Die Geschichte der Freiwillige Feuerwehr Aue ist eng mit der Entwicklung der Stadt Aue vom "kleinen Bauerndorf" zur Industriestadt und dem entsprechenden Bevölkerungswachstum verbunden.
Aus dem Jahr 1689 ist die älteste Feuer-Anordnung für Aue erhalten geblieben, das älteste Zeugnis über die Organisation des Feuerlöschwesens. Die Organsiation des Brandschutzes griff zu dieser Zeit auf die Bürger der Stadt zurück, welche verpflichtet wurden beim Ausbruch eines Feuers zum Brandort zu eilen und Löschhilfe zu leisten. Auch zu dieser Zeit waren die Löschmannschaften schon überörtlich, also in den umliegenden Orten zur Löschhilfe eingesetzt.
1859 kam es in Aue zu einem Großbrand. Das 1663 erbaute Rehmsche Gasthaus (heute: Hotel Blauer Engel) am Markt fiel einem Brand zum Opfer. Neben dem Gasthaus mit seiner Tausendgüldenstube wurden benachbarte Scheunen und zwei Wohngebäude vollständig zerstört. Im Mai 1863 brannten am Auer Markt erneut sechs Wohnhäuser und drei Scheunen ab. Trotz dieser Brände dauerte es noch einige Jahre, bis der Stadtrat die Gründung der Turnerfeuerwehr in der Sitzung am 30.07.1869 genehmigte und beschloss, zur Ausrüstung „einer aus hiesigen Turnern zu errichtenden freiwilligen Feuerwehr 20 Thaler aus der hier örtlichen Feuergerätekasse zu bewilligen“.
Damit war der Grundstein für die noch heute bestehende Freiwillige Feuerwehr Aue gelegt.
Die Oberaufsicht über die Feuerwehr hatte zu jeder Zeit der Bürgermeister der Stadt. Über die Jahrzehnte wurde die Leitung der Pflicht- und der Freiwilligen Feuerwehr Aue zusätzlich einem städtischen Branddirektor übertragen.
Umfangreiche Recherchen im Kreisarchiv des Erzgebirgskreises ermöglichen es uns heute die Aufzählung aller Kommandanten, Hauptmänner und Wehrleiter der Freiwilligen Wehr vollständig vorliegen zu haben.
Am 28.04.1951 entstand das Kommando Feuerwehr Aue (Kdo.F.), eine der Polizei unterstellte Berufsfeuerwehr. Die Freiwillige Feuerwehr musste mit in die Räumlichkeiten in der Mühlstraße umziehen, die Fahrzeuge der FF wurden jetzt vom Kdo.F. genutzt. Am schmerzhaftesten ist der Verlust der Drehleiter bei den Kameraden in Erinnerung geblieben, der FF blieb nur die Automobilspritze.
Die Kameraden kamen in den Folgejahren parallel zum Kdo.F. zum Einsatz, teils im kombinierten Einsatz. Sie erkämpften sich wieder eigene Räumlichkeiten und ein eigenes Einsatzfahrzeug.
Am 31.12.1990 kam es dann zur Auflösung des Kdo.F. des VPKA Aue, nach 39 Jahren Berufsfeuerwehr in Aue.
Die Fahrzeugtechnik der Feuerwehr hat sich in den letzten Jahrzehnten entscheidend weiterentwickelt. Hier soll ein kleiner Einblick gegeben werden, wie die Feuerwehr Aue "mobil" wurde und welche Einsatzfahrzeuge in den verschiedenen Epochen genutzt wurden.
Erfahren Sie noch mehr zur Entwicklung des Feuerlöschwesens in Aue, dem Fahrzeugbestand und den Problemen sowie Lösungen in den verschiedenen Epochen der letzten zwei Jahrhunderte.
Anlässlich der 150-Jahrfeier des Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Aue wurde durch die Kameraden eine ausführliche Chronik über die Entwicklung des Feuerlöschwesens in unserer Stadt erarbeitet.
Umfangreiche Recherche in Archiven, aber auch Gespräche mit Zeitzeugen ermöglichten auf 168 Seiten ausführlich die Entwicklung der Feuerwehr Aue mit allen Höhen und Tiefen aufzuzeigen.
Restexemplare sind zum Preis von 25€ noch erhältlich. Nehmen sie einfach mit uns Kontakt auf unter feuerwehr.aue(at)t-online.de!