1. Mein Vater, Meine Mutter2. Mein Großvater, Meine Großmutter3. Mein Urgroßvater I, Meine Urgroßmutter I4. Mein Urgroßvater II, Meine Urgroßmutter II5. Mein Ururgroßvater I, Meine Ururgrossmutter I 6. Mein Ururgroßvater II, Meine Ururgrossmutter II7. Mein Ururgroßvater III, Meine Ururgrossmutter III8. Mein Ururgroßvater IV, Meine Ururgrossmutter IV< Verbreitete genealogische < Symbole >
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Deutsche Forschungsgesellschaft für Genealogie und Heraldik mbH.
"Родология"- rodolog.ru - Russisch
Meiner Herkunft auf der Spur
Was die Familiengeschichte erzählt
Wer hat sie nicht gehört, die verzückten Ausrufe der Großtante: „Ganz der Großvater!“, „Das musikalische Talent hat sie von der Tante Ella!“, „Mein Gott, die Nase, genau wie die meines Bruders“. Spätestens wenn die eigenen Kinder im Stubenwagen Liegen und die gesamte Verwandtschaft nach Ähnlichkeiten mit den Ahnen der eigenen Linie sucht, ist sie da – die Familie und ihre Geschichte, mit all ihren Akteuren, den präsenten, den Verstorbenen und noch Lebenden, den allseits beliebten und den schwarzen Schafen. Tauchen dann im Nachlass der Großmutter alte Briefe und Fotos auf, Bilder, auf denen die Gemeinsamkeiten des Großonkels mit dem eigenen Sprössling tatsächlich nicht mehr zu leugnen sind, möchte man plötzlich mehr wissen: Wer war dieser Mann? Wieso weiß ich kaum etwas über ihn? Wieso hatte er keine Nachkommen? Was hat er meinem Sohn über mehrere Ecken sonst noch mitgegeben, Talente, Ideale, von denen ich nichts weiß? Und schon ist man mitten drinnen in der Erforschung der eigenen Familiengeschichte.
Seinen Ahnen auf die Spur zu kommen, ist ein aufregendes Unterfangen. Für die ersten Schritte und einen zusammenfassende Überblick ist dieses Buch gedacht. Es soll helfen, die einzelnen Fäden der gesamten Geschichte langsam aufzunehmen, sich der eigenen Biografie Schritt für Schritt zu näheren. Die wesentlichen Elemente aus einer ganzen Wissenschaft, der Genealogie, sind hier herausgefiltert, um dem Laien einen Wegweiser durch ein eigenes Spezialgebiet zu geben, mit dem sich sonst vor allem Professoren und Historiker auseinandersetzen. Längst ist die Familienforschung nicht mehr nun dem Adel verpflichtet, jeder Mensch hat einen Stammbaum, an dem er sich orientieren kann, den es auszuforschen gilt, um herauszufinden, welche die eigene Rolle ist, die man in der langen Geschichte und Tradition einer Familie hat. Auch in der Psychologie ist es aus diesem Grund unerlässlich, sich mit der eigenen Familiengeschichte eingehend auseinanderzusetzen: Welche Position hatte ich in der Herkunftsfamilie, welche Rolle spiele ich heute, ist es meine eigene oder eine aus verschiedensten Gründen übernommene? Hier kann die Familienforschung als Schlüssel dienen. Doch wie gehe ich vor, wie fange ich das Knäuel zu entwirren an und ein System in meine Biografiearbeit zu bringen?
Was ist Genealogie?
