Für Schatzsucher und Anleger (USA, 2013)
Für Schatzsucher und Anleger (USA, 2013)
In 2013 (USA MiNr. 5000) verausgabte die Banknote Corporation of America Inc. ein Remake der Inverted-Jenny (24 Cent Fehldruck von 1918), wobei allerdings absichtlich 100 Folienbögen mit einem reinvertierten Mittelstück verausgabt wurden.
Alle Blöcke sind jeweils in einem versiegelten Briefumschlag verpackt und in Folie eingeschweißt an das Publikum abgegeben worden. Ende 2024 war die Auflage verkauft. 43 der 100 reinvertierten Jenny Blöcke sollen bereits gefunden worden sein. Für einen solchen Block wurde 2014 ein Preis von 25.000 $ erzielt. Zwölf Jahre nach Verausgabung wird ein Block bereits für 49.500 $ von einem Händler angeboten, der nach eigenen Angaben Höchstpreise für diese Blöcke bietet. In den vergangen Jahren (2020 und 2024) sind bei Siegel-Auktionen Erlöse von 42.500 und 40.000 $ für einen solchen Block erzielt worden.
Das entfachte Jenny-Fieber ist noch lange nicht erloschen, denn ein Sammler verlangt derzeit sogar 6.000.000 $ bei eBay für einen als süperb graduierten Block.
Es konnte jetzt gezeigt werden, dass es unterschiedliche Auflagen von Paketen gibt, wobei die Wahrscheinlichkeit, einen reinvertierten Druck zu finden, bei den unterschiedlichen Paketauflagen unterschiedlich sein dürfte. Zusätzlich sind Paketauflagen bekannt geworden, deren Nummer mit einem S beginnen und statt der Nummer 580000 die Nummer S580004 aufweisen.
Für Schatzsucher und Anleger (Schweiz, Stehende Helvetia)
Die Kombination von Zähnung und Farbe ist bei der seltenen 1 Fr. Ausgabe (ab 1901) noch nicht genau genug dargestellt worden. Die Farben spielen bei den Katalogisierungen bisher eher keine Rolle. Auch die Angabe im Michel vs. der Angabe im Schweizer Briefmarken Katalog (SBK) differieren bezgl. der gemischten Zähnungsweite der neuen Zähnung (Einführung ab Ende 1899).
Jedes Herz eines Philatelisten mineralogischer Prägung wird wohl höherschlagen, wenn eine Farbwechsel-Briefmarke (Metamerie, mineralogisch Alexandriteffekt) entdeckt wird, die zudem eine neue Merkmalkombination aufweist. Zuerst wurde die 25 Rp. Briefmarke für eine Ausgabe nach der UPU-Farbumstellung gehalten, weil sie unter dem Lichtmikroskop und über einen CCD-Scan einen deutlich blauen Grundton zeigt. Als jedoch ein Scan mit einem CIS-Scanner angefertigt wurde, stellte sich die Farbe als ein Blaugrün heraus. Es sei angemerkt, dass ein Rinmans Grün mit hexagonaler Struktur für seinen deutlichen Farbwechsel bekannt ist. Ein Kobaltgrün mit kubischer Struktur zeigt dagegen eine grünschwarze Farbe.
Die Kontrollzeichenanalyse der Kontrollzeichen I/II sollte für andere Philatelisten stets nachvollziehbar durchgeführt werden. Dabei wird die Vergleichbarkeit dadurch gewahrt, dass zwei Vergleichsmarken mit unterschiedlichen Kontrollzeichen zusammen mit dem Prüfobjekt analysiert werden. Die Präsentation einzelner Abbildungen hat dagegen keine Aussagekraft, wenn nicht sichergestellt ist, dass die Abbildungen unter identischen Bedingungen angefertigt wurden.
Für Schatzsucher und Anleger (Ergänzungswerte der Adlerschildbriefmarken)
Der nebenstehende erste Artikel beschreibt neue Erkenntnisse bezüglich des Frühdatum der DR MiNr. 29 und die genauere messtechnische Darstellung der Farben der DR MiNr. 21/27, resp. 29/30.
