Hierarchie
WolkenClan
Anführer Bienenstern kleine weiße Kätzin mit blauen Augen Mentor von Adlerpfote
WolkenClan
Anführer Bienenstern kleine weiße Kätzin mit blauen Augen Mentor von Adlerpfote
2.Anführer Eichhornsprung hellbraun gestreifter Kater mit bernsteinfarbenen Augen
Heiler Birkenfunke schildpattfarbene Kätzin, Mentor von Smaragdpfote
Krieger
Federflug silber gestreifte Kätzin mit grünen Augen, Mentor von Zimtpfote
Hummelflug gelb getigerter Kater mit blauen Augen
Teichfell blaugraue Kätzin mit gelben Augen, Mentor von Nachtpfote
Blattstreif cremefarben getiegerter Kater mit grünen Augen
Dunstpelz grauer Kater mit Haselnussbraunen Augen
Herbststurm undeutlich gescheckter Kater mit roten Augen, Mentor von Buntpfote
Harzblume goldener Kater der am Bauch gestreift ist und grünen Augen
Schüler
Adlerpfote schwarzer Kater mit durchdringend grünen Augen
Nachtpfote schwarzer Kater mit tiefblauen Augen
Zimtpfote cremebraune Kätzin mit dunkelgrünen Augen und einem schwarzem Schwanz
Buntpfote dreifarbig gescheckte Kätzin mit bernsteinfarbenen Augen und einer Narbe im Gesicht
Smaragdpfote graugrünlich schimmernder Kater mit hellgrünen Augen
Königinnen
Rotkehlchenflug schildpattfarbene Kätzin, Mutter von Zweigjunges, Veilchenjunges
Wolkenschwinge helle Kätzin, Mutter von Vogeljunges, Schluchtjunges, Flussjunges
Dohlenpelz kohlrabenschwarze Kätzin mit gelben Augen, Mutter von Samenjunges, Wurzeljunges
Älteste
Herzauge hellbraune Kätzin mit grünen Augen und herzförmigen Pupillen
Heckenschweif rotbraune Kätzin mit einem weißem Fleck auf der Brust
Buschrose dunkelbrauner Kater
DonnerClan
Anführer Leuchtstern silbern gestreifte Kätzin mit blauen Augen
2.Anführer Rabenfell Kater mit dunkelbraunem Fell, das im Schatten schwarz erscheint
Heiler Gleitflug braun gestreifter Kater, Mentor von Lohpfote
Krieger
Aststreif braun-schwarz getigerte Kätzin mit strahlend blauen Augen.
Schattenschweif dunkelgrauer Kater mit hellem Schwanz, Mentor von Haselnusspfote
Glutflug feuerrote Kätzin mit pechschwarzen Pfoten, Mentorin von Eichelpfote
Kohlenpelz braunschwarze Kätzin, Mentor von Erdpfote
Himmelherz blaugraue Kätzin mit grünen Augen, Mentor von Sausepfote
Schüler
Haselnusspfote Kater mit wunderschönem, langem braunem Fell
Eichelpfote hellgraue Kätzin
Sausepfote strahlend weiße Kätzin mit braunen Augen
Erdpfote gescheckte Kätzin mit bernsteinfarbenen Augen
Lohpfote rotfahlfarbene Kätzin mit graublau-grünen Augen
Königinnen
Waldsee silbern gestreifte, entzückende Kätzin mit grünen Augen (später Mutter von Dachsjunges, Hirschjunges, Sperberjunges, Fuchsjunges)
Älteste
Dunkelfuß dunkelgrauer Kater
Gepardenpelz bengal Kätzin mit bernsteinfarbenen Augen
FlussClan
Anführer Seestern silbergraue Kätzin deren Fell in der untergehenden Sonne rosa schimmert
2. Anführer Forellenschweif dunkelgrauer Kater mit silbrigen Streifen und schwarzen Schwanz
Heiler Schilfblatt dunkelbrauner Kater mit grünen Augen und schwarzen Flecken
Krieger
Inselsand hellbrauner Kater mit sandfarbenen Augen
Bambusrohr graubrauner Kater mit weißen Beinen
Wasserauge helle gemusterte Kätzin mit tiefblauen Augen
Seefell blaugraue Kätzin mit türkisen Augen, Mentor von Seerosenpfote
Teichmond schwarze Kätzin mit silbrigen Streifen am Schwanz, Gesicht und an den Beinen
Algenbart feuerroter Kater mit schwarzen Flecken, Mentor von Sandpfote
Wellenschweif Kater mit wunderschön gemustertem Fell
Muschelstreif braun getigerter Kater mit gelben Augen
Sumpfherz braunweiß gefleckte Kätzin, Mentorin von Spiegelpfote
Schlammpelz braune Kätzin mit grünen Augen
Felsenkralle grauschwarzer Kater mit braunen Augen
Schüler
Sandpfote sandfarben getigerter Kater
Seerosenpfote schildpattfarbene Kätzin
Spiegelpfote schildpattfarbene Kätzin mit bernsteinfarbenen Augen
Königinnen
Krabbenschere orange Kätzin mit sehr dunklen Augen, Mutter von Haijunges, Karpfenjunges und Fischjunges
Käferohr magere, dunkle Kätzin, Mutter von Biberjunges, Otterjunges, Ziehmutter von Perlmutjunges
Kieselnase graue Kätzin mit bernsteinfarbenen Augen
Älteste
Pfützentritt cremefarbener Kater
Regenfuß heller Kater mit trüben blauen Augen und weißen Pfoten
SchattenClan
Anführer Eichenstern hellbrauner Kater, Bild folgt.
2.Anführer Kiefernpelz schwarze Kätzin, Bild folgt.
Heiler Erlenfuß roter Kater, Bild folgt.
Krieger
Lärchentritt hell orange Kätzin
Birkenfell hellbrauner Kater, Mentor von Beerenpfote
Buchenrinde orange getigerte Kätzin
Tannenpelz schwarzer Kater mit weißen Punkten
Eibenbeere feuerroter Kater mit schwarzen Füßen
Nadelherz silberne Kätzin mit grünen Augen, Mentor von Blütenpfote
Krötenschweif graubraune Kätzin, Mentor von Eichelpfote
Froschstreif graublauer Kater, Mentor von Haselpfote
Morastauge heller Kater mit bernsteinfarbenen Augen
Pfützentropfen hellgrauer Kater mit silbrigen Flecken
Dunkelflügel schwarze Kätzin mit braunen Augen, Mentor von Tatzenpfote
Nachtflug glänzender, schwarzer Kater mit gelben Augen
Schüler
Eichelpfote rotbrauner Kater
Beerenpfote schildpattfarbene Kätzin
Haselpfote hellbraune Kätzin mit grünen Augen
Tatzenpfote hellgrauer Kater
Blütenpfote schmutzig weiße Kätzin
Königinnen
Zweigblüte gescheckte Kätzin mit braunem Bauch, Mutter von Efeujunges
Astblume wunderschöne Kätzin, Mutter von Fuchsjunges, Wolfsjunges, Wachsjunges
Älteste
Stammzahn alter, weißer, schmutziger Kater
Pilzwurzel braune Kätzin mit weißen Flecken
WindClan
Anführer Vogelstern braune Kätzin mit grünen Augen, Bild folgt.
2.Anführer Spatzenstreif hellbraun getigerter Kater, Bild folgt.
Heiler Finkenflug hellgraue Kätzin, Bild folgt.
Krieger
Lerchengesang wunderschöne Kätzin mit blauen Augen
Eulenklaue goldener Kater mit riesigen Augen
Adlerauge rote Kätzin mit weißen Sprenkeln am Rücken, Mentor von Dachspfote
Rabenfeder kohlrabenschwarze Kätzin mit großen Ohren
Krähenauge älterer dunkelgrauer Kater
Dohlenglanz schwarze glänzende Kätzin mit leuchtend grünen Augen
Meisenflug weiße Kätzin mit Blauen Augen
Wolkenfell grauweißer Kater mit braunen Augen
Himmelpelz blaugrauer Kater mit roten Augen
Luftnase schildpattfarbene Kätzin mit braunen Augen, Mentor von Goldpfote
Moorfuß braun gescheckter Kater, Mentor von Kranichpfote
Ginsterzweig hellbraun gestreifte Kätzin
Hasentritt sandfarben gefleckter Kater mit weißen Pfoten
Fasanschweif bengal Kätzin
Kaninchensprung dunkelbraun mit schwarzen Streifen
Schüler
Kranichpfote feuerrot mit bernsteinfarbenen Augen
Dachspfote schwarzweiß mit gelben Augen
Goldpfote goldene Katzen mit braunen Augen
Königinnen
Heidekralle cremefarben getigert mit grünen Augen, Mutter von Kupferjunges, Rostjunges
Älteste
Rotkehlauge blinder und tauber Kater
Stamm der wirbelnden Wolken
Seher: Sagerin der spitzen Steine, Bild folgt.
Sagerin kleine tiefschwarze Kätzin
Höhlenwächter:
Ast der auf Boden fällt
Ast braunschwarzer Kater
Mondlose Nacht
schwarzer Kater
Herbstblatt das auf Boden fällt
Herbstblatt hellgrau gestreifter Kater
Wald der im Wind rauscht
Wald kleiner gelbbrauner Kater
Knarzender Zweig
dunkelbraune Kätzin
Beutejäger:
Hase der durchs Moorland rennt
Hase orange Kätzin
Tau das an Grashalm glitzert
Tau silbergraue Kätzin mit rötlichen Streifen
Nebel in der Morgensonne
Nebel schwarze Kätzin
Feder die durch Luft wirbelt
Feder silberner Kater
Zukünftige:
Tropfendes Holz
Hellbraune Kätzin, zukünftige Beutejägerin, wird ausgebildet durch Tau
Knirschendes Eis
hellgrau gestreifter Kater, zukünftiger Beutejäger, wird ausgebildet durch Feder
Tschilpender Vogel
siehe Buntpfote, zukünftige Höhlenwächterin, wird ausgebildet durch Knarzender Zweig
Jungenmutter:
Biene die an Blumen schnuppert
Biene dünne große Kätzin mit einer unbestimmter Augenfarbe, Höhlenwächterin
Sonne die hinter Wolke verschwindet
Sonne goldene Kätzin mit silbernen Streifen, Beutejägerin
Schmelzender Schnee, Bild folgt.
Weiße Kätzin mit tiefblauen Augen, Höhlenwächterin
Junge:
Karpfen der gefangen wird
Karpfen hellgrauer Kater, Junges von Biene
Falke der auf Baum landet
Falke rötlich schimmernde Kätzin mit liebevollen Augen, Junges von Sonne
Halber Mond
weißgrauer Kater, Junges von Schmelzender Schnee, taub, hat die Fähigkeiten des Steinsagers
In einer kleinen Stadt, nahe an einem großem Wald lebte eine Familie dessen Tochter katzenverrückt war. Deren Lehrerin hatte eine Katze, die Junge bekam. Die Tochter bekam eines von ihr geschenkt und nannte sie Serafina. Alle hatten viel Spaß mit ihr. Sie hatte ihren ganz eigenen Charakter! Die ganze Familie hatte bis jetzt 3 Monate jeden Tag riesigen Spaß.
Und so wuchs Serafina in einer sehr liebevollen Gegend auf.
Als Serafina 5 Monde alt war, kannte sie ihre Umgebung schon sehr gut. Am meisten faszinierte sie der große Wald, ein paar Straßen entfernt. Sie traute sich oft nicht hin, weil der Geruch von Katzen so stark war. Immer wieder machte sie Ausflüge. Mal weit von zu Hause entfernt, mal weniger. Manchmal wagte sie sich bis zum Waldrand. Aber wenn sie frischen Katzengeruch roch rannte sie schnell wieder weg. Doch heute wagte sie sich recht tief hinein. Im Wald war es längst nicht so dunkel wie er von außen immer ausgesehen hatte. Sie lief einen kleinen Pfad hinein der sich wand, mal in die eine Richtung, mal in die andere. Die Vögel zwitscherten wunderschön und Serafina genoss ihren Ausflug sehr. Sie fragte sich verwundert wie sie nur immer so ängstlich hatte sein können! Während sie so dastand, auf einer Lichtung nahm sie eine Bewegung im Augenwinkel wahr: Eine Maus! Sofort ließ Serafina sich ins Jagtkauern fallen und kroch vorwärts. Aufgeregt peitschte sie mit dem Schwanz, doch irgendetwas erschreckte die Maus und sie verschwand im Gebüsch. Plötzlich ließ sich eine verärgerte Stimme hören, Farnwedel zitterten und eine cremebraune Katze trat aus dem Gebüsch. Schnell setzte Serafina sich auf und putzte sich verlegen die Brust, da sie die Katze gar nicht hatte kommen hören. Die cremebraune Kätzin, wie sie inzwischen gerochen hatte, sagte: ,,Was beim SternenClan machst du hier ?!" Komische Art zu reden! ,,Einen Ausflug.", sagte sie. Sie musste sich große Mühe geben, nicht zu zittern beim reden, denn die Katze sah sehr wild und kräftig aus. Diese sah sie an als ob sie 2 Köpfe habe. ,,Einen Ausflug !?! Spinnst du? Weißt du, kleines Hauskätzchen denn nicht das es hier gefährlich ist! Du solltest nicht hier sein! Und außerdem darfst du hier nicht jagen! Das ist unser Territorium!" Serafina kniff die Augen zusammen und sah sie wütend an, ein Blick der sich schon oft bewährt hatte. Sie war es nicht gewohnt dass man so mit ihr sprach. Komisch. Trotz ihrer abwertenden Worte fand sie die etwa 2 Monde ältere Katze faszinierend. Die sah sie abschätzend an. Serafina ignorierte ihr Herzklopfen und reckte den Kopf in die höhe, damit sie auf Augengleiche waren. ,,Und außerdem heiße ich nicht ,,Hauskätzchen, sondern Serafina!" Die Katze blinzelte. ,,Aha. Ich heiße Zimtpfote. Die beiden sahen sich ein paar Momente an. Auf einmal hob Zimtpfote den Kopf und schnüffelte: ,,Schnell, weg hier, da kommen andere Katzen aus meinem Clan!" Wirklich seltsam! Erst beschimpfte diese Zimtpfote sie und dann wollte sie ihr helfen! Doch Serafina fragte nicht nach und rannte den Weg zurück aus dem Wald. Mit einem Herzklopfen kam sie zuhause an.
Lange hielt sie sich vom Wald fern, dachte an den Schrecken den sie ausgestanden hatte. Immer mal wieder ertappte sie sich dabei, wie sie in den Wald wollte. Jedes mal stoppte sie sich mit dem Gedanken an das letzte mal gerade noch. Auch heute versuchte sie dies, doch diesmal wirkte es einfach nicht! Sie versuchte es wieder und wieder aber musste feststellen, das der Schreck abgeklungen, und seine Wirkung verloren hatte. Ein paar mal dachte sie noch darüber nach, doch sie konnte auf einmal einfach nichts Gefährliches mehr finden! Und plötzlich gab es kein Halten mehr: Sie rannte so schnell sie konnte Richtung Wald. Doch heute wollte sie mal von einer anderen Seite rein, nicht die mit dem Schlingelpfad, und ging ungefähr 20 Fuchslängen am Waldrand entlang und bog dann in den Wald ein. Nachdem sie eine Weile gelaufen war, hörte sie Katzen! Irgendwer sagte:,, Eindringling!!!" Ein anderer: ,,Oh man hast du mich erschreckt! Das ist doch nur ein Hauskätzchen!" Serafina zitterte verärgert mit den Schnurrhaaren: Hatten sie denn immer noch nicht gelernt, das sie Serafin hieß?!? Aber sie war klug genug, das sie sich ganz ruhig verhielt; denn diese Katzen klangen längst nicht so freundlich wie Zimtpfote! Vor allem, weil diese ja auch überhaupt nicht freundlich war! Also machte Serafina, das sie weg kam. Doch blöd!!! Jetzt hörte sie Pfotengetrappel hinter sich, die wilden Katzen waren viiiiiiiiiiiiiiel schneller! Schnell merkte Serafina, das fast keine Kraftreserven mehr hatte. So raste sie Richtung Waldrand, die fremden Katzen kamen immer näher. Plötzlich löste sich ein Sprinter von der Gruppe!!! Und auf einmal hatte Serafina keinen Fluchtweg! ,,Bitte! Lasst mich vorbei!" ,bettelte sie. Der Kater der ihr den Fluchtweg versperrte, fauchte wütend, und riss seine Krallen urplötzlich durch Serafinas Gesicht. Die schrie erst überrascht, dann vor Schmerz auf. Endlich gab der Kater auf ein Zeichen seiner Kameraden den Fluchtweg frei. Serafina rannte so schnell sie konnte aus dem Wald, nach Hause. Wie das letzte mal. Doch diesmal hatte Serafina die Botschaft verstanden, dass sie im Wald nicht willkommen war.
Mit brennendem Gesicht rannte Serafina in die Stadt. Sie stürmte auch an ihrem Haus vorbei aber Serafina wollte jetzt noch nicht nach Hause, weil sie dann ja zum Tierarzt musste! Serafina schüttelte vor Abscheu den Schwanz. Erstens, weil sie den Tierarzt hasste, und zweitens, weil sie so unglaublich wütend war auf sich selber weil sie sich nicht hatte wehren können, und weil die fremde Katze sie einfach so ins Gesicht gekratzt hatte! Na ja, wenn Serafina näher darüber nachdachte, war die fremde Katze schon auch ein bisschen im Recht, schließlich war sie in sein Territorium eingebrochen! Also hörte sie zwar das rufen ihrer Hausleute, hatte aber keine Lust, ihnen zu folgen. Sie lief querfeldein in der kleinen Stadt. Irgendwann kam sie zum Park, der 2. liebste Ort in der Stadt. Serafina schlenderte ein bisschen unter den Bäumen herum, merkte aber bald, dass er sich einfach nicht mit dem Wald vergleichen ließ. Eigentlich währe sie jetzt gerne umgekehrt, aber irgendwas hielt sie davon ab nach Hause zu gehen.
