„Der Triumph der verschlossenen Gedanken“
Zwei monumentale, steinerne Triumphbögen beherrschen die Szene. Beide Bögen sind von massiven Holzgerüsten umgeben, die wie eine dauerhafte Sicherung oder eine nie endende archäologische Freilegung wirken.
Der cyanfarbene Himmel ist mit kryptischen Glyphen und Schriftzeichen bedeckt; zwei mechanisch-zerbrochene Mondsicheln mit sichtbaren Uhrwerken schweben über der Szene. Im Mittelgrund befindet sich ein nomadisches Lager mit Jurten und Lagerfeuern. Auf dem rissigen Erdboden liegen historische Landkarten und Dokumente, über die riesige, urzeitliche Asseln krabbeln. Im unteren Gewässer schwimmt ein hölzernes Boot, dessen Rumpf als menschliches Antlitz geschnitzt ist.
Der „Triumph“ der Gedanken liegt hier paradoxerweise in ihrer Unzugänglichkeit. Die Gedanken sind verschlossen, in Stein gemeißelt und durch massive Bögen verriegelt. Das Gerüst zeigt, dass ihr Verständnis ein ewiger Prozess bleibt. Die Urzeit-Asseln auf den Landkarten und die Himmelsglyphen verdeutlichen, dass dieses Wissen älter ist als die menschliche Zivilisation vor Ort – geschützt vor fremden Blicken und fremder Deutung.