Das Wort Genealogie setz sich aus dem Lateinischen Wort „genus“ (Bedeutung: Stamm, Familie, Herkunft) und dem griechischen Wort „logos“ (Bedeutung: Lehre) zusammen, ist also die Lehre von der Familie. Ursprünglich eine Wissenschaft des Adels, der mit seinem Stammbaum sein blaues Blut nachweisen wollte, fand die Familienforschung Einzug ins Bürgertum, um die Zugehörigkeit zu einer Zunft zu legitimieren oder Besitz geltend zu machen und Volkszugehörigkeiten aufzuzeigen. Und im Nationalsozialismus konnte der sogenannte Ahnenpass gar über Leben und Tod entscheiden. Gerade durch diesen „Ariernachweis“ geriet die Genealogie nach Kriegsende in Verruf. Der Stammbaum stand in schiefem Licht, ein Familienforscher wurde auch in den Jahren nach dem Krieg schnell verdächtigt, seine „reinrassige Familienlinie“ bekunden zu wollen. Erst Vertriebenenverbände wie z. B. die Sudetendeutschen, die nach ihren Ursprüngen suchten, konnten die eigentliche Familienforschung wieder salonfähig machen. Heute gibt es zahlreiche Vereine und Gruppierungen, in denen Wissenschafter und Hobbyforscher zusammentreffen. Da es bis dato keinen eigenen Lehrstuhl für Familienforschung an den deutschen Universitäten gibt, ist es vor allem ihnen zu verdanken, dass zahlreiche Publikationen, Internetadressen sowie eigene Datenbanken und Archive überhaupt existieren. In der wissenschaftlichen Genealogie wird mit systematischer Methodik geforscht, allgemeine These und Statistiken werden aufgestellt. Den Laienforscher hingegen interessieren die speziellen, unverwechselbaren Fußspuren der eigenen Vorfahren, er möchte ein möglichst plastisches Bild seiner Ahnen herstellen. So kann sich der Hobby-Genealoge die Arbeit der Gelehrten zunutze machen und sich auf deren Literatur und Gebrauchsanweisungen, Regeln und Systeme stützen, der Wissenschafter hingegen baut auf das Netzwerk der Zahlreichen privaten Familienforscher.
Wie gehe ich vor?
Zunächst sammelt man alles Persönliche aus dem näheren Umfeld:
* Gespräche mit Verwandten, die notiert oder aufgenommen werden
* Daten, Briefe Uhrkunden, Notizbücher, Fotos etc.: Alles, was sich in Schubladen oder Dachböden befindet, in Kisten und Truhen in Kellern verstaubt, wird gesammelt, gesichtet und geordnet.
Aus allen Unterlagen, die auf diese Weise sortiert wurden, können die wesentlichen Punkte bereits in das vorliegende Buch übertragen werden. Der nächste schritt führt zum
* Standesamt.
Seit etwa 1874 gibt es Standesämter in Deutschland. In diesen wird seither das komplette Personenstandswesen Deutschlands in Geburts-, Heirats- und Sterbebüchern festgehalten. Aus gründen des Datenschutzes kann ein Bürger nur dann Auskünfte aus den Unterlagen der Standesämter erhalten, wenn ein sogenanntes „berechtigtes Interesse“, doch muss man nachweise können, dass man tatsächlich ein direkter Nachfahren derjenigen Person ist, nach deren Daten man sich erkündigen möchte. Die Standesbeamten fertigen auf Wünsch Kopie aus den archivierten Büchern an, man sollte sich allerdings darüber im Klaren sein, dass pro Kopie bis zu ca. 6 Euro verlangt werden können, sowie darüber, dass die Bearbeitung mehrere Wochen dauern kann. Zuständig ist jeweils das Standesamt derjenigen Stadt, in der Geburt, Hochzeit oder Tod stattfanden.
Schon hier ist als gründliche Recherche Voraussetzung.
Für alle Familiendaten, die aus der Zeit von vor 1874 stammen, sind die wichtigsten Quellen die
* Kirchenbücher
Geburten, Taufen, Eheschließungen, Todesfälle und Beerdigungen wurden im Kirchenbuch der jeweiligen Pfarre notiert. Heute sind diese Kirchenbücher zumeist in zentralen Kirchen-Archiven zu finden (Adressen siehe unten).
