Geschichte

(Auszug aus dem Buch "Gratsch - das alte Dorf am Fuße des Schlosses Tirol" von Matthias Ladurner Partanes)

1881 - Die Gründung

... Es war zu Ostern des Jahres 1881. Der österreichische Kronprinz, Erzherzog Rudolf, feierte in Wien Hochzeit mit Prinzessin Stephanie. Aus diesem Anlass fanden überall in der Österreichisch-Ungarischen Monarchie Feste und Feiern statt, welche die Verbundenheit des Volkes mit dem Herrscherhaus zum Ausdruck brachten.

Auch in Meran fand auf der Promenade ein Fest statt, bei dem eine Militärkapelle konzertierte. Unter den Zuhörern waren auch einige Bürger von Gratsch, die teils schon ausübende Musiker im Marling und Algund waren: der Fallgattererwirt Max Kirchlechner, die Hubersöhne Alois und Franz Mair, der Leiterbauer Anton Kiem, Anton Birbamer und sein Bruder Alois, Luis Prünster und sein Bruder Hartl. ... In der Pause kam es im Gespräch zum Vorschlag auch in Gratsch eine Kapelle zu gründen. Beim Fallgatterwirt in Gratsch wurden die Pläne für die Gründung der Musikkapelle geschmiedet. Doch es war nicht so leicht den Entschluss in die Tat umzusetzen ...es standen keine Instrumente und keine Noten zur Verfügung und was wohl das Wesentlichste war, ..., keine gelernte Musikanten. Der Aufbau begann. Anton Birbamer wurde zum Kapellmeister bestimmt. Die Nicht-Musikanten wurden von den Brüdern Prünster und Birbamer unterrichtet. Als Probelokal diente die alte Spritzenhalle im Mairhof. Schon 3 Monate nach der Gründung, am 24. Juli 1881, wagten es die Gratscher es erstes Mal aufzutreten. Das Programm war noch dürftig: ein Marsch und ein Walzer.

...Im Jahre 1891, also 10 Jahre nach der Gründung, trat ein Ereignis ein, das für die Musikkapelle Gratsch von ganz großer Bedeutung sein sollte, Matthias Bauer - Thurnsteiner, der schon bei der Militärmusik mitgeblasen hatte, übernahm die Kapellmeisterstelle. (...) ...Matthias Bauer brachte die Gratscher Musik in den 90er Jahren zu solcher Höhe, dass sie weit und breit als die beste Kapelle galt...

... 1896 lud Baron von Goldegg von Partschins die Gratscher Musik, (...), zu seiner Hochzeit ein. weil er mit den Partschinsern im Streit war. Das passte den Partschinsern natürlich nicht. Das Spiel der Gratscher wurde ständig gestört und schließlich unmöglich gemacht. Die Partschinser fielen über die Gratscher her und jagten sie über den Töllgraben hinab...

Im Großen und Ganzen wahrlich die Gute alte Zeit!

Die Musikkapelle Gratsch im Jahre 1884

Erste Reihe von links sitzend: Matthias Bauer, Johann Bauer, Anton Birbamer, Luis Prünster, Josef Prünster, Alois Mair, Johann Prünster.

Zweite Reihe stehend: Josef Bauer, Johann Gamber, Georg Bauer, Hans Thurner, Peter Ladurner, Jakob Laimer, Franz Mair, Peter Brunner, Valentin Ladurner.

Dritte Reihe stehend: Matthias Laimer, Alois Birbamer, Josef Gamper, Anton Kiem

1906 - ... da kam plötzlich ein böses Jahr...

1906 - Pfarrer Schönherr und sein Kooperator, die bisher im Widum in St. Peter wohnten, übersiedelten in das Widum nach Gratsch. Das passte den Kronsbüchlern nicht und sie zeigten dies leider auch der Musik gegenüber. Der tüchtige Kapellmeister Matthias Bauer legte seine Stelle zurück und er, seine Brüder und die anderen Musikanten von Kronsbüchl traten von der Kapelle aus. - Das war ein harter Schlag! - Beinahe wäre die Musikkapelle, die zu so hohen Leistungen emporgestiegen war, zugrunde gegangen. Doch zum Glück kam es nicht so weit.

Die Gratscher nahmen nun alles wieder selbst in die Hand. Luis Prünster wurde wieder Kapellmeister und führte die Kapelle 4 Jahre, bis 1910, ...