Und schlenderte sie bis zum Abend in der Stadt herum. Erst als der Hunger zu groß wurde, wiedersetzte sie sich dem Drang und lief nach Hause. Doch als sie vor dem Haus stand, sah sie etwas unglaubliches: Ein riesiger Wagen war gerade dabei, ab zufahren! Im Moment schloss ein ihr unbekannter Mann den Laderaum, wo ganz viele Kisten standen. Aus einer ragte ihre Spielzeug Kiste heraus! Dann stieg er ein indem er die Tür öffnete und sie wieder schloss. Es ging zwar ganz schnell, und doch erhaschte Serafina einen Blick auf ihre Besitzerin! Sie miaute und maunzte nach Leibeskräften, schrie und rannte so schnell hinter ihnen her, dass sie sie einholte. Serafina war schon erleichtert, gerade wollte sie an einem Vorsprung hochspringen, da erinnerten sich ihre Beine plötzlich an den Spurt im Wald. Plötzlich konnte sie nicht mehr! Der Wagen bog um eine Ecke und hängte sie ab! Als ihre Hausleute die Kurve nahmen, drehte sie sich um zu ihr und machte dringliche Bewegungen. Doch ihr Vater konnte nicht mehr bremsen und sie rauschten um die Ecke, weg. Mit brennenden Lungen blieb Serafina keuchend stehen. Sie konnte einfach nicht mehr! Und ihre Hausleute waren sowieso längst weg! Wütend auf sich selbst, weil sie die fast gehabt hatte, rannte sie zurück, nur einen Gedanken im Kopf:,, Ich muss einfach ein Zeichen finden, dass sie zurückkommen!" Also lief sie zum Haus und hoffte, dass sie dann tatsächlich etwas finden würde. Doch gerade als sie reinwollte, bemerkte sie, das die Katzenklappe durch die sie immer rein ging, verschwunden war!!!! Normalerweise hätte sie jetzt aufgegeben. Doch dann dachte sie an Zimtpfote, die wahrscheinlich nie aufgab, und die sie so bewunderte. Also holte sie tief Luft und ließ ihren Blick über die Fassade gleiten. Bestimmt war irgendwo ein Fenster offen! Ihre Hausleute waren nämlich so vergesslich, dass sie immer ein Fenster zumindest offen hatten! Aber letztendlich musste sie sich eingestehen, dass ihre Hausleute wirklich weg waren. Komisch. Jetzt merkte Serafina, dass sie erst jetzt, wo sie der Tatsache klar ins Auge blickte, was sie zu tun hatte:Sie würde sich jetzt ganz in Ruhe waschen, und dann ein geeigneten Platz für die Nacht finden. Anschließend würde sie eine Stelle im Wald suchen die nicht nach Katzen roch und den ganzen Tag jagen, denn sie ahnte das sie so viel Fressen gebrauchen könnte wie sie nur fand. Und so strich sie in der Stadt herum und fand schließlich tatsächlich einen Platz für die Nacht; ein verlassenes Haus. Als Serafina dann in den Wald ging, kam das nächste Problem: Es gab keine geruchsfreie Stelle! Wenn ich eine Stelle finde, wo der Geruch eher schal ist, könnte ich dort jagen. Aber es besteht sehr wohl die Möglichkeit, dass gerade weil lange keiner mehr da wahr, bald wieder jemand kommt. Wenn ich es aber umdrehe, und eine Stelle suche wo der Geruch frisch ist, wirkt es zwar gefährlicher, aber genau deswegen kann es ja sein das jetzt wieder mal eine Weile niemand kommt. Es ist also 50%50 und vollkommen egal wo ich jage. Ich möchte aber trotzdem lieber am Rand jagen, weil ich dann, wenn ich erwischt werde, schneller weg rennen kann. Also, beschlossen. Deshalb lief Serafina nun in den Wald und suchte eine geeignete Stelle.......
1 Monat ging das. Aber dann musste Serafina einsehen, das sie nicht gut genug jagen konnte. Von 3 Versuchen machte sie einen Fang, ging aber nur Vier mal am Tag jagen da die Zeit nicht reichte. Ihr Gesicht teilte nun eine Narbe.
Deshalb ging Serafina nun noch einmal in den Wald. Doch sie fing nichts, war viel zu schwach und Energielos. Als sie wieder nach hause kam, legte sie sich in ihr Nest. Serafina wusste, sie konnte nicht mehr. Bald war es wohl vorbei. Der Gedanke war schrecklich, doch sie wusste, es war so. Kurz vor dem Einschlafen sagte sie zu Gott:,, Wenn du mich hörst, dann hilf mir. Bitte, erfüll mir drei Wünsche: 1. einen wirklich gute Freundin. 2. ein Zuhause, ein eigener Platz in der Welt. 3. Kraft." Und dann schlief sie ein, so schwach war die 4 Monate alte Kätzin.
Am nächsten Tag hatte sie ihre Wünsche vergessen. Nur mit Mühe raffte sie sich aus dem Nest und ging, obwohl sie wusste, sie würde nichts fangen, in den Wald. Sie war noch gar nicht weit gelaufen, da hörte sie Pfotenschritte; ZIMTPFOTE!!!!!!! Serafina bemühte sich wegzulaufen obwohl sie ganz genau wusste, sie konnte nicht! Serafina hatte es ja nicht einmal geschafft, wegzulaufen als sie noch bei Kräften war! Fast taumelnd drehte sie sich um, als sie hörte, Zimtpfote war da. Serafina machte den Mund auf, aber Zimtpfote kam ihr zuvor: ,,Hey, was hast du dir geda" Zimtpfote verstummte plötzlich und sah sie entsetzt an. Serafina war an ihren Anblick schon so gewöhnt, das sie erst gar nicht begriff, warum sie so angestarrt wurde. Als sie aber an sich runter schaute begriff sie; man konnte jeden Knochen zählen, und ihre Haut hing darum wie das, was ihre Hausleute vor den Fenstern gehabt hatten. Serafinas Augen waren glanzlos geworden. Zimtpfote sagte:,, Was ist mit dir passiert! du bist magerer als ich, und wir leiden Hunger!!!" Doch Serafina konnte nichts erklären, und das merkte Zimtpfote zum Glück sofort. ,,Komm mit in unser Lager. Meine Anführerin wird mir zwar was aufbrummen, aber das ist mir egal. Sie würde niemals jemanden Sterben lassen!" Zwar klang ,,Lager" nicht so gut aber Serafina wehrte sich nicht als Zimtpfote ihr die Schulter anbot und sie zum ,,Lager" führte.
Schon von weitem roch sie überwältigenden Katzengeruch. Als Zimtpfote sie hineinführte standen alle da und schauten sie ärgerlich an und redeten laut durcheinander. Wahrscheinlich hatte man sie schon gerochen. Plötzlich rief jemand,, Hey, was soll das, wen schleppst du hier an, warum riecht die Katze wie ein Streuner und darunter wie ein Hauskätzchen und warum ist sie so dünn?????!"Mit einem schaudern erkannte Serafina den grauen Kater der ihr die Narbe verpasst hatte. ,,Lass gut sein, Dunstpelz!" erklang plötzlich eine Stimme hinter ihr. Schnell drehte sie sich um und erschrak: Eine kleine weiße Kätzin, lief auf sie zu. Serafina, eingeschüchtert von den vielen Katzen, machte Zimtpfote eilig nach und drückte sich beinahe erleichtert auf den Boden da sie so erschöpft vom langem Weg war, aber bis jetzt keine Möglichkeit gesehen hatte sich auszuruhen. ,,Bbbienenstern!!" stotterte Zimtpfote und Serafina hob erstaunt den Kopf. So angstvoll hatte sie Zimtpfote ja noch nie gesehen! Serafina schaute sich die Kätzin noch mal genauer an. Sie bemerkte die majestätische Haltung, und begriff plötzlich: Das musste die Anführerin sein, von der Zimtpfote gesprochen hatte!! ,,Wer ist das?" fragte Bienenstern. ,,Das ist Serafina, sie ist ein Hauskätzchen so viel ich weiß und in größter Not. Bitte, hilf ihr Bienenstern!" Antwortete Zimtpfote. Bienenstern bedeutete mit einem Schwanzschnippen ihnen in ihren Bau zu folgen. ,,Eichhornsprung, Harzblume und Teichfell, ihr kommt mit." Als sie drinnen waren, hatte Serafina kurz die Gelegenheit sich von den ganzen aufregenden Gerüchen zu erholen, aber dann fragte Bienenstern. ,,Also, jetzt sag einmal, was passiert ist" Serafina holte tief Luft und setzte sich aufrecht hin. Es war ihr unangenehm, dass gleich 5 Augenpaare sie anstarrten aber sie fing gehorsam an...........
Mit einem Gähnen wachte Serafina auf. Sie hatte wunderbar geschlafen. Viel besser, als sie es sich in der Natur jemals hatte erträumen lassen! Bienenstern hatte tatsächlich erlaubt dass sie im Lager schlief, bis es ihr besser ging: Sie durfte schlafen wo sie wollte, bekam jeden Tag ekelhafte Kräuter zu fressen die angeblich helfen sollten, und durfte sich vom ,,Frischbeutehaufen" so viel nehmen wie sie wollte. Der sogenannte war ein angeordneter Haufen, wo es Eichhörnchen, Mäuse, Waldmäuse, Spitzmäuse, Staren, Finken,...... und alles andere mögliche gab. Zimtpfote musste als Strafe, jeden Tag für sie jagen, bis Serafinas Zeit hier abgelaufen war. Heute fühlte Serafina sich fit genug, um sich ihre Kräuter selbst zu holen. Zimtpfote willigte erfreut ein. Inzwischen waren sie so etwas wie sehr gute Freunde geworden, allerdings hatte das bis jetzt noch keiner von den beiden so gesagt. Das schien für ihre Freundschaft zwar irgendwie gefährlich zu sein, aber viel drohender war der immer näherrückende Abschied. Doch Serafina wollte optimistisch sein und schob den Gedanken so weit wie möglich weg. Die anderen Katzen im Lager bedachten sie zwar manchmal mit einem verächtlichem Blick, hatten sich die Warnung von Eichhornsprung, dem 2. Anführer des WolkenClans aber zu Herzen genommen ,,Seid höflich zu ihr! Sie ist ein Gast." Sie streckte sich ausgiebig und schob sich dann aus dem Bau. Inzwischen kannte sie die Katzen hier ganz gut. Dort, beim Frischbeutehaufen suchte ein goldener Kater mit grünen Augen nach einem Eichhörnchen. Das war seine Lieblingsspeise. Von Zimtpfote wusste sie dass das Harzblume, Zimtpfotes Vater war. Der Kater Herbststurm beobachtete sie vom Kriegerbau aus, seine roten Augen leuchteten. Die machten Serafina ein bisschen Angst. Zum Glück waren sie noch einander richtig begegnet. Sehr nett fand sie Federflug, eine Kätzin die sich mit ihrem Gefährten ,,die Zunge gab" wie man es hier nannte wenn die Katzen sich gegenseitig putzten. Gerade kamen von der Mittagspatrouille 5 Katzen zurück: Nachtpfote, Adlerpfote, sein Bruder der schwitzte, wahrscheinlich hatten sich Teichfell und er nach dem Training der Patrouille angeschlossen, vermutete Serafina, Hummelflug und Blattstreif der so viel Serafina wusste nach der, vor ewigen Monden vergangenen Anführerin Blattstern benannt hatte. Diese Geschichte hatte Serafina oft beim Einschlafen gehört, denn die Kinderstube, ein Bau wo trächtige, oder Kätzinnen die geworfen hatten wohnten und die Jungen großzogen. Und die bekamen vor dem Einschlafen immer eine Geschichte. Zwar erzählten die Königinnen immer sehr leise, und so fand Serafina auch nur von der Geschichte folgendes heraus: Blattstern war Anführerin des WolkenClans gewesen als der früher zum See kam. Offenbar waren sie noch viieeeeeeeeeeeel früher in einem anderem Wald gewesen, jenseits der Berge, die man hier nicht erkennen konnte. Und inzwischen wusste man richtig gut über die Vergangenheit bescheid, über den Wald der Finsternis, die Zerstörungen des Waldes vor dem See und sogar von Feuerstern der damals den WolkenClan wieder aufgebaut haben sollte, da als Feuerstern noch nicht lebte, er wegen früheren Zerstörungen ihres Territoriums dort vertrieben worden war. Und vom sagenumwobenen Häherfeder wussten sie auch vieles über Zeiten, als es noch keine Clans gab. Erfahren hatte sie von Zimtpfote auch schon, vieles über die Bräuche hier: Zum Beispiel das Krieger die älter sind eher in der Mitte schlafen, wo es am wärmsten ist. Oder dass man bevor man zum Krieger ernannt wurde eine Prüfung bestehen musste, und danach eine Nacht lang schweigend Wache halten musste. Auch dass man 6 ,,Monde" alt sein musste, um Schüler zu sein und eine Patrouille mindestens aus 3 Kriegern bestand die entweder Jagen oder die Grenze mit Pipi markieren. Außerdem durfte man bei einer Jagdpatrouille nicht essen, aber wenn man auf Grenzpatrouille war schon! Und ebenfalls hatte Sie erfahren, dass Heiler mit Kräutern in Träumen sprachen und mit dem ,,SternenClan": ein Vorrat von Geister Katzen heilten indem man sie aß. Offenbar wuchsen die draußen. Oder brachte sie was durcheinander? Egal. Jetzt ging sie zum Heilerbau um ihre Kräuter abzuholen. Die Blätter raschelten als sie über die Lichtung trottete, Richtung Heilerbau. Serafina ging durch den Farntunnel und kam auf eine kleine Lichtung. Aufgeregt schob sie sich in den Heilerbau. ,,Hallo. Ich bin gekommen um meine Kräuter abzuholen." Schüchtern trat Serafina von einer Pfote auf die andere. Smaragdpfote, der Heilerschüler mit den türkisen Augen blinzelte sie freundlich an. ,,Schön, dich außerhalb des Baus zu sehen! Gehts dir allmählich besser?" Serafina nickte schüchtern und lächelte ihn vorsichtig an. Der blinzelte zurück. ,,Komm, ich bring sie dir." Serafina folgte ihm in die hintere Ecke wo das Kräuterlager war und wartete kurz, Bis Smaragpfote die richtigen hatte. ,,Okay! Tschüß!" miaute Serafina und Smaragdpfote maunzte noch ,,Wenn es dir schlechter geht, sags mir oder dem Heiler, aber wenn es dir so viel schlechter gehen sollte (ich kann zwar nicht glauben, dass es so ist) sags es einfach Zimtpfote." Serafina nickte und schob sich hinaus. Promt prallte sie mit der schildpattfarbenen Heilerin Birkenfunke zusammen. ,,Oh, Entschuldigung!" murmelte Serafina ,,Ist schon gut" antwortete Birkenfunke. ,,Schön, übrigens, dich auf den Beinen zu sehen! Hat Smaragdpfote dir Kräuter gegeben?" Serafina nickte und ging dann zum Bau der Schüler zurück. Müde schlief sie ein.
Serafina träumte als sie noch mal einschlief etwas wirres, konnte sich beim Aufwachen aber nicht mehr daran erinnern. Eine kleine Lücke im Dach vom Bau der Schüler verriet ihr das es ungefähr Sonnenhoch war. Soweit Serafina wusste, war das die Zeit des Zungengebens und fressen. Sie rollte sich noch ein paarmal in ihrem Moos- Feder&Flaum- Frischbeutepelz- Farnnest herum und genoss die Gemütlichkeit. Dann stand sie auf und streckte sich, indem sie sich auf die Vorderbeine stellte und den Rücken und die Hinterbeine streckte, als währen sie ein Stock und von der Seite betrachtet ihre Umrisse zwischen ihr und dem Boden ein Dreieck entstand (nicht gleichschenklich). Danach stemmte sie die Vorderbeine in den Boden und zog die Hinterbeine zu sich ran, was schwierig war, so dass sie einen Katzenbuckel machte und genoss nun ihre Beweglichkeit am Rückgrat. Dann schob sie sich aus dem Bau. Auf der Lichtung waren beinahe alle Katzen vorhanden und pflegten sich schnurrend das Fell während sie sich Frischbeute teilten. Serafina bemerkte, dass alle Kätzinnen mit langem Fell sich mit ihrem Partner/ Partnerin ein Schattenplätzchen ergattert hatten. Serafina musste ein Schnurren unterdrücken: Ließen sich etwa alle Kater von den Kätzinnen betören?!? Sie sah Bienenstern, die sehr dicht bei Herbstwolke eine Maus fraß, als die Sonne hinter einer Wolke zum Vorschein kam, wo hinter sie den Platz gewechselt hatte. Plötzlich fiel deshalb ein Schatten auf Bienenstern, die sich mit Herbststurm gerne die Maus teilte, nachdem sie ihn bemerkt hatte. Dunstpelz, der Kater der ihr die Narbe verpasst hatte, sah sich suchend nach Federflug um, Zimtpfotes Mentorin, die mit ihr offenbar vom Jagen noch nicht zurück war. Hinter ihr, noch näher beim Hochstein als Bienenstern, flog Hummelflug zu seiner Gefährtin. Herbstwolke schnurrte Bienenstern etwas zu und Serafina, obwohl sie wusste dass das sich nicht gehörte, spitzte die Ohren: ,,Ah, Bienenstern, jetzt weiß ich endlich warum du diesen jungen Krieger Flug am Ende genannt hast, obwohl das sich nicht gehört!" ,,Ach Herbstwolke! Du verwechselst es schon wieder!" Antwortete Bienenstern. Gerade überlegte Serafina, ob es wert wahr, zu fragen, wenn dass bedeutete, dass man wissen würde, das sie gelauscht hatte, als jemand sie von hinten anstubste. Nachtpfote. Der, der immer Zimtpfote hinterherlief, die sich in solchen Fällen gerne mal umdrehte. ,,Möchtest du mit mir Beute teilen? Ich habe gesehen, dass du ganz allein herum stehst." Nachtpfotes Stimme klang schüchtern. Erfreut blinzelte Serafina mit den Augen. ,,Ja, gerne!" Serafina fragte: ,,Welche Beute magst du denn am liebsten?" Nachtpfote überlegte nicht lange. ,,Spitzmäuse! Alle finden Spitzmäuse sind dünn und klein, was nicht stimmt, und wenn sie welche essen, achten sie nicht auf den Geschmack, denn sie erwarten nichts gutes, was so klein ist!" Kurz hatte es so ausgesehen, als wäre der Schüler verärgert, aber dann sah Serafina an seinem scherzigen Ausdruck, dass sie sich geirrt hatte. ,,Na ja! Bleibt eben mehr für uns übrig." sagte Serafina fröhlich, und lief zum Frischbeutehaufen. Sie wählte sich zwei schöne, dicke Spitzmäuse und lief dann zu Nachtpfote zurück. Schnurrend teilten sie ihre Mahlzeit, bis Sonnenhoch vorbei ging und Nachtpfote aufstand. ,,Tut mir leid, aber ich soll bei den Ältesten die Moospolster auswechseln und sie nach Zecken absuchen!" Serafina nickte und spielte den Rest des Tagen mit den Jungen von Rotkehlchenflug, Zweigjunges und Veilchenjunges, mit den Jungen von Wolkenschwinge, Schluchtjunges und Vogeljunges und den Jungen von Dohlenpelz, Zimtpfotes Mutter, Samenjunges und Wurzeljunges, Zimtpfotes Schwestern Moosball, Maus und Krieger, und vieles andere. Es machte ihr großen Spaß.
Als sie sich dann am Ende des Tages Schlafenlegen wollte, hörte sie Stimmen vor dem Eingang: ,,Was hast du mit ihr gemacht? Ich dachte wir sind Freunde, und dann das! Verräter!!!!" Serafina lauschte erschrocken. Das war ja Zimtpfote! Und so wütend!!! So hatte Serafina sie ja noch nie gehört! Nur, wer war der andere, der mit dem sie so wütend war? Plötzlich ertönte Kreischen und Fauchen, und Serafina raste erschrocken zum Eingang. Als sie nach draußen lugte, erschrak sie: Direkt beim Eingang des Baus waren Zimtpfote und Nachtpfote in ein kreischendes, lärmendes, wütendes Bündel verkeilt, das sich wie ein Hurrikan im Lager bewegte. Serafina beobachtete dass einige Katzen ängstlich auswichen, einige es nicht einmal bemerkten, welche die es offenbar normal fanden und wütende, die versuchten sie zu schlichten, aber nicht einmal gehört wurden. Fellfetzen flogen durch die Luft und man konnte Zimtpfote gequält aufjaulen hören.
