Das Forschungsprojekt „Cooperate4Climate“ für Schüler:innen, entwickelt von der Universität Innsbruck, bietet Schulen eine einzigartige Chance, sich aktiv an einer Bildungsinitiative zu beteiligen, die die nächste Generation auf die Herausforderungen des Klimawandels vorbereitet. Die didaktischen Materialien zusammen mit der Evaluation durch das Forschungsteam umfassen bis zu 16h Unterrichtszeit und wurden speziell für die 3. und 4. Klasse der Mittelschule sowie die 3. bis 7. Klasse des Gymnasiums entwickelt. Interessierte Schulen können sich ab sofort für das Schuljahr 2026/2027 registrieren; den Anmeldelink finden Sie am Ende der Seite. Wir bitten um eine möglichst zeitnahe Anmeldung.
Hinweis: Bei Bedarf werden gerne Online-Informationsveranstaltungen angeboten. Bitte um kurze Interessensbekundung unter cooperate4climate@uibk.ac.at.
Ziel des Projekts ist es, nachhaltige Gewohnheiten der Schüler:innen zu fördern, indem sie ihr eigenes Verhalten reflektieren und über praktische Alternativen nachdenken. Gleichzeitig lernen die Schüler:innen, soziale Veränderungen zu verstehen und als verantwortungsbewusste Bürger in einer nachhaltigen Gesellschaft zu handeln. Ihre Schule kann sich als Vorreiterin im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung positionieren und aktiv zu den globalen Zielen der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) beitragen.
Der interdisziplinäre Ansatz des Projekts macht Klimaforschung greifbar und fördert kritisches Denken sowie kooperative Entscheidungsprozesse. Die Schüler:innen werden dazu angeregt, respektvolle und fundierte Diskussionen zu Klimafragen zu führen und ihre naturwissenschaftlichen sowie sozialen Kompetenzen zu erweitern. Das Projekt wird vom österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) gefördert und wurde von der Ethikkommission der Universität Innsbruck geprüft und genehmigt.
Das Projekt wurde nach einem erfolgreichen Pilotprojekt bereits im vergangenen Schuljahr umgesetzt und von den Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrpersonen sehr gut angenommen. Umso mehr freuen wir uns, es im kommenden Schuljahr von September 2026 bis Januar 2027 erneut durchführen zu können.
Erfahrungsberichte von am Projekt beteiligten Lehrpersonen:
„Ich habe mit meinen beiden vierten Klassen der Mittelschule Völs am Projekt „Cooperate4Climate“ teilgenommen, was für meine Schüler:innen und mich eine bereichernde Erfahrung war. Sämtliche Unterrichtsmaterialien waren übersichtlich aufbereitet und leicht verständlich, was die Durchführung der Einheiten erheblich erleichterte. Besonders das interaktive Spiel zu sozialen Dilemmata wie dem Klimawandel und die dazugehörige didaktische Einheit waren klar strukturiert und wurden von den Schüler:innen mit Begeisterung aufgenommen. Sehr positiv fiel zudem die unkomplizierte Kommunikation mit dem Forschungsteam auf, das flexibel auf Terminänderungen reagierte. Die Bearbeitung der Klimatagebücher sowie der Einsatz des ökologischen Fußabdruckrechners lieferten wertvolle Erkenntnisse.“ (Prof. Christopher Kroner, BEd, Geografie und Wirtschaftsbildung, Mittelschule Völs)
„Wir möchten uns herzlich für die Durchführung des Forschungsprojekts zum Umweltverhalten von Kindern bedanken. Die Zusammenarbeit verlief reibungslos und war stets von großem Engagement geprägt. Die zur Verfügung gestellten Arbeitsmaterialien waren nicht nur informativ, sondern auch ansprechend gestaltet und haben das Interesse der Schüler:innen an Umweltthemen geweckt. Wir sind davon überzeugt, dass das Projekt einen wertvollen Beitrag zur Sensibilisierung junger Menschen für einen verantwortungsvollen Umgang mit unserer Umwelt leistet.“ (Mag. Theresa Walser, Deutsch und Mag. Christoph Straganz, Geographie und wirtschaftliche Bildung, Reithmanngymnasium Innsbruck)
„Zu verstehen, dass unser tägliches Handeln Auswirkungen auf das Klima hat oder welche Einzelentscheidungen dem Gemeinwohl dienen können, galt als Ziel der Pilotstudie zum Umweltverhalten und dieses wurde meines Erachtens auch erreicht. Die Schüler:innen der 1A konnten ihr Wissen dahingehend mit Sicherheit erweitern, was einerseits an der schönen Aufbereitung des Materials lag, andererseits aber auch an der Vielfalt der Methodik, die in den Unterrichtseinheiten geboten bzw. mir als Lehrerin vorgeschlagen wurde. Das Forscher:innen-Team vermittelte die Inhalte auf eine spielerische sowie interaktive Art, sodass die Kinder angeregt wurden, über den Ressourcenverbrauch oder ihre zukünftige Welt nachzudenken.“ (Mag. Cornelia Fuchs, Deutsch, Reithmanngymnasium Innsbruck)
Erfahrungsberichte von Schüler:innen der 4. Klasse der Mittelschule Völs:
„Ich finde es eine tolle Idee. Die Leute, die uns besucht haben, waren auch sehr nett und hilfsbereit. … Das Spiel an sich war sehr cool. Es machte mir ziemlich viel Spaß und es war interessant zu sehen wie viele Karten immer abgegeben wurden. … bin ich dankbar dafür, dass es Leute gibt, die so etwas machen und sich fürs Klima einsetzten. Die Aktion war sehr cool und hat mich zum Nachdenken gebracht.“
„Ich habe das Projekt wirklich sehr cool gefunden. Das Spiel mit den Karten abgeben war sehr interessant, weil ich noch nie so eine schlechte Zusammenarbeit von einer Klasse gesehen habe😂. Aber es hat wirklich Spaß gemacht. Am Ende, wo wir dann gesagt haben, dass wir alle die Karten abgeben, hat es eigentlich gut funktioniert …. Es war interessant, wie mein ökologischer Fußabdruck eigentlich ist. Ich muss sagen meiner ist nicht so gut (weil ich oft mit dem Auto fahre und so weiter…).“
„Ich fand es cool, dass wir zum Schluss bzw. bei der letzten Einheit alle zusammengehalten haben und dadurch für uns alle ein besseres Ergebnis rausgekommen ist.“
„Ich habe ihr Projekt sehr gut gefunden. Ich fand den ökologischen Fußabdruck auch sehr cool.“
Im Rahmen des Projekts sollten die Schulen drei von uns entwickelte didaktische Einheiten in ihren Lehrplan aufnehmen. Ziel des Projekts ist die Überprüfung, ob die drei von uns entwickelten didaktischen Einheiten, das Wissen, die Einstellungen und/oder das Verhalten der Schüler:innen in Bezug auf Umwelt- und Klimafragen positiv verändern:
Einheit 1: Schüler:innen führen ein Klimatagebuch, um ihr tägliches Verhalten zu reflektieren und den Einfluss auf ihren ökologischen Fußabdruck zu erkennen.
