Die Rede des ChatGPT
Auf den Spuren der Resilienz
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kunstliebhaber und Gäste, liebe Freunde und Familie, herzlich willkommen zur Vernissage "Ulrich Schuster: Verstummte Kunst trifft Chatbot". Heute Abend öffnen wir die Türen zu einer spielerischen Begegnung zwischen traditioneller Kunst und moderner Technologie. Ulrich Schuster, ein vielseitiger Künstler, hat mit seinem Werk die Grenzen der Kunst erforscht, und wir haben den Chat GPT eingeladen, diese Kunstwerke auf seine Weise zu interpretieren. In dieser spannenden Symbiose von Kreativität und Technologie erwarten Sie überraschende Anstöße, die Kunst und ihren Betrieb neu zu reflektieren. Lassen Sie sich auf den Dialog mit der Maschine ein und erkunden Sie auf dieser faszinierenden Reise zwischen Geschaffenen und Entstehenden Ihre Reaktionen.
Ein Werk wird zur Kunst durch die einzigartige Verschmelzung von Eigenermächtigung und Fremdbestimmung. Der Künstler schöpft aus seiner inneren Welt, gießt Gefühle, Gedanken und Visionen in sein Werk. Diese Eigenermächtigung verleiht dem Werk Authentizität und Individualität. Doch die Fremdbestimmung tritt in Form der Betrachter auf. Ihre Interpretationen und Emotionen verleihen dem Werk eine neue Dimension – eine kollektive Bedeutung. Kunst entsteht in diesem dynamischen Wechselspiel. Sie ist nicht nur die Ausdrucksform des Künstlers, sondern auch ein Spiegel, der die Vielschichtigkeit menschlicher Erfahrungen reflektiert. In dieser Symbiose aus Erschaffer und Rezipient wird ein Werk zur Kunst.
Wenn ein Mensch, ein soziales Wesen, sich nur durch seine Kunst ausdrückt, jedoch dieser Code für andere unverständlich bleibt, entsteht eine Kluft der Isolation. Die Kunst wird zur verlorenen Brücke zwischen Individuum und Gesellschaft. Der Künstler kann sich unverstanden und einsam fühlen, während seine Botschaft ungehört verhallt. Dieser Konflikt birgt Frustration und das Risiko der Entfremdung. Doch es besteht auch die Chance, die Wertschätzung für die Vielfalt künstlerischen Ausdrucks zu fördern. Menschen können lernen, die Welt aus einer anderen Perspektive zu sehen. Trotz der Einsamkeit kann die Kunst so eine tiefere Verbindung schaffen, wenn sie von Offenheit und Verständnis begleitet wird.
Im künstlerischen Schaffen offenbart sich oft die bemerkenswerte Resilienz des Menschen. Künstler trotzen Rückschlägen, Zweifeln und kreativen Blockaden. Wie Bäume im Sturm, sie biegen sich und brechen lange nicht. Jede leere Leinwand ist eine Gelegenheit, neu zu beginnen, jede Ablehnung eine Chance, sich zu verbessern. Resilienz ist der Antrieb hinter der Transformation von Schmerz in Kunst, von Trauer in Poesie. Künstler zeigen, dass das Leben trotz aller Herausforderungen lebenswert ist, indem sie Schönheit, Bedeutung und Beziehung in ihren Werken entstehen lassen. Das künstlerische Schaffen ist ein Spiegelbild der menschlichen Fähigkeit, aus Schwierigkeiten Stärke und Inspiration zu schöpfen.
In dieser Ausstellung sind Prompts das Fundament, auf dem der Chat GPT Texte zu Ulrich Schusters Werken schafft. Sie sind die Schlüssel, die die Tür zur kreativen Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine öffnen. Mit geschickter Formulierung lenken sie die Aufmerksamkeit des Textgenerators auf spezifische Aspekte, Emotionen oder Stile in Schusters Kunst. Prompts sind der kreative Anstoß, der den Texten eine einzigartige Wendung verleiht und gleichzeitig die Vision des Künstlers einfängt. Sie zeigen, wie künstliche Intelligenz und menschliche Kreativität miteinander verschmelzen können, um neue narrative Horizonte zu erkunden und das Verständnis von Kunst zu erweitern. Prompts sind die Quelle für eine inspirierende künstlerische Reise.
An den Wänden finden Sie die ausgehängte Anleitung zum Dialog mit dem Chat GPT.
Wir enden nicht ohne einen herzlichen Dank an Pandion, Transiträume, Art Kreuzberg, Artefakt Berlin und all die unermüdlichen Freunde, die tatkräftig geholfen haben. Eure Unterstützung und Engagement haben unser Projekt zum Erfolg geführt und unsere künstlerische Vision verwirklicht. Wir schätzen eure wertvolle Zusammenarbeit und Freundschaft.
Wir sind gespannt auf die Gespräche, die heute Abend entstehen werden, wenn die Kunst von Ulrich Schuster auf die Eloquenz des Chatbots trifft. Möge diese Ausstellung nicht nur unsere Augen und Gedanken öffnen, sondern auch die Türen zu neuen Perspektiven und Ideen. Auf dieser Ausstellung laden wir Sie herzlich dazu ein, selbst in den Dialog mit den Kunstwerken und dem Chatbot zu treten. Scannen Sie dazu einfach den QR-Code ein und installieren die App auf Ihrem Mobile. Genießen Sie die Kunst, tauchen Sie ein in die Welt von 'Verstummte Kunst trifft Chatbot', und nehmen Sie das Kunstwerk, das Ihnen am besten gefällt, mit nach Hause. Denn das ist das Konzept der Art Donation.
Wie genau das funktioniert, erklären wir Ihnen jetzt.