,,Stopp!" Ein Ruf brachte Zimtpfote und Nachtpfote zum schweigen. Bienenstern schritt wütend zu ihnen. Was habt ihr euch bloß dabei gedacht? Wie konntet ihr nur? Was ist in euch gefahren?!?" Zimtpfote fauchte wütend. ,,Nachtpfote ist schuld und ich habe angefangen! Er sagte mir tausendmal, dass er mein bester Freund ist, und das auch immer so bleiben wird! Er sagte er würde sich niemals mit einer fremden Kätzin abgeben!!! Er sagte, das wir irgendwann Gefährten sind, und Junge kriegen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!" Zimtpfote fauchte und zischte. Nachtpfote, der sonst immer leise, ruhig und freundlich war, schien regelrecht zu explodieren vor Wut. ,,Das stimmt nicht!" rief Nachtpfote ärgerlich. ,,Ich habe ihr zwar tatsächlich versprochen, dass ich immer ihr bester Freund bleibe, und ich sehe auch nicht ein warum sich das ändern sollte. Schließlich gibt es ja immer auch noch andere Freunde! Auch du Zimtpfote hast Serafina zur Freundin genommen. Das ist zwar etwas ein bisschen anderes, trotzdem breche ich, wenn ich auch mit anderen Freundschaft, schließe das Versprechen nicht. Und zudem, habe ich nur, weil ich mit Serafina gegessen habe während du nicht da warst nie behauptet, das sie meine Freundin ist!" Serafina verzog schon fast beleidigt das Gesicht, als Nachtpfote noch hinzufügte: ,,Auch wenn es stimmt! Ich bin und darf mit Serafina Freundschaft schließen! Aber das heißt ja eben noch lange nicht, dass wir nicht immer noch beste Freunde sind!!!" Zimtpfote war inzwischen etwas kleinlaut geworden. An dem was Nachtpfote sagte war was dran. ,,Jaaaaa, aber trotzdem ist es verletzend und unerwartet!" Nachtpfote nickte. ,,Entschuldigung!" ,,Gleichfalls!" erwiderte Zimtpfote. Die Menge atmete erleichtert auf. Auch Serafina war zufrieden, das sich ihre Freunde wieder vertrugen. Erleichtert wollte sie gerade in den Schülerbau gehen, da hörte sie, Bienenstern noch etwas sagte: ,, Ich bin froh, dass ihr euch wieder vertragt. Aber trotzdem wisst ihr, dass es verboten ist im Lager zu kämpfen und dass es eine Strafe gibt. Da es aber ungewöhnlich ist, dass der Kampf den Streit wieder schlichtet und nicht, wie im Normalfall nur weiter entfacht, senke ich die Strafe: Ihr dürft euch selbst aussuchen was es sein soll, einigt euch und verkündet es mir, damit ich sagen kann ob es gut ist." ,,In Ordnung, Bienenstern!" erwiderten die beiden im Chor. Dann gingen alle Katzen in die Baue zurück und Nachtpfote und Zimtpfote versprachen, dass sie es im Morgengrauen verkünden würden. Beruhigt schlief Serafina ein.
Am nächsten Morgen war alles eigentlich wieder vollkommen normal. Als Zimtpfote, Nachtpfote, Adlerpfote und Smaragtpfote früh morgens aufstanden wachte diesmal auch Serafina auf. Birkenfunke ging mit Smaragdpfote Kräutersammeln, Federflug bestellte nach Zimtpfote; sie gingen in der Trainingskuhle Kampfzüge üben, und Bienenstern bestellte Adlerpfote die traurige Nachricht, dass er bis Sonnenhoch sich um die Ältesten kümmern sollte. Also nach Zecken absuchen, Moospolster wechseln, im Wald nach frischem Moos suchen und vieles mehr. Wenn dann noch Zeit war, solle er noch für sie jagen! Spöttisch-liebevoll wünschte sein Bruder Nachtpfote ihm viel Glück. Er selbst musste klettern, mit seiner Mentorin Teichfell.
Serafina fragte sich gerade, warum Bienenstern denn mit Adlerpfote nicht trainieren ging, da bestellte dieselbe Serafina in ihren Bau. Sie wusste, es ging um etwas besonderes, dass im Bau besprochen wurde. Mit klopfendem Herzen ging Serafina rein. Drinnen war es dämmrig und angenehm kühl, während draußen die Sonne anscheinend beschlossen hatte, die letzten Tage des späten Blattfalls dazu auszunutzen, noch einmal echt durchzubrechen, und das Lager nur so glühte. Der Boden war sandig, bequem und weich, und dort wo die Höhle eine leichte Biegung machte war es dunkel. Trotzdem konnte Serafina erkennen, dass dort allerweichstes Moos ein gemütliches Nest zum Schlafen bildete. Doch Bienenstern blieb in der Nähe des Eingangs und hob zum reden an ,,Wie du weist, bist du hier nur zu Gast. Ich habe dich aufgenommen, weil du unsere Hilfe brauchtest. Doch nun, nach 1 Mond, ist es Zeit für dich, nach hause zurück zukehren." Serafina wollte etwas erwidern, Bienenstern nickte ihr freundlich zu. ,,Das stimmt. "Serafinas Stimme klang sehr traurig und niedergeschlagen. ,,Mir ist bewusst, dass ich nur deshalb da war. Aber ich finde das traurig. Außerdem habe ich kein Zuhause mehr. Weiß der SternenClan wo ich von nun an hingehe. Ich würde sehr gerne bleiben, aber ich kann so gut wie niemand verstehen, dass das nicht geht." Mit brüchiger Stimme sagte Serafina ,,Gut, dann gehe ich heute Abend. Aber, wenn du es erlaubst, würde ich mich nämlich gerne noch von allen verabschieden." Bienenstern erlaubte es.
Voller Trauer ging Serafina den Weg einmal quer über die Lichtung zum Schülerbau. Doch sobald sie vor dem Eingang stand, wusste sie, dass sie hier keine Ruhe finden würde. Also wandte sie sich ab und überlegte wo sonst als ihr Blick beim Heilerbau hängen blieb. Natürlich! dachte sie. Nur dort würde sie Ruhe finden und vielleicht hatten Birkenfunke oder Smaragdpfote ein offenes Ohr, während sie Kräuter mischten. Also zwängte sich Serafina durch den schmalen Eingang und betrat das Halbdunkel, lief durch den Farntunnel und kam dann auf die Lichtung, wo Birkenfunke gerade durch einen anderen Ausgang verschwand, so das man nur die weiße Schwanzspitze sehen konnte. Serafina miaute leise zur Begrüßung und Birkenfunke drehte sich um. ,,Wo ist Smaragdpfote?" Serafina sehnte sich nach dem freundlichem ruhigem Kater. Birkenfunke schnurrte leise. Sie wusste offenbar weshalb. ,,Ich kann das verstehen." Antwortete sie. ,,Keine Sorge, er kommt bald. Ich gehe jetzt Kräutersammeln, denn auf unserer Suche haben wir etwas vergraben, das wir wegen Sonnenhoch nicht mehr holen konnten. Smaragdpfote ist auf dem Schmutzplatz." Gerade als sie es gesagt hatte kam Smaragdpfote durch den Farntunnel auf die Lichtung und Serafina maunzte erfreut. ,,Also, ich gehe dann bald. Und, Smaragdpfote, vergiss nicht, die Kräutermischungen für Adlerpfote und Nachtpfote zusammenzustellen." ,,Okay!" sagte Smaragdpfote und Birkenfunke ließ die beiden allein. Serafina brannte eine Frage auf der Zunge. ,,Adlerpfote und Nachtpfote sind doch nicht krank?" ,,Nein, aber sie reisen heute zur Mondhöhle." erwiderte Smaragdpfote. ,,Und was ist das?" ,,Weit weg ist ein ganz besonderer Wald. Der besteht aus unendlich vielen Tannen die bis zu den Sternen reichen, hat man das Gefühl. Du musst sehr lange gerade aus laufen, bis du zu einer Schlucht kommst. Die Bäume darin sind so hoch, das sie mit den Spitzen auf gleicher Ebne sind wie die anderen. Um über die Schlucht zu kommen, musst du über die Bäume die in der Schlucht wachsen und über die überlappenden Zweige klettern. so kommst du über die Schlucht. und dort ist ein Loch........... " Smaragdpfotes Stimme verlor sich und er blickte ehrfürchtig ins Nichts. Er brauchte nicht weiter zu sprechen. Serafina hatte ihn verstanden. Smaragdpfote rief sie zurück aus dem nichts. ,,Weshalb bist du denn gekommen?" Serafina schluckte und ihr alter Trauer kehrte zurück. ,,Na ja," begann sie traurig. ,,Ich war am Morgen bei Bienenstern." Serafina merkte wie sie stockte. ,,Sie sagte mir, es wäre Zeit heimzugehen." Mitfühlend blinzelte Smaragdpfote. ,,Das ist traurig. Aber du weißt so gut wie ich, das es eines Tages eintreten musste." Serafina nickte, miaute zum Abschied und prallte draußen fast wieder mit Birkenfunke zusammen. Das war doch ein bisschen zu viel. Serafina rannte in den Schülerbau und wartete traurig auf Sonnenhoch, die einzige Zeit, wo alle da waren. Dabei schlief sie ein. Als sie wieder aufwachte, schrak sie prompt hoch. Es war Sonnenhoch fast vorüber!!!!!!!!!!! Schnell stand sie auf und eilte aus dem Bau auf die Lichtung, wo alle Katzen beieinander saßen und sich die Zunge gaben. Schnell fand sie Zimtpfote mit Nachtpfote und Adlerpfote zusammen. Nervös strich sie sich über die Narbe die ihr Gesicht teilte, denn gerade als sie zu Nachtpfote und co. gehen wollte, kam Dunstpelz, der Kater mit haselnussbraunen Augen und fragte Adlerpfote etwas, worauf der mit den Schultern zuckte. Begierig zu erfahren was da los war ging Serafina zu den anderen und ließ sich neben Zimtpfote nieder, die schnurrend platz machte. ,,Serafina, was ist denn mit dir los? Du siehst so traurig aus?" fragte Zimtpfote. Serafina atmete tief durch und wartete darauf, das sie bereit sein würde Zimtpfote ihre Sorgen mitzuteilen. ,,Weißt du, ich war heute morgen bei Bienenstern und sie sagte mir, ich müsse heute Abend gehen!" Zimtpfote sah so aus als hätte sie heute hunderttausend Mäuse verpasst. ,,Waaaaaaaaaaaaaaaaas?!?!?!?! Wirklich?" Auch Adlerpfote und Nachtpfote sahen sehr bedröppelt aus. ,,Dann," begann Adlerpfote ,, solltest du dich jetzt am besten verabschieden." ergänzte Nachtpfote. ,,Denn wir müssen los." Serafina berührte traurig seine Nase mit ihrer. ,,Vielleicht sehen wir uns ja mal wieder?" murmelte Nachtpfote, aber Serafina bemerkte leicht, dass er mehr versuchte, sich selbst zu überzeugen. Sie wusste überhaupt nicht, was sie tun sollte; Zweibeinern, hatte Serafina beschlossen, würde sie nicht mehr vertrauen. Vielleicht würde sie ja Einzelläuferin werden. Als Serafina sich auch von Adlerpfote verabschiedet hatte, gingen sie weg, da ihre Mentoren sie riefen. Jetzt ging sie ein bisschen zu den Ältesten. Vielleicht würde ihre Weisheit ja helfen.
Am Abend berief Bienenstern eine Clanversammlung ein und alle Katzen kamen: ,, Ich fordere alle Katzen, die alt genug sind, um Beute zu machen, dazu auf, sich unter dem Hochstein zu einem Clantreffen zu versammeln! Wie ihr wisst, ist Serafina da, weil sie unsere Hilfe brauchte. Ich betone dies absichtlich, da ich der Meinung bin, dass es ihr gut genug geht. Ihr könnt euch jetzt verabschieden, und dann werde ich 3 Katzen dazu auswählen, sie zum Zweibeinerort zurück zu begleiten." Alle Katzen drängten sich um sie; da war Harzblume, Zimtpfotes Vater. ,,War schön mit dir" er nickte freundlich. Teichfell lächelte ihn an. ,,Schade, dass du gehst." Federflugs Augen blickten mitfühlend, aber sie sagte nichts. Hummelflug kam gar nicht erst, und Blattstreif war auf Patrouille mit Herbstwolke. Eichhornsprung war gerade auch nicht zu sehen und Rotkehlchenflug war krank. Serafina verabschiedete sich der Reihe nach von allen Jungen, während Wolkenschwinge sie streng beobachtete, und Dohlenpelz Serafina zum Abschied kurz die Zunge gab. Serafina fand sich vor Dunstpelz wieder, der ebenfalls nicht redete, aber sie lange anschaute, bis er kurz nickte. Bienenstern berührte sie zärtlich an der Nase, und Serafinas Herz schwoll an, als sie an alles dachte, was sie zu verlieren hatte. Bienenstern wählte für die Eskorte Zimtpfote, Harzblume und Hummelflug. Serafina schauderte, und alles vor ihren Augen verschwamm, als sie durch den Ginstertunnel ging und das Lager einfach so für immer verließ. Der ganze Marsch durch den Wald verging wie im Traum. Doch plötzlich schien alles vertrauter, und Serafina erkannte auf einmal die Stelle, wo sie vor etwa 1 Mond gejagt hatte! Serafina räusperte sich. ,,Von nun an finde ich allein zurück!" Hummelflug nickte, und Zimtpfote sagte: ,,Mach's gut, Serafina! Wir sehen uns bestimmt bald wieder!" Serafina nickte unglücklich. Sie wusste so gut wie Zimtpfote, dass das nicht wahr war. Vielleicht würden sie sich sogar nie wieder sehen! Statt einer Antwort drückte Serafina ihre Schnauze an Zimtpfotes und drehte sich dann schweres Herzens um. Sie hörte ein Rascheln im Gebüsch, dann war die Patrouille weg. Serafina machte sich nun auf den Weg den Schlingelpfad zurück zum Zweibeinerort. Auf halbem Weg roch sie etwas Komisches: Es stank ein wenig nach Hund, war aber doch ein wenig zu wild vom Geruch her. Und noch eines roch Serafina, und es näherte sich. Serafina überlegte kurz, was sie tun sollte: Wenn sie jetzt wegrannte, konnte es so gehen wie vor ein paar Monden, wo sie von den anderen eingefangen wurde. Außerdem konnte es sein, dass durch das Wegrennen das Irgendetwas gereizt werden könnte. Serafina wollte das Risiko lieber nicht eingehen. Also entschloss sie sich, einfach weiter zu gehen, in der Hoffnung, dass die Wege des Irgendetwas und ihre sich nicht kreuzten. Doch nach ein paar Schritten hatte sie das Gefühl, das Irgendetwas hatte sie gerochen und verfolgte sie nun. Es kam schnell näher, und schon nach kurzem hörte sie das Rascheln der Blätter hinter sich. Plötzlich überfuhr sie die Angst, sie vergaß ihre Vorsätze und rannte los. Kurz hatte sie das Gefühl, sie würde davonkommen. Doch dann wurde sie plötzlich umgeschmissen. Sie schrie vor Angst, doch sie wusste sehr gut, dass keiner ihr helfen konnte. Das Irgendetwas stank verdächtig nach Fuchs. Doch egal was es war, es schlug seine Reißzähne in ihre Schulter. Es tat schrecklich weh. Ein paar Sekunden noch fuhr Serafina mit ihren Krallen in der Luft ohne zu wissen was sie tat. Dann wurde es schwarz vor ihren Augen.
Serafina wachte auf: Es schien Morgendämmerung zu sein, und alles um sie herum schien zu schwanken. Sie hatte keine Ahnung, wo sie war. Katzen waren überall um sie herum. Eine schien schon eine Weile neben ihr gesessen zu haben und maunzte erfreut, als sie ihre Augen öffnete. ,,Wo bin ich?" Die kleine tiefschwarze Kätzin neben ihr antwortete zuerst nicht. Dann sagte sie: ,,Du bist auf dem Hauptbaum vom Stamm der wirbelnden Wolken." Serafina war verwirrt. Dann war das Schwanken echt gewesen! Das hätte sie nicht gedacht. Allmählich ging es ihr gut genug um sich aufsetzen zu können. Sie richtete sich langsam auf, und ein stechender Schmerz schoss durch ihre Schulter. ,,Na, sachte sachte mal", sagte die Kätzin neben ihr. Serafina blickte auf ihre Schulter und sah einen Kräuterverband, der fürchterlich stank. Diesmal sehr langsam richtete sie sich auf:
Sie war in einer riesigen Baumhöhle. Um sie herum war dunkles Nichts, doch langsam gewöhnten sich ihre Augen an das Dämmerlicht und sie sah, dass alle Wände voll mit Kräutervorräten waren. Es erinnerte sie ein wenig an den Bau von Birkenfunke, doch sie verbot sich, auch nur daran zu denken. Unter sich hörte sie Gekruschtel und stellte, als sie den Kopf auf den Boden legte, fest, dass unter ihr noch eine Höhle sein musste. Die Kätzin neben ihr sagte: ,,Ich heiße Steinsagerin und bin die Seherin dieses Stammes. Unter dir sind die Schlafhöhlen, wir sind in der Krankenhöhle. Wir haben dich im Kampf mit einem Fuchs auf unserem Territorium aufgegabelt und dachten, wir könnten dir helfen. Außerdem würde ich dich, wenn du dich erst mal eingelebt hast, gerne Fragen, ob du dich uns anschließen möchtest, aber als erstes will ich dir sagen, woher der Stamm seinen Namen hat. Wir können nämlich die Gefühle aller Katzen in ihren Augen lesen. Die Wirbelnden Wolken stehen für Gefühle, und dass wir den Wolken noch näher als der WolkenClan sind." Serafina sah sich staunend um. In dem Moment balancierte durch eine Art Öffnung in der Wand ein schwarzer Kater hinein. ,,Hallo, Mondlose Nacht! Was ist dein Grund, hierher zu kommen?" fragte die Steinsagerin. ,,Ich wollte gern wissen, wie es Serafina geht. Der Fuchs hat sie hart getroffen." Die Steinsagerin schnurrte: ,,Es geht ihr viel besser. Keine Sorge, bald wird sie wie neu sein." Der schwarze Kater schnüffelte an ihr. ,,Komisch, sie hat einen Hauskätzchen-Namen und riecht doch total nach WolkenClan." Serafina erklärte: ,,Als ich halb verhungert war, hat mich der WolkenClan 1 Mond lang aufgepäppelt. Aber jetzt fand er, dass ich stark genug bin, und hat mich zurückgeschickt." Der schwarze Kater nickte interessiert, fragte aber nicht weiter. Dann balancierte er wieder durch die Öffnung hinaus und verschwand. Serafina hievte sich mühsam auf und humpelte zur Öffnung, um nach draußen zu schauen. Was sie sah, nahm ihr den Atem: Sie war in einem riesigen Baum. Er war so hoch, dass sie, wenn sie nach unten schaute, keine Mäuse hätte erkennen können, selbst wenn sie da gewesen wären. Sie schaute noch ein wenig weiter nach unten und sah, dass der Ast, auf dem der Kater reinbalanciert war, ziemlich weit nach unten hing, so dass er einen Ast weiter unten berührte, der ebenfalls in eine Öffnung hineinführte, wo wahrscheinlich die ,,Wohnhöhle" war. Serafina überlegte. Sie ließ sich die Worte der Kätzin noch einmal durch den Kopf gehen: ,,Außerdem würde ich dich, wenn du dich erst mal eingelebt hast, gerne Fragen, ob du dich uns anschließen möchtest....." Innerlich machte Serafina einen Freudenjauchzer: Hatte sie nun ihr Zuhause gefunden? Endlich einen Platz, wo sie bleiben konnte? Der wild war? Sie öffnete das Maul und wollte der Steinsagerin antworten, da kam diese ihr zuvor. ,,Du musst das alles noch nicht jetzt entscheiden. Ich möchte dir einfach erstmal alles hier vorstellen, und dann kannst du es immer noch entscheiden. Wer weiß, vielleicht gefällt dir nicht alles so gut..." Serafina konnte sich das zwar nicht vorstellen, doch sie akzeptierte es und fing an, sich vorsichtig die Schulter zu lecken. Während des Leckens merkte sie, dass die Steinsagerin durch den Ast nach unten verschwand und offenbar die Katzen zusammenrief. Ein braunschwarzer und ein hellgrau gestreifter Kater kamen daraufhin und stützten sie, während sie vorsichtig mit ihr in die untere Höhle gingen. Dort waren tatsächlich alle Katzen versammelt. Die Steinsagerin stand auf einem Vorsprung und verkündete: ,,Das ist Serafina. Sie wird eine Weile bei uns leben und sich uns vielleicht anschließen. Sie kommt aus dem WolkenClan." Alle Katzen maunzten wild durcheinander. Serafina konnte die Stimmung aber nicht deuten. ,,Wald der im Wind rauscht!". Die Steinsagerin rief einen eher kleinen, gelbbraunen Kater hervor. ,,Du wirst Serafinas Persönlicher Behüter sein, immer im Baum bleiben, falls sie dich ruft, mir Bescheid sagen, sobald es ihr schlechter geht, und dich um ihr Wohlbefinden und Essen kümmern. Für Fragen stehst du auch bereit, und sobald ich dir sage, dass es ihr gut genug geht, kannst du sie herumführen. Außerdem wäre ich froh, wenn du sie ein wenig über den Stamm aufklärst. Aber dass bleibt dir überlassen. Die Versammlung ist beendet." Der hellgrau Gestreifte und der Braunschwarze gingen zusammen mit Wald der im Wind rauscht wieder nach oben. Nachdem sie Serafina in ihrem weichem Nest vorsichtig niedergelassen hatten, gingen sie wieder. Serafina war jetzt mit Wald der im Wind rauscht allein. ,,Also, hast du irgendwelche Fragen?" ,,Viele!" ,,Na dann, schieß los!" ,,Also,
1.Ist der Wald hier in der Umgebung, der, der zur Mondhöhle führt?
