Vorab, ich habe eine leichte LRS. Es kann daher womöglich etwas schwierig zu lesen sein!
Ich wurde anfang Oktober 1978 in Südlohn, im Kreis Borken, als mittleres von drei Kindern (Schwester Anita Voß, Chefsekretärin. *1977 - † 2003 Autounfall / Schwester Simone Voß, Hauswirtschaftshelferin *1984 - † 2021 Hausbrand) der Eltern Inge Maria Voß (geb. Liemann, Einzelhandelskauffrau, *1954) und Winfried Voß (KFZ-Mechaniker, Frührentner ab mitte 30, * 1952 - † 2022 an Lungenpilz) geboren.
Behütet aber dennoch auch nicht ganz einfach verlief meine Kindheit meist sehr schön. Meine Mutter stellte sich sehr früh als wichtigster Förderer meines Hobby heraus. Sie unterstützt mich bis heute, wo sie nur kann. Begeisterung für mein Interesse gab es damals auch von meiner älteren Schwester Anita. Doch für den großteil der Familie, insbesondere meiner väterlichen Linie war mein Interesse für "alte Steine" eher nicht nachvollziehbar. Nur mein Vater besaß einen Führerschein. Als sich meine ältere Schwester über ihre berufliche Zukunft, um 1994 rum, informieren musste, fiel mir ihr Buch vom Arbeitsamt (Berufe aktuell) in die Hand. Das Internet war damals als Informationsquelle noch in seinen Anfängen und für mich zu der Zeit noch nicht zugänglich. In diesem Buch wurde ein Beruf beschrieben, der mich direkt in den Bann zog. Der Beruf des "geowissenschaftlich präparationstechnischer Assistent an Naturkundliche Museen und Öffentliche Forschungseinrichtungen". Mir war sofort klar - DAS - möchte ich gerne später mal erlernen und beruflich ausüben.
Doch der Weg dorthin war alles andere als einfach. Das Jobcenter damals verwehrte mir jede Auskunft über diesen Beruf mit der Begründung, ich habe da als "Hauptschüler" eh keine Chancen. Außerdem würden dort jährlich derartig viele Bewerbungen eingehen, dass man mir jede Perspektive lieber Abstritt. Selbst an Informationen zu gelangen war damals noch ziemlich kompliziert. Technische Möglichkeiten wie Computer waren erst mit ablauf meiner ersten Ausbildung zum Möbelschreiner so langsam planbar zur Anschaffung geworden. Wichtiger als ein PC war mir allerdings zunächst erstmal meine eigene Mobilität, da meine erste große Liebe, zu der man mich 1996 Verkuppelte, leider rund 20 km, je Weg, entfernt wohnte.
Es gab zwar ein PKW, das vorzugsweise mein Vater nutzte und in zweiter Instanz meine ältere Schwester. Für mich stand es eher selten zur Verfügung und wenn, dann oft nur kurz. So blieb mir nichts anderes übrig, als per Fahrrad zwei bis drei mal am Wochenende zur Freundin zu fahren. So wünschte ich mir also natürlich was eigenes. Ein Motoroller erhoffte ich erhalten zu können und sparte da auch dank meiner ersten Ausbildung drauf. Doch an eine Erlaubnis meiner Eltern war kein Gedanke dran zu verschwenden. Der Kauf eines solchen Gefährts wurde kurzerhand mit der Begründung, ich könne mich zu tode fahren, abgewiesen. Ich habe es trotzdem gemacht, was für das Verhältnis zwischen mir und meinem Vater erstmal nicht hilfreich war. Dieser Roller existiert allerdings noch immer. Danke hierbei für die Unterstützung an den Vaters eines Schreiner-Ausbildungskollegen (Familie Brieskorn) aus meiner ersten Ausbildung, der mir das Gefühl gab, dass ich die Anschaffung schon schaffen könne. Ohne ihn hätte ich vermutlich nie die nötige Mobilität erhalten, wichtige berufliche Kontakte knüpfen und pflegen zu können.