Sowohl Standesämter als auch Kirchenbücher können die Eckdaten aus den Stationen der Vorfahren liefern, doch Persönliches oder nähere Lebensumstände sind aus ihnen nicht ersichtlich. Interessant für die vertiefende Familienforschung können auch weitere Anlaufstellen sein, wie etwa Zeitungsarchive, Prozess- und Gerichtsakten, Universitäten, Personalakten von Firmen, Ministerien etc. ZU den größten und wichtigsten Archiven der deutschen Gesichtsforschung zählen (Adressen siehe unten):
das Bayrische Hauptstaatsarchiv (München)
das Österreichische Staatsarchiv (Wien)
das Vatikanische Archiv (Rom)
das Deutsche Zentralarchiv (Potsdam/Merseburg)
das geheime Staatsarchiv der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (Berlin)
das Bundesarchiv Koblenz
Auch die Mormonen betreiben nützliche Familienforschungsstellen, die es in vielen Städten gibt.
Die “Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage“ (Adressen siehe unten), haben Auszüge aus Kirchenbüchern der ganzen Welt zusammengetragen. Diese Anlaufstelle ist vor allem für jene wichtig, deren Ahnen aus dem Ausland stammen. Auch jüdische Organisationen auf der ganzen Welt können bei der Spurensuche behilflich sein, ebenso wie Dokumentationsarchive der Widerstandsbewegung (Adresse siehe untun)
Selbst aus dem leidvollen Ahnenpass des Nationalsozialismus lassen sich heute noch Informationen beziehen, da er Bescheinigungen von Geburt, Taufe Heirat und Tod des Inhabers und seiner Vorfahren bis zu 4. Generation (Ururgroßeltern) enthielt. Der Nachweis der arischen Abstammung bis zu den Großeltern war damals vorgeschrieben. Auf dem Inhalt ist meist Verlass (so es sich nicht um ein gefälschtes Dokument handelt), da die Erstellung des Ahnenpasses aufwendig war: Angaben wurden nur anhand von Originaldokumenten oder beglaubigten Abschriften anerkannt. Ein Vollständiger, amtlicher Ahnenpass konnte einzelne Nachweise wie Geburts-, Tauf- oder Trauscheine ersetzen. Ahnenpässe sind nicht staatlich archiviert worden und könnten noch heute in dem einen oder anderen privaten Nachlass auftauchen. Lediglich die Abstammungsnachweise von Angehörigen der SS befinden sich im Bundesarchiv in Berlin-Lichterfelde (Adresse siehe unten).
Was bedeutet mein Familienname?
Ursprünglich hatten die Menschen nur ihren Vornamen, der ihnen bei ihrer Geburt von den Eltern gegeben worden ist. Eventuell konnte noch der Name des Vaters hinzugefügt werden, um deutlich zu machen, von wem die Rede war. (Auch diese „Anhängsel“ haben heute noch als Familienname Bestand, z. B. Ludwig, Friedrich, Friedrichs, Conradi…) Erst etwa ab dem 12 Jahrhundert reichte das nicht mehr aus, die großer werden Dörfer und Städte zu verwalte. So entstand aus Beinamen, die meist aus dem Beruf hervorgingen, die heutigen Familiennamen (z. B. Bäcker, Hafner, Metzger, Fischer). Auch Lateinisierte Formen einzelner Berufsbezeichnungen fanden Einzug in die Namensgebung, der Lehrer war z. B. der Magister sowie in weiterer Abwandlung z. B. Magistris. Auch Ortsnamen und Wohnstätten wurden zu Namensgebern, wie z. B. Forst (in all seinen Abwandlungen). Bachmann, Bachinger, Schwab (aus Schwaben), Böhm (aus Böhmen), Wiener etc. Außerdem fanden bestimmte Charaktereigenschaften, Talente oder besondere körperliche Merkmale Einzug in diverse Familienname, wie z. B. Pfau (der Eitle), Vogelsang (der Sänger), Schön, Groß,… Interessant für die Herkunft bzw. Bedeutung des Namens sind auch sogenannte Verbreitungskarten bzw. die Familiennamen-Geographie. So kann etwa der Familienname Zils sehr unterschiedliche Bedeutungen haben: