Wie ich mir die Zukunft vorstelle


Mein Körper fühlt sich wie Zuhause an.
Nicht perfekt, nicht immer leicht – aber nicht mehr fremd.
Ich kann morgens aufstehen, in den Spiegel sehen und sagen:
„Da bist du ja.“
Nicht mehr „Was stimmt mit mir nicht?“, sondern:
„Das bin ich.“
Meine Bewegungen sind weicher, ich halte mich aufrechter. Ich verstecke mich nicht mehr in zu großen Klamotten. Ich style mich so, wie ich mich fühle – verspielt, elegant, manchmal ganz schlicht. Aber immer echt.

 Mein Name wird ausgesprochen – richtig.
Lena.
Kein Zögern mehr, keine Korrekturen, kein innerliches Zusammenzucken, wenn jemand mich anspricht.
Nur: Lena.
Und jedes Mal, wenn jemand meinen Namen sagt, fühlt es sich wie eine Bestätigung an:
„Du bist angekommen.“

 Ich habe echte Verbindungen.
In LA habe ich Menschen gefunden, die mich nicht „tolerieren“, sondern sehen.
Queere Freund*innen, die verstehen, ohne dass ich erklären muss.
Cis-Menschen, die mich ganz normal behandeln, weil: Warum auch nicht?
Ich muss nicht mehr überlegen, ob ich „zu viel“ bin.
Ich darf einfach ich sein – laut, leise, lustig, traurig, alles.
Und das reicht.

 Ich erkenne mich auf Fotos wieder.
Früher hab ich mich kaum fotografieren lassen.
Ich mochte mein Gesicht nicht, meine Haltung, meine Stimme auf Videos.
Heute schaue ich Bilder von mir an – Selfies, Aufnahmen im Sonnenlicht, in Bewegung –
und ich denke:
„Siehst du? Du warst die ganze Zeit da.“

 Ich liebe mich mehr. Und ich hasse mich weniger.
Früher war so viel Kampf in mir. So viel Unsicherheit, Scham, Wut gegen mich selbst.
Heute... gibt es Tage, die schwer sind. Klar.
Aber der Unterschied ist: Ich kämpfe nicht mehr gegen mich, sondern für mich.
Und das ist ein Unterschied, der Leben rettet.

 


Ich freue mich auf die Zukunft.
 


Ich bin Lena.
Ich bin da.
Und ich bin besser dran, weil ich nicht mehr jemand anderes sein muss.
Ich bin ich – und das ist genug. 🌷