Nach der Ausbildungszeit zum Möbelschreiner (6/1999) ging es daran, den Wehrersatzdienst anzustreben. Ein Einberufungs-bescheid zur Musterung lag pünklich bei mir vor. Somit auch die erste größere Fahrt mit meinem Motorroller. Doch ich kam nicht weit. Gerade mal bis nach Hamminkeln. Und leider lagen die Temperaturen damals um den Gefrierpunkt womit mein Motoroller thailändischer Bauart nicht gut zurecht kam. Der Vergaser frohr ein und die Maschine schaltete sich immer wieder aus. In Hamminkeln gestrandete suchte ich nach Möglichkeiten der Hilfe. Doch die einzige Telefonzelle die ich fand, war zerstört worden. Anwohner, wo ich klingelte, boten zwar Hilfe an, ließen mich dann aber leider im unwissen doch lieber nicht helfen zu wollen. Ich fand eine nahe Gärtnerei und bat da erneut um Hilfe. Doch wie sollte es anders sein, zufällig funktionierte das Telefon dort nicht. Es habe die ganze Nacht auf der kalten Fensterbank gelegen. So schickte man mich zu einer Notrufsäule an der Bundesstrasse. In meiner Verzweiflung und da ich Ortsunkundig und ohne Karte war nutzte ich dann diese Option und bekam selbstverständlich erstmal einen Einlauf. Immerhin konnte man mir hier ein Unternehmen nennen, wo ich Hilfe bekommen sollte. Und auch meine Verspätung zum Musterungstermin konnte ich von hier endlich klären. Nach feststellung meiner Diensttauglichkeit ging es dann daran, den Wehrersatzdienst im medizinischen Bereich (Seniorenpflege) zu erreichen, was mir erst im zweiten Anlauf glückte. Die freie Zeit in der Pflege, nach den Dienstzeiten, nutzte ich weiterhin, um meine Kontakte in Sammlerkreisen zu vertiefen, zu pflegen und möglichst zu erweitern. Über die Sammler der IGP Münster erhielt ich die Möglichkeit, durch den Vater des damaligen Berufschullehrer "Schulz-Hanke", mich doch noch an Europas einziger Berufsfachschule für Präparatoren bewerben zu können, indem er meine Unterlagen weiter reichte.
Von August 2000 bis 2004 war ich dann, trotz aller Prognosen, in Bochum an der TBS2, Höhere Berufsfachschule angekommen. Mein Vater verweigerte zwar seine finanziellen Auskünfte, vermutlich in der Hoffnung mich auf diesem Weg von der Entscheidung diese Ausbildung machen zu wollen, noch abbringen zu können. Doch der Bafög-Sachbearbeiter blieb diesbezüglich, erstaunlicherweise sehr gelassen und meinte, ich solle mir da gar keine Gedanken machen, er bekäme schon, was er benötigte. Die Zeit an der HBFS in Bochum war dann meine schönste, wenn gleich auch schwerste Zeit, die ich jemals in einer Schule durfte und konnte. Zum einen vom Lernstoff her, welcher Studierenden-Nivou hatte, zum anderen, weil ich in dieser Zeit die meisten meiner Jugendfreunde durch Unfälle und Krankheit verlor. Hier gedenke ich Markus M (18) aus Heek, Michael S (22) und Thomas B (22) aus Weseke, Christian P (23) aus Bochum, Peter G aus Hattingen, Arnold F aus Südlohn und Großmutter Aloyisia Liemann aus Burlo. Die gesamten Schulkollegen an der Berufschule in Bochum waren für mich die besten, die ich jemals hatte. Vielleicht auch kein Wunder, schließlich war ich zum allerersten mal von Menschen umgeben, die ähnlich "Freaky" waren.
Leider brach vor meiner, für mich wichtigsten Prüfung, meine kleine Welt dann doch noch gewaltig zusammen. Meine ältere Schwester verunfallte auf glatter Fahrbahn und stieß mit einem entgegen kommenden Geländewagen zusammen. Sie lag drei Tage im Wachkoma, ehe Sie zu einem Sternenkind wurde. Zudem war es mir witterungsbedingt nicht möglich Sie noch am Tag des Unfalles besuchen zu können. Ein Klassenkamerad versuchte mich zu fahren, kam aber leider nur bis Nottuln. Aufgrund starker Schneefälle und glatter Straßen blieb irgendwann nur noch der Rückweg. Dieser Verlust hat mich schwer getroffen und lange Zeit kam es mir eher surreal vor und zeitweise schmerzt es tatsächlich noch bis heute. Kurz darauf erhielt ich dann auch einen Korb von meiner ersten Liebe. Trotz meines Einsatzes, ihre Mutter und Sie vor ihren alkoholkranken Vater, der mehrfach versuchte seine Frau zu töten, zu beschützen, beendete Sie die Beziehung mit der Begründung, ich sei ihrer Ansicht nach zu depressiv geworden. Mir würde die Fröhlichkeit fehlen und ich habe mich zum negativen hin verändert. Gleichzeitig jedoch gab Sie den avancen eines gemeinsamen Freundes nach, suchte trost bei ihm, da ich ja nicht dazu in der Lage war. Aus heutiger Sicht hatte Sie wohl eher Torschusspanik und den drang, ihre "noch" jugendliche Attraktivität wohl nicht ungenutzt lassen zu wollen. Sie prahlte zwar damit, wie glücklich Sie sei, doch so gut mit meiner älteren Schwester ausgekommen zu sein. Doch meine ältere Schwester hatte Sie nie wirklich an meiner Seite akzeptiert. Sie duldete meine Freundin eher, weil ich mich halt für Sie entschieden hatte. Dies war dann wohl auch meine erste große Fehleinschätzung von vielen. Die Ausbildung abzubrechen, redeten mir glücklicherweise ein paar gute Schulfreunde aus. Denn ich war nur so nah daran alles aufzugeben, wie nie zuvor. Mein Vater und seine Sippe hätte es womöglich gefreut.
Die Ausbildung konnte ich dann trotz aller Widrigkeiten noch meistern und erfolgreich mit den Noten 3,5 in Theorie und 2 in Fachpraxis, abschließen. Ein neues Ziel hatte ich auch vor Augen. Dank des ehemaligen Abteilungsleiter am Naturkundemuseum in Münster, der mir sehr viel Mut zu sprach und bemüht war, mir ein Gefühl von "Familie" vermitteln zu wollen, hatte ich die Chance vor Augen, doch mal an einem öffentlichen Museum arbeiten zu dürfen. Der Job ist genau so, wie ich es mir immer vorgestellt hatte - ein Traumjob. Leider stellte sich ab diesem Zeitpunkt auch das Gefühl von Missgunst und Neid ein, was ich noch zu gut aus der Hauptschulzeit kannte. Während meiner Zeit an diesem Haus lernte ich meine zweite und bis heute liebste ehemalige Lebensabschnittsgefährtin kennen - Daniela R. aus Wil in der Schweiz. Sie hatte einen schwulen besten Freund und Pläne, für ein eigenständiges Projekt in Regensburg, das Dinoraeum, was zunächst sehr interessant klang und natürlich auch ganz meiner Vorstellung entsprach. Doch zum ersten Treffen mit Ihm, wo mir meine Partnerin Druck machte pünktlich zu sein, verspätete dieser sich allerdings selbst um über eine ganze Stunde und das, obwohl er es nicht weit zu Fuß hatte. In der Folgezeit zeigt er immer deutlicher, wie gleichgültig ihm Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit waren. Aus heutiger sicht war er ein Narzist. Es war ihm immer wichtig die eigene Kontrolle über sein Umfeld nicht zu verlieren und dabei selbt alle Freiheiten genießen zu können. Folglich gab es immer wieder ziemlich provokanten Situationen, worüber ich mit meiner Partnerin zwar sprach, doch aus heutiger Sicht wohl nie wirklich bis zu Ihr vordrang. Eigentlich ist sie eine wahnsinnig tolle, attraktive Frau, wäre da nicht ihre Abhängigkeit und ihre Gefolgsamkeit zu diesem äußerst fragwürdigen Kollegen, den ich heute mehr als "Dummschwätzer" bezeichnen würde. Er kann jeden unbedarften Interessenten jeden nur erdenklichen Müll aufschwatzen und man glaubt es ihm. Handwerklich jedoch hat er leider nichts auf den Kasten gehabt. Und so intrigierte und intervenierte er mit vorliebe meine Partnerin gegen mich, so dass Sie vermutlich völlig unbedarft unsere gemeinsame Beziehung als Druckmittel gegen mich benutze. Sie stellte mich also vor die Wahl "Sie und die Karriere oder gar nichts!". Eine andere Wahl gab es nicht. So zwang Sie mich schweren Herzen zur Trennung, denn andernfalls hätte ich meine Eigenständigkeit aufgeben müssen.
Nachdem also die Unstimmigkeiten bei der Umsetzung, Planung, Finanzierung und Realisierung des Projektes "Dinoraeum" unüberbrückbar wurden, zog ich wieder nach Borken zurück. Leider um zwei drittel meiner Sammlung ärmer, da die Unehrlichkeit meiner beiden "Kollegen" die Situation dann doch hat zu Dieben werden lassen. Nach wenigen Monaten in der alten Heimat war allerdings auch wieder klar, das die Ablehnung innerfamilär, insbesondere von seitens meines Vaters und seiner Familie, nach wie vor ungebrochen waren. So musste ich, um mein Interesse erhalten zu können, abermals umziehen. Diesmal zog ich nur nach Oeding., knapp 5 km von meinem Elternhaus entfernt. In der Hoffnung, meine Mutter mehr zur eigenen Bewegung zu motivieren und so auch mal unseren Hof zu verlassen. In Oeding arbeitete ich zeitweise im Gartenbau als LKW Fahrer und als Schreiner für eine Zeitarbeitsfirma für Fenster- und Haustüranlagen. Nebenbei versuchte ich auch für andere Fossilien-Interessierte, die bis dahin nur eine auf niederländisch gehaltene Anmeldung für die Steengroeve nutzen konnten, diese Anmeldung deutschen Fans zugänglich zu bekommen. Das deutsche Formular von mir sah dem niederländischen beabsichtigt sehr ähnlich und wurde vermutlich deswegen auch von dem Veranstalter akzeptiert. Leider zog auch wohl genau das, immer mehr Aufmerksamkeit auf die Fundstelle. Und schon im Jahr 2014 hieß es, es seinen um die 500 Besucher angemeldet. Im letzten Jahr wurde der Zutritt dann zwar Digital ermöglicht und auf maximal 200 Plätze begrenzt, doch aus mir unbefindlichen Gründen wurde es kurz darauf Pflicht, sich ab sofort in zwei niederländische Vereine (NGV und Werkgroup Winterswijk) anzumelden. Eine Garantie, für die 70,-€ Jahrebeitrag, noch in die Steengoeve zu dürfen, wollte allerdings leider keiner mehr geben. Auch sei die Teilnehmerzahl auf max 40 Mitglieder begrenzt worden und wer zuerst angemeldet sei, dürfe halt auch eingelassen werden. Wie ich inzwischen erfuhr, wurde nach dem Tod des damaligen Organisator und Begründer dieses Besuchertages (Herr Henk Oosterink), inzwischen jede Möglichkeit für private Sammler unterbunden. Sehr schade eigentlich, denn für mich ist Winterswijk doch ein sehr wichtiger Fundort für Trias-Fossilien in einer Qualität, die mit wenigen anderen Fundstelle wohl zu vergleichen wäre.
Während meiner Zeit in Oeding lernte ich eine weitere Lebensabschnittsgefährtin aus Lienen (Kreis ST) kennen. Zeitgleich erfuhr ich, dass es bei Hannover wohl bald auch einen neuen freien Job in einem Dinosaurier-Park geben könnte. Für mich klang das erstmal nach die Gelegenheit wieder zurück in die Präparation zu können und auch endlich mal wieder eine Beziehung zu riskieren. Im Dinopark hoffte ich auch darauf, mit einem ehemaligen Schulkameraden wieder zusammen arbeiten zu können. Und meine Eltern schienen offensichtlich auch noch fit genug zu sein, um ohne meine Hilfe klar zu kommen. Schnell erreichbar wären meine Eltern für mich letztendlich auch noch gewesen. Doch das nächste Unwetter braute sich bereits zusammen. Meine kleine Schwester hatte ihren eigenen, ziemlich merkwürdigen Partner und war nach meinem Auszug aus dem Elternhaus in die Räume unserer verstorbenen Großmutter gezogen. Der Job im DinoPark bei Hannover war letztlich auch anders als erhofft und angekündigt. Man verschob mich von der Präparation in die Hausmeisterwerkstatt. Letztlich war es wohl auch der bessere Job. Hier habe ich einen wirklich engagierten und tollen Menschen als Vorarbeiter gehabt. Mit Ende der Saison stellte sich dann auch heraus, dass auch meine dritte Partnerin es zu keiner Zeit ehrlich gemeint hatte. Während ich für uns arbeiten ging, ließ diese sich von ihrem offenbar rechten Cousin schwängern. Einem Menschen der Zuwanderer Inzest unterstellt, um hier Sozialhilfe zu kassieren. Ihren Plan mich in das Gästezimmer einzuquartieren vereitelte mein negatives Bauchgefühl und ich suchte mir vorsorglich eine erneut eigene Wohnung. Ich stelle fest: manchen Menschen ist auch gar nichts zu peinlich.
Da ich Jobmäßig eine alternative nahe Lengerich als Küchenmonteur hatte, suchte ich mir also hier kurzerhand eine eigene Wohnung, ohne zu wissen, wie ich meine persönlichen Dinge zurück bekommen könnte. Meine eigentliche Partnerin war nicht erreichbar und ich war lange im Unklaren, was Sie für sich geplant hatte. Wie es weiter gehen sollte, erfuhr ich kurz bevor ich die Gemeinschaftsunterkunft bei Hannover räumen musste. So strandete ich am Dyckerhoff-Steinbruch. Der Job als Küchenmonteur schlug kurze Zeit später leider auch fehl, weil ich den Fehler gemacht habe, mich für einen zugewanderten, guten und fleißigen jungen Kollegen einzusetzen. Ich wollte zwar nur erreichen, dass er irgendwie seine Deutsch-Kurse machen konnte. Das jedoch war dem Unternehmer leider ein Dorn im Auge und ich erhielt, trotz Fachkräftemangel, meine Kündigung. Ich schließe daraus, dass das Fachkräfteproblem in diesem Land also gar nicht so groß sein kann. Es geht vielmehr um Arbeitskräfte, welche für einen geringen Lohn mehr Arbeit und Stunden leisten, als jeder Unternehmer es selbst tun würde.
Ich hatte aber auch da wieder etwas Glück und fand mit Hilfe eines Freundes zufällig ein Kontakt zu einem Unternehmer im Lieniendienst. Und das auch noch direkt in meiner Nachbarschaft. Beginnend mit kleinen Touren fuhr ich schnell größere Linien. Schüler, Krankenfahrten und ÖPNV sind Bereiche, womit ich heute zu tun habe. Ein entspannter Job wo Akkordarbeit nicht möglich ist, nur leider auch nicht mein Traumjob. Aber wohl ein Job, welchen ich bis weit in mein Rentenalter durchhalten könnte. Kurz nach bestandener Fahrdienstleiterprüfung bekam ich mal wieder den nächsten Schlag. Im Oktober 2021 schlief meine jüngere Schwester mit glimmender Zigarette ein und verbrannte im elterlichen Haus. Ihr Freund schaffte es zwar sich selbst zu retten, doch ging er erstmal nur seelenruhig zu meinen Eltern runter um eine Zigarette bei meiner Mutter zu rauchen, als er völlig beiläufig mitteilte, es würde oben, bei ihm und meiner Schwester brennen. Meiner Mutter war darüber total perplex und versuchte Simone noch im verqualmten Raum zu finden. Sie lief im stress erstmal in das falsche Zimmer um im anderen Zimmer festzustellen, dass Sie ohne Atemschutz nicht zu ihr kommen konnte. Ihre Bemühungen waren leider Vergebens. ZUnd der Tragik nicht genug war die Familie des Freundes meiner kleinen Schwester dann auch noch so frech, meine Mutter Vorwürfe zu machen. Dabei trägt eindeutig deren Brut die Verantwortung für diese Tragödie.
Die Tragödie, noch nicht ganz verwunden, wurde es jetzt spannend. Denn die Familie meines Vaters tat alles daran, meine Eltern von mir fern zu distanzieren. Man degradierte mich zum Erbschleicher, zeigte mich sogar an und war sehr bemüht, meine Mutter als "Geistig verwirrt" dar zu stellen. Es ging halt nun um nichts geringeres als um den Hof meiner mütterlichen Familie, Ihr Erbe und künftiges Kapital. Das wollte meine väterlichen Sippe, über meinen Kopf hinweg und völlig dreist, mir abnehmen. Schade das Arroganz und Geldgier für so viele Menschen derartig wichtiger sind als gute freundschaftliche Beziehungen. Kaum jemand ist wohl bereit gewisse Träume zu unterstützen, zu fördern. Der eigene Vorteil muss leider immer vor dem eigentlichen Glück stehen. Und schade ist auch, dass kaum jemand in der Lage ist, auch mal einen eigenen Fehler zuzugestehen. Ich bin von den meisten Menschen leider ziemlich enttäuscht worden. Doch im Groben und Ganzen bin ich dennoch zufrieden, dass es mir noch immer derartig gut geht. Ich hoffen noch immer sehr darauf, weitere Menschen zu finden, denen ich nicht nur nützlich bin. Sondern denen ich auch ausnahmsweise mal viel bedeute. Die gerne an und bei mir sind. So hard es manchmal auch werden mag.
