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Kommende Gottesdienste


3. Juli 2022 - um 11.00 Uhr

im Pfarrgarten in Alt-Lotte

Wer eine Mitfahrgelegenheit braucht - bitte melden

unter 05404 / 95 65 46


Herzlichen Glückwunsch

unseren Konfirmandinnen und Konfirmanden,

die heute am 19. Juni 2022 in der Friedenskirche konfirmiert wurden!


Sommerkirche ab 3. Juli 2022

Die Sommerzeit ist Urlaubszeit. Viele Menschen machen sich auf, andere Orte zu besuchen. Auch wir machen uns auf, wollen andere Kirchen besuchen und gemeinsam mit Christen aus der Nachbarschaft Gottesdienst feiern: immer sonntags um 11.00 Uhr im Juli.

Und zwar an folgenden Orten:

3. Juli 2022 um 11.00 Uhr: im Pfarrgarten in Alt-Lotte

10. Juli 2022 um 11.00 Uhr: an oder in der Friedenskirche in Büren

17. Juli um 11.00 Uhr: an oder in der Dorfkirche Wersen

24. Juli 2022 um 11.00 Uhr: im Café Eden in Westerkappeln

Wer eine Mitfahrgelegenheit braucht, rufe mich (J. Oberbeckmann) gerne an unter 05404 / 95 65 46.

Anfahrtpläne finden Sie hier!



Pfingsten ist

das „Ereignis der wirkenden Gegenwart Gottes“

(Jürgen Moltmann, Geist des Lebens)


„Gottes Geist ist

die Kraft und die Macht Gottes, in der Menschen immer neu aus Not und Gefahr, aus dämonischer Besessenheit, vor allem aber aus vielfältiger Selbstgefährdung und Selbstzerstörung herausgerissen und herausgeführt werden.“

(Michael Welker, Gottes Geist)


nächstes Frauenfrühstück:

Samstag, den 10, September 2022

im großen Saal des Gemeindehauses


Hinweis zum Wochenblatt

Das Presbyterium hat beschlossen, Angebote der Kirchengemeinde nur noch in Ausnahmefällen im Wochenblatt zu veröffentlichen. Ansonsten

läuten an jedem Sonntag ab 10.20 Uhr die Glocken und laden zu 10.30 Uhr zum Gottesdienst ein. Dort gibt es die aktuellen Neuigkeiten aus Gottes Wort und dem Gemeindeleben.

Für längerfristige Planung (immer 2 Monate) liegt der Gemeindebrief am Gemeindehaus aus.

Und die homepage gibt aktuelle Infos. - Das schien uns einstweilen genug.



Erklärung

Die „Judensau“

ist eine judenfeindliche Schmäh-Skulptur, die in vielen Kirchen aus dem Mittelalter zu sehen ist, unter anderem „in den Domkirchen von Magdeburg, Regensburg, Freising, Köln und 50 weiteren Städten, so z.B. auch in Wittenberg, dem historischen Zentrum der Reformation und der Wirkungsstätte Martin Luthers. Es geht bei diesen steinernen „Judensauen“ um „ein Motiv, das im Mittelalter so populär war, dass es dafür einen eigenen Begriff gab: ‚Judensau‘. Er bezeichnete die Darstellung eines Borstenviehs, an dessen Zitzen Juden saugen oder an dessen After sich Juden zu schaffen machen. Das war Antisemitismus auf Pornoniveau“.

Schreibt Ronen Steinke in der Süddeutschen Zeitung vom Dienstag, 31. Mai 2022, in einem Kommentar („So halsstarrig“). Merkwürdigerweise klagt sich die Kirche im 21. Jahrhundert nicht selbst an wegen dieser Darstellungen und der sich darin offenbarenden Schuldgeschichte, die im Mittelalter zu judenfeindlichen Pogromen führte und im 20. Jahrhundert nach Auschwitz. Und sie macht auch keine Anstalten, diese historischen Dokumente des Judenhasses an ihren Gebäuden und aus ihrer Mitte zu entfernen und ins Museum zu überführen, wo sie hingehören, wie Steinke meint – und ich auch.

Es ist aus theologischen Gründen dringend geboten, „diese Skulpturen endlich mit Hammer und Meißel abzuschlagen, um sie zum Beispiel in ein Museum zu geben“, um dort über die Verirrungen menschlichen Geistes und den Abgründen menschlichen Wesens zu informieren, vor denen auch der Glaube zuweilen nicht schützt – siehe eben „Judensau“. Beschämend ist aber, dass ein jüdischer Mensch gegen diese Darstellung vor Gericht klagen muß und die Kirchen sich dagegen wehren – so wie nun geschehen in Wittenberg. Die evangelische Kirche „hat sich nun bis zum Bundesgerichtshof (BGH) dagegen gewehrt, dass ein jüdischer Kläger meinte, die ‚Judensau‘ sei beleidigend.“

Dazu ist klarzustellen aus der unbedeutenden Kirchengemeinde Wersen-Büren: Die sogenannte „Judensau“ ist eine unerträgliche Verunglimpfung jüdischer Menschen, jüdischen Glaubens und des von Gott erwählten und geliebten Volkes der Juden und Israels. Dass sich diese Verunglimpfung in vielen alten Kirchen findet und damit auch den Gott lästert, der in diesen Kirchen angebetet und verehrt wird, ist ebenso unerträglich wie „unmöglich“. Denn immerhin gründen alle diese Kirchen auf den „König der Juden“; so ist Jesus selbst von den Schmähungen betroffen.