2.Aus was ist mein Nest?
3.Wie jagt ihr und was esst ihr?
4.Warum habt ihr so komische Namen?
5.Könnt ihr alle die Gefühle anderer lesen, auch die von euren Mitgliedern?
6.Habt ihr Ahnen?
7.Wie schlaft ihr, und wo?
8.Woher kommt diese Musik?
9.Wie viele seid ihr?
10. Was habt ihr für Traditionen und Lebensarten?
,,1. Ja, ist er.
2. Aus Eichhörnchenpelz
3. Wir jagen nicht. Ganz unten ist eine Höhle, die mit einem großen Steinblock zugesperrt ist. Dort drinnen sind alle Eichhörnchen, die wir fangen. Wir verletzen sie dabei so wenig wie möglich. Eine von vielen Aufgaben der Zukünftigen(Schüler) ist es, so viel wie möglich Nüsse und Eicheln etc. zu sammeln. Die werden dann durch eine sehr kleine Öffnung geschoben, und wenn dann die Sonne am höchsten Punkt steht, holen wir so viele Eichhörnchen wie wir brauchen raus. Wir ernähren uns nur davon!
4. Ist einfach Tradition. Aber wir werden nur von der Steinsagerin voll genannt. Mein Rufname z.B. ist einfach Wald. Nur solche Katzen wie Mondlose Nacht werden immer so genannt.
5. Nein, nur die Steinsagerin kann das. Und zwar bei allen.
6.Ja, Stamm der funkelnden Steine. Das ist wie bei dir früher der SternenClan.
7. Also, ganz oben ist die 1. Höhle. Danach kommt die 2., da bist du gerade drin. Dann die 3., das ist die Höhle, wo wir fressen, uns die Zungen geben, wo die Steinsagerin Ansagen macht und Junge spielen können. In der 4. schlafen die jungen Mütter mit ihren Jungen, die Zukünftigen neben den Beutejägern, und die Höhlenwächter wechseln sich mit Wachen ab. Nur die Steinsagerin und Verletzte und Kranke schlafen hier. Ganz unten ist noch die Frischbeutehöhle mit den Eichhörnchen.
8. In der 1. Höhle sind sehr viele Nachtigallen, die wir einfach in Ruhe lassen. Sie sind aber eingesperrt und auch eine Aufgabe der Zukünftigen ist es, alle Samen und Kerne die sie finden in ein noch kleineres Loch zu stecken als bei der Frischbeutehöhle.
9. 18: Steinsagerin, Ast der auf Boden fällt, Mondlose Nacht, Herbstblatt das auf Boden fällt, Wald der im Wind rauscht, Knarzender Zweig, Hase der durchs Moorland rennt, Tau das an Grashalm glitzert, Nebel in der Morgensonne, Feder die durch Luft wirbelt, Tropfendes Holz, Knirschendes Eis, Biene die an Blumen schnuppert, Sonne die hinter Wolken verschwindet, Schmelzender Schnee, Karpfen der gefangen wird, Falke der auf Baum landet und Halber Mond.
10. Die Steinsagerin entscheidet, ob man Höhlenwächter (Beschützer und Stärke des Stammes, kräftig gebaut und stark im Kampf)oder Beutejäger (Verpfleger des Stammes, können gut jagen) wird. Dann bekommt man so einen Lehrer zugeteilt vom gleichen Geschlecht. Oft sind Höhlenwächter Kater und Beutejäger Kätzinnen, die irgendwann zur Jungenmutter werden. Bevor man ernannt wird, muss man eine Prüfung hinterlegen, Danach wird man zur Scharfkralle ernannt. Man geht zum Höhlenlabyrinth, wo bei der Mondhöhle der Lehrer wartet. Man muss seinen eigenen Weg dahin finden. Und damit noch nicht genug: Man muss wieder rausfinden. Und zwar nicht den üblichen, sondern seinen eigenen Weg. Man darf auch nicht den gleichen Weg zurück, und bei diesem 3. Ausgang wartet die Steinsagerin auf dich und ernennt dich zur Scharfkralle. Aber es gibt bei der Mondhöhle ungefähr 10 Gänge die sich jeder wieder und wieder verzehnfachen. Sie stoßen so weit ich weiß nie zusammen und man darf nie zurück! Mehre Tage dauert das manchmal!"
,,Wow!" Serafina dröhnte der Kopf von so vielen neuen Eindrücken.
,, 1. Seht ihr manchmal Katzen die da durch laufen?
2. Esst ihr die Eichhörnchen etwa immer ohne Pelz?!
3. Was wenn welche ausbüxen? Und wenn die Eichhörnchen drinnen sterben, zum Beispiel weil sie beim Einfangen verletzt wurden?
4. Warum sind die so verschieden? Und weshalb heißt ihr nicht einfach kürzer, beispielsweise Erdhügel?
5. Ist dass angeboren oder hat sie das gelernt?
6. Habt ihr auch einen Ort wo ihr mit denen sprechen könnt?
7. Habt ihr den Baum so vorgefunden, oder konntet ihr nachhelfen?
8. Und wenn sie nicht singen, weil sie traurig sind dass sie eingesperrt sind?
9. Ändern sich die Namen nie?
10. Und stirbt jemand manchmal?"
,,Also.....
1. Wir kriegen es immer mit!
2. Ja! Viel leckerer! Die Clans machen es nur nicht, weil es für sie dann Verschwendung ist. Aber wir haben halt kein Moos!
3. Wenn sie ausbüxen fangen wir sie wieder ein und bestrafen den, der das zugelassen hat, den Wächter
4. Wie gesagt, Tradition!
5. Es ist angeboren. Überhaupt deswegen ist sie Steinsagerin geworden!
6. Nein! Sie spricht in ihren Träumen.
7. Wir haben die Höhlen vergrößert, aus mehren hintereinander eine gemacht und aus-geräumt,-gekleidet
8. Nein! Im Gegenteil! Sie singen, um Aufmerksamkeit zu erregen, damit sie freigelassen werden! Was natürlich nicht passiert!
9. Nein.
10. Ja...Ziemlich oft!"
Erschrocken über seine Antworten fuhr Serafina hoch und bekam einen Schwindelanfall.
Sofort war Wald an der Stelle und fing sie gerade mal auf. Serafinas Anfall wurde langsam weniger. ,,He, wenn es dir nicht gut geht musst du Bescheid sagen!" Serafina spürte ein Magengrummen: ,,Äh, ja. Ich habe Hunger!" ,,Gut, ich bin gleich wieder hier!" Er verschwand durch den Ast nach ganz unten und man hörte ein erschrockenes Quieken, dann kam Wald auch schon wieder mit seiner Beute zurück.
Serafinas Kopf brummte. Das tat er schon seit fast einem achtel Mond. Das Atmen fiel ihr oft schwer. Auch schon seit einem achtel Mond. Doch die Steinsagerin hatte entschieden, dass sie kräftig genug für einen Ausflug war. Schmelzender Schnee brauchte ebenfalls eine Auszeit, Halber Mond war offenbar anstrengend. Zusammen liefen sie durch den Wald und Serafina spürte, wie es ihr allmählich besser ging. Schmelzender Schnee brach das Schweigen: ,, Sag mal, du hast erzählt, dass du vom WolkenClan kommst! Kennst du vielleicht eine ,,Zimtjunges"?" Serafina sog erschrocken die Luft ein: ,,Du meinst Zimtpfote? Die kenne ich! Sie ist dort meine beste Freundin! Aber woher kennst du sie?" Schmelzender Schnee seufzte. Sie ließ sich lange Zeit mit der Antwort. Dann schaute sie sich vorsichtig um. Auf einmal und völlig ohne Vorwarnung zog sie Serafina ins Gebüsch. ,,Du musst nämlich wissen," Schmelzender Schnee senkte die Stimme: ,,Ich komme ebenfalls aus dem WolkenClan. Ein Viertelmond vor unserer eigentlichen Schülerzeremonie bin ich aus dem Lager abgehauen. Ich hatte es satt. Du musst, weist du, ach. Zimtpfote ist meine kleine Schwester." Serafina schnappte erschrocken nach Luft. ,,Das...dass ist doch nicht möglich!!!! Wie kann das sein! Willst du nicht zurück?" ,,Hmmm. Manchmal. Am Anfang. Aber inzwischen kann ich es mir nicht mehr anders Vorstellen." Serafina fiel fast in Ohnmacht vor Schreck. ,,Vermisst du den WolkenClan nie?" ,fragte sie. Schmelzender Schnee antwortete nicht. Plötzlich ertönte ein Jaulen. ,,Komm! Das Jaulen bedeutet dass Sonnenhoch ist. Zeit zum Essen! Kommst du?" ,fragte Schmelzender Schnee als Serafina liegen blieb. ,Nein, Danke. Ich habe schon gegessen. Ich bin müde und will ins Nest." „Kann ich verstehen. Schlaf schön. " ,sagte Schmelzender Schnee und wandte sich zum Gehen. Serafina stand mühsam auf und humpelte hinterher. Als sie endlich in ihrem Nest war, schlief sie auf der Stelle ein.
Sie träumte etwas wirres, konnte sich beim Aufwachen aber nicht erinnern. So vergingen die Tage.
Serafina wachte auf. Sie war nun schon einen halben Mond hier.
Die Steinsagerin kam rein. ,,Also Serafina, es steht nun eine Frage, für die du viel Zeit zum Überlegen hattest an. Möchtest du dich uns anschließen?" Serafina holte tief Luft. Konnte es sein, dass sie jetzt endlich gefunden hatte was sie wollte? Sie lebte in der Wildnis und hatte mehreren Katzen um sich. War das ihr Wunsch? Ja! Das war er! Sie wollte unbedingt! Ja, ich will. „ ,,Gut. Dann werde ich das jetzt verkünden. " Die Steinsagerin kletterte geschickt den Ast nach unten und bedeutete ihr, ihr zu folgen. Unten rieft sie die Katzen zusammen, während Serafina noch den Ast runterkletterte. Wir haben uns heute versammelt, um jemanden Aufzunehmen. Serafina hat sich für bereit erklärt. Trete vor! Ist es dein Wunsch? Du musst den Stamm mit deinem Leben beschützen! Wir erwarten harte Treue von dir! " Serafina sagte: ,,Ja. Das ist mein Wunsch." ,,Gut. Dann gebe ich dir deinen neuen Namen, der dich als Mitglied auszeichnet. Von nun an wirst du Tschilpender Vogel heißen." ,,Tschilpender Vogel Tschilpender Vogel Tschilpender Vogel Tschilpender Vogel Tschilpender Vogel Tschilpender Vogel Tschilpender Vogel Tschilpender Vogel Tschilpender Vogel Tschilpender Vogel!" riefen die Katzen. Tschilpender Vogel holte tief Luft, und sah sich ihr neues Zuhause an.
,,Du wirst von Knarzender Zweig ausgebildet werden, zur Höhlenwächterin. Tschilpender Vogel fand, Höhlenwächterin klang irgendwie sehr edel. Stolz reckte sie den Kopf in die Höhe. Tropfendes Holz und Knirschendes Eis rannten begeistert auf sie zu. ,, Toll! Du bist jetzt auch Zukünftige! Da schlafen wir zusammen in einem Bau! Schade nur, dass wir Beutejäger werden und du Höhlenwächterin! " Auch Schmelzender Schnee trabte auf sie zu. ,, Schön, dass du jetzt zu uns gehörst!" Sie berührte Tschilpender Vogels Nase zärtlich mit ihrer.
Knarzender Zweig trat auf sie zu. ,,Dann komm mal mit. Ich möchte dir als erstes Klettern beibringen." Schnell verabschiedete Tschilpender Vogel sich von Ihren Freunden und folgte ihr. Sie liefen eine Weile durch dass Territorium. Währenddessen zeigte Knarzender Zweig ihr alles möglich wichtige im Territorium. Endlich waren sie bei einem Baum angekommen, der noch größer als der Baum war wo der Stamm wohnte. Tschilpender Vogel wollte gerade fragen, warum sie den nicht benutzen, als ihr auffiel, dass er überhaupt keine Höhlen hatte.
Knarzender Zweig sprang ohne Vorwarnung an ihr vorbei. Mit einem mächtigen Satz schaffte sie es bis zur 1. Vergabelung. Von dort aus winkte sie ihr aufmunternd zu. ,,Komm! Es ist nicht schwer!"
Tschilpender Vogel nahm Anlauf und rannte so schnell sie konnte auf den Baum zu. Sie spannte ihre Muskeln an und nutzte den Schwung. Mit einem mächtigen Satz sprang sie auf den Baum und erreichte etwa die Hälfte der Strecke bis zur 1. Vergabelung. Knarzender Zweig war des Lobes voll. ,,Das hast du super gemacht! Ist es dass erste mal dass du auf den Baum kletterst?" Tschilpender Vogel überlegte. Sie war öfters auf Baumartige Sachen der Hausleute geklettert. Aber auf einen richtigen Baum? ,,Nein. Eigentlich noch nie." ,,Was heißt eigentlich?" , kam prompt die Frage. ,,Na ja... ich bin öfters auf Baumähnliche Dinge geklettert. Die waren auch aus Holz, hatten aber Kerben in sich. Ich habe sie früher benutzt um aus dem Fenster zu klettern." Knarzender Zweig schnurrte. ,,So, und jetzt bohr mal deine Krallen in die Weiche Rinde und zieh dich hoch." Tschilpender Vogel konzentrierte sich und versuchte es. Überrascht bemerkte sie, dass es sogar noch schwerer war, als es aussah! Und dass wollte was heißen, denn als sie noch Hauskatze war, hatte sie sich nie im Leben vorstellen können, auf einen Baum zu klettern. Aber na ja. Tschilpender Vogel war froh dass sie es jetzt konnte. Mit aller Kraft stieß sie sich mit den Hinterläufen ab und warf sich etwa 2 Kaninchenlängen weiter hoch. Als sie endlich auf der Gabelung war, wollte sie eigentlich aufgeben. Ihr Muskeln schmerzten wie verrückt. Dass war so anstrengend! Doch Knarzender Zweig ermutigte sie. ,,Mit der Zeit wird dass leichter! Keine Sorge!" Also fasst sie neuen Mut und kletterte mit Knarzender Zweig unter sich zum Schutz langsam weiter... Endlich war sie oben angekommen. Tschilpender Vogel schaute sich staunend um. Von hier oben sah alles so winzig aus! Sie wollte sich zu Knarzender Zweig drehen, doch sie schwankte und schrie vor Angst laut auf, als sie das Gleichgewicht verlor und zur Seite in die Tiefe kippte. Der Boden der Inzwischen voller Blätter bedeckt war, raste schnell auf sie zu. Sie hatte keine Zeit sich irgendwo festzuhalten. Instinktiv drehte sie sich so dass ihre Beine nach unten zeigten. Sie versuchte ihren Kopf zu heben, doch die Kraft des Windes brach ihr fast dass Genick. ,,Hilfe!" Schrie Tschilpender Vogel. ,,Hilfeeeeeee!" Sie sah den Boden immer schneller auf sich zu rasen. Trotzdem hatte sie das Gefühl, die Zeit würde stillstehen. ,,SternenClan!!!!" rief sie. ,,Bitte helft mir! Lass mich noch nicht zu euch kommen!!! " Sie war jetzt ganz kurz unter dem Boden. Hoffentlich breche ich mir nicht die Beine! dachte sie. Mein erster Trainingstag, und schon wieder im Heilerbau! Oder hieß dass nicht Krankenbau? Oder Krankenhöhle? Egal. Vielleicht würde sie gleich zum Stamm der Funkelnden Kristalle kommen. Äh. Steine. Egal.
Plötzlich musste sie an Zimtpfote denken. Wie es ihr jetzt wohl ging? Ihr fiel wieder ein wie die Steinsagerin einmal gesagt hatte: ,,Na ja. Vielleicht gefällt dir ja auch nicht alles hier so gut." Was konnte sie damit gemeint haben? Dann fiel ihr Schmelzender Schnee wieder ein. Wenn sie dass hier überlebte, wollte sie sie fragen, wie es ihr ergangen war, in der Höhle. Tropfendes Holz und Knirschendes Eis hatten es nicht vor sich. Was war mit Nachtpfote und Adlerpfote? Wie war es ihnen beim Mondstein ergangen? Waren sie inzwischen Krieger? Ihr stockte der Atem: War auch Zimtpfote inzwischen Krieger? Wie würden sie nur heißen, wenn dass Wirklich stimmte?
Hoppla! Tschilpender Vogel hatte unter den ganzen Überlegungen fast vergessen, dass sie fiel.
Doch jetzt fiel es ihr wieder ein.
Und dann war sie am Boden. Ein dumpfer Aufprall, dann Dunkelheit. Wie Blitz und Donner genau über einem. Das letzte was sie spürte war, ein leiser Nieselregen setzte ein.
Dann packte jemand sie am Nackenfell und schleifte sie über den Boden.
