Hier findest du die Geschichte zu unserem Verein und zum Wasserskisport im Allgemeinen.
Wasserskigeschichte allgemein:
Das Wasserskilaufen hat seinen Ursprung in den 20er Jahren. Wassersportler in Amerika starteten die ersten Versuche, sich auf einem Brett von einem Boot ziehen zu lassen. Schon bald erkannte man, dass man mit zwei Brettern leichter über das Wasser gleiten kann. Erste Experimente gab es mit selbstgebastelten, drei Meter langen Wasserskiern. Möglich wurde das alles erst durch die Entwicklung von leistungsfähigen Motorbooten. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde Wasserskifahren zu dem Sport, der er heute ist: Freizeit-Vergnügen für Millionen. In den Wasserski-Disziplinen Slalom, Figurenlauf und Springen werden nationale Meisterschaften, jährlich Europameisterschaften und alle zwei Jahre Weltmeisterschaften veranstaltet.
Heute gibt es ungefähr 30 Millionen Menschen, die aktiv den Wasserschisport betreiben, und dieser wird als Freizeitbeschäftigung von Begeisterten zwischen 5 und 80 Jahren wahrgenommen. In den USA gibt es ca. 12 Millionen Wasserschifahrer, und somit stellt Wasserschifahren den drittgrößten Familiensport dar. Verständlicherweise ist das Wasserschifahren in Ländern mit wärmerem und milderem Klima wie Australien, der Süden der USA und Europa beliebter als in anderen Ländern. Zwar hat sich der Sport in Ländern mit rauerem Klima weniger durchgesetzt, trotzdem haben moderne Spezialanzüge auch großes Interesse in unseren Breiten hervorgerufen.
Wasserschifahren wird auch immer beliebter in der östlichen Hemisphäre, und im mittleren Osten und Asien erfreut sich der Sport ebenfalls regen Zulaufs.
Es gibt momentan 50.000 professionelle Wasserschisportler weltweit, wobei alleine in den USA 20.000 beheimatet sind.
Die wichtigsten Wettkämpfe sind: die Weltmeisterschaften, der World Cup, die amerikanischen, europäischen, afrikanischen, asiatischen und die asiatisch-australischen Meisterschaften, sowie auch die verschiedenen Masters-Tournaments.
Obwohl Wasserschifahren noch keine olympische Disziplin ist, so wurde sie doch als Demonstrationssportart bei den Spielen 1972 akzeptiert. Leider konnte trotz größter Bemühungen nicht erreicht werden Wasserski anlässlich der olympischen Spiele in Athen 2004 wie geplant als einzige neue Sportart in die olympische Familie aufzunehmen. Trotz dieser herben Enttäuschung wird der internationale Wasserskiverbandes (IWSF) weiterhin versuchen dieses so wichtige Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.
Wasserschifahren wird normalerweise auf natürlichen Seen und Teichen ausgeübt, in den letzten Jahren jedoch zunehmend auf extra dazu künstlich angelegten Seen. Hierbei sei erwähnt, dass es zahlreiche Sicherheitsbestimmungen gibt, was die Charakteristika und Abmessungen eines Gebietes betreffen, damit dieses als sicher für den Wasserschisport erklärt werden kann:
Ein zum Wettbewerb geeigneter See sollte idealerweise 650 Meter lang sein (für Barefoot 750m).
Es ist notwendig, dass es keine vertikalen Wände am Wasserrand gibt, welche die Bootswellen reflektieren können.
Die Gegend sollte so windgeschützt wie nur möglich sein, um die besten Wasserverhältnisse sicherzustellen.
Wenn möglich sollte sich die Länge des Sees gegen den vorherrschenden Wind orientieren.
Darüber hinaus wird eine Mindesttiefe von 1,5 Meter empfohlen.
Je größer das Gebiet ist, desto rauer wird das Wasser bei starkem Wind sein. Ein See, der sich für einen Slalomkurs eignet sollte auf jeden Fall 50 Meter breit sein.
Ein Kurs mit einer Sprungschanze muss eine Länge von ca. 300 Metern vor der Sprungschanze und eine Lande- und Auslauffläche von ca. 200 Metern danach haben. Die Rampe ist 6,70 Meter lang und 4,20 Meter breit und ist höhenverstellbar bis 1,80m.
Wasserski in Österreich:
Die ersten Wasserskirunden wurden schon 1935 wurden auf dem Wörthersee gedreht. Doch erst 1951, als eine amerikanische Wasserkishowtruppe in Velden weilte, beginnt der Boom: neben den Clubs in Velden und Pörtschach wird auch der Österreichische Wasserskiverband gegründet.
