in Verbindung mit dem FamilyTreeMaker
Wir (Der Roland & Forscherfreunde) haben uns entschlossen auf ein sinnvolles und einheitliches Format unserer Quellenbezeichnungen hinzuarbeiten.
Dies kann natürlich nur eine Empfehlung unsererseits sein. Jedoch ist es für uns und den Austausch untereinander von Vorteil, unsere Eingabemethoden aufeinander abzustimmen und ggf. anzupassen.
Diese Bezeichnungen unserer Quellen funktioniert natürlich auch übergreifend in anderen Genealogie-Programmen.
Kirchliche Quellenangaben
Geburt- & Taufe = Taufregister
Trauungen = Trauregister
Tod & Begräbnisse = Sterberegister
Alle Angaben bestenfalls unterteilt in:
Jahresangabe/ Seitennummer/ Registernummer
alle Seiten & Registernummern sind sinnvollerweise in Hunderter anzugeben, d.h. Nummer 7 = 007; oder Seite 32 = 032
um später diese Zahlenreihen digital ordnen zu können.
Sollte das Buch nicht nummeriert sein, wird nur die Registernummer hinter dem Jahr angegeben.
Quellenangabe sollte lauten: Kirchenbuch Schneeberg, Taufregister 1756/ 226/ 007
oder bei fehlender Seitenangabe: Kirchenbuch Schneeberg, Taufregister 1756/ 007
Bei Verkartungen hat man eine tolle Übersicht, was man aus dem Kirchspiel erfasst hat.
Ich gebe, sofern mir bekannt bzw. recherchierbar, noch beim Kirchenbuch an, wie der Name der Kirche lautet z.B.
Kirchenbuch Griesbach 'St. Georg & St. Martin'
Sinnvoll vor allem, wenn es mehrere Kirchen in der Stadt gab um diese eindeutig zu unterscheiden! (z.B. evangelisch & katholisch oder wie in Chemnitz mehrere Stadtkirchen)
Bürgerliche Quellenangaben
Geburt = Geburtsregister
Hochzeit = Heiratsregister
Tod = Sterberegister
Alle Angaben bestenfalls unterteilt in:
Jahresangabe/ Registernummer
alle Registernummern sind sinnvollerweise in Hunderter anzugeben, d.h. Nummer 37 = 037
um später diese Zahlenreihen digital ordnen zu können.
Quellenangabe sollte lauten: Personenstandsbuch Planitz, Heiratsregister 1913/ 037
Gerichtliche Quellenangaben
Bei den GB empfiehlt sich die Buchnummer anzugeben, unter welcher dies im Staatsarchiv geführt wird.
z.B. Gerichtsbuch 072 Schneeberg
folgend mit dem Namen des Ortes, für den die Einträge geführt wurden.
Alle Angaben bestenfalls unterteilt in:
Jahresangabe/ Folionummer
alle Registernummern sind sinnvollerweise in Hunderter anzugeben, d.h. Nummer 37 = 037
um später diese Zahlenreihen digital ordnen zu können.
Quellenangabe sollte lauten: Gerichtsbuch 105 Langenbach, Regest 1913/ 037
Somit sieht man in der Quellenverwaltung (Sources) wunderbar, welche Angaben man schon aus der jeweiligen Primärquelle erfasst hat.
Man kann dort in der Übersicht seine Quellen auch weiter bearbeiten.
in Sachsen
sämtliche Orte in Sachsen sind im Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen einmalig hinterlegt. Nutzen wir diese!
Hier kann man sich ellenlange Bezeichnungen sparen, wenn man die vorhandenen Bezeichnungen in sein Programm übernimmt.
z.B. Zschorlau
nicht wie oft Zschorlau, Erzgebirge, Sachsen, Deutschland
Ortsangabe sollte lauten: Zschorlau sw Aue
Die Geodaten, lassen sich in der Karte ebenso einmalig eingeben.
In der Ortsverwaltung unter 'Places' kann man die genaue Position des Ortes (der vom Programm evtl. nicht selbst gefunden wird) festlegen. Ab besten geht man mit dem Zoom in die Karte und legt den roten Pin auf die Kirche des Ortes, denn das ist meist die historische Ortsmitte.
Bei unbekannten Personen wird entweder das Feld ganz frei gelassen oder man nutzt das Kürzel N.n., was für Nomen nominandum (lateinisch für ‚[noch] zu nennender Name') ist eine lateinische Redewendung, die heute im Sinne von ‚Der Name ist hier einzusetzen' genutzt wird.
Beispiele:
Margarethe N.n.
N.n. Hempel
N.n. N.n.
Es bleibt hier sozusagen als Platzhalter stehen, bis man evtl. weitere Daten gewonnen hat.
Bei unbekannten Soldaten oder 'Erzeugern' nutze ich das Wort 'Anonymus'. Da es hier wohl meist wirklich nicht weiter geht.
Legt man literarische oder chronikalische Quellen im FTM fest, so kann man wie bei vorherigen Quellen verfahren.
z.B.: Historia Schneebergensis renovata (1716)
Alle Angaben bestenfalls unterteilt in:
Jahresangabe/ Seitennummer/ Zeilennummer
alle Seiten & Zeilennummern sind sinnvollerweise in Hunderter oder hier sogar auch Tausender (bei Büchern mit über 1000 Seiten) anzugeben, d.h. Seite 652 = 0652 mit Zeile 32 = 032
um später diese Zahlenreihen digital ordnen zu können.
Quellenangabe sollte lauten: Historia Schneebergensis renovata (1716), 1606/ 0652/ 016
Den Verfasser bzw. Autor des Werkes kann man unter der Quellenbearbeitung nachtäglich hinzufügen. Die Ausgabe erfolgt dann immer automatisch im Druck.
Legt man Quellen im FTM aus Akten eines Archives fest, so kann man wie bei vorherigen Quellen verfahren.
z.B.: Bürgerrolle Schneeberg (1632-1875)
Alle Angaben bestenfalls unterteilt in:
Jahresangabe/ Seitennummer/ Nummer
alle Seiten- & Nummern sind sinnvollerweise in Hunderter anzugeben, d.h. Seite 88 = 088 mit Zeile 28 = 028
um später diese Zahlenreihen digital ordnen zu können.
Wenn es keinen Autoren bzw. mehrere Verfasser einer Akte gibt, wird der Aufbewahrungsort und die Signatur der Akte im Bearbeitungsfeld eingetragen. Auch diese erscheint in Zukunft automatisch bei Ausgabe.
Abyssus abyssum invocat - Ein Fehler zieht den anderen nach sich