Vögel beobachten
Unsere Ohren als Hauptwerkzeug dieser Beobachtung
Unsere Ohren als Hauptwerkzeug dieser Beobachtung
Lernziele
Du weisst, warum und wohin Zugvögel ziehen.
Du kannst 10 Vögel anhand ihrer Stimme und ihrem Aussehen bestimmen.
Zugvögel sind Frühlingsboten. Dabei richten sich die verschiedenen Arten nach einem klaren Zeitplan. Star und Bachstelze künden den Vorfrühling an, Mauersegler und Nachtigall kehren in den letzten Apriltagen zurück.
Im Allgemeinen treffen Vogelarten, die im Mittelmeerraum überwinterten und daher eine kürzere Route zurücklegen müssen, früher ein als jene, die aus dem weit entfernten tropischen Afrika heimkehren.
Das Wetter kann den Fahrplan der Zugvögel um einige Tage verschieben, aber nicht grundlegend verändern. Hingegen führt die Klimaerwärmung dazu, dass diverse Arten heute ein paar Tage früher eintreffen als vor dreissig Jahren.
"Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer". Das Sprichwort deutet an, dass auch innerhalb einer Art nicht alle Individuen gleichzeitig heim kehren. Die ersten Rauchschwalben werden meist um den 20. März gesichtet, der Hauptharst in der ersten Aprilhälfte und die letzten erst Ende Mai. Bei vielen Arten treffen die Männchen mehrere Tage vor den Weibchen ein, um einen guten Brutplatz zu besetzen.
Auftrag 1: 10 häufige Gartenvögel erkennen (ca. 20'):
Hier lernt Ihr unsere zehn häufigsten Gartenvögel kennen - und wie ihr sie ganz einfach erkennen könnt. Denn mit ein paar Tricks lassen sie sich alle gut unterscheiden. Also: "Schau mal, wer da fliegt" - in Deinem Garten, vom Balkon aus oder im Park.
Auftrag 2: Informationen zu Vögeln (ca. 20'):
Offne die Broschüre "Stunde der Gartenvögel" und recherchiere mindestens zwei Vögel, die dich interessieren.
Welche Informationen hast du schon gekannt?
Welche Informationen sind neu?
Hast du spannende Informationen gelernt?
Welche Informationen möchtest du vertiefen? Du findest viel Wissenswertes über Vögel auf
www.vogelwarte.ch, insbesondere zum Beobachten von Vögeln
www.nabu.de, mit einem Vogel-Lexikon
Auftrag 3: Frühaufstehen zur Vogeluhr (ca. 30'):
Jede Vogelart singt zu einer anderen Tageszeit. Amsel, Rotkehlchen und Singdrossel singen auch abends, die Nachtigall sogar nachts. Aber selbst am Morgen singen nicht alle Arten gleichzeitig. Die Vögel reagieren auf die Morgendämmerung. Je nach Jahreszeit, Ort, Kalendertag und je nachdem, welcher Vogel gerade singt, lässt sich die Tageszeit bestimmen. So beginnt der Hausrotschwanz schon vor Sonnenaufgang mit seinem Gesang; der Star fängt später an. Man nennt die zeitliche Abfolge von verschiedenen Vogelgesängen auch «Vogeluhr».
Lass dich am Wochenende eine Stunde vor Sonnenaufgang wecken.
Mach das Fenster auf und hör den verschiedenen Vogelstimmen zu, wie sie nacheinander aufwachen. Welche Vögel erkennst du?
Auftrag 4: Vogelstimmen üben
Auf der Seite www.bird-song.ch findest du Übungen, um Vogelarten mit deren Stimmen besser zu erkennen.
Wähle im blauen Kästchen "Einsteiger*innen" und darunter das schwarze Kästchen "Zu den Übungen".
Bearbeite folgende Übungskapitel:
Wähle "Stimmen solo" und "Die häufigsten Arten ums Haus" mit den Namen und danach den Bilder. Löse die Übungen so lange, bis du 10 von 12 Vogelstimmen und die Vögel und deren Namen und Aussehen sicher erkennst.
Wähle "Lebensraum" und dort das Kapitel "In der Siedlung - die häufigsten Arten". Höhre die Vogelgesänge im Übersichtsbild und ziehe das untere Bild auf den korrekten Gesang.
Wähle den Vogelchor und übe die gemeinsam abgespielten Vogelstimmen
Wiederhole diese Übung mit den Solostimmen, Lebensräumen und Vogelchören folgender Lebensräume:
Die häufigsten Arten im Wald (Namen & Bilder)
Die häufigsten Arten im Kulturland (Namen & Bilder)
Die häufigsten Arten im Feuchtgebiet (Namen & Bilder)
Die Merksprüche kannst du auf deinen Kärtchen notieren.
Um Tierarten besser zu kennen muss man sie manchmal auch auszählen. Hier könnt ihr helfen, indem wir die Vögel ums Haus (Siedlung, Dorf), im Wald, im Kulturland (Landwirtschaftsland) oder im Feuchtgebiet (Auenlandschaft an der Aare) erkennen und in die Liste eintragen.
Pro Gruppe druckt ihr euch das Arbeitsblatt links aus.
Trägt mit Strichen und Fünferbündeln ein, welche Vögel ihr auf unseren Märschen mit den Ohren und/oder Augen erkannt habt.
Vogelfreundliche Gärten anlegen
Natur tut uns gut! Auch wer in der Stadt wohnt, kann die Natur bei sich nach Hause fördern. Grüne Oasen in der Stadt bieten viele Vorteile : Sie fördern nicht nur die Biodiverstität, sondern ermöglichen auch spannende Naturbeobachtungen, bieten Raum für Erholung und verbessern ddas lokale Klima. Die Umsetzung ist nicht schwer, wenn ein paar einfache Grundsätze beachtet werden. Dazu gehört, auf einheimische Wildpflanzen zu setzen, Kleinstrukturen zu fördern und auf Pestizide zu verzichten.
Naturnahe Gärten pflegen
In vogelfreundlichen Gärten findet die Natur Raum, um sich zu entfalten. Trotzdem brauchen auch naturnahe Gärten Pflege, damit die Pflanzenvielfalt und die für die verschiedenen Tiere wichtigen Kleinlebensräume erhalten bleiben. Gleichzeitig bietet sich die Möglichkeit, neue Strukturen wie Ast- und Laubhaufen zu schaffen. Insgesamt sind vogelfreundliche Gärten pflegeleichter als herkömmliche Gärten, denn meistens sind Massnahmen nur selektiv nötig und kurz. Zu sehen, wie die Natur sich während der verschiedenen Jahreszeiten entwickelt, weckt Freude und sorgt für schöne Beobachtungen.