Um diese Grösse zu berechnen, haben wir einige unserer Bögen folgendermassen ausgemessen: Der aufgespannte Bogen wird auf einem Brett fesgeklemmt und Zoll um Zoll mit Hilfe einer Federwaage ausgezogen. In regelmässigen Abständen notieren wir Auszugslänge und Gewicht. Aus diesen Daten lässt sich eine Kurve erstellen, deren Ableitung (Fläche unter der Kurve) die im Bogen gespeicherte Energie bei vollem Auszug angibt.
Bogen von Linda Quinn
Gespeicherte Energie bei vollem Auszug: 26.46 Joule
Bogen von Anna Magni
Gespeicherte Energie bei vollem Auszug : 23.42 Joule
Bogen von Mara Lobsiger
Gespeicherte Energie bei vollem Auszug: 29.63 Joule
Bogen von Daniel Brunner
Gespeicherte Energie bei vollem Auszug: 51.47 Joule
Wie obige Grafiken zeigen, ergaben unsere Bögen ein ziemlich lineares Auszugs-Kraft-Diagramm: je weiter die Sehne ausgezogen wird, desto mehr Kraft muss aufgewendet werden.
Als Vergleich dazu haben wir zusätzlich einen Compound-Bogen vermessen. Bei diesem Bogentyp sorgen exzentrisch gelagerte Rollen an den Bogenenden (über welche die Sehne läuft) dafür, dass die maximale Kraft vor dem vollen Auszug aufgewendet werden muss. Bei vollem Auszug wird die Kraft dann deutlich kleiner, was das Halten des Bogens beim Zielen viel einfacher macht. Dementsprechend können diese Bögen sehr präzise geschossen werden.
Der vermessene Compound-Bogen
Umlenkrolle am Ende des Wurfarmes (Cam)