Tschilpender Vogel wachte auf. Um sie herum war eine riesige Tropfsteinhöhle. Von Stalaktiten tropfte Wasser. Tschilpender Vogel stellte sich unter einen und öffnete das Maul. Gierig sog sie die Tropfen ein. In einer Ecke waren sie zu Stalagnaten zusammengewachsen. Wie ein Wald aus Stein. Tschilpender Vogel staunte. Sie lief im Wald herum, bis sie plötzlich auf dem vom Wasser glattem Steinboden ausrutschte und zu den Füßen einer Katze glitt. Erschrocken richtete Tschilpender Vogel sich auf. ,,Wo bin ich?" ,,Du bist im Stamm der Funkelnden Steine." antwortete die fremde Katze. ,,Und ich bin der Steinsager. Ich war vor der Steinsagerin Seher im Stamm." ,,Wie, was...ne!" stotterte Tschilpender Vogel. ,,Bin ich etwa tot?!" ,,Nein. Du hattest einen harten Weg. Du bist halbtot. Aber nur du kannst entscheiden, ob du weiterleben willst." ,,Wie denn?" ,,Du sagst es mir." ,,Aber natürlich will ich weiterleben! Mein Leben hat doch gerade erst begonnen!!!" ,,Ja, schon. Aber du musst es dir trotzdem gut überlegen." ,,Ich habe es dir gesagt." Tschilpender Vogel blieb hartnäckig. ,,Nun gut. Dann kannst du jetzt aufwachen." Er verließ die Höhle und ließ Tschilpender Vogel alleine. Da verschwand der Boden unter ihren Füßen und sie wachte in der Krankenhöhle auf. Ihre Beine schmerzten ein bisschen, ansonsten ging es ihr gut. Neben sich entdeckte sie die Steinsagerin. Sie wirkte sehr erleichtert. ,,Ich habe dich in die Empfängerhöhle geschickt, mit deinem Geist, damit dein Körper ungestört heilen kann und ich sehe wie es dir geht. Anscheinend hast du das Richtige entschieden." Tschilpender Vogel staunte. ,,Du kannst den Stamm der Funkelnden Steine sehen?" ,,Nein. eigentlich nicht. nur die, die ich dort hinschicke." ,,Wann glaubst du, kann ich weiter trainieren?" ,,Wenn du dich jetzt gut ausruhst, in zwei bis drei Tagen." ,,Ster-" Tschilpender Vogel verstummte, als die Steinsagerin sie streng ansah. ,,Tut mir leid! Aber ich weiß nicht wie man dass Wort,,Stamm der Funkelnden Steine" einsetzt." ,,Na, so: Was beim Stamm der Funkelnden Steine ist das denn? Oder: Stamm der Funkelnden Steine sei dank." ,,Ach so. ,Stamm der Funkelnden Steine sei Dank", wiederholte Tschilpender Vogel leiernd. Die Steinsagerin nickte wohlwollend.
Nach ein paar Tagen des Stillliegens fühlte Tschilpender Vogel sich als wäre sie ein Stock. Als sie der Steinsaggerin dies mitteilte, sagte diese: ,,Das ist nicht schlimm. Keine Sorge, das geht vorüber. Ab heute darfst du sowieso wieder trainieren." Tschilpender Vogel freute sich riesig. Sie ging zusammen mit der Steinsagerin nach unten, um ihr tägliches Eichhörnchen zu verspeisen. Langsam hing es ihr zum Hals raus, aber das sagte sie natürlich nicht. Vielleicht kann ich mir ja mal was heimlich fangen, dachte Tschilpender Vogel. Nachdem sie ihr Eichhörnchen mühsam runtergewürgt hatte, gesellte sich Knarzender Zweig zu ihr. ,,Ich habe gehört, du bist wieder auf den Beinen!", maunzte sie erfreut. ,,Komm, lass uns einen Rundgang machen, den du anführst. So kann ich sehen, wie gut du dich schon in unserem Territorium auskennst. Danach führst du uns bitte zum Baum." Tschilpender Vogel stöhnte. Nicht schon wieder klettern! Doch sie fügte sich und überraschte Knarzender Zweig so wie sich selbst, wie gut sie sich nach einmal Rumlaufen, einem Sturz und mehreren Tagen alles merken konnte. Als sie an der WolkenClan-grenze waren, verschwand Knarzender Zweig mit einem gemurmelten ,,Ich habe fünf Baumlängen von hier ein Eichhörnchennest gerochen", im Gebüsch. Tschilpender Vogel war nun allein. Geduldig wartete sie. Trat von einer Pfote auf die andere. Warum hat Knarzender Zweig mich nicht mitgenommen? Da raschelte das Gebüsch. Doch es war nicht Knarzender Zweig, sondern Mondlose Nacht. Schweigend stellte er sich neben sie. Er hatte mit Tschilpender Vogel seit ihrer Ernennung vor einem Viertelmond nicht mehr mit ihr gesprochen. Das fand Tschilpender Vogel traurig. Sie mochte den schwarzen Kater sehr. Da fing er an zu sprechen. ,,Ich wollte dir etwas sagen. Es tut mir leid. Ich mag dich wirklich sehr. Ich wollte dich nicht verletzen. Aber ich war sehr beschäftigt. Und feige." ,,Schon gut...", schnurrte Tschilpender Vogel. Schon wieder raschelte das Gebüsch. Doch diesmal auf der anderen Seite der Grenze. Zimtpfote trat hervor. Tschilpender Vogel schnurrte laut. ,,Wie schön dich zu sehen!!! Ih freue mich so! Ich habe dich so vermisst! Es gibt so viel zu erzählen! Aber erst mal du. Wir müssen schnell machen, Knarzender Zweig könnte jeden Herzschlag zurückkommen!! Bist du schon Kriegerin? Wenn ja, wie heißt du? Findest du es auch so toll, dass der SternenClan uns hier zusammen geführt hat?" Sollte die Steinsagerin doch im Viereck springen! Erst jetzt bemerkte Tschilpender Vogel, dass Zimtpfote sie nur kühl und enttäuscht anstarrte. ,,Du gehörst also jetzt zum Stamm. Was für einen dämlichen Namen hast du jetzt? Ich hoffe, er ist auch nur halb so schön wie ,,Serafina"" Tschilpender Vogel starrte sie wortlos an. Warum war Zimtpfote nur auf einmal so unfreundlich?
,,Zimtpfote? Kennst du mich nicht mehr? Ich bin's! Wir sind doch beste Freunde, hast du gesagt! Du hast gesagt, wir sehen uns bald wieder! Und jetzt tuen wir dass und du bist so unfreundlich! Was ist nur los mit dir? Du hast doch gesagt, Serafina sei ein schöner Name! Dass ist übrigens Mondlose Nacht. Er ist mein Freund." Plötzlich fiel Tschilpender Vogel siedend heiß etwas ein. ,,Zimtpfote! Stell dir vor, deine Schwester ist hier!" Nun wurde Zimtpfote doch noch hellhörig. ,,Schneejunges? Ist sie hier! Kennst du sie? Wie heißt sie?" ,,Schmelzender Schnee.", sagte Tschilpender Vogel vorsichtig, da sie einen weiteren Wutausbruch ihrer Freundin fürchtete. ,,Was für ein schöner Name!" ,schnurrte Zimtpfote. Tschilpender Vogel sah sie verletzt an. ,,Du findest Tschilpender Vogel also nicht schön, und Schmelzender Schnee schon? Als du mir gesagt hast, ,,Welchen bescheuerten Namen hast du jetzt?" kanntest du ihn noch nicht einmal!" Zimtpfote holte tief Luft. ,,Es tut mir leid. Ich war fassungslos. Bevor ich dir die Fragen beantworte, möchte ich dir erst etwas sagen, was dir offenbar noch nicht klar ist. Weißt du, der Stamm der Wirbelnden Wolken ist mit dem WolkenClan streng verfeindet. Ich weiß nicht warum, aber es ist so. Dass ist alles, was Dohlenpelz mir erzählt hat, und aus den anderen Katzen ist auch nicht mehr rauszubekommen." Tschilpender Vogel brauchte eine Weile, um dass zu verdauen. ,,Dann müssen wir also verfeindet sein?" Plötzlich wurde ihr alles klar. Deshalb war Zimtpfote so unfreundlich gewesen. ,,Aber findest du meine Namen schön?" ,fragte Tschilpender Vogel nach. ,,Ja. Natürlich. Es tut mir auch wirklich leid! Aber nun zu deinen Fragen: Adlerflug und Nachtflügel sind Sonnenhoch ernannt worden. Du weißt ja, sie sind ein wenig älter. Ich bin so stolz! Aber das beste: Wir sind jetzt Gefährten!!!!!" ,,Toll! Ich freue mich so für dich! Mondlose Nacht ist mein Freund, und Schmelzender Schnee hat ein Junges von Feder!" Jetzt räusperte sich Mondlose Nacht. ,,Dass ist ja alles sehr schön. Tschilpender Vogel, ich mag dich wirklich sehr, wie schon gesagt. Wenn du möchtest, kann ich dich decken, denn es widerspricht zwar der Steinsagerin, aber das ist jetzt egal." Tschilpender Vogel platzte fast vor Glück. Jetzt hatte sie alles was sie wollte! Von ihr aus konnte Dass Leben ewig so weiter gehen. Da raschelte das Gebüsch und Knarzender Zweig trat hervor. Grimmig knurrte er Zimtpfote an. ,,Du da! Was machst du da? Spionierst du uns nach?" Zimtpfote antwortete ruhig:,,Nein. Ich interessiere mich nicht für euch. Ich wollte nur wissen, wie es meiner Schwester Schmelzender Schnee geht. Das ist alles." Mit diesen Worten drehte sie sich um und verschwand. Halber Mond wechselte ein kurzes Wort mit Knarzender Zweig, dann verschwand auch er und Knarzender Zweig setzte mit Tschilpender Vogel ihren Weg fort. Nach ein wenig Herumsuchen fand Tschilpender Vogel schließlich auch den Baum wieder. Diesmal klappte es sehr gut, und mit Hilfe Knarzender Zweigs Anweisungen schaffte sie es sogar ganz allein runter. Inzwischen dämmerte es, und beide kehrten zum Hauptbaum zurück.
Diesmal konnte Tschilpender Vogel das Eichhörnchen nicht essen. Vorsichtig stand sie auf und schlich aus der Höhle. Mondlose Nacht kam auf sie zu. ,,Wohin gehst du?", fragte er. ,,Um ehrlich zu sein, ich versuche mir was zu fangen. Ich kann nicht verstehen, wie Zimtpfote Eichhörnchen nur schmecken können. Dann wollte ich mir Moos holen. Der Duft von Eichhörnchenpelz macht mir schlechte Träume." Mondlose Nacht schnurrte verständnisvoll. ,,Ich komme mit. Dann kann ich dir beim Jagen helfen. Ich bin zwar Höhlenwächter, aber alle können instinktiv jagen. Nur Beutejäger werden extra dazu ausgebildet." Zusammen schlichen sie in den dämmrigen Wald, wo Nebelschwaden an den Baumwipfeln hochkletterten. Es war kühl. Irgendwo rief ein Vogel. Für Tschilpender Vogel fühlte es sich einfach gut an, zusammen mit Mondlose Nacht hier herumzulaufen. Ein rotes Blatt fiel auf ihre Köpfe. Beide lächelten. Dann waren sie bei einer Stelle, wo es viel weiches Moos gab und viele Mäuse durch das Laub raschelten. Sogar einen Igel entdeckten sie. Mit einem Ohrenzucken deutete Mondlose Nacht auf eine nahegelegene Wühlmaus, die im dichtem Laub nach Bucheckern suchte. Tschilpender Vogel duckte sich instinktiv und begann, auf die Maus zu zu schleichen. Dann war sie nur noch eine Fuchslänge entfernt. Diesmal dachte sie daran, nicht mit dem Schwanz zu peitschen. Wie damals, als sie zum ersten Mal Zimtpfote getroffen hatte. Sie spannte die Hinterbeine an. Dann sprang sie los. Blätter raschelten, und ein dunkler Schatten glitt auf die Maus zu. Sie quiekte und suchte das Weite. Aus Erfahrung wusste sie, dass sie zur Seite ausweichen musste. Schnell schlug sie einen Haken und rannte in die entgegengesetzte Richtung davon. Da! Ein Bau! Eilig raste sie auf den Bau zu. Er gehörte zwar nicht zu ihrem weitverzweigtem Netz, aber er bedeutete Sicherheit. Sie rannte noch schneller. Zu spät bemerkte sie einen zweiten dunklen Schatten, der von dieser Richtung auf sie zu eilte. In Panik drehte sie sich um, doch von dort kam der erste. Der zweite war jetzt ganz nah dran. Sie hatte nur eine Möglichkeit und wich abermals zu Seite aus. Und knallte fast gegen einen Baum. Die beiden Katzen hatten inzwischen die Richtung gewechselt und kamen auf sie zu, sodass sie keinen Fluchtweg mehr hatte. Immer näher kamen sie, immer näher. Dann setzte die Buntgetigerte zum Sprung an. Sie flog auf die in die Enge getriebene Maus zu. Dann wurde sie von scharfen Zähnen gepackt und hob ab. Es tat so weh, doch sie war wie in Trance. Sie konnte nicht glauben, dass es mit ihrem Leben zu Ende war dann hörte sie ein Knacken hinter sich und wollte den Kopf drehen, warum es so weh tat, aber das konnte sie nicht. Blut spritzte aus ihr heraus, und das Letzte, was sie sah, waren bernsteinfarbene Augen, in denen Triumph funkelte. Dann wurde es rings um sie herum dunkel.
Stolz und triumphierend blickte Tschilpender Vogel auf den toten Körper der Maus. Er war warm und seine Düfte überströmten sie. Es war keine Spitzmaus. Aber so lecker! ,,Du darfst den ersten Bissen nehmen. Du hast sie gefangen", ließ Mondlose Nacht sich hören. ,,Aber du hast mir geholfen", erwiderte Tschilpender Vogel. Trotzdem konnte sie nicht mehr widerstehen und nahm einen großen Bissen. Es schmeckte köstlich. Dann duckte sich auch Mondlose Nacht und nahm seinerseits einen Bissen. Zusammen teilten sie sich die Maus, bis jeder Knochen abgenagt worden war. Dann holten sie gemeinsam noch ein wenig mehr Moos, damit es für beide reichte, wobei Tschilpender Vogel feststellte, dass Wald recht gehabt hatte - es gab außer diesem hier fast kein Moos. Also mussten sie sich mit dem Bisschen zufrieden stellen und rollten sich nebeneinander in die flache Kuhle. Tschilpender Vogel schlief sofort ein. Am nächsten Morgen wurde sie davon geweckt, das Mondlose Nacht sie mit seinen Schnurrhaaren kitzelte. ,,Aufstehen, ich habe einen Vogel gefangen!" Mondlose Nacht klang fröhlich. ,,Ich habe so gut wie noch nie geschlafen! Liegt wahrscheinlich an dir. Und wie hast du geschlafen?" Tschilpender Vogel schnurrte. ,,Ich habe auch sehr gut geschlafen, und von dir geträumt. Vielleicht haben wir gegenseitig positive Auswirkung auf den Schlaf? Sobald du zur Höhlenwächterin ausgebildet bist, sollten wir uns vielleicht nebeneinander legen." Nebeneinander legen? Sah das dann nicht so aus, als ob sie Gefährten wären? Aber das waren sie doch nicht, oder? Andererseits, öfters neben ihm zu schlafen klang unheimlich verlockend... ,,Vielleicht... Ist der Vogel da ein Rotkehlchen?" Dummerweise musste sie sofort an Rotkehlchenflug denken. Schnell lenkte sie sich ab mit dem Gedanken an Mondlose Nacht. ,,Komm! Willst du nicht fressen? Irgendetwas stimmt doch nicht mit dir!" ,,Nein, nein. Es ist nur, ich musste gerade an den WolkenClan denken. Lass uns Fressen." Dann zog sie sich zurück und bedeutete Mondlose Nacht vorzutreten. ,,Diesmal hast du es gefangen." Mondlose Nacht willigte ein und sie aßen glücklich nebeneinander. Die Sonne durchbrach kaum die Nebeldecke am Himmel, und es sah nach Regen aus. ,,Wir sollten uns auf den Weg machen." ,,Kriegen wir nicht Ärger?" ,,Haben wir gegen die Regeln verstoßen? Sie hat uns nichts verboten, und dein Training beginnt erst später." ,,Okay." Schweigend liefen sie durch den Wald. Dann waren sie wieder beim Baum. Schmelzender Schnee lief ihnen gleich entgegen. ,,Mann, Tschilpender Vogel! Wo warst du? Ich habe dich total vermisst!" ,,Sorry. Ich war mit Mondlose Nacht im Wald spazieren. Wir haben dort zusammen geschlafen und uns eine Maus geteilt." ,,Ihr habt zusammen geschlafen? Seit ihr Gefährten?" ,,Nein!!!!", antwortet Tschilpender Vogel etwas zu schnell. ,,So so...", Schmelzender Schnee glaubte ihr sichtlich nicht. Im Moment war Tschilpender Vogel das egal. Knarzender Zweig kam auf sie zu. ,,Hallo! Hast du gut geschlafen?" ,,Ja! Sehr gut!", sagte Tschilpender Vogel und dachte mit einem Lächeln an die vergangene Nacht. ,,Bist du bereit, fürs Trainieren?" ,,Ja. Was lernen wir heute?" ,,Wir klettern noch ein einziges Mal, und dann lernen wir ein paar grundlegende Kampfzüge." ,,Okay..." Sie liefen zusammen los und trabten ziemlich im Einklang den Weg nebeneinander entlang. Als sie da waren, fing Tschilpender Vogel allein an hochzuklettern und merkte, das sie tatsächlich mit jedem Mal weniger Pausen einlegen musste. Schließlich war sie ganz oben und lauschte angestrengt auf Knarzender Zweigs Beurteilung. Nach einer Weile sah sie das Zeichen, das sie ausgemacht hatten: Eine spezielle Pfotenbewegung, die bedeutete, das man kommen sollte. Sie war halb unten, da fing es an zu regnen und die Baumrinde war im Nu vollgesaugt und unheimlich glatt. Knarzender Zweig rief ihr hoch:,, Halt durch, ich komme und helfe dir!" Tschilpender Vogel grub ihre Krallen so tief sie konnte in das vollgesogene Holz. Knarzender Zweig kam immer näher auf sie zu. Als sie da war, sagte sie:,, Vorsichtig! Ich grabe meine Krallen sehr tief ins Holz, aber du solltest das auch machen. Ich klettere unter dir, aber wir klettern beide." ,,Okay. Dann los.", sagte Tschilpender Vogel mit zitternder Stimme. Es klappte tatsächlich, und Tschilpender Vogel landete also zum Glück diesmal wohlbehalten wieder auf dem Boden. ,,Ich denke, Kampftraining machen wir nach Sonnenhoch, wenn der Regen bis dahin weg ist. Lass uns zum Baum zurückkehren."
Wieder da, lief sie auf Schmelzender Schnee zu. Sie wollte gerne mit ihr reden. ,,Sag mal, ich habe ja Zimtpfote getroffen. Und jetzt wollte ich dich fragen, ob wir vielleicht mal ein Treffen organisieren könnten, sodass ihr euch auch mal seht! Fändest du das nicht toll?" Zu ihrer Überraschung schüttelte Schmelzender Schnee den Kopf. ,,Ich weiß, es klingt verrückt aber ich will sie nur ungern wiedersehen. Klar, ich vermisse sie, aber....-Ach, nichts. Egal. Ich komme einfach nicht mit." Tschilpender Vogel wirkte enttäuscht, merkte aber wohl, dass das ein Geheimnis war, das nicht für ihre Ohren bestimmt war. Und so fragte sie noch das andere: ,,Wie war das eigentlich, bei deiner Höhlenzeremonie?" ,,Ach bitte! Musst du mich mit solchen Fragen quälen? Erinnere mich bloß nicht daran!" Tschilpender Vogel war enttäuscht. Offenbar wollte sich ihre Freundin nicht mit ihr unterhalten. Dann ging sie eben zu Tropfendes Holz und Knirschendes Eis. ,,Hallo! Wie war das Training?" ,,Ganz okay. Ein bisschen nervig, denn mein Lehrer war nie zufrieden aber wir haben trotzdem viel gelernt.", war Tropfendes Holz' Antwort. Knirschendes Eis prahlte:,, Ich habe ein Eichhörnchen gefangen, ein riesiges, fettes! Musst du nicht auch noch Schülerarbeiten erledigen?" ,,Oh! Das habe ich total vergessen! Ich mach mich gleich dran!" Tschilpender Vogel stand eilig auf. Sie lief wieder in den strömenden Regen, was ihr nichts ausmachte, denn ihr Pelz tropfte sowieso noch. Eilig schnappte sie sich Nüsse und Kerne, sortierte sie und stopfte sie noch schnell durch die jeweilige Öffnung. Dann schlich sie sich mit Mondlose Nacht hinaus, und sie fingen sich wieder etwas, diesmal einen Vogel.
