Wer jetzt denkt, eine tiefgreifende Überlegung lag dem Projekt zu Grunde, irrt. Ich hatte "in der Kiste" einfach zwei Exemplare des M5Stick C liegen und beim Stöbern im M5Stack Store sah ich eine Basis mit Joystick, auf die der M5Stick einfach aufgesteckt werden kann. Was könnte man damit machen?
Bei Gleichstrommodelleisenbahnen steuerte man die Fahrtrichtung durch Umpolen. Die allermeisten Fahrpulte haben einen Drehregler mit Nullstellung und das Fahren nach links bzw. rechts wird über das Drehen nach links oder rechts gesteuert. Für den Gleichstrom merken wir uns den Begriff "DC-Modus" (distributed current). Wechselstrombahner steuerten nur in eine Richtung, betätigten aber mit einem Stoßstrom ein Umschaltrelais in der Lok. Für den Wechselstrom merken wir uns dsomit den Begriff "AC-Modus" (alternating current).
Als digitale Steuerungen aufkamen, mussten die Gleichstrombahner umdenken: plötzlich spielte die Aufgleisrichtung für die Fahrtrichtung keine Rolle mehr: es wurde nur "vorwärts" und "rückwärts" gefahren. Dahin, wo vorn war (z.B. der Schlot von Dampfloks), bewegte sich in der Fahrtrichtung "Vorwärts" die Lok. Digitale Regler mit Drehknopf haben in der Regel einen Nullpunkt links unten und Rechtsdreh (Linksdreh) erhöht (erniedrigt) die Fahrstufe; somit ist eine Richtungsumschaltung per Taste notwendig. Da dies an Wechselstromsteuerungen erinnerte, wird hierfür der oben geparkte Begriff "AC-Modus" verwendet.
Die weitverbreiteten Lok- und Multimäuse von Roco bewegten sich zwischen den Welten: hier hat der Drehregler oben eine rastende Mittelstellung und der rechte Bereich (12-Uhr- bis 6-Uhr-Position im Uhrzeigersinn) ist für die Vorwärts- und der linke Bereich (12-Uhr- bis 6-Uhr-Position gegen den Uhrzeigersinn) für die Rückwärtsfahrt zuständig. Sofern die Lok richtig herum aufgegleist ist, entspricht die Reglerstellung intuitiv der Fahrtrichtung. Da dies an Gleichstromsteuerungen erinnerte, wird hierfür der oben geparkte Begriff "DC-Modus" verwendet.
Ein bekannter Nachteil Rocos Steuerung ist, dass eine bereits fahrende Lok nicht ohne Geschwindigkeitssprung übernommen werden kann. Um das zu erreichen, sind sogenannte "Endlosregler" ohne definierte Nullstellung bekannt - hier wird nur einfach in der betreffenden Richtung weitergedreht, um eine relative In- oder Dekrementierung der Fahrstufe zu erreichen. Hier wurde der Kundschaft die Möglichkeit gegeben, zwischen AC- und DC-Modus zu wählen (Beispiele: Uhlenbrock IRIS und das davon abgeleitete Piko Smart Congrol Light). Dies geschieht allerdings in den Tiefen der Konfigurationsmenüs, ein Umschalten pro Lok und gar während des Fahrens ist nicht vorgesehen.
Nun hatte ich also einen Joystickbasiertes Gerät mit Display vor mir liegen. Wie würde ich die hier möglichen Bewegungen nach links/rechts und oben/unten (und eigentlich auch kombinierte Schrägbewegungen) einsetzen? Da kam die Idee, AC- und DC-Modus "on the fly" zu kombinieren: bewegt man den Stick auf und ab, benutzt man den AC-Modus (ich nenne ihn für mich intuitiver VR-Modus: Vorwärts-/Rückwärts-Modus). Ohne Umkonfiguration kann man aber auch einfach den Stick nach links oder rechts bewegen und benutzt somit den DC-Modus (den ich LR-Modus: Links-/Rechts-Modus nenne). Fahre ich eine Rangierlok, wähle ich immer den LR-Modus und bei einer Streckenlok am Zug meist den VR-Modus (hier ist ja klar, was vorwärts ist). Und steht die Lok falsch herum, kann sie "im Regler" gedreht werden.
Meines Wissens klar "Jein". Denn es gibt von Märklin den sogenannten Power Control Stick. Dieser lag manchen Startpackungen bei und ermöglichte die Vorwärtsfahrt durch das Auslenken nach oben (vorn) und die Rückwärtsfahrt durch das Auslenken nach hinten (unten). Links- und Rechtsfahrt beherrscht er nicht; außerdem ist er doch unnötig groß und kaum mit einer Hand zu bedienen.
Für Z21-kompatible Zentralen (Roco Z21, Digikeijs DR5000/ Yamorc YD7001, Tams MC2, Philip Gatows Z21pg, OpenRemise, DCC Ex, Adapter mXion XPmulti für LocoNet-/XpressNet-Zentralen) und selbstverständlich auch für meine eigene Zentrale FRANKYdiana
Kompaktes Design für die Einhandbedienung (mit optionaler Handschlaufe), auf die Hauptanwendung "Fahren" reduziert
Interner Akku für freihändige Verwendung ohne Kabel, über USB-C aufladbar
Loks fahren inm LR-/VR-Modus (DC-/AC-Modus) und auch während des Fahrens den Modus wechseln
Modus der Stickauslenkung umschalten ("schiebend": jedes Auslenken erhöht/erniedrigt die Fahrstufe, die dann gehalten wird oder proportional: die Auslenkung bestimmt die Fahrstufe und der Stick muss in dieser Position gehalten werden)
Lokspion (automatische Adressübernahme der von einem anderen Regler zuletzt aufgerufenen Lok)
Funktionen bis 28 schalten