Einheit 2: Mithilfe eines Öffentliche-Güter-Spiels, das von den Lehrpersonen über eine speziell entwickelte App gesteuert wird, lernen die Schüler:innen, strategisch in sozialen Dilemmasituationen (wie dem Klimawandel) zu handeln. Zudem wird ihr Verständnis für komplexe gesellschaftliche Entscheidungsprozesse gefördert.
Einheit 3: Gruppendiskussionen und künstlerische Ausdrucksformen bieten den Schülerinnen und Schülern eine Plattform, ihre Gedanken zum Klimawandel zu teilen und individuelle sowie gemeinschaftliche Commitments zu entwickeln.
Die Lehrpersonen erarbeiten gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern die Inhalte. Dabei wird sämtliches Unterrichtsmaterial zur Verfügung gestellt. Unser Team steht selbstverständlich jederzeit für Fragen und Hilfestellungen zur Verfügung. Die Einheiten wurden für jeweils 4 Unterrichtsstunden entwickelt, erlauben jedoch viel Flexibilität in der Durchführung (d.h. die Lehrperson entscheidet selbst, in welchem Umfang sie die Inhalte den Schülerinnen und Schülern vermitteln möchte).
Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet. Dies beinhaltet, dass jede teilnehmende Schule zufällig einem Durchführungsprotokoll zugeordnet wird. Dieses Protokoll regelt, wann die Einheiten – im Ausmaß von max. 12 Unterrichtsstunden – in den Schulen durchgeführt werden. Es können sich Lehrpersonen aus unterschiedlichen Fächern, wie z.B. Geografie und wirtschaftliche Bildung, Biologie und Umweltbildung, Deutsch, Englisch, Kunst und Gestaltung, Technik und Design etc. am Forschungsprojekt beteiligen. Sämtliche Unterrichtsmaterialien stehen nach der Durchführung des Projekts allen teilnehmenden Schulen für den freien Gebrauch zur Verfügung. Die Evaluation des Erfolgs der didaktischen Einheiten wird durch die Forscher:innen der Universität Innsbruck durchgeführt und umfasst zwei Termine zu je 2 Unterrichtsstunden, in denen das Wissen, die Einstellungen und das Verhalten der Schüler:innen in Bezug auf Umwelt- und Klimafragen in interaktiven Spielen sowie mittels Fragebögen gemessen werden. Die Schüler:innen erhalten dabei auch eine kleine, entscheidungsabhängige Auszahlung.
Haben Sie noch Fragen? Dann kontaktieren Sie bitte unsere Projektkoordinatorin Johanna Graf per Mail oder Telefon: cooperate4climate@uibk.ac.at;
0512 507 70399.
Wir würden uns freuen, wenn wir Ihr Interesse geweckt haben und Sie sich mit Ihrer Schule am Projekt beteiligen! Sie können sich hier registrieren: https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSeu1ZkJ33LT3fsgpnVOo9WOAGZ_EHMoQNJe1JBBMpH_9OJtWA/viewform?usp=header
Gut zu wissen:
Nach einer anfänglichen Datenerhebung können die didaktischen Einheiten bis zur Ergebnismessung selbständig durchgeführt werden.
Auf Wunsch bieten wir Workshops für Lehrer:innen zu den didaktischen Einheiten in Innsbruck oder auch online an.
Die erste Datenerhebung findet im September/Oktober 2026 statt und nimmt zwei Unterrichtsstunden in Anspruch. Die Ergebnismessung findet im Februar/März 2027 statt. Dafür sind ebenfalls zwei Unterrichtsstunden vorgesehen. Die genaue Terminplanung erfolgt in Abstimmung mit dem Forschungsteam.
Es können sich beliebig viele Schulklassen der 3. und 4. Klasse der Mittelschule und der 3. bis 7. Klasse des Gymnasiums einer Schule am Projekt beteiligen. Wir freuen uns über zahlreiche Teilnahmen.