Lieselotte Schuh-Feichtinger, Karl Fischer, Rudi Kreuzhuber, Brigitte Felder-de-Rook, Robert Mureny, Bibi Grossl, Erwin Lang, Bruno Pich, Walter & Max Schludermann, Norbert Knobloch und Hans Brauchart lauten die Namen der Pioniere.
Velden ist 1952 der Austragungsort der ersten Staatsmeisterschaften, in deren Rahmen Karl Fischer erstmals in Österreich die 20 Meter Marke im Springen erzielt.
Bei der EM 1953 in Pörtschach gewinnt Lieselotte Schuh-Feichtinger - wie auch im darauffolgenden Jahr - Gold im Slalom.
Im Salzkammergut, in Seewalchen am Attersee, in St. Gilgen am Wolfgangsee und in Gmunden am Traunsee wird der Sport durch Otto Fischer, Karl Donninger und Hans Brauchart verbreitet.
Im Anschluß an die EM 57 in Juan les Pins, Frankreich, beim Springen um den Pokal der Madame Gould, stellt Günter Praschnig mit 38,5 m neuen Europarekord auf.
Bei der WM in Mailand ´59 geht erstmals eine komplette österreichische Mannschaft an den Start und erzielt den 5. Platz in der Nationenwertung. Renate Hansluvka gewinnt die Bronzemedaille im Springen und bei der gleichzeitig durchgeführten EM den Titel in dieser Disziplin.
Wien ist 1960 der Austragungsort der Europameisterschaften und der Ausgangspunkt für die Medaillenflut, die das Team - bestehend aus Renate Hansluvka, Gitti Böss, Gerhard Rainer, Bernd Rauchenwald, Jürgen Holle aber auch Stefan Rauchenwald und Hans Frauscher in den Jahren bis 1966 beschert: 2 WM Titel, 4 Silberne und 3 Bronzene und bei Europameisterschaften 12 Goldene, 13 Silberne und 5 Bronzene.
Ab 1962 wurden auch Senioren-Europameisterschaften regelmäßig in Reifnitz am Wörthersee durchgeführt (bevor sie auch in anderen Ländern ausgetragen wurden), bei der die Österreicher, allen voran Max Kenda, Robert Christl und Robert Mureny dominierten.
In den 70er und 80er Jahren konnten Läufer wie Eva -Maria Purr-Fritsch, Egon Brunner, Wolfgang Löscher, Werner Schicher, Michael Rauchenwald und Franz Oberleitner Österreich international erfolgreich vertreten.
Bei der EM 1973 gelingt Eva-Maria Fritsch der Sieg im Slalom, im Jahr darauf in Tricks. 1977 in Annenheim am Ossiachersee schlägt Franz Oberleitner den favorisierten Mike Hazelwood und holt sich damit seinen ersten EM-Titel im Springen.
Ab 1980 konnten die Läufer aus Oberösterreich den bis dahin sieggewohnten Kärntner Athleten in den klassischen Wasserskidisziplinen erfolgreich Parole bieten, sich an der Spitze in Österreich setzen und auch international an vorderster Front etablieren. 10 Europameistertitel und mehrmals Edelmetall bei Weltmeisterschaften durch Britta Grebe-Llewellyn seien hier besonders hervorgehoben.
Auch in den jüngeren Sparten wie Racing, Cable-Ski, Barefoot und Wakeboard konnten Welt- und Europameistertitel errungen werden.
Durch die Erfolge der Aktiven war es auch möglich große internationale Bewerbe in Österreich auszurichten, so fanden die Weltmeisterschaften 1991 (Villach), die Europameisterschaften zweimal in den 90ern (Gmunden/Fischlham und Linz) sowie zahlreiche zum Europa- und WorldCup zählende Großveranstaltungen in Österreich statt.
Der Wasserskiclub Seeboden:
Im folgenden laden wir zu einer kleinen Zeitreise durch die Geschichte unseres Clubs ein:
1973 wird der Verein „Wasserskiclub Seeboden“ gegründet.
1974 drehen unsere Läufer die ersten Runden auf Wasserskiern, der offizielle Trainingsbetrieb wird vorerst nur an den Wochenenden aufgenommen.
1976 erhalten wir unser erstes Motorboot und das tägliche Training wird auf den eigenen Anlagen (Floß, Schanze, Slalomparcours) gestartet. Auch in ersten Wettkämpfen sind unsere Sportler bereits sehr erfolgreich.