Als Tschilpender Vogel am nächstem Morgen zusammen mit Mondlose Nacht zurückkam, war alles noch still. Leise schlichen sie zusammen zu ihrem gemeinsamen Nest. Da die Zukünftigen neben den Höhlenwächtern schliefen, hatten sie einfach ein großes Nest auf der Grenze gemacht. Diesmal waren sie dagegen, dass jemand von ihrem nächtlichem Ausflug erfuhr. Und so waren beide eingeschlafen, als der Weckruf ertönte. Diesmal kam Knarzender Zweig direkt zu ihrem Nest. ,,Heute trainieren wir erst nach Sonnenhoch. Bis dahin möchte ich, dass du Zukünftigen-Aufgaben machst. Ich glaube, das hattest du noch nicht gemacht." Tschilpender Vogel widersprach:,,Gestern Abend ist es mir eingefallen, da habe ich alles erledigt." ,,Aber eigentlich sollte man das jeden Tag machen!" ,,Okay.", gab Tschilpender Vogel sich geschlagen und zog los. In der Nähe einer Buche wühlte sie und hoffte auf Eckern zu stoßen. Doch alle, die sie fand, waren verfault oder leer. Tschilpender Vogel wusste, das es fast keine Büsche gab, und es deshalb unmöglich war, Haselnüsse zu finden. Unter einer schönen großen Eiche hatte sie dann mehr Glück und fand bestimmt genug. Doch sie hatte beim besten Willen keine Ahnung, wo sie Kerne finden sollte. Doch es war ihr peinlich, andere um Rat zu fragen, und sie sah sich deshalb noch nach was Anderem um. Da fielen ihr Beeren ein. Das ist der Hit! Damit werde ich es auch in Zukunft schaffen! Eilig suchte sie los. Sie fand Vogelbeeren und Brombeeren. Auch noch ein paar andere Beeren, doch Tschilpender Vogel wusste nicht, wie diese hießen. Dann lief sie mit ihrem Fang, den sie in Blätter eingewickelt hatte, zurück zum Baum und zeigte es den Wächtern dort. Sie entschieden, ob es sich überhaupt erst lohnte, die Sachen durch das Loch zu stecken. Man wollte zwar eine große Auswahl haben, damit man sicher gehen konnte, dass sie überlebten, aber manches lohnte sich einfach nicht. Die Eicheln waren okay, doch sie bekam Ärger, da sie für die Eichhörnchen sonst nichts hatte. Ja, es waren viele, aber nicht genug. Zum Glück würden heute noch andere auf Suche gehen. Bei den Vogelwächtern hätte sie beinahe auch Ärger bekommen, doch da zeigte sie die fast überhaupt nicht zermatschten Beeren. ,,Gute Idee! Aber hier müssen wir erst die Steinsagerin fragen, ob die okay sind.", sagte einer und hielt leuchtend rote Beeren in die Luft. Tschilpender Vogel nickte und kletterte mit den Beeren nach oben. Die Steinsagerin begrüßte sie freundlich. ,,Na? Was willst du denn?" ,,Ich wollte fragen, ob ich das den Vögeln geben kann." ,,Was?!? Todesbeeren?!? Willst du sie umbringen?!? Auf gar keinen Fall!" Erschrocken wich Tschilpender Vogel vor dem Wutausbruch nach hinten und spürte frische Luft am Rücken. ,,Vorsicht! Wir können uns es nicht leisten, wenn du wieder abstürzt! Du musst achtsamer sein!" Tschilpender Vogel nickte gekränkt. Was war denn los? Unten hörte sie lautes Miauen. Neugierig kletterte sie in die Wohnhöhle. Die Steinsagerin war dicht hinter ihr. Als sie unten war, sah Tschilpender Vogel eine Katzenmenge, die sich dicht um drei deutlich verängstigte Katzen drängte, die sie noch nie gesehen hatte. Die Steinsagerin bahnte sich ihren Weg durch die Menge, bis sie direkt vor ihnen stand. ,,Wer seid ihr, und was wollt ihr?" Die größte, eine dunkle Schildpattkätzin stellte sich schützend vor ihre Geschwister, wie Tschilpender Vogel vermutete, was die Ähnlichkeit betraf. ,,Ich bin Feuer, das ist Rubin, und dies Stern. Wir wollen uns euch anschließen. Ich war früher ein Hauskätzchen mit dem Namen Montebijou. Ist wohl auf Zweibeinerisch schöner Berg, aber ein Zweibeinerdialekt. Rubin,", sie deutete auf eine bunt Gescheckte, ,,ist zusammen mit Stern, ", sie deutete auf das Junge, das ähnlich wie Tschilpender Vogel aussah, ,,auf dem Hof aufgewachsen. Wir sind Geschwister, haben uns aber erst später getroffen." Die Steinsagerin nickte bedächtig. ,,Wenn es das ist, was ihr wollt, werdet ihr von nun an Teil des Stammes sein. Feuer, du wirst von nun an Funkelnder Pelz heißen. Stern, du wirst von nun an Gekringeltes Fell heißen. Und du, Rubin, wirst den Namen Tau auf Blatt tragen." ,,Funkelnder Pelz! Gekringeltes Fell! Tau auf Blatt! Funkelnder Pelz! Gekringeltes Fell! Tau auf Blatt!Funkelnder Pelz! Gekringeltes Fell! Tau auf Blatt!Funkelnder Pelz! Gekringeltes Fell! Tau auf Blatt!Funkelnder Pelz! Gekringeltes Fell! Tau auf Blatt!Funkelnder Pelz! Gekringeltes Fell! Tau auf Blatt!Funkelnder Pelz! Gekringeltes Fell! Tau auf Blatt!Funkelnder Pelz! Gekringeltes Fell! Tau auf Blatt!Funkelnder Pelz! Gekringeltes Fell! Tau auf Blatt!", jubelten die Katzen. Und Tschilpender Vogel nahm sich vor, auf die zerbrechliche Gekringeltes Fell besonders gut aufzupassen.
,,Tschilpender Vogel! Komm! Wir trainieren!" Tschilpender Vogel gähnte ausgiebig. ,,Ich komme." Sie machte eine kurze Wäsche und folgte dann Knarzender Zweig in den Wald. ,,Da wir die Kletterphase jetzt beendet haben, kommen wir nun zum Kämpfen. Es ist allerdings etwas anders als dass normale Kämpfen, an das du jetzt wahrscheinlich denkst. Wir haben eine ganz außergewöhnliche Art zu kämpfen entwickelt." Inzwischen waren sie bei der Mooskuhle angekommen. ,,Wir kämpfen ausschließlich ohne Krallen und Zähne, aber mit Gehirn. Zum Beispiel der lähmende Schlag. Du suchst dir ein Vorderbein aus und schlägst erst mit aller Kraft auf das Knie und dann auf die Schulter. Wenn es das Bein mit Belastung ist, knickt die Katze zusammen. Als besiegt gilt, wenn eine Katze auf dem Rücken liegt und festgenagelt ist, von der Gegnerkatze die auf ihr kniet. Wenn es unfair ist, also zum Beispiel drei gegen zwei, müssen die unfairen sich zehn Herzschläge in Defensivstellung begeben. Wenn man in der ist und nach zehn Herzschlägen sich noch befreien kann, also es nicht so ist, wie ich es vorhin gesagt habe, kann man sich noch befreien. Wenn man aber als besiegt gilt, muss man klar und deutlich sagen, ,,Ich gebe auf". Dann wird derjenige freigelassen, muss aber schnell verschwinden. Noch Fragen? Ansonsten probieren wir mal den lähmenden Schlag aus." ,,Eigentlich ist es klar, aber was, wenn die Gegner sich nicht an die Regeln halten? Man kann sie nicht allein dazu zwingen, sich in die Defensivstellung zu begeben, und zusammen wäre man selbst unfair!" ,,Das ist eine kluge Frage! Für den, der sich nicht an die Regeln hält, gelten die Regeln auch nicht. Und unsere Kampftechniken sind wirkungsvoll." ,,Okay." Knarzender Zweig stellte sich vor ihr auf. ,,Du musst selbst herausfinden, wie man herausfindet, wo das belastende Bein ist. Probier es aus." Tschilpender Vogel musterte ihn kritisch. Da fiel ihr etwas ein: Wenn ich so tue, als ob ich sie angreife, verlagert sie auch dementsprechend das Gewicht. Ich muss sie also von einer Seite anstupsen, und dann sofort den lähmenden Schlag ausführen! Aber ich muss auf die Seite gucken, wo ich ihn letzendlich ausführe, und dann auf der anderen Seite zuschlagen, sodass es doppelt verwirrend ist. Versuche ich es! Also schaute sie Knarzender Zweig auf der rechten Seite an, schätzte ab und kniff die Augen zusammen, bereit zum Sprung. Dann schoss sie hervor und stupste sie leicht an, nicht ohne mit Befriedigung die Verwirrung auf dem Gesicht ihrer Lehrerin zu sehen. Dann wandte sie sich blitzschnell zur andere Seite, schlug mit aller Kraft auf den Ellenbogen und mit der anderen Pfote fast gleichzeitig auf die Schulter. Mit großem Erstaunen und Glück im Blick sah sie ihrer Mentorin zu, die vor ihr zusammensackte! Nach einer Weile schien die Wirkung nachzulassen und Knarzender Zweig stand keuchend auf. ,,Das hast du sehr gut gemacht! Jetzt üben wir andere Schläge. Am besten den Angriffsschlag. Du schlägst mich seitlich vom Kopf so doll wie du nur kannst. Mehr sage ich erstmal nicht." Tschilpender Vogel erriet zwar, dass dahinter ein Trick war, doch da sie nur ein paar Herzschläge hatte, um nicht aufzufallen ,das sie überlegte, zögerte sie nicht lange und schlug mit voller Pfote auf den Kopf ihrer Lehrerin. Plötzlich traf mit ebenso großer Wucht etwas ihre Pfote und sie kippte sehr unelegant seitlich nach hinten. Ihre Vorderpfote brannte. ,,Ich glaube, du wusstest, das ich was im Schilde führe. Ich habe das gleiche bei dir ausgeführt. So wirkt der ein und selbe Schlag, wenn er nicht erwidert wird als Angriffsschlag, und wenn er erwidert wird als Verteidigung Schlag. Deshalb musst du, um immer den längeren zu ziehen eine Hinterpfote nach hinten stellen, so das du die Wucht abfedern kannst und nicht fällst. Versuch es nochmal!"...
Am Abend kletterten beide außer Atem den Baum herauf. Sie ging zu Gekringeltes Fell, Tau auf Blatt und Funkelnder Pelz, die sich abseits ein Eichhörnchen teilten. Sie redeten kurz miteinander, dann begab sich Tschilpender Vogel zu Mondlose Nacht. ,,Na? Kommst du?", fragte er. ,,Natürlich!"
Im Wald suchten sie sich eine schöne Stelle. Sie nahmen mit Absicht nie dieselbe, so dass nie die Gefahr bestand, das ihr Geruch entdeckt werden würde. Nachdem sie etwas gegessen hatten, schaute Tschilpender Vogel Mondlose Nacht unsicher an. ,,Also...Ich wollte dir etwas sagen...Ich, also...Ich, Ähm...
,,Ich habe mich in dich verliebt! Wollen wir Gefährten sein?" Mondlose Nacht starrte sie an. ,,Wirklich? Du liebst mich? Das hätte ich nie gedacht! Ich dachte immer, ich sei nur dein Freund..." ,seine Augen schwammen über vor Freude. Tschilpender Vogel seufzte erleichter auf. Sie hatte große Angst gehabt, es ihm zu sagen, sie hatte genau die gleichen Ängste wie er gehabt. ,,Ja! Ich liebe dich auch! Und...ich würde wirklich gerne dein Gefährte sein." Glücklich schauten sie sich an.
Sie liefen noch eine Weile herum und redeten über alles mögliche. Da blieb Mondlose Nacht plötzlich stehen und fragte sie:,,Sag mal, kann es sein, das du was gegen den Stamm hast?" ,,Na ja...Ein bisschen. Verstehst du? Als ich beim WolkenClan war, wusste ich zwar, das ich bald gehen würde, doch ich konnte mir eine Zukunft vorstellen. Aber hier... Irgendwie nicht." ,Was? Wie kannst du nur daran denken, den Stamm zu verlassen?" ,,Ich würde ihn nie ohne dich verlassen! Aber, würdest du ihn für mich verlassen?" ,,Nein. Ich habe mich dem Stamm mit dem Leben verschworen. So, wie du auch. Mein Herz würde in zwei Hälften zerrissen werden. Die eine Hälfte meines Herzens gehört dem Stamm, die andere dir. Du kannst ihn nicht einfach verlassen! Das geht nicht! Das darfst du nicht..." ,,Ich kann machen was ich will! Aber du weißt - zumindest dachte ich, das du es weißt, das ich es nie ohne dich tun würde!" ,,Ach ja", entgegnete er. ,,Sag mal, war das gerade ein Streit?" ,,I-ich weiß es nicht. Aber wenn, können wir Frieden haben?" ,,Ja! Natürlich!" ,,Gut", Tschilpender Vogel klang zufrieden. ,,Aber du musst dich irgendwann entscheiden! Die Steinsagerin wird bald deine Prüfung machen." ,,Was für eine Prüfung?", fragte Tschilpender Vogel ängstlich. ,,Normalerweise ist es das mit der Höhle, was Wald dir sicher schon erzählt hat." ,,Was???????? Aber, daran könnte ich ja sterben!" ,,Ja. Doch wenn die Steinsagerin Untreue befürchtet, überlegt sie sich eine Übung, die das beweißt. Bei dir zum Beispiel, kann ich mir gut vorstellen, das sie- zurecht- nicht böse gemeint- Angst hat, du würdest sie wegen dem WolkenClan verraten. Es könnte also sein, das sie den WolkenClan angreift und du mitkämpfen musst- unter ihrer Beobachtung." ,,Oh nein! Bitte nicht!" ,,Los! Lass uns das Thema vergessen. Wir müssen zurück!" ,,Okay"
So verging die Zeit. Tschilpender Vogel traf sich auch noch öfters mit Zimtpfote, machte mit Mondlose Nacht rum und spielte mit Gekringeltes Fell. Und natürlich trainierte sie weiterhin fleißig mit Knarzender Zweig und wurde im Kämpfen immer besser.
Eines Nachts weckte Mondlose Nacht sie leise. ,,Pssssst! Tschilpender Vogel! Die Steinsagerin hat gesagt, es fängt bald an zu schneien! Da wollte ich mit dir noch einen letzten Spaziergang machen wo es noch nicht sooooooo kalt ist!" Tschilpender Vogel gähnte müde. ,,Klar! Gerne! Aber pschhht! Wir dürfen die andren nicht wecken!" ,,Natürlich! Weiß ich doch." Liebevoll schnurrte Mondlose Nacht. Tschilpender Vogel lehnte sich gegen seine Schultern. Schnurrend rieben sie die Nasen aneinander. ,,Ich liebe dich sosehr! Tschilpender Vogel!" ,,Ich dich auch!!!" ,,Ich könnte nie ohne dich!" ,,Ich auch nicht!" Immer noch schnurrend Strecke Mondlose Nacht seinen Schwanz vor und berührte ihren Fleck an der Nase. ,,Süß! Aber-", sein Schwanz wanderte weiter nach oben ,,Woher hast du die Narbe? Die stammt nicht vom Fuchsangriff, oder? Mir fällt da ein, das ich so gut wie nichts über deine Vergangenheit weiß! Bitte, erzähle mit doch was!" ,,Na gut", Tschilpender Vogel ließ sich nieder. ,,Ich lebte als Hauskatze bei meinen Hausleuten. Sie waren wirklich außergewöhnlich lieb. Ich war oft im Wald. Eines Tages habe ich dort Zimtpfote getroffen. Ein andermal einen Kater Dunstpelz mit seiner Patrouille. Er hat mir die Narbe verpasst. Ich bin nach Hause gerannt. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich den Drang verspürte, nach Hause zu gehen, und einen anderen Drang, wegzubleiben. Ich weiß bis heute nicht, warum, denn als ich mich dazu durchringen konnte, nachhause zu gehen, trotz der Wunde - ich hatte immer Angst vor dem Abschneiden - fuhren meine Hausleute gerade weg, in einem riesigen Monster", Tschilpender Vogel spürte, wie ihr die Tränen hochstiegen, und sie schluckte stark. Mondlose Nacht legte ihr beruhigend den Schwanz über die Schultern. ,,Sie sind direkt vor meiner Nase weggefahren, und - und ich habe sie nie wiedergesehen. Fast verhungert bin ich zum WolkenClan gegangen und für einen Mond aufgenommen worden. Dann haben sie mich, als sie mich aufgepäppelt hatten weggeschickt. Ich bin offenbar vom Fuchs gejagt ins Stammterritorium gelaufen. Den Rest kennst du", entschied sie und endete.
Es war noch früh am Morgen, als Tschilpender Vogel durch einen lauten Ruf von Mondlose Nacht geweckt wurde. ,,Tschilpender Vogel! Steh schnell auf! Es ist wichtig!" Tschilpender Vogel blinzelte, sah einen Schatten über ihr, dachte nochmal die Worte durch und rauschte so schnell hoch, dass der Schatten umfiel. ,,Aua!" Doch sie achtete nicht darauf. ,,Was ist los?" ,,Komm mit und sieh es dir an", war Mondlose Nachts unheilverkündende Antwort. Schnell gingen sie in die Versammlungshöhle. Die Seherin nickte den beiden Neuankömmlingen zu und fuhr fort: ,,...und deshalb werden wir den SchattenClan im Morgengrauen angreifen!!!" Tschilpender Vogel fuhr durch diese Worte entsetzt hoch. ,,Was?? Warum..-" ,,Meine Lieben, wenn ihr nicht rechtzeitig kommen könnt...tja! Aber gut, es gab heimliche Durchquerungen unseres Territoriums ohne Anführer oder Heiler, auch keine Schüler und kein 2. Anführer, also kein Grund. Wir vermuten außerdem, weshalb, nämlich dass sie die ,,Mondhöhle" besetzen wollen. Was natürlich auch nicht geht, da wir sie brauchen werden. Für unsere Zeremonien zu Höhlenwächtern." Da traf Tschilpender Vogel jetzt schon zum dritten Mal der Schock am Morgen. Wald hat mir erzählt, sie wird generell für alle Zukünftigen gemacht, wahrscheinlich haben aber alle es so angereiht, dass ich mich dem Stamm als Höhlenwächterin anschließen werde, und zwar ohne Angst. Da es keine Höhlenwächter Zukünftige außer mir gibt, muss einfach ich gemeint sein. Aber ich will nicht in der Höhle umkommen! Ich will nicht in einer lebensgefährlichen Schlacht kämpfen, damit ich später eine lebensgefährliche Zeremonie zu einer Höhlenwächterin gemacht werde, in einem Stamm, wo ich nicht leben möchte! Es geht nicht! Ich kann das nicht! Ich muss mit Mondlose Nacht sprechen! Und sie ging schnell zu ihrem Gefährten und zog ihn in eine Ecke. ,,Mondlose Nacht! Es geht nicht. Ich kann nicht mitkämpfen! Ich kann nicht bleiben! Ich muss den Stamm im Schlachtgetümmel verlassen." Mondlose Nacht sah sie mit großen Augen an: ,,Dass kann doch nicht dein Ernst sein! Tschilpender Vogel! Ich liebe dich! Du liebst mich! Ist dir das nicht wichtiger?" ,,Komm doch mit!" ,,Nein. Das geht nicht. Tut mir Leid! Aber- Wer den Stamm verlässt, ohne Zustimmung der Seherin, ist auf Todesstrafe! Wen du gehst, werden sie mich im Auge behalten, und wir werden uns nie wieder sehen! Ist es kein Risiko für dich, den Stamm zu verlassen, nie wiederzukommen und mich nie wieder zu sehen?" ,,Doch! Das ist es! Mondlose Nacht, so lange du bei mir bist, werde ich beim Stamm bleiben, versprochen!"
