresse frankystick.local benutzen zu können, müssen die Geräte jedoch unterschiedliche "fortlaufende Nummern" tragen. Mit der Nummer 1 kann dann das zugehörige Gerät als frankystick1.local adressiert werden.
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