Die Kronsbüchler Musikanten:

Aufgenommen im Jahre 1909 beim Pichele.

Sitzende Reihe von links: Georg Bauer, Engelbert, Bauer, Matthias Laimer, Matthias Bauer, Josef Gamper, Unteretzbauer Peter, Johann Bauer, Johann Gamper.

Liegend von links: Josef Bauer, Michael Malleier

1914 - Jetzt kommt Krieg!

... der Kapellmeister Alois Prünster ersuchte um Ablösung. (...) Unter allen Mitgliedern war keiner, der die Nachfolge hätte antreten könne. doch fand man eine Lösung, die der Gratscher Musik wieder neuen Schwung und Auftrieb gab. Der Kurmusiker Hans Friedl von Meran wurde mit der Leiterung der Kapelle betraut.

Es war am 28. Juni 1914, am Vorabend von Peter und Paul. Die Musik hatte sich beim Saltenhofer versammelt, um dem langjährigen Gemeindevorsteher Peter Ladurner ein Ständchen zum Namenstag zu bringen. (...) kaum war die Hälfte des Walzers gespielt, dam der hochw. Pfarrer Schönherr, der Vorsteher Matthias Prunner und der Lehrer Steiner mit bleichen Gesichtern die Stiege zur Terrasse herauf. Eine Nachricht wurde dem Kapellmeister Friedl ins Ohr geflüstert. ...sofort unterbrach Friedl das Spiel mit einem Wink. Die Musik schwieg. Der Pfarrer verkündete mit bebender Stimme die Schreckensnachricht, dass der österreichische Thronfolger, Erzherzog franz Ferdinand und seine Gemahlin in Sarajevo durch Mörderhand getötet worden seien. ...bedrückt und schweigend packten alle ihre Instrumente ein und begaben sich still in die Stube zur Marende. (...) Dort hörte man bald das furchtbare Wort: "JETZT KOMMT KRIEG"

... Im Laufe des ersten Weltkrieges 1914 - 1918 mussten von den damals 26 Mitgliedern der Musik nicht weniger als 25 zum Kriegsdienst einrücken. Sieben davon sahen die Heimat nicht mehr. (...) Nach dem Ende des schreckliche Weltkrieges im Jahre 1918, waren die Gratscher die erste Kapelle die wieder aufgebaut wurde. In dieser Zeit führte Heinricht Frasnelli den Taktstab der Gratscher. Nachdem Willi Heidenreich, Kurmusiker in Meran, die Stelle als Kapellmeister für ein Jahr annahm, war es dann im Jahre 1923 endlich wieder soweit, dass ein Gratscher den Taktstock in die Hand nehmen konnte. Es war dies der junge Weinmesser, Luis Laimer.

Die Musikkapelle im Jahre 1914 beim Fallgatter

Liegend: Sepp Birbamber

Erste Reihe sitzend von links: Anton Birbamer, Matthias Kiem, Josef Prünner, Johann Prünster, Anton Kiem, Hermann Kiem, Matthias Birbamer, Franz Schär.

Zweite Reihe stehend: Josef Bauer, Jakob Laimer, Viktor Gander, Hans Tonner, Alois Birbamer, Hans Kiem, Kapellmeister Hans Friedl, Franz Lochmann, Josef Ladurner, Franz Prunner, Anton Kunerth

Dritte Reihe stehend: Hans Nischler, Hans Ladurner, Jakob Laimer, Franz Waldner, Anton Ladurner, Franz Geiger, Alois Laimer, Karl Prunner, Hans Egger, Johann Prünster, Alois Mair.

1931 - Faschismus und zweiter Weltkrieg

(...) 1931 wurde das 50jährige Gründungsfest der Kapelle mit Kirchgang, einer Festversammlung und am Nachmittag einem Konzert beim Fallgatter, besonders feierlich begangen. Nach vielen Konzerten, Ausflügen und Wertungsspielen, spielte die Kapelle am Peter und Paulstag ihr vorläufig letztes Konzert. (...) die neuen Machthaber, die Faschisten, verfügten die Auflösung der Musikkapellen in Südtirol, das Inventar, soweit es nicht versteckt werden konnte, wurde beschlagnahmt. (...) Die Musik schwieg wieder wie 1914 - 1918, diesmal aber 11 Jahre lang. (...) In diese Schweigezeit fiel auch der zweite Weltkrieg. 10 von 33 Mitgliedern des Jahres 1935 mussten einrücken und davon starben 4 den Heldentod auf fernen Schlachtfeldern.

Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges wurde wieder am Aufbau der Musikkapelle gearbeitet. Am 25. März 1946 wurde der Plan in die Tat umgesetzt. Luis Laimer übernahm die Stelle als Kapellmeister; ein Teil der Instrumente tauchte aus den Verstecken auf, ein Teil musste ausgeliehen werden. (...) Das Probelokal war die Veranda beim Kircher. (...) Es folgten zahlreiche Auftritte und Auslandsfahrten.

Die Musikkapelle 1931 anlässlich des 50jährigen Bestandes.

Liegend: Josef Birbamer, Rudolf Gorfer

Erste Reihe sitzend von links: Matthias Kiem, Anton Birbamer, Alois Mair, Anton Kiem, Alois Birbamer, Johann Prünster, Jakob Laimer, Josef Gschwindl.

Zweite Reihe stehend: Karl Prunner, Hans Fesele, Jakob Gabl, Max Kiem, Kapellmeister Luis Laimer, Sepp Waldner, Franz Lochmann, Matthias Birbamer, Karl Holkup, Matthias Laimer, Hans Ladurner.

Dritte Reihe: Alois Birbamer, Hans Ladurner, Georg Bauer, Franz Holzknecht, Matthias Laimer, Josef Lochmann, Josef Laimer, Matthias Wolf, Franz Tschirf.

Vierte Reihe: Franz Laimer, Hans Lochmann, Alois Messner, Franz Scherer, Franz Laimer, Hans Ladurner, Sepp Kössler, Jakob Laimer.

1955 - Neuer Aufschwung

(...) In den folgenden Jahren entfaltete die Kapelle, die einen Höchststand von 34 Mitgliedern erreicht hatte, eine sehr rege Tätigkeit, so auch Konzertreisen in verschiedene Täler unseres Landes. (...) 1955 musste Luis Laimer aus Gesundheitsgründen den Taktstock zurücklegen. Er hatte in den 33 Jahren seiner Tätigkeit sehr viel für die Gratscher Musikkapelle getan. Die Nachfolge von Luis Laimer übernahm Franz Laimer - Mateilersohn.

(...) Am 25. November 1955 feierte die Kapelle ihr 75. Bestandsjubiläum...

Die Musikkapelle 1956 bei ihrem 75jährigen Jubiläum

Liegend: Karl Bauer, Luis Pfitscher.

Erste Reihe sitzend von links: Toni Kiem, Josef Götsch, August Ganthaler, Anton Ladurner, Kapellmeister Franz Laimer, Matthias Laimer, Rudolf Gorfer, Otto Heufler, Matthias Ladurner.

Zweite Reihe stehend: Karl Prunner, Josef Kaufmann, Michael Götsch, Max Siebenförcher, Albin Gamper, Toni Pelizzoni, Lorenz Ladurner, Hansjörg Kiem, Peter Götsch, Hans Gamper, Hans Ladurner.

Dritte Reihe: Josef Pfitscher, Franz Lochmann, Hans Ladurner, Karl Prunner, Hans Laimer, Luis Walzl, Willi Zorzin, Hans Nischler.

1981 - 100 Jahre Musikkapelle Gratsch

Im Jahre 1969 kam es zu einem Kapellmeisterwechsel. Anstelle des, nach 13jähriger, mit großem Fleiß und Einsatz ausgeübten Dirigententätigkeit zurückgetretenen Franz Laimer, konnte Hans Fleischmann als Kapellmeister gewonnen werden.

1981 feierte die Musikkapelle ihr 100jähriges Bestandsjubiläum. Sie zählte zu dieser Zeit 34 Musikanten.

Die Musikkapelle im Jubiläumsjahr 1981

Liegend von links: Andreas Ladruner, Georg Kiem, Klaus Ladurner, Florian Kiem

Erste Reihe sitzend von links: Klaus Ladurner, Sepp Waldner, Cilli Laimer, Karl Prunner, Kapellmeister Hans Fleischmann, Toni Kiem, Brigitte Ladurner, Karl Bauer, Hans Nischler, Klaus Luther.

