Punzieren ist ein historisches Kunsthandwerk. Dabei überträgt man Motive auf Leder (wie z.B. Taschen, Bucheinbände, Sättel). Dafür benötigt man gegerbtes Leder.
Film für Grundlagen:
Motiv auswählen, ausdrucken oder durchpausen und eventuell abändern. Dafür eignet sich alles, einfache Motive ohne viele Details sind zu empfehlen. Am besten versucht man sich zuerst an Lederresten und geht dann erst mit etwas Übung aufs grosse ganze.
Wir hatten extra fürs Punzieren vorgesehene Werkzeuge zur Verfügung. Diese Sets kann man online bestellen und kosten etwa 45 Euro.
Das Drehmesser und die Punziereisen sind unabdingbar.
Am Beispiel eines einfachen Designs
Zuerst muss man das Leder mit einem Schwamm befeuchten
Als zweites wird die Vorlage abgepaust. Das sieht dann so aus:
Als drittes wird das Motiv mit dem Messer eingeschnitten. Das sollte in etwa so aussehen:
Zum Schluss werden die Linien mit Hammer und einem Werkzeug verdeutlicht. Dieser Schritt wird solange wiederholt bis das Motiv einem gefällt. Das ist dann das Endresultat:
Unterarmschutz, Fingerschutz
Zuerst habe ich die verschieden Werkzeuge auf einem Lederresten probiert und kleinere Projekte zum üben gemacht. Als ich mich genug sicher gefühlt habe, suchte ich nach einer Vorlage für mein Unterarmschutz. Ich entschied mich für ein keltisch inspirierten Drachen. Dieses Motiv ging recht lange, jedoch hat es sich gelohnt. Beim Fingerschutz habe ich mich für einen einfachen, keltischen Knoten entschieden.
Ich mochte diese Arbeit sehr und würde gleich noch einmal machen. Mein Endresultat finde ich sehr gelungen, dafür dass es mein erstes Punzier Projekt war.
Unterarmschutz, Fingerschutz
Als erstes nahm ich einen kleinen Lederresten und habe dort alle Werkzeuge ausprobiert, um herauszufinden, wie sie zu gebrauchen sind und was für einen Abdruck sie hinterlassen. Als ich den Bogen :) raus hatte, experimentierte ich noch etwas mit dem Motiv herum, entschied mich aber schlussendlich für ein sehr einfaches Bild, da das ebenfalls schön ist und nicht so viel Zeit in Anspruch nimmt.
Ich bin sehr zufrieden mit dem Endprodukt und auch mit der Arbeit, das Punzieren hat sehr Spass gemacht.
Unterarmschutz, zweites Fingerleder
Ich habe direkt begonnen das Armleder zu punzieren. Da ich ein Motiv mit sehr feinen Strichen gewählt habe, war das Einschneiden besonders schwer. Ich habe mich auch teilweise ''verschnitten'', beim Endresultat sah man aber zum Glück nichts davon. Ich habe bei meinem ersten Motiv auch fast nichts mit dem Hammer eingekerbt, was ich aber dann beim zweiten umso mehr gemacht habe.
Ich bin mit meinen zwei punzierten Arbeiten sehr zufrieden. Ich habe so eine Arbeit noch nie gemacht und deshalb war das eine neue Erfahrung für mich.
Unterarmschutz, Fingerschutz
Ich habe nicht wirklich lange geübt, was man auf der anderen Seite des Fingerschutzes auch sieht. Schlussendlich sah es dann doch ganz ok aus, beim Unterarmschutz habe ich mich für einen Drachen entschieden, und bei beiden Leder stücken habe ich noch "nordische Zeichen" eingebaut (diese Zeichen sind aus dem Internet also wahrscheinlich sind sie nicht historisch richtig).
Mir hat das punzieren Spass gemacht und ich bin mit dem Endergebnis zufrieden.
Weil ich nicht die Muse hatte alles zweimal zu machen und auszuproieren, begann ich direkt mit dem Original.
Das punzieren habe ich sehr gerne gemacht und finde es eine ziemlich zufriedene Arbeit. Mit meinem Endresultat bin ich voll zufrieden!
Zuerst suchte ich mir ein Motiv vom Internet welches ich dann ausgedruckt habe. Dann habe ich angefangen mit den Resten auszuprobieren. Dann habe ich begonnen mein Motiv auf die Armschiene umzusetzen. Zuerst bin ich dem Motiv nachgefahren. Dann habe ich die Linien mit einem Messer nachgeschnitten. Zum Schluss habe ich noch den Schatten gemacht
Ich wusste von Anfang an, dass ich das Armleder bearbeiten wollte. Also habe ich mir ein Motiv ausgesucht und habe noch etwas auf einem Restleder geübt, dann habe ich bereits auf dem Leder gearbeitet. Ich finde das Resultat recht gut gelungen aber ich habe recht lang daran gearbeitet. Ich war noch überrascht wie lange das ich effektiv hatte, denn ich habe im gesamten etwa 2.5 Stunden daran gearbeitet, jedoch habe ich mir auch recht viel Zeit gelassen.