1977 werden erstmals österreichische Meisterschaften (Nachwuchs) in Seeboden ausgetragen.
1979 sind wir erstmals als Aktive bei Europameisterschaften dabei.
1981 wird das zweite Motorboot angeschafft.
1982 findet erstmals ein internationales Wasserskitournament in Seeboden am Millstättersee statt (Alpe Adria Cup). Läufer unseres Vereins sind erfolgreiche Mitglieder im österreichischen Team.
1983 wird das 10-jährige Bestandsjubiläum gefeiert, der Wasserskiclub ist in aller Munde und erfreut sich als einer der erfolgreichsten österreichischen Vereine im Wasserski Spitzensport größten Medieninteresses.
1984 feiern wir das Jubiläum der 100 Nacht-Wasserskishow. Spektakuläre Darbietungen können die Feriengäste am Millstättersee im Sommer jeden Montag Abend bewundern.
1985 wird das „Wasserskiteam Kärnten“ gegründet. Bei diesem Projekt zur Förderung des Leistungssports ist Seeboden als stärkster Verein mit 4 Läufern vertreten.
1987 werden die österreichischen Mannschaftsmeisterschaften in Seeboden ausgetragen. Nur knapp muss sich das heimische Team geschlagen geben, der Seebodner Club hat sich jedoch fest in Österreichs Spitze etabliert.
1987 konnte sich erstmals ein Läufer des WSC für Österreichs WM Aufgebot qualifizieren.
Bis 1995 folgen ruhigere Jahre nachdem viele der arrivierten Aktiven Ihre Karriere beendet haben. Schwerpunkte werden in der Nachwuchsarbeit gesetzt, um wieder ein erfolgreiches, schlagkräftiges Team heranzubilden.
1987-1995 werden eine Vielzahl nationaler Meisterschaften in Seeboden durchgeführt. Die gesamte Wettkampf- und Trainingsanlage wird renoviert und erneuert.
Durch Übernahme der WM Anlage von 1991 werden optimale Bedingungen für das Jugendtraining geschaffen.
1996 Leistungstraining mit vielen jungen Aktiven, Teilnahme an österreichischen Nachwuchsbewerben mit neuem Team.
1998 „25 Jahre Wasserskiclub Seeboden“, wirklich ein Grund zum Feiern und gleichzeitig Herausforderung im nächsten Jahrtausend an die vergangenen Erfolge anzuschließen.
2001 Mit Philip Schluge konnten wir einen neuen Trainer für uns gewinnen, der nicht nur selbst als Aktiver unseren Verein vertritt, sondern vor allem sehr erfolgreich unsere Nachwuchsmannschaft betreut.
2000-2005 ... unsere Aktiven sind bei verschiedensten Wettkämpfen stets im Vorderfeld zu finden.
Ein erfolgreiches Bestehen unseres Vereines auch in diesem Jahrtausend scheint wohl gesichert, und die Erfolge geben uns recht ...
2005 konnte mit dem neuen Trainerteam Andreas Penker und Phillip Schretter wieder ein weiterer Schritt auf der Erfolgsleiter nach oben erreicht werden.
2006 war es nicht ganz einfach für Andi (Penker) das gesamte Training alleine zu bewältigen, die Erfolge der Aktiven bestätigten jedoch die Erwartungen und waren Beweis für die hervorragende Trainertätigkeit in der gesamten Saison.
Leider gab es auch eine Reihe von Abgängen im Lager der Aktiven des WSC zu beklagen, der Einsatz unserer Jüngsten lässt jedoch optimistisch in die Zukunft blicken.
2007-2010 waren Jahre der Änderungen, die arrivierten Wettkampfläufer haben sich mehr und mehr zurückgezogen.
Unserem Trainerteam Andi Penker, Marco Moser, Hartmut Erben und Hanno Buchner ist es aber gelungen wieder besonders viele sehr junge Aktive für unseren Sport zu begeistern, mal sehen was da die Zukunft bringt.
2011-heute haben wir wieder verstärkt in die Jugendarbeit investiert ...
2022 Erste EM Medaille für den WSC Seeboden durch Alexandra Wimmer
Unsere jungen Athletinnen und Athleten konnten den WSC Seeboden in den letzten Jahren bei nationalen sowie internationalen Wettkämpfen erfolgreich vertreten und eine Vielzahl von Medaillen und Podestplätze erringen, wir können also optimistisch in die Zukunft blicken ...
2023 Wir feiern unser 50 jähriges Bestandsjubiläum, was für ein Ereignis ...