Tschilpender Vogel rannte, so schnell sie konnte, mit der Meute aus Katzen mit. Es war ein langer Weg, doch irgendwann kamen die Stammeskatzen - sprich, die Höhlenwächter - am Schlachtfeld an. Eine gerade Kampflinie aus SchattenClankatzen hatte sich vor ihnen aufgebaut. Die Stammeskatzen taten es ihnen nach, doch sie hatten eine bestimmte Ordnung, und so konnte Tschilpender Vogel nicht neben Mondlose Nacht stehen, sondern musste sich mit Knarzender Zweig begnügen. Die Kätzin sah sie aufmunternd an: ,,Keine Sorge, du schaffst das!" Sie nickte. Da gab Herbstblatt, der das Kommando hatte, wenn die Seherin nicht dabei war, zusammen mit einem hellbraunem Kater aus der Linie des SchattenClans das Kommando zum Anfang, und beide stürmten auf einander zu. Als erstes wurde Tschilpender Vogel von einer schmutzig weißen Kätzin angegriffen, wo für sie sie auch gleich verspottete. Die Kätzin funkelte sie mit ihren dafür im Vergleich schönen grünen Augen wütend an und fauchte: ,,Halt die Klappe, du Vogel!" Tschilpender Vogel wunderte sich: Woher kennt die meinen Namen? Doch schon bald merkte sie, das alle Stammeskatzen mit Eichhörnchen und Vögeln beschimpft wurden, wahrscheinlich weil sie in einem Baum lebten. Dass sie ähnlich hieß, war also Zufall. Plötzlich blitzten scharfe Krallen auf und sie lag mit brennender Flanke am Boden. Vogelkot! Warum hatte sie nicht aufgepasst?!? Doch bevor sie sich wehren konnte hatte die fremde Kätzin sie festgenagelt. Ihre scharfen Krallen drangen gefühlt bis zu Tschilpender Vogels Knochen durch. Sie jaulte laut auf, konnte sich aber nicht wehren. Plötzlich besann sie sich, ertrug die Schmerzen und lag möglichst still da. Die Augen schloss sie. ,,He! Nadelherz! Die sind wirklich leichter zu besiegen als du gesagt hast! Das nächste Mal krieg ich einen ganzen, okay?" ,,Ja!", rief ihr eine silberne Kätzin zurück. In dem Moment, wo sich die Kätzin mit ihrem Lehrer unterhielt, bäumte sich Tschilpender Vogel trotz schmerzender Knochen auf und schmiss die fremde Schülerin von sich. Als diese versuchte, aufzustehen, lähmte sie schnell ihre Beine. Sie kreischte auf: ,,Aaaaaahh! Hilfe! Nadelherz! Ich kann meine Beine nicht spüren! Ich dachte, das wäre nur ein Märchen!!!!" Nadelherz eilte herbei: ,,Blütenpfote! Du kennst die Regeln: Wenn sie dich freilässt, hast du dich ergeben und darfst nicht mehr mitkämpfen, sonst tötet sie dich! Die Stammeskatzen kennen, was das angeht, keine Gnade!" Blütenpfote konnte ihre Beine allmählich wieder spüren, doch Tschilpender Vogel nagelte sie fest, so wie sie es eben gesehen hatte. ,,Bitte! Ich ergebe mich! Lass mich frei!" Und Tschilpender Vogel ließ sie laufen, stolz darauf, dass sie die fremde Katze ihr ergeben hatte. Sie merkte, dass der Kampf schon fast vorbei war, denn die SchattenClan Katzen flohen alle, anscheinend hatten sie gewonnen. Alle bis auf einen. Es war ein schwarzer, glänzender Kater mit leuchtend, gelben Augen. Er stand über etwas schwarzem, einem Fellbündel. Es war blutig, verklebt und gerupft, hatte aber etwas vertrautes an sich. Konnte...? Nein!?! Tschilpender Vogel stürzte zu dem Fellbündel.
,,Mondlose Nacht! Nein!"
Fassungslos starrte Tschilpender Vogel den noch warmen Leichnam ihres Gefährten an. Mondlose Nacht, so lange du bei mir bist, werde ich beim Stamm bleiben, versprochen! Aber jetzt bist du tot. Es gibt nichts mehr, was mich davon abhält, davon zu laufen. Aber du bist hier gestorben! Und wenn ich dann von hier weg laufe, ist das so, als würdest du nochmal sterben! Ein harter Eisstachel bohrte sich tief in ihren Bauch. Nie mehr. Nie mehr wirst du reden. Nie mehr neben mir gehen. Nie mehr mich anschauen. Es ist vorbei. Es ist alles vorbei! Du hast mich verlassen! Ich bin ganz allein! So allein! Du bist nicht mehr bei mir und wirst es nie mehr sein. Du bist tot. Und wie, als würde der Stamm der ewigen Jagd ebenso wegen ihres neuem Mitglieds weinen, fing es an zu schütten. Der Donner grollte, Blitze zuckten, und Tschilpender Vogel starrte mit tropfenden Schnurrhaaren auf die Katze, die sie so sehr geliebt hatte, aber sie nie wieder sehen würde. Niedergeschlagen wollte sie sich gerade zur Totenwache absenken, da berührte ein kleiner, triefender und magerer Schwanz ihrer Schulter. Verblüfft drehte Tschilpender Vogel sich um. Hinter ihr stand eine kleine, buntgetigerte und -gefleckte Kätzin. Ihre bernsteinfarbenen Augen glänzten mitleidsvoll. ,,Gekringeltes Fell! Was machst du denn hier!" Diese senkte den Blick, mit dem sie sie gerade noch angeschaut hatte, herunter zu Mondlose Nacht. ,,Er ist tot, nicht wahr?" Es waren doch nur fünf Wörter, doch sie sagten alles, was Tschilpender Vogel in tausend gedacht hatte. Und es genügte. Sie brach in Tränen aus, und weinte so sehr, dass es das heulen des mächtigen Sturms, zu dem das Gewitter geworden war übertonte. Es regnete sicher so wie eine Sintflut, und doch vermochte es die Sturzbäche, die aus Tschilpender Vogels Augen flossen, nicht zu übertreffen. Inzwischen stürmte es so heftig, dass der Regen Gekringeltes Fell von oben, rechts, links, und sogar von unten attackierte. Ich muss gehen. Dieser Ort mag mich zwar an Mondlose Nacht erinnern, doch der Ort ist so schrecklich, und die Erinnerung so schlimm, dass ich eh lieber gehe! Egal wie sehr ich Gekringeltes Fell vertraue und mag, ich kann mir doch nicht ganz sicher sein, ob sie mich nicht doch verrät. Ich muss sie irgendwie von hier wegschaffen! ,,Äh, Gekringeltes Fell... Ich würde gerne noch den Rest der Nacht allein Totenwache halten... Könntest du-" ,,okay", antwortete Gekringeltes Fell und ging Richtung Hauptbaum. Tschilpender Vogel atmete erleichtert auf. Plötzlich bemerkte sie den Kater mit den gelben Augen. Er saß auf einem Baum und beobachtete sie. Doch plötzlich, von einem Augenblick auf den nächsten war er zwischen ihrem Blinzeln verschwunden. Tschilpender Vogel glaubte, sich getäuscht zu haben, doch sein Geruch hing beim Näherkommen noch in der Luft. Seufzend drehte sie sich um und ließ sich bei ihrem Gefährten zur Totenwache nieder. Wie gerne hätte sie jetzt mit Zimtpfote gesprochen. Sie war ihre beste Freundin, doch im Moment leider unerreichbar. Plötzlich bekam Tschilpender Vogel Bauchkrämpfe. Sie kugelte sich auf dem Boden herum und jaulte unterdrückt vor Schmerz. Dieser ging nun zu ihrer Brust über. Es war so viel Trauer in ihr, wie sie nie loswerden könnte. Zu viel. Viel zu viel. Sie hielt es nicht mehr aus. Vielleicht wäre es doch besser, wegzurennen. Zu fliehen, vor diesem schrecklichem Anblick. Wie ein Feigling. Hier zu sein, tat ihr nicht gut. Es war zu schlimm. Wahrscheinlich wäre es am allerbesten, Mondlose Nacht zu vergessen. Sie kam sich schrecklich untreu dabei vor, aber konnte man einem Toten überhaupt loyal sein? Bestimmt würde Mondlose Nacht doch wollen, dass sie glücklich war? Oder? Sie wusste es nicht. Diese Entscheidung werde ich wohl selbst treffen müssen..., seufzte sie. Sie hatte keine Ahnung, wie lange sie liegen geblieben war und überlegt hatte. Ihr wurde dabei klar, dass fast immer Mondlose Nacht bei ihr gewesen war. Ohne ihn wäre sie komplett aufgeschmissen und wüsste nicht, was sie machen sollte. Klar, die anderen sagten ihr schon, was sie zu tun hatte, aber was war, wenn sie Ruhe hatte? Mit wem sollte sie essen? Ihr würde einfach die Vertrauensperson fehlen. Aber war so ein Leben überhaupt noch möglich? Zwar wollte sie nie wirklich beim Stamm der Wirbelnden Wolken leben, aber würde es woanders nicht genauso sein? Sie hätte - außer Zimtpfote - niemanden. Schließlich hatte sich Tschilpender Vogel schon total daran gewöhnt! Und wenn es egal war, wo sie war, da es keinen Mondlose Nacht mehr gab, und sie den Stamm nicht mochte, konnte Tschilpender Vogel ja auch genauso gut weglaufen. Wie zur Bestätigung gab es einen letzten Donnerschlag und das Gewitter war vorüber. Doch bevor sie abhaute wollte sie ihren ehemaligen Gefährten erst noch begraben. Mit vom Kampf noch schmerzenden Pfoten grub sie ein Grab unter dem Baum, wo sie sich ihre Liebe gestanden hatten, und zerrte die Leiche hinein. Dann grub sie, fast blind vor Schmerz, das Loch wieder zu und wandte sich ab. Als sie kaum ein paar Herzschläge gelaufen war, hörte sie Stimmen. Schnell duckte sie sich hinter den nächsten Holunderstrauch und glaubte schon, ihr klopfendes Herz wäre Schuld daran, dass ihr Versteck bebte. Doch es war nicht ihr Herz. Es war eine Katze. Eine Katze, die genauso aussah, wie sie.
Verängstigt zitternd starrte Tschilpender Vogel auf das bunte Fell. Plötzlich ging ein Licht in ihr auf. Doch es machte alles nur noch dunkler. Ihr Spiegelbild und doch irgendwie nicht ihr Spiegelbild sagte:,, Hier muss sie irgendwo sein! Ich schwöre! Als sie mich weggeschickt hat, wusste ich einfach, sie führt was im Schilde! Also bin ich auf einen Baum geklettert, genau wie du es mir gezeigt hast! Und ich hab gesehen, wie sie ihn begraben hat, und dann in die Richtung, in die wie gerade gelaufen sind, abgehauen ist! Glaub mir! Ich fand sie zwar nett, aber sie hat mich immer wie ein neugeborenes Junges behandelt!!! Ich bin nicht zerbrechlich!!! Ich will meine Treue beweisen!" ,,Aber-", er stöhnte. ,,Na gut, Gekringeltes Fell, ich glaube dir!" Mit diesen Worten verschwanden die Beiden. Erleichtert schnappte Tschilpender Vogel nach Luft. Sie hatte Recht gehabt! Ihre Freundin hatte sie verraten! Sowas fühlte sich wirklich, wirklich schlecht an.
Bebend kroch sie aus ihrem Versteck und rannte gleich in die entgegengesetzte Richtung fort. Sie nahm sich vor, nun wieder Serafina zu heißen.
Keuchend kam sie an einer Geruchsgrenze zum Stehen. Sie hatte das Ende erreicht. Als allererstes legte sie sich hin und putzte sich das Fell. Merkwürdigerweise war durch das Rennen und den Schock, vielleicht erwischt zu werden die Trauer ein wenig kleiner geworden. Gerade schloss sie die Augen, um etwas zu dösen, da sie nicht wusste, ob hinter der Grenze Feind oder Freund lauerte und wollte gerade mal ihre Situation durchdenken, als die Erde anfing zu beben und Pfotengetrappel sich näherte. Serafina wollte sich aufrichten, doch es war zu spät. Die Katzen waren bereits zu sehen. Und sie trugen den Geruch vom Stamm mit sich. Urplötzlich griff eine Nachtschwarze Pfote hinter einem Busch jenseits der Grenze hervor und zog sie weg. Die Stammeskatzen, darunter auch ihre ,,Freundin" donnerten an ihr vorbei. Dumm, wie Katzen eben sind. Als die Staubwolke verschwunden war, drehte sie sich zu ihrem Retter um. Und blickte direkt in die Augen ihres größten Feindes.
,,Hey! Wer bist du? Und wie heißt du?" ,,Die Frage wäre wohl eher, wer bist du!?!" Serafina starrte ihren Erzfeind wütend an. Warum muss dann mein Retter ausgerechnet der Mörder meines Gefährten sein!?! Am Ende verlangt er wohl noch, dass ich mich bei ihm bedanke!!!! ,,He! Ich hab zuerst gefragt!" Serafina überlegte. Sollte sie wirklich tun, als sei nichts gewesen? Immer noch Serafina heißen? Und das gerade vor dem, der Schuld an all dem war? Nein! Sie würde sagen, sie hieß Nacht. Als Andenken. ,,Also? Wird's bald?" ,,Ich heiße Nacht." ,,Oh! Was für ein Zufall! Der Mörder lachte herzlich. Ich heiße Nachtflug! Und ich zeige dir, wo du übernachten kannst. Es wird dunkel."
Niedergeschlagen folgte Nacht ihrem unfreiwillichem Gastgeber. Der machte in einer Wurzelkuhle stopp und verschwand nach ein paar gemurmelten Wörtchen. Sie drehte sich herum, bis sie zurecht lag und schlief ein.
Nacht blinzelte. Es war nicht hell. Und auch nicht dunkel. Und es knirschte vertraulich. Etwas kleines, weißes schob sich in ihr Blickfeld. Die Steinsagerin. Nacht dachte nach. War das am Ende alles ein Traum? Freude stieg in ihr hoch. Lebt Mondlose Nacht noch? Die Steinsagerin schaute sie ernst an. ,,Du bist abgehauen." Also doch kein Traum!!!! ,,Du bist dem Stamm untreu! Darauf muss eine Bestrafung folgen! Aber zu allererst darfst du dir die Zukünftigenzeremonie von Gekringeltes Fells Geschwistern ansehen. Sie selbst ist es schon." Nacht fuhr hoch. ,,Wie lange habe ich geschlafen?!?" ,,Ich habe dir jeden Tag Mohnsamen gegeben. Zwei-drei Sonnenaufgänge, keine Sorge. Und jetzt komm, Tschilpender Vogel." Niedergeschlagen und ihres Namens beraubt folgte sie der Steinsagerin nach unten. Die Worte der Zeremonie glitten schweigend ins eine Ohr rein und ah ihrem anderem wieder hinaus. Funkelnder Pelz wurde Zukünftiger von Hase, Ast durfte sich über seinen ersten Zukünftigen Tau auf Blatt freuen und Wald wurde Lehrer von Gekringeltes Fell. Doch Tschilpender Vogel stand nur traurig und hungrig da und fürchtete sich vor ihrer Strafe. Funkelnder Pelz, die als einzige eine Beutejägerin geworden war, kam zu ihr und drückte ihr tröstend die Schnauze in den Pelz. ,,Keine Sorge, alles wird gut!" Ach ja? Nein, falsch. Für mich wird nichts mehr gut. Weil ich nicht im Stamm bleiben will. Warum versteht ihr das nicht!!!!! Ich bin hier nicht glücklich!!!! SternenClan, hol mich heraus!
,,Tschilpender Vogel! Wach auf! Tschilpender Vogel!" Sie hörte unterdrückte Tränen. Was ist denn da los? Blinzelt öffnete sie die Augen. Gekringeltes Fell stand an ihrem Nest. Sie hatte geweint. ,,Tschilpender Vogel! Bitte, du musst mir einfach zuhören und versuchen, mich zu verstehen! Ich war mega fies zu dir!" Gekringeltes Fell schluckte. ,,Was ich da gesagt habe... Weißt du, das ist nicht wahr! Ich mag dich echt! Aber... Außer dir und meinen Geschwistern gab es im Baum niemanden, der mich wirklich beachtet hat. Das war meine Chance! I-" ,,Und weil du unbedingt beachtet werden willst, verrätst du die, dich dich beachten, oder wie?", schoss Tschilpender Vogel zurück. Eigentlich hasste sie es, zu streiten, aber es tat gut, Dampf abzulassen. ,,Ja... Aber es tut mir wirklich Leid an! Es war das Falsche! Bitte, vergib mir!" Das gab Tschilpender Vogel zu denken. ,,Du meinst... Also-", sie setzte neu an,,,Du findest, dass ich dich nicht wie neugeboren und zerbrechlich behandle?", fragte sie. Tschilpender Vogel fürchtete sich schon ein wenig vor der Antwort, sie wollte gern gehabt werden. ,,Nein...", kam es und Tschilpender Vogel atmete erleichtert aus. Gerade wollte sie zur einer Antwort ansetzen, als urplötzlich die Steinsagerin zwischen den beiden stand. Nein! Wie ist das möglich?!? Sie ist schwarz!?! Dieselbe schaute sie, eben so wie gestern, sehr ernst an. ,,Gekringeltes Fell, ich muss dich bitten, zu gehen. Hier gibt es was zu besprechen und ich möchte allein mit ihr sein." Da neigte Gekringeltes Fell den Kopf und verschwand. ,,Sooo, Tschilpender Vogel. Wie bereits gesagt, du brauchst eine Strafe. Doch das genügt mir nicht. Ich habe nicht die Absicht, dich wie alle anderen Zukünftigen den ganzen Tag Nüsse und Samen sammeln zulassen. Du bekommst hier deine allerletzte Chance, dem Stamm deine Treue zu beweisen." Da fühlte sie sich ziemlich zittrig. Obgleich Tschilpender Vogel sich im Stamm nicht wohlfühlte, er hatte ihr nichts Böses getan. ,,Was wäre das?" ,,Du wirst...", die Stimme der Steinsagerin klang sehr unheilverkündend,,,Morgen bei Sonnenhoch den WolkenClan ausspionieren. Danach sollst du mir sagen, was genau sie gemacht haben. Außerdem werde ich jemanden schicken, der an der Grenze auf dich wartet, als Prüfung. Wenn er bis Sonnenhoch nicht wieder mit dir da ist, bist du im Stamm nicht willkommen und giltst offiziell als unser Feind." ,,W-en wirst du schicken?" Bestimmt Wald, oder so... ,,Das weiß ich noch nicht. Nach deiner Prüfung wirst du es sehen. Ach, und, kann es sein, dass du Angst vor der Höhle hast? Du warst ganz verschreckt, als wir darüber gesprochen haben. Was du jetzt tust, wird als deine Höhlenwächterprüfung gelten. Ich muss dich bitten, nun zu gehen. Wir sehen uns morgen." Dieser Satz lag noch unheilverkündend in der Luft, als Tschilpender Vogel sich auf den Weg nach unten machte.
