Dieses Projekt befasst sich mit dem Staatlichen Bauhaus, einer Kunstschule und der Kunstbewegung, die aus der Asche und Scherben des Ersten Weltkriegs in Weimar gegründet wurde.
Ihre Geschichte sprach von Tragik und Hoffnung und spiegelt die Wirren und Widersprüche der Zwischenkriegszeit wider, sowie die Leben und Arbeit von etwa 1.250 Student:inen und 27 Meister:innen.
Die Bauhaus-Hochschule wurde 1919 von Walter Gropius in der Stadt Weimar gegründet und dort ist er im Zentrum der Gruppe von Bauhausmeister:innen zu sehen.
Jeder hier hat eine faszinierende Geschichte zu erzählen, denn alle haben ein außergewöhnliches Leben geführt.
Doch zunächst ist der Fokus auf dem Gründer.
Gropius war ein erfolgreicher Architekt, der im Ersten Weltkrieg als Unteroffizier der Reserve freiwillig diente. Während seines Einsatzes an der Westfront schwer verwundet und hochdekoriert, bekam er das Eiserne Kreuz verliehen.
Zu dieser Zeit heiratete er auch Alma Mahler, eine ältere Frau, die die Witwe von Komponist Gustav Mahler war. Während ihrer kurzen Ehe starben ihre beiden Kinder leider jung, und aufgrund von Untreue ließen sie sich 1920 scheiden.
Diese Erlebnisse prägten ihn tiefgreifend, so sehr, dass er sich in den chaotischen Jahren nach Kriegsende um die Leitung der Weimarer Kunstgewerbeschule bewarb.
Mit dem neu verfassten Bauhaus-Manifest bewaffnet, begann er am 1. April 1919 die Umgestaltung dieser traditionellen Kunstschule.
Von Anfang an war die Rolle des Handwerk im Bauhaus die Vermittlung Kenntnisse über Materialien und Techniken und wie das der Ausgangspunkt allen Designs.
Dieses Thema fand sich auch in der früheren Werkstattpraxis wieder, die William Morris in der Arts-and-Crafts-Bewegung entwickelt hatte, sowie John Ruskins Ideen zur sozialen Reform, die mit der Demokratie der Kreativität verbunden waren.
Später sprach Gropius sogar darüber, wie sein Glaube an die Kunst für das Volk mit den Ideen von John Ruskin und William Morris verbunden war.