Jeder Philatelist fragt sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, was an der c- gegenüber der b-Sortierung des BPP und der Katalogisierung des Michel dran ist und wie lange noch eine derartige Sortierung bestand haben wird.
Es konnte nachgewiesen werden, dass Marken, die durch BPP-Prüfer in die c-Farbe sortiert werden, nur geringfügig rötlicher sind als die lilabraune b-Farbe und sich durch das Fehlen der C-Komponente in der lichtoptischen Farbgruppe unterscheiden.
Eines der schönsten Auslandsbriefstücke in Verbindung mit dem Ergänzungswert der MiNr. 21 ist in der zweiten Publikation gezeigt.
Hier handelt es sich um eine braune 2½ Gr. (c-Farbe) in Verbindung mit einer orangefarbenen ½ Gr. Briefmarke (großes Schild), abgestempelt mit einem Hamburger Hufeisenstempel, wobei die Ankunft in Paris durch einen blauen Stempel dokumentiert ist. Aufgrund der Briefmarkenwahl (für 3 Groschen, normalerweise eine 1 und 2 Groschen Kombination) handelt es sich um kein gewöhnliches Briefstück! Wie sich diese c-Farbe von den bisherigen c-Farben unterscheidet ist visualisiert und messtechnisch belegt.
Fragestellungen, die durch die Artikel beantwortet werden:
Wie sind die Farben der MiNr. 21/27 zusammengesetzt?
Ist das Frühdatum der MiNr. 29 korrekt im Michel angegeben?
Wie unterscheidet sich die b- von einer c-Farbe bei der MiNr. 21/27?
Gibt es Unterschiede in der BPP-Definition der b- gegenüber der a-Farbe (Falschsortierungen)?
Gibt es bisher unbeschriebene Farbvarianten?
Für Schatzsucher und Anleger (Papiere der Adlerschildbriefmarken)
Die seltensten Adlerschildbriefmarken sind bisher geschnittene Marken auf Brief, die bei Auktionen einen unteren sechsstelligen Erlös erzielen. Die wertvollsten losen Briefmarken dagegen sind postfrische Werte, die im unteren fünfstelligen Betrag rangieren. Die Entdeckung dieses Jahrzehnts betrifft eine Adlerschildbriefmarke auf bisher unbekanntem x-Papier, das die Preußische Staatsdruckerei aber bereits bei der NDP-Ausgabe (Norddeutscher Postbezirk) verwendete.
Papiere werden im Michel (DSK) für die Ausgaben der Adlerschildausgaben - bis auf einen Probedruck - überhaupt nicht differenziert. Hierdurch ergibt sich ein spannendes, neues Forschungsgebiet. Aus Sparsamkeitsgründen wurde zur damaligen Zeit alles verwertet, so auch beispielsweise die Farben, die für die NDP-Ausgaben verwendet wurden. Die Farbe Braunpurpur, die bei der 1 Gr. und 3 Kreuzer nachgewiesen wurde, ist eine solche 1/4 Gr. NDP-Farbe.
Mitunter werden postfrische Adlerschildbriefmarken auf dünnem durchscheinenden Kreidepapieren als nachgummiert bezeichnet, ohne jedoch dem Umstand Rechnung zu tragen, dass es eine abweichende glänzende Originalgummierung der Preußischen Staatsdruckerei auf dünnen Papieren gab.
Weil das x-Papier unpraktisch in der Verarbeitung war, wurde es im Frühjahr 1869 durch ein gekreidetes weiches Standardpapier ersetzt. Dieses macht NDP-Marken auf echtem x-Papier heute zu seltenen und gesuchten Ausgaben für den Sammler klassischer Briefmarken. Die Entdeckung einer Adlerschildbriefmarke auf diesem Papier ist somit eine kleine Sensation.