Aus historischen, aber für mich noch entscheidender: aus theologischen Gründen, kann es hier nur ein Schuldgeständnis geben und eine Umkehr im Denken, die in den Dokumenten (Juden und Christen I-III) und Zeugnissen (Grundartikeln/Verfassungen der evangelischen Kirchen) längst vollzogen ist. Nun müssen diese theologischen Erkenntnisse des 20. Jahrhunderts nur noch „praktisch“ werden und umgesetzt werden: also die unerträglichen und unmöglichen Reliefs aus den Kirchen entfernt werden.

Dass ein Gericht darüber entscheiden muß, was die Kirchen längst hätten entscheiden und umsetzen müssen, ist beschämend und traurig. Wir möchten uns auf diesem Wege bei dem 79-jährigen Michael Düllmann und bei allen Juden entschuldigen, der bei dem Landgericht in Dessau und dem Oberlandesgericht Naumburg einen Beseitigungsanspruch geltend gemacht hatte und auf Entfernung geklagt hatte. „Die ersten zwei Gerichtsinstanzen“ allerdings „hatten sich nicht davon überzeugen lassen“ (Muss die ‚Judensau“ weg?, in SZ vom 31.5.2022 Seite 6). Hoffentlich läßt sich das BGH von der Klage überzeugen – und noch wichtiger: mögen sich die Kirchen und ihre Gremien überzeugen lassen, dass sie die Beleidigungen gegen Juden und den Gott der Juden aus ihrer Mitte entfernen und verbannen. Und singen und sagen: „Gelobt sei der Gott Israel!“ Denn der hat den Grund gelegt für die Kirche und die Kirchen, wie der Jude und Apostel Paulus schreibt: „einen anderen Grund kann niemand legen, als den, der gelegt ist“ (1. Kor 3,11) – Und weil viele Menschen es immer noch nicht klar haben: Jesus ist Jude. Er wird in der „Judensau“ ebenfalls beleidigt, gelästert und verunglimpft.


Älter

Bestürzt und betroffen haben wir in den letzten Tagen sehen müsen, dass die gewalttätigen Angriffe der Hamas auf Städte in Israel und die militärische Reaktion Israels vielen Menschen in Israel und Gaza das Leben gekostet haben. Traurig und fassungslos mußten wir erleben, dass dies zu antisemitischen Ausschreitungen in deutschen Städten geführt hat. Jüdische Menschen und Einrichtungen wurden zum Ziel von Haß und Gewalt. Wenn auf deutschen Straßen der Ruf "Scheiß Juden" laut wird, ist das in Kenntnis der Geschichte unseres Landes unerträglich. Wir leben in einem freien Land, in dem jeder Mensch seine Meinung äußern kann, auch bei Demonstrationen und in der Öffentlichkeit. Aber es gibt "Grenzen des Sagbaren" und Taten, die kriminell und strafbar sind. Die Verunglimpfung von Juden, antisemitische Hetze und das Verbrennen von Israelfahnen gefährden den inneren Frieden in unserem Land.

Im Übrigen: Wer jüdische Menschen und Einrichtungen angreift, greift damit zugleich Jesus Christus an, den König der Juden und Retter der Völker. Wer antisemitisch denkt und handelt, verachtet den "Sohn Gottes" (Markus 1,1) und den "Sohn Abrahams und den Sohn Davids" (Matthäus 1,1) und greift die christliche Kirche und ihren Herrn an. So werden mit den Juden die Christen verachtet und verletzt.

Jeder Mensch kann und darf der Politik des Staates Israel kritisch gegenüberstehen und diese Kritik äußern. Dass es aber einen Staat Israel gibt und dass es ein Segen ist, dass dieser Staat in der Völkerwelt existiert, darf nicht in Zweifel gezogen werden.

Wir verurteilen jegliche Form der Gewalt gegen Juden im Nahen Osten und in Deutschland. Wir trauern mit den jüdischen und palästinensischen Menschen, dieim Heiligen Land Opfer dieses Konfliktes wurden und ihr Leben verloren ebenso wie mit ihren Angehörigen und Familien. Zugleich stehen wir als evangelische Gemeinde an der Seite der jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger unseres Landes und verurteilen die Angriffe gegen sie. Wir beten und arbeiten dafür, dass sie ohne Angst und verbale oder handgreifliche Angriffe mit und unter uns leben können.