Für jene, die noch leben, aber niemanden finden
Manchmal fragt man sich,
ob man zu viel fühlt.
Ob man falsch gewickelt ist.
Zu weich.
Zu klar.
Zu wach.
Zu still.
Zu ehrlich.
Zu wild.
Manchmal fragt man sich,
ob irgendwo noch andere sind –
jene, die das Spiel durchschaut haben,
aber trotzdem noch lachen können.
Jene, die das System nicht mehr tragen –
und es trotzdem liebevoll betrachten.
Jene, die in der Umarmung zittern
und in der Lust nicht lügen.
Jene, die ihre Kinder nicht formen wollen,
sondern erinnern.
Jene, die keine Szene brauchen,
keine Titel, kein Konzept.
Nur einen echten Moment.
Ein echtes Gegenüber.
Zart.
Und wild.
Gleichzeitig.
Wenn du einer von ihnen bist –
auch wenn du nie darüber gesprochen hast,
auch wenn du manchmal daran zweifelst,
auch wenn du dich oft wie ein Fremder fühlst –
dann bist du gemeint.
Du musst nichts tun.
Nur atmen.
Und wissen:
Du bist nicht allein.
Dieser Ort ist kein Netzwerk.
Kein Verein.
Kein Ziel.
Er ist ein Echo.
Und wenn es in dir klingt,
dann gehörst du hierher.
🌿 Raum der Begegnung
Du musst dich nicht erklären.
Nicht performen.
Nicht gefallen.
Dieser Raum ist für dich,
wenn du nicht mehr schreien willst,
aber gehört werden willst.
Wenn du nicht mehr kämpfen willst,
aber gehalten werden willst.
Wenn du noch spürst,
dass in einem Blick
mehr Wahrheit liegen kann
als in tausend Profiltexten.
Vielleicht hast du schon viel versucht.
Vielleicht auch nichts mehr erwartet.
Vielleicht hast du den leisen Verdacht,
dass es andere gibt wie dich –
die aber genauso leise geworden sind wie du.
Hier darfst du bleiben.
Einfach sein.
Du musst nichts schreiben.
Aber du darfst.
Wenn du willst,
kannst du eine Geschichte lesen.
Oder mir schreiben.
Oder nur atmen
und wissen,
dass es diesen Ort gibt.
Er ist nicht für alle.
Aber vielleicht für dich.
Und wenn du dann irgendwann bereit bist –
bereit, nicht perfekt –
dann zeig dich.
Mit deinen Fragen.
Mit deinem Zögern.
Mit deiner Wärme.
Mit deinem Wunsch,
nicht mehr allein zu fühlen.
Denn alles beginnt,
wenn du dich erinnern darfst:
Du bist nicht zu viel.
Du bist nur ungefiltert.
Und das ist ein Geschenk.
🌾
zart & wild
– weil dein Innerstes einen Ort verdient,
an dem es nicht schrumpfen muss,
um dazuzugehören.