Diese Rubrik versammelt wissenschaftliche Beiträge, die sich explizit mit Übergängen, Grenzlagen und Spannungsfeldern befassen. Im Zentrum stehen neben tradierten Fragestellungen auch Fragestellungen, die sich nicht eindeutig einer Disziplin, Methode oder Perspektive zuordnen lassen. Die Artikel verbinden theoretische Präzision mit reflexiver Offenheit und machen sichtbar, wie Erkenntnis in Auseinandersetzung mit Ambivalenzen, Brüchen und Widersprüchen entsteht.
Rezensionen in Zwischenräume verstehen sich nicht als reine Inhaltsreferate, sondern als reflexiv-offene Lektüren. Die Rezensionen setzen die Texte in Beziehung zu aktuellen Diskursen und fragen nach ihrem Erkenntnispotenzial in gesellschaftlichen, kulturellen oder epistemischen Zwischenräumen.
Das Fokusinterview gibt Raum für Stimmen, die zwischen Wissenschaft, Praxis, Kunst oder Öffentlichkeit verortet sind. Die Gespräche eröffnen persönliche und theoretische Perspektiven auf Praxisherausforderungen, Denkbewegungen und biografische Brüche. Erkenntnis erscheint hier nicht als abgeschlossenes Ergebnis, sondern als Prozess im Sprechen, Zögern und Neu-Positionieren.
Das Fachgespräch ist ein dialogisches Format, in dem unterschiedliche Perspektiven bewusst nebeneinandergestellt werden. Ziel ist nicht Konsens, sondern die produktive Sichtbarmachung von Differenzen, Reibungen und offenen Fragen. Das Gespräch wird so selbst zum Erkenntnisraum, in dem theoretische Begriffe, Deutungsmuster und normative Setzungen verhandelbar werden.
Diese Rubrik widmet sich ästhetischen, essayistischen und experimentellen Beiträgen, die Wissen in nicht-propositionaler Form artikulieren. Bilder, Texte, Klang oder hybride Formate werden als eigenständige Modi der Erkenntnis verstanden. Ästhetische Figurationen machen Zwischenräume erfahrbar, in denen Wahrnehmung, Affekt und Reflexion ineinandergreifen.
Die Rubrik Impuls versammelt verdichtete, argumentativ geführte Kurztexte, die zentrale Spannungen, blinde Flecken oder Entwicklungslinien eines Themenfeldes sichtbar machen. Sie bewegen sich zwischen theoretischer Reflexion und positionsbezogener Zuspitzung.
Ein Impuls entfaltet eine eigenständige Perspektive, ohne den Anspruch vollständiger Systematik. Statt umfassender Darstellung steht die pointierte Herausarbeitung eines Gedankens im Vordergrund – häufig entlang eines konkreten Problems, einer Beobachtung oder einer Irritation innerhalb von Praxis, Disziplin oder Gesellschaft.