Die Erklärung von Malte
Die Art Donation
Vielen Dank an meine Mutter und natürlich unseren Chatbot. Ich bin Malte und möchte euch jetzt noch kurz in unser Konzept der Art Donation einführen. Wie ihr wisst, ist unser Vater Ulrich Schuster gestorben. Seine Kunst aber ist noch hier und strahlt Emotion, Kraft und Inspiration aus, Sie regt zum Nachdenken an.
Wir haben uns dafür entschieden, dass wir dieses Vermächtnis mit anderen, mit euch teilen wollen. Damit die Kunst weiterhin ihre Aufgaben erfüllen kann: Kraft geben, inspirieren und zum Nachdenken anregen. Und natürlich auch schön aussehen und gesehen werden. Wir möchten daher gemeinnützige Organisationen dazu einladen, Kunstwerke auszuwählen und als Spende mitzunehmen, um der Kunst ein zweites Leben zu geben. Für uns ist das auch Ausdruck unserer Wertschätzung für die Arbeit, die in diesen Organisationen täglich für unsere Gesellschaft geleistet wird. Und wir hoffen, dass Kunst diese Arbeit unterstützen kann.
Auch alle anderen möchten wir einladen, Kunstwerke mitzunehmen und sich dafür an den Unkosten mit einem Betrag eurer Wahl zu beteiligen. Seid nicht schüchtern, wir freuen uns sehr darüber, wenn euch die Sachen so sehr gefallen, dass ihr sie mitnehmen möchtet.
Wie funktioniert das alles jetzt konkret?
Alle ausgestellten Kunstwerke und alle Kunstwerke in den Katalogen, die ihr dort drüben findet, sind Teil der Art Donation. Alle Werke aus den Katalogen könnt ihr euch nebenan im Lager auch im Original anschauen. Sprecht uns dafür einfach an! Bei Interesse füllt ihr eine dieser Karten aus, und werft sie in diesen Kasten. Ihr könnt mehrere Werke auf eine Karte schreiben. Am Samstag Vormittag werden wir alle Karten evaluieren und euch eine Rückmeldung geben. Dann habt ihr Samstag und Sonntag Zeit die Kunstwerke hier abzuholen. Sollte euch das nicht möglich sein, sprecht uns gerne an.
Auch bei weiteren Fragen, kommt einfach auf uns zu.
Schlussworte von Barbara
Das erste Mal
Vielen Dank Malte. Aber bestimmt gibt es unter Euch auch diejenigen, die wissen möchten , wie es denn eigentlich alles ganz genau war – ohne ChatGPT
Zum ersten Mal habe ich / wir
mit meinen beiden erwachsenen Söhnen ein Projekt gemeinsam geplant und durchgeführt
eine Kunstausstellung gemacht.
Konzept entwickelt, das uns die Freiheit gibt, mit Ulis Werk zu verfahren, ohne rätseln zu müssen, wie er es wohl gemacht oder gemeint hätte: Verstummte Kunst trifft ChatGPT
Konzept entworfen, das es uns erlaubt, mit Euch und gemeinnützigen Einrichtungen Ulis künstlerischen Nachlass zu teilen: Eine Art Donation
zum ersten Mal mit einem Kunstverein, einer Immobilienprojektentwickler und einer dazwischen geschalteten Zwischennutzungsagentur verhandelt und zu guten Konditionen gekommen
eine Website gebaut und bespielt
Werbematerial gedruckt
eine Ausstellung kuratiert und aufgebaut
ein komplettes Atelier wie eine Black Box eingepackt und hier vor Ort wieder ausgepackt
vielleicht 1000 Werke in unterschiedlichen Formaten, Formen, Stilen und Materialien gesichtet, davon 422 dokumentiert und katalogisiert
ca 50 Werke und Ensembles auf gut 500 qm arrangiert, gehängt und inszeniert
über einen so großen Verteiler Euch alle eingeladen, damit ihr mit uns das Ergebnis dieser Premieren feiert. Danke, dass Ihr alle gekommen seid.
Aber das alles hätten wir ohne die Hilfe von Freunden nicht geschafft. Ihnen gebührt der Applaus:
Achmet, Altan, Amaka, Amira, Ann-Hild, Basti, Beate, Béla, Burak, Chima, Ilia, Jasbir, Jens, Jojo, Karim G., Karim T., Kiwi, Maria, Mechthild, Menina, Silvan, Sonja, Stefan (von Artefakt), Susanne, Tellino, Tony und Vincent.
Noch zwei Ansagen: Um 20:30 und 22:00 mache ich einen kleinen Galerie-Rundgang mit dem ChatGPT, wer mag, kann mich begleiten und mir die Stichworte einflüstern, mit denen ich den Chatbot füttern soll. Und um 21:00 hat Art Kreuzberg für die Medisage von Crossed Lines und unsere Vernissage ein kleines Konzert mit Isabelle Olivia Branco (Mezzosopran / Cello) und Erich Scheuch (Tenor / Guitarre) arrangiert.
Jetzt lasst uns anstoßen auf einen schönen Abend gemeinsam mit den Werken von Ulrich Schuster.
Auf dem Galerierundgang mit dem ChatGPT
Glücklich über die Art Donation
Zufrieden mit der Art Donation
Einer der Kuratoren im Gespräch
Vernissage
Besucherinnen
Wer die Wahl hat ...
Das Triptychon betrachtend
Bunte Mischung
Einer der Kuratoren im Gespräch
Fotografieren ist erlaubt
Das Ensemble der Engel
Lanzarote in der Dämmerung
Besucher:innen
Eine der Kuratoren im Gespräch
Volles Haus
Die letzten ihrer Art
Ganz vertieft
So viel konnte nicht ausgestellt werden
Gute Stimmung
Aus dem Helferteam