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Manchmal frage ich mich, ob ich überhaupt noch etwas Neues erzählen kann. Seit meiner letzten Nachricht an sie ist nämlich eigentlich… nichts passiert. Zumindest nichts Sichtbares. Wenn ich es mit einem Buchtitel beschreiben müsste, wäre es wahrscheinlich „Im Westen nichts Neues“.
Und trotzdem beschäftigt mich das Ganze jeden Tag.
Vor kurzem habe ich wieder von ihr geträumt. Diesmal war es kein seltsamer oder unrealistischer Traum. Es fühlte sich eher an wie ein ganz normaler Moment aus dem echten Leben. Ich lief in der Nähe der Wohnung meiner Eltern die Straße entlang und kam an einen Zebrastreifen. Auf der anderen Straßenseite stand plötzlich sie.
Keine besonderen Klamotten, nichts Übertriebenes. Einfach ganz normal. Sie hat mir zugewunken, mich angesehen und nur leise „Hi“ gesagt.
Irgendwie hat mich genau das so getroffen.
Die Nachricht an sie hatte ich übrigens am 18.04. geschickt. Gelesen hat sie sie erst fünf Tage später, am 23.04. Seitdem kam nichts mehr zurück.
Ich weiß, dass sie aus einer langen Beziehung kommt und dass diese wohl nicht besonders gut geendet ist. Vielleicht braucht sie einfach Zeit. Vielleicht möchte sie gerade niemanden an sich ranlassen. Vielleicht bedeutet das Schweigen aber auch etwas ganz anderes. Und genau diese Ungewissheit macht mich fertig.
Deshalb kreisen meine Gedanken immer wieder um dieselbe Frage: Soll ich mich irgendwann noch einmal melden? Und wenn ja… wann? Und wie?
Ich glaube, viele Menschen nehmen mich nach außen hin fröhlicher wahr, als ich mich eigentlich fühle. Oft spiele ich diese Fröhlichkeit einfach, weil es leichter ist, als zu erklären, wie es wirklich aussieht.
Danke an alle, die hier zuhören und liebe Worte dalassen. Das bedeutet mir wirklich viel.