Young Citizen Scientists

Citizen Science & Citizen Tech für Youngsters

>> DAS PROGRAMM IST DERZEIT IN VORBEREITUNG <<

Wie barrierefrei ist meine Stadt? Ist der Ruf eines Stadtteils gerechtfertigt? Und was steckt in meinem Leitungswasser? Solche und ähnliche Fragen beantworten die YOUNG CITIZEN SCIENTISTS. Der wissenschaftliche Nachwuchs aus unterschiedlichen Disziplinen sowie BürgeriInnen sind dazu aufgerufen, gemeinsam Probleme in ihren Städten zu identifizieren und anzupacken. Technologie, insbesondere im Bereich Digitalisierung, ist erschwinglicher geworden und ermöglicht dadurch Bürgerwissenschaft, wie man Citizen Science auch nennt. Bei Young Citizen Scientists programmieren und designen junge BürgerInnen an innovativen Ideen, um ihre Stadt zu verbessern. Dabei ist es egal, ob am Ende eine App, eine Website, eine Maschine oder eine Analyse von Daten und Statistiken entsteht. Wichtig sind Originalität, Nützlichkeit und eine Portion Erfindergeist.

Oder sie helfen ganz konkret bei laufenden Forschungsprojekten, beispielsweise indem sie mit ihren Smartphones bei der Feldforschung und erhebung von Daten für die Wissenschaft erheben, wie zum Beispiel mit der Citizen-Science-Anwendungen wie “Verlust der Nacht” des Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei zur Erfassung von Lichtverschmutzung in der Stadt, dem BMBF geförderten Citizen-Science-Prozess “Plastikpiraten” zur Ermittlung des Plastikmülls in Flüssen wie Rhein und Neckar, dem Projekt “Feinstaubmessen” der Open Knowledge Foundation. Die Kinder und Jugendlichen können beitragen, Neobiota und ihre Verbreitung zu erforschen, wie zum Beispiel Papageienkolonien in Mannheim. In Vorträgen von gestandenen Wissenschaftlern erlernen die Jugendlichen nicht nur Fachwissen aus erster Hand, sondern bekommen somit ein Gespür für wissenschaftliches Arbeiten und Genauigkeit.

Es gibt wohl verschiedene Gründe warum Citizen Science derzeit wieder stark im Kommen sind: Zum Beispiel die Digitalisierung und die damit verbundene Möglichkeit, Daten in großen Mengen aufnehmen und analysieren zu können. Citizen Science soll die heute häufig geforderte Partizipation der Bürger in der Wissenschaft ermöglichen. Und vielleicht trifft Wissenschaft ja auch zunehmend auf öffentliches Interesse einerseits während Wissenschaftler andererseits breite Unterstützung brauchen, um manche Projekte überhaupt durchführen zu können.


Das Stockholm Environment Institute hat in seinem Diskussionspapier erklärt, dass die Citizen Science (Bürgerwissenschaft) zu den SDGs beitragen kann, indem sie Ziele und Metriken auf verschiedenen Ebenen definiert, Fortschritte überwacht und Maßnahmen umsetzt. Insbesondere bürgerwissenschaftliche Projekte können eine wichtige Rolle bei der Bereitstellung der Daten spielen, die zur Überwachung der Fortschritte bei der Verwirklichung der SDGs erforderlich sind. Darüber hinaus kann die Bürgerwissenschaft die Umsetzung der SDGs erleichtern und ein integraler Bestandteil sozialer Innovation, Transformation und Verhaltensänderung werden.