Zweite Reihe: Christian Steiner, August Ganthaler, Josef Gruber, Franz Lochmann, Lenz Ladurner, Walter Kunerth, Anton Ladurner, Matthias Bauer, Werner Schiller, Karl Laimer

Dritte Reihe: Luis Laimer, Hans Ladurner, Horst Nußbaumer, Hans Prunner, Toni Nischler, Thomas Prunner, Hias Ladurner

Vierte Reihe: Max Siebenförcher, Hans Waldner, Hans Laimer, Robert Perkmann, Hans Tscholl.

Musikkapelle Gratsch im Jahre 2000

Im Jahre 1990 wurde der Kapellmeister Hans Fleischmann nach 11 Jahren von Othmar Pichler abgelöst. Dieser übergab 1994 den Taktstock an Luis Schönweger. Luis Schönweger leitete die Kapelle bis ins Jahr 2006 und übergab den Taktstock an den Gratscher Musikanten Josef Lecher. Dieser hat seither die musikalische Leitung inne.

Im Jahr 2000 zählte die Musikkapelle Gratsch 48 Musikanten, davon 11 Musikantinnen.

Erste Reihe: Thomas Ebner, Verena Ebner, Andrea Hirber, Gabi Rainer, Hanna Ladurner, Stabführer Christian Steiner, Kapellmeister Luis Schönweger, Obmann Georg Ladurner, Jessica Mach, Eva Bauer, Julia Oberhofer, Julia Werner

Zweite Reihe: Andreas Alber, Hans Tscholl, Karl Bauer, Luis Laimer, Sabine Walter, Marion Pircher, Sonja Laimer, Daniela Siebenförcher, Anna Ladurner, Petra Schnitzer, Hias Bauer, Robert Hirber, Hans Laimer, Wolfgang Schrötter, Florian Siebenförcher

Dritte Reihe: Max Siebenförcher, Christoph Lochmann, Georg Ambach, Josef Lechner, Stefan Bauer, Robert Perkmann, Hans Prunner, Hans Ladurner, Florian Kiem, Christian Laimer, Martin Lochmann, David Hofer.

Vierte Reihe: Sepp Gruber, Thomas Siebenförcher, Franz Lochmann, Markus Mair, Karl Prunner, Hans Bauer, Hias Ladurner, Hans Walder, Lenz Ladurner.

Fünfte Reihe: Klaus Ladurner, Thomas Prunner, Georg Kiem.

2006 - 125 Jahre Musikkapelle Gratsch

Wenn drei feiern ... dann freut sich das ganze Dorf. So geschehen am 2. Juni 2007 in Gratsch. Das Dorf am Fuße von Schloss Tirol hatte allen Grund zum Jubeln, die drei Vereine Freiwillige Feuerwehr, Musikkapelle und Kirchenchor feierten gemeinsam ihr 125-jähriges Bestehen.

Die frühen Achtzigerjahre des 19. Jahrhunderts waren die großen Gründerjahre der Vereine in Gratsch. 1881 machte die Musikkapelle, die somit zu den ältesten im Burggrafenamt zählt, den Anfang, es folgte ein Jahr später die Feuerwehr und 1883 wurde schließlich der Kirchenchor gegründet.

Da sich Organisatorisches mit vereinten Kräften besser bewältigen lässt und feiern im Übrigen gemeinsam mehr Spaß macht, hatten die drei Vereine beschlossen 2007 zusammen zu feiern. Damit sollte auch ein Zeichen des Zusammenhaltes in der Dorfgemeinschaft gesetzt und neue Möglichkeiten des gegenseitigen Kennenlernens geschaffen werden. Dem Einsatz aller Vereinsmitglieder und nicht zuletzt der finanziellen Unterstützung durch die Raiffeisenkasse Algund ist es zu verdanken, dass das Jubiläum festlich und zugleich gemütlich begangen werden konnte.

Am ersten Juni-Wochenende war es dann soweit: Feuerwehrleute, Musikanten und Sänger fanden sich am frühen Nachmittag vor dem Vereinshaus "Moarhof" ein, um von dort aus zur Kirche zu marschieren. Der ehemalige Pfarrer von Gratsch und Alt-Abt des Stiftes Stams Pater Josef Köll zelebrierte gemeinsam mit dem derzeitigen Pfarrer Pater Michael Glink den Festgottesdienst, welcher von der Musikkapelle und vom Kirchenchor musikalisch gestaltet wurde. Alt-Abt Josef Köll sprach in seiner Predigt von der Wichtigkeit der von Vereinen gepflegten Gemeinschaft, in der immer aufs Neue das Miteinander und das Füreinander in den Vordergrund gestellt werden müssen.

Nach dem Gottesdienst zogen die drei Vereine in Richtung Festwiese, am Kriegerdenkmal beim Friedhof wurde ein Kranz im Gedenken an verstorbene Vereinsmitglieder niedergelegt. Im Festzelt folgte dann der weltliche Teil des Festaktes: Der Bürgermeister von Meran, Günther Januth, würdigte den Einsatz der drei Vereine und betonte die bisher und hoffentlich auch weiterhin gute Zusammenarbeit mit der Meraner Stadtverwaltung.

Die Ehrengäste Günther Runggatscher, Verbandsobmannstellvertreter des Verbandes Südtiroler Musikkapellen, der stellvertretende Landesfeuerwehrpräsident Wolfram Gapp und Wolfgang Niederbacher, Geschäftsführer des Verbandes der Kirchenchöre, gratulierten den Vereinen zum Jubiläum und wünschten ihnen weiterhin viel Erfolg und Freude bei der ehrenamtlichen Arbeit im Dienste des Dorfes. Nach den Ehrengästen ergriffen die drei Vereinsobmänner das Wort:

Hans Bauer, Obmann der Musikkapelle, erinnerte kurz daran, wie einst acht musikbegeisterte Gratscher beim Hören eines Konzertes auf der Meraner Promenade die Idee bekamen, eine Kapelle zu gründen. Nicht immer, so der Obmann, seien die Zeiten leicht gewesen, doch mit Kameradschaft und Zusammenhalt sei es immer wieder gelungen Schwierigkeiten zu überwinden.

Die Werte, welche seinen Verein zusammenhalten, stellte auch Feuerwehrkommandant Toni Nischler in den Mittelpunkt seiner Rede, heute wie vor 125 Jahren bei der Gründung gehe es den Feuerwehrleuten darum, dem Nächsten in Not- und Schadensfällen zur Seite zu stehen, Gefahren vorzubeugen und abzuwenden. Diese Einstellung gelte es hochzuhalten und an die Jugend weiterzugeben.

Chorobmann Reinhard Mautner gedachte in seiner Ansprache vor allem jener Mitglieder, die durch ihren jahrzehntelangen Einsatz dafür gesorgt haben, dass der Gratscher Kirchenchor heute auf eine 125-jährige Geschichte zurückblicken kann. Insbesondere nannte er Gothelinde Ladurner, die ein halbes Jahrhundert lang in Gratsch den Orgeldienst versah und Gustl Ganthaler, der den Chor durch 25 nicht immer leichte Jahre hindurch geleitet hat.

Mit dem Wunsch, das Gratscher Vereinsleben möge weiterhin rege und das Einvernehmen unter den Vereinen weiterhin gut sein schlossen die Obleute den offiziellen Teil der Feierlichkeiten.

Das Fest aber war damit noch lange nicht zu Ende. Bei Speis, Trank und Musik gab es für die Vereinsmitglieder und Gäste noch den ganzen Abend lang ausgiebig Gelegenheit zum geselligen Beisammensein.

Musikkapelle Gratsch im Jahre 2007

Der langjährige Kapellmeister Luis Schönweger übergab im Jahr 2007 die musikalische Leitung an Josef Lechner, einem Musikanten aus den eigenen Reihen. Im Innenhof von Schloss Thurnstein wurde dieses Foto mit der traditionellen Kurzbäurischen Tracht geschossen.

Erste Reihe sitzend: Klaus Ladurner, Florian Siebenförcher, Oswald Gasser, Jessica Mach, Christian Steiner, Josef Lechner, Hans Bauer, Sabine Walter, Thomas Ebner, Thomas Prunner, Georg Kiem

Zweite Reihe: Gabi Reiner, Karl Prunner, Markus Mair, Luis Laimer, Matthias Ladurner, Hans Walder, Toni Nischler, Marion Pircher, Hans Laimer, Hans Tscholl, Eva Bauer

Dritte Reihe: Robert Hirber, Hans Ladurner, Markus Laimer, Hans Prunner, Christoph Lochmann, Georg Ambach, Paul Tappeiner, Peter Ladurner, Walter Rier, Georg Ladurner, Toni Lochmann, Lenz Ladurner