Am Abend konnte sie überhaupt nicht einschlafen. Die Angst vor morgen spielte nicht die größte Rolle. Am schlimmsten war die große Leere neben ihr und die Erinnerungen an Mondlose Nacht. Aber irgendwann musste sie doch noch eingeschlafen sein, denn sie wurde am nächstem Morgen von Funkelnder Pelz geweckt, es ginge los. Schlaftrunken hob Tschilpender Vogel den Kopf. Da fiel ihr alles wieder ein und sie wollte sich eigentlich in ihren Eichhörnchenpelz sinken lassen. Schließlich raffte Tschilpender Vogel sich doch auf und kletterte eins nach oben, wo die Steinsagerin schon auf sie wartete. ,,So, Tschilpender Vogel, jetzt gehe, es ist bereits Sonnenhoch. Danke, Funkelnder Pelz für's Wecken! Bist du gestern spät eingeschlafen, Tschilpender Vogel?" ,,Äh... ja.. also nein. Ich bin bereit..." Oh S-sternenClan..? Wie soll ich das nur schaffen? Ich kann das nicht! Warum der WolkenClan! Aber sie verstand ja. Es war ihre letzte Chance. Gestern noch wollte sie abhauen, aber wo wäre sie hingegangen? Sie hatte sie Jagen gelernt, sie würde Höhlenwächterin werden!
Seufzend machte sich Tschilpender Vogel auf den Weg zur Grenze. Was wird der WolkenClan sagen? Ich werde Freunde und Gastgeber verraten. Das fühlt sich scheußlich schlecht an. Angekommen bei der Grenze prüfte sie erst einmal die Luft. Soll ich wirklich? Plötzlich stiegen allerpfote Zweifel in ihr auf. Kurze Zeit spielte sTschilpender Vogel mit dem Gedanken, wieder abzuhauen. Ein Vogelruf holte sie in die Gegenwart zurück. Es waren lange keine Patrouillen mehr da gewesen. Diese Tatsache erinnerte sie an früher. Alles strömte wieder auf sie ein. Wie geht es meinen Hausleuten? Trotz allem was sie ihr angetan hatten, vermisste Tschilpender Vogel sie. Plötzlich viel ihr etwas wieder ein. In der Nacht, bevor ich zum WolkenClan gekommen bin, habe ich zu ihrem damaligem Glauben, Gott gesprochen. Ich habe mir eine Zukunft, Freunde und einen Platz in der Welt gewünscht. Alles habe ich alles bekommen, auch wenn es schwer war. Und nun soll ich alles wegwerfen, wegen meinen früheren Gastgebern? Kann ich wirklich so leben, mein Herz in zwei Teile gerissen? Ich muss mir meinen anderen Teil wieder holen! Ich gehöre zum Stamm! Irgendwann werde ich dort glücklich sein! Das ist mein Teil! Ich werde dafür kämpfen! Ich werde jetzt den WolkenClan ausspionieren! Entschlossen und mit neuem Mut übertrat sie die Grenze und machte sich auf die Suche nach dem Lager.
Tschilpender Vogel lief immer tiefer in das Herz des WolkenClans. Die Gerüche wurden immer stärker und sie wurde damit auch immer nervöser. In der Hoffnung, sich nicht zu verirren, folgte sie einer frischen Duftspur, die wahrscheinlich zu der letzten Patrouille gehörte. Auf einmal erklangen Stimmen. Tschilpender Vogel erkannte die von Bienenstern wieder! Trotz allem spürte sie einen leisen Hauch von Heimweh in ihrem Herzen. Sie schlich sich jetzt nur noch sehr vorsichtig durch den Wald. Ihr Herz klopfte wie verrückt. Schließlich fand sie sich vor dem Schutzwall wieder. Suchen blickte sie sich nach einer Stelle um, von der aus sie in das Lager sehen konnte, ohne dass die Anderen sie sehen konnten. Nach ein paar Herzschlägen entschied Tschilpender Vogel sich für eine Linde, die ihre alten und knorrigen Äste über das Lager streckte. Mit zitternden Beinen kletterte den Baum hinauf. Danach wurde es schwieriger. Sie musste irgendeine bequeme Stelle finden, an der sie nicht zu sehen war. Lange probierte sie herum, fiel jedes Mal, wenn es knackte, vor Schreck fast vom Baum, und entschied sich dann für eine breite Astgabel direkt über dem Lagerwall. Nicht runterfallen... Bloß nicht runterfallen... Unter mir befindet sich ein Meer aus Dornen... Dann machte sie sich ans Spionieren.
Bienenstern saß auf dem Hochstein. Sie hatte den Kopf zur Sonne gerichtet und sagte etwas. Darunter saßen in einem Kreis alle Katzen... Auch Zimtpfote... Auch Nachtpfote... äh! Nachtflügel und... wie hieß er noch... Adler..? Ach ja! Flug! Das ist eine Clanversammlung... Dann bemerkte sie Smaragdpfote. Er saß in der Mitte. Gerade hatte Bienenstern ihm eine Frage gestellt. Er antwortete, klar und deutlich. ,,Ich verspreche es." Daraufhin rief Bienenstern so laut, dass sogar die verborgenen Sterne es hören mussten: ,,Dann gebe ich dir vor den Geistern deiner Ahnen deinen Namen. Von diesem Augenblick an sollst du Smaragdauge heißen. Der SternenClan ehrt deine Nachdenklichkeit und deine Ernsthaftigkeit, und wir nehmen dich vollwertig in den WolkenClan a-" Dieses letzte Wort ging in Jubeln unter. Wie ein Eisstachel durchbohrte sie es. Sie war mitten in Smaragdauges Heilerzeremonie reingeplatzt, und hätte es fast nicht bemerkt. Das war unfair! Alles, was man tun musste, um willkommen geheißen zu werden, war, man musste im Clan geboren sein! Er ist nicht anders als ich! Ich will auch... Als ihr das bewusst wurde, ging ihr etwas auf. Klar, der WolkenClan hatte nie gefragt, ob sie sich anschließen wolle. Nun aber könnte sie fragen. Sie vermisste das alles so sehr! Sie wollte aber diesmal auch dazugehören! Das war der Sinn des Lebens! Das war ihre Hälfte! Am liebsten wäre sie direkt herunter gesprungen, doch dann fiel ihr ein, dass man einen Spion wohl eher nicht willkommen heißen würde... Also sprang sie auf der anderen Seite herunter und lief zurück zur Grenze...
...und rannte in Weißes Fell. Die Wache! Oh nein! Aber-warum Schmelzender Schnee? Der nächste Gedanke lief ihr eiskalt den Rücken runter. Sollte sie etwa auch geprüft werden? ,,Schmelzender Schnee! Was machst du hier mit-" ihr Blick fiel auf Halber Mond-,,mit deinem Jungen? Bist du nicht Wache?" ,,Doch, schon! Weißt du, ich habe lange mit Feder darüber gesprochen. Mein Herz gehört dem WolkenClan. Er fand es in Ordnung, dass ich Halber Mond mitnehme. Frag mich nicht, woher du es weißt... Dein Blick..." Doch nun meldete sich zum Erstaunen von Tschilpender Vogel auch Halber Mond zu Wort. ,,Es kann ja sein, dass du willst, aber ich nicht! Ich will zu Papa! Und denk an meine Zukunft! Ich wäre Führer des ganzen Stamms geworden! Du hast kein Recht dazu!" Schmelzender Schnee blickte ihre Freundin gequält an. ,,Halber Mond! Ich habe dir schon tausend Male gesagt, Gekringeltes Fell hat die Ausbildung gewechselt! Und du hältst jetzt den Mund, wir gehen an einen viel schöneren Ort!" Und damit setzten sich die beiden zusammen wieder in Bewegung.
Mit klopfendem Herzen standen sie vor dem Lagereingang. Sie hörten Gemurmel und lauter werdende Stimmen. Man hatte sie also schon gerochen. Wie beim letztem Mal. Auf einmal kam ein zimtbraunes Fellbündel auf sie zugeschossen und warf Tschilpender Vogel um. ,,SERAFINA!!!!!!!!!!!! Du bist zurückgekommen!! Ich wusste es! Und- und Schneejunges AUCH!!!", rief Zimtpfote und warf sich nun auf ihre Schwester. ,,Momentchen, Momentchen! Was geht hier vor?", ertönte eine Stimme hinter ihnen. Serafina klappte schon das Maul auf, doch Zimtpfote kam ihr zuvor:,,Serafina ist wieder da! Und Schneejunges auch! Du MUSST die beiden einfach wieder aufnehmen!! I-" ,,Also, also", wurde sie ihrerseits unterbrochen. Schmelzender Schnee und Tschilpender Vogel, erklärt mir jetzt bitte mal ganz haarklein, was hier passiert und wer das ist!" Die vier gingen also von Bienenstern geführt durch den Lagereingang und Bienenstern sprang augenblicklich auf den Hochstein. ,,Ich fordere alle Katzen, die alt genug sind, um Beute zu machen, dazu auf, sich hier unter dem Hochstein zu einem Clantreffen zu versammeln! Wie ihr es sicher bereits gemerkt habt, sind Tschilpender Vogel, Schmelzender Schnee, und ich nehme mal an, ihr Junges ,,zurückgekommen". Sprecht!" Schmelzender Schnee fing an:,,Wie ihr wisst, ist Tschilpender Vogel nach ihrem Aufenthalt im WolkenClan zum Stamm übergewechselt. Nach einer Weile habe ich ihr anvertraut, dass Zimtpfote meine Schwester ist und ich aus dem WolkenClan stamme. Ich wollte eigentlich nie zurück. Als dann aber Mondlose Nacht, Tschilpender Vogels Gefährte, bei einem Kampf mit dem SchattenClan starb, brannte sie durch. Sie ist zurück gekommen, doch mir war klar, dass ihre Treue zum Stamm für immer gebrochen war. Die Steinsagerin gab ihr noch eine Chance, die Treue zu beweisen..." Erschrocken zog Tschilpender Vogel die Luft ein. Was, wenn sie jetzt das erzählt, mit der Spionage!?! Ich werde doch niemals aufgenommen! Das... nein! Das kann sie nicht tun!! Doch zu ihrem Glück erzählte Schmelzender Schnee bereits weiter. ,,Doch sie vermasselte die Chance, und wir sind zusammen mit meinem Sohn Halber Mond abgehauen. Wir haben keine Bleibe oder sonstige Zukunft. Außerdem werden wir gesucht und sind auf eurer Seite gegen den Stamm. Wir können kämpfen... Es wäre die größte Ehre unseres Lebens, im WolkenClan wieder aufgenommen zu werden..." Serafina starrte Schmelzender Schnee ungläubig an. ,,Dass sie so überzeugend und erwachsen klingen kann...!" Bienenstern stöhnte. ,,Ein Schlitzohr wie eh und je, ich merk es schon! Ich sehe, dass es für uns alle besser wäre, wenn ihr zum WolkenClan zurückkehrt, aber nehmt mir die Probezeit nicht übel, immerhin kommt ihr direkt von unseren größten Feinden zu uns übergewechselt! Sie wird einen Mond dauern. Wenn ihr besteht, bekommt ihr eine feierliche Aufnehmungszeremonie mit allem drum und dran plus neuen Namen und einem Mentor. Wo Frage ist, wo ihr schlaft. Serafina könnte zum Schülerbau zurückkehren und Schneejung- Schmelzender Schnee zurück in die Kinderstube." Die Anführerin konnte sich bei diesen Worten ein Lächeln nicht verkneifen. Zimtpfote jubelte:,,Jaaa!! Aber, Serafina, du musst versprechen, alles zu erzählen, sonst musst du draußen Schlafen!" Mit einem spielerischem Knurren warf sich Serafina auf ihre Freundin. ,,Na warte! Dich krieg ich noch!" Zimtpfote rannte mitten in die sich auflösende Versammlung, und sie wollte hinterher, doch sie wurde durch eine dunkelbraun getigerte Kätzin mit schönen, hellgrünen Augen aufgehalten. ,,V-vogeljunges?", entfuhr es Serafina. ,,Nein, Vogelpfote! Schön, dass du wieder da bist, du hast immer so toll mit uns gespielt! Und das sind meine besten Freunde, Feuerpfote und Caramellpfote!" Die junge Kätzin zeigte mit einer anmutigen Bewegung ihrer Schwanzspitze auf zwei orangene Katzen, die etwas abseits standen. Vogelpfotes Mutter Wolkenschwinge kam hinzu. ,,Sie sind ein-zwei Monde nach dem du gegangen bist, zu uns gestoßen." Jetzt kam auch Zimtpfote wieder. Zusammen gingen sie zu ihnen. Langsam kamen alle zusammen. ,,Nachtflügel und Adlerflug sind ihre Mentoren und ich ihre beste Freundin", erklärte Zimtpfote Serafina auf dem Weg. ,,Zusammen sind wir echt gut, aber mit dir werden wir unschlagbar!" Serafina wurde ganz warm ums Herz. Und die beiden Geschwister sahen nett aus!
Anführer Bienenstern kleine weiße Kätzin mit blauen Augen
2.Anführer Eichhornsprung hellbraun gestreifter Kater mit bernsteinfarbenen Augen
Heiler
Birkenfunke schildpattfarbene Kätzin
Smaragdauge graugrünlich schimmernder Kater mit hellgrünen Augen
Krieger
Hummelflug gelb getigerter Kater mit blauen Augen
Teichfell blaugraue Kätzin mit gelben Augen
Blattstreif cremefarben getiegerter Kater mit grünen Augen
Dunstpelz grauer Kater mit Haselnussbraunen Augen
Herbststurm undeutlich gescheckter Kater mit roten Augen, Mentor von Buntpfote
Harzblume goldener Kater der am Bauch gestreift ist und grünen Augen
Adlerflug schwarzer Kater mit durchdringend grünen Augen
Nachtflügel schwarzer Kater mit tiefblauen Augen
Wolkenschwinge helle Kätzin
Schüler
Zimtpfote cremebraune Kätzin mit dunkelgrünen Augen und einem schwarzem Schwanz
Caramellpfote karamell-getigerte Kätzin mit weißer Schnauze und Schwanzspitze
Feuerpfote rot-orange Tabby-Katze mit einem Stich ins rosa
Buntpfote dreifarbig gescheckte Kätzin mit bernsteinfarbenen Augen und einer Narbe im Gesicht
Vogelpfote dunkelbraun getigerte Kätzin mit grünen Augen
Schluchtpfote, graubrauner Kater mit bernsteinfarbenen Augen
Flusspfote, silbergrauer Kater mit langen, buschigen Fell
Königinnen
Rotkehlchenflug schildpattfarbene Kätzin, Mutter von Zweigjunges, Veilchenjunges
Dohlenpelz kohlrabenschwarze Kätzin mit gelben Augen, Mutter von Samenjunges, Wurzeljunges
Federflug silber gestreifte Kätzin mit grünen Augen, Mutter von Flaumjunges, Flauschjunges und Sonnenjunges
Älteste
Herzauge hellbraune Kätzin mit grünen Augen und herzförmigen Pupillen
Heckenschweif rotbraune Kätzin mit einem weißem Fleck auf der Brust
Buschrose dunkelbrauner Kater
,,Alle Katzen, die alt genug sind, um Beute zu machen, mögen sich hier, unter dem Hochstein zu einem Clantreffen versammeln! Serafina, oder Tschilpender Vogel, du hast dich entschlossen, dem WolkenClan anzuschließen. Das darfst du, doch ich habe mich entschlossen, dir erst nur zur Probe einen Mentor zu geben, einen Mond lang. Bitte berücksichtige, dass du immerhin direkt von unseren Erzfeinden zu uns übergewechselt bist. Solltest du den ,,Probemond" bestehen, überlege ich mir dann gründlich, welchen Namen und Mentor du bekommen sollst. Vorerst wirst du aber als Serafina mit Schluchtpfote mittrainieren, er ist bisher auf dem niedrigstem Niveau, dass wahrscheinlich auch dir entspricht." Empört plusterte Serafina ihr Fell auf. Kämpfen kann ich echt gut und jagen hab ich mit Mondloser Nacht geübt! Doch sie begriff, dass es klüger war, Bienenstern vorerst noch nicht zu widersprechen.
Allmählich löste sich die Versammlung auf. Schluchtpfote trat mit seinem Mentor auf sie zu. ,,Du trainierst jetzt also mit uns." Der junge Kater sah sie trotz seines jungen Alters ungewöhnlich ernst an. ,,Können wir dir vertrauen?" Sein intensiver Blick lenkte Serafinas auf den Boden. Natürlich!, wollte sie schreien, doch da kam ihr Hummelflug zuvor. ,,Schluchtpfote! Wie kannst du es wagen!-" Er wollte noch mehr sagen, aber Schluchtpfote widersprach: ,,Nein, wirklich! Wir wissen doch nichts über sie!" ,,Schluchtpfote, das kommt daher, wenn man einen nicht ausreden lässt! Ich wollte bloß sagen, man spricht nicht über eine Katze, als wäre sie gar nicht anwesend, wenn es dem so ist! Und zu deiner Frage- Das wird sich mit der Zeit zeigen. Und sieh, alle sind schon losgezogen, lass uns ebenfalls gehen." Diesmal neigte Schluchtpfote den Kopf und reihte sich hinter seinem Mentor ein. Serafina bildete das Schlusslicht.
Draußen bogen sie schräg ab nach rechts. ,,Jetzt gehen wir zum DonnerClan!", ließ Schluchtpfote sie wissen. Der Weg war irgendwie schön, obwohl es kalt und matschig war. Ausgelassen sprang Serafina einem Spätzünder-Blatt nach, das vermutlich als letztes von allen Blattfall-blättern vom Baum fiel. Nach einer Weile hob Hummelflug den Schwanz, zum Zeichen dass sie still sein sollten. ,,Wir bleiben zwar in unserem Territorium und unsere Beziehungen zum DonnerClan sind friedlich, doch wir wollen auch sonst kein unnötiges Aufsehen erregen, so nahe an der Grenze. Es gibt immer Streithähne, die nur darauf warten, dass wir ein Schnurrhaar über die Grenze strecken" Nachdem Serafina sich den Geruch gut eingeprägt hatte, liefen sie an der Grenze weiter. Plötzlich teilte sich der Wald, als hätte der SternenClan ein Viereck herausgeschnitten. Hinten Wald, rechts vorne Wald, links vorne Moor. ,,Es gibt drei große Kreuzpunkte, an denen je drei Clans zusammenstoßen. Wir sind am WolkenClan, DonnerClan, WindClan Punkt, dann gibt es noch, wenn man die Grenze zwischen Wald und Moor weiter nach hinten läuft, einen DonnerClan, WindClan, FlussClan Punkt, und von dort aus weiter an der Grenze vom Moor entlang gibt es den WindClan, FlussClan, SchattenClan Punkt. Du musst dir vorstellen, in der Mitte ist das Moor, drumherum ist Wald, mal finster, mal hoch, mal Mischwald und ein Sumpfgebiet mit Wiesen und einem Fluss. Hinter dem Schatten- und FlussClanterritorium ist noch so ein Zweibeinerort, der Donnerweg vom einen zum anderen führt oberhalb der Schlucht mit der Mondhöhle drin entlang, zu derselbigen kommt man, wenn man von unserem jetzigen Standpunkt weiter nach links läuft, zum Stamm und dann..." Serafina hatte längst aufgehört, zuzuhören. Das kann man sich doch niemals merken! Wieso laufen wir das nicht einfach ab? Ich will das alles mal sehen, nicht gesagt bekommen... Was bringt mir sowas überhaupt? ,,...Aber das besprechen wir in Einzelheiten wann anders. Lass uns nun noch ein wenig durch das Territorium gehen, du musst nicht nur die Grenzen, sondern auch, was drin ist wissen!" Schluchtpfote nickte monoton in die Richtung seines Mentors, dann guckte er zu Serafina und zwinkerte ihr zu. Serafina verdrehte die Augen und die beiden schnurrten zusammen noch fast den gesamten Weg.