Den Prozess gegen die Familie meines Vaters konnte ich 2024 erfolgreich zugunsten meiner Mutter und für mich entscheiden. Damit ist nur leider bestätigt, dass die Absichten der Familie meines Vaters unehrlich, unehrenhaft und vollkommen dreist, auf das Erbe von meiner Mutter und mir aus waren. Dank der letzten Verwandschaft meiner Mutter, konnten wir jedoch diese Frechheit recht gut verwinden. Tolle Freunde hier, in der neuen Heimat, haben uns sehr geholfen standhaft zu bleiben. Mir ist nun klar, dass nur der Zweig meiner Mutter und Großmutter Ehre und Freundlichkeit hoch wertschätzt, wärend kein Wort der Reue von meiner engsten väterlichen Linie, bis heute erfolgte. Schade, aber aber nicht unerwartet.
Seid Juni 2024 bin ich auch Herzpatiernt. Ob mein Herzfehler auf meine bisherigen Erlebnisse zurück geht kann man nicht sagen. Wahrscheinlicher ist, das der Sehnenriss in meinem Herz ein angeborener Fehler war, der altersbedingt erst jetzt aufgefallen ist. Für meine Mutter war diese Zeit wieder einmal eine psychische Extrembelastung. Für mich ist daher klar, dass ich mein Projekt, um jeden Preis, weiter beibehalten werde. Denn Fachkräfte werden wir nur dann gewinnen, wenn wir den Nachwuchs nicht durchweg mit allen Mitteln per Recht und Gesetz in ihre Grenzen zwingen. Ich zeigen daher gerne, wie interessierte sich um dieses Hobby kümmern können, ohne groß illegale Betretungen riskieren zu müssen. Ich möchte ein Ansprechpartner sein und zwischen Museen, Betreiber und Fans vermitteln. Daher hoffe ich auch auf jeden, der einen interessanten Acker, ein spannendes Feld pflegt oder vielleicht sogar selbst einen alten Steinbruch besitzt, mir dabei zu helfen und nach klar abgesprochene Termine sowie nach den eigenen, persönlichen Wunschbedingungen das ganze für Fossilien-Fans, jeden alters und natürlich ausschließlich in meiner Anwesenheit zu ermöglichen!
Den Traum jemals wieder im Bereich der geologischen Präparation offiziell arbeiten zu können, habe ich aufgegeben. Mehrere Bewerbungen blieben bisher leider unbeantwortet oder wurden direkt abgelehnt. Ohne Kontakte die gerne mit einem zu tun haben wollen, ist es halt in den meisten Traumberufen wohl eher unmöglich einen Posten finden zu können. Und meine alternativen Tätigkeiten, geringe Löhne sowie persönlich harte Zeiten ließen mir immer weniger Zeit übrig, um sammeln gehen zu können. Die Einrichtung, wo ich mich eigentlich immer wie ein Teil des Hauses gefühlt habe, riet mir, ich solle mich weit entfernt Bewerben und sogar meine Sammlung doch einfach verkaufen. Für ein Museum seien meine Objekte ohnehin nicht von belang. Mich weltweit zu Bewerben, ist mir jedoch seid dem Tod meiner älteren Schwester nicht möglich. Mit einem Auge musste ich immer stets auf meine Eltern und die kleine, lernbehinderte Schwester blicken. Und jetzt habe ich die Pflicht meine Mutter wenigstens ihre letzten Jahre noch zu verschönern, das beste für Sie daraus zu machen. Ein Umzug kann ich zudem weder stemmen, noch meiner Mutter antun. Ganz aufgeben möchte ich mein Interessengebiet jedoch auch nicht. Und so hoffe ich weiter darauf auf Menschen zu treffen, die mein Projekt begeistert fördern möchten.
Eine finanziellen Bereicherung an und durch den Verkauf meiner Bodenschätze lehne ich weiterhin strikt ab. Sorge bereitet mir nur, wie verhindert werden kann, das dieses Projekt und meine Sammlung, nach meinem Leben, aufgelöst, zerrissen und/oder Entsorgt werden würde. Wünschen täte ich mir, wenn sich ein Verein o.ä. für die weitere Pflege, finden würde. Ich danke schon einmal der "Offensive Lengerich" für ihr entgegengebrachtes Interesse.
Ich danke für ihre Aufmerksamkeit
Herbert Voss