Vierte Reihe: Christian Laimer, Florian Kiem, Hanna Ladurner, Martin Lochmann, Thomas Siebenförcher, David Hofer, Matthias Bauer, Sonja Laimer, Andreas Frey, Julia Oberhofer, Julia Werner, Eva Oberhofer, Petra Schnitzer

es fehlen: Robert Perkmann, Anna Ladurner, Jenny Pircher

2011 - 130 Jahre Musikkapelle Gratsch

Seit dem Jahr 2010 hat der junge Algunder Bernhard Pircher den Taktstock von Josef Lechner übernommen und leitet seitdem die Musikkapelle mit Schwung und Bravour.

1. Reihe v.l.: Klaus Ladurner, Oswald Gasser, Florian Siebenförcher, Monica Kostner, Christian Steiner, Bernhard Pircher, Hans Bauer, Eva Bauer, Valentin Ambach, Thomas Prunner, Georg Kiem

2. Reihe v.l.: Robert Hirber, Barbara Waldner, Markus Mair, Karl Prunner, Luis Laimer, Hias Ladurner, Hans Walder, Toni Nischler, Hans Laimer, Hans Tscholl, Georg Ladurner, Eva Oberhofer

3. Reihe v.l.: Robert Perkmann, Christoph Lochmann, Karl Gamper, Paul Tappeiner, Manuela Gerstl, Georg Ambach, Peter Ladurner, Regine Lochmann, Sonja Laimer, Franziska Mayr, Julia Oberhofer

4. Reihe v.l.: Christian Laimer, Martin Lochmann, Hanna Ladurner, Lisa Egger, Thomas Siebenförcher, David Hofer, Toni Lochmann, Hias Bauer, Lenz Ladurner

Es fehlen: Florian Kiem, Petra Schnitzer, Josef Lechner, Rudi Kaufmann, Heinz Ladurner, Anna Ladurner, Gaby Rainer, Cornelia Mautner

2016 - 135 Jahre Musikkapelle Gratsch

Mit Beständigkeit geht es bei der Musikkapelle Gratsch weiter, welche nun seit 2009 vom Posaunisten Bernhard Pircher aus Algund musikalisch geleitet wird und organisatorisch vom Obmann Hans Bauer (Thurnstein), welcher das Amt seit 2005 innehat.

Die Musikkapelle Gratsch zeichnet sich durch ihren Zusammenhalt, das gute Vereinsklima aber natürlich auch durch ihre musikalischen Leistungen aus. Weiters hat die Musikkapelle auch ein sehr weites Altersspektrum zu bezeichnen: der älteste aktive (und musikalisch sehr wertvolle) Musikant wird in diesem Jubiläumsjahr 80 Jahre alt. Die jüngsten Musikanten sind 65 Jahre jünger.

Gelebte Tradition ist uns sehr wichtig und darum werden neben Konzerten, natürlich auch kirchliche Prozessionen begleitet und viele Feiern von kleineren Gruppen festlich umrahmt.

1. Reihe v.l.: Hias Bauer, Florian Siebenförcher, Verena Brunner, Christian Steiner, Bernhard Pircher, Hans Bauer, Cornelia Mautner, Klaus Ladurner, Thomas Prunner, Georg Kiem

2. Reihe v.l.: Robert Hirber, Sofia Mair, Sean Pfitscher, Valentin Ambach, Michael Ladurner, Karl Prunner, Markus Mair, Toni Nischler, Hans Walder, Hias Ladurner, Georg Ladurner, Hans Tscholl

3. Reihe v.l.: Margit Haller, Leo Ambach, Georg Ambach, Peter Ladurner, Christoph Lochmann, Robert Perkmann, Toni Lochmann Martina Mayr, Franziska Raffl, Felix Ladurner, Johanna Weise

4. Reihe v.l.: Thomas Siebenförcher, Florian Kiem, Hanna Ladurner, Claudia Mair, Franziska Mayr, Sonja Laimer, Martin Lochman, David Hofer, Moritz Raffl

Es fehlen: Christian Laimer, Lisa Egger, Paul Tappeiner, Hans Ladurner, Karl Gamper, Theo Knappe, Samuel Luther, Anna Ladurner, Barbara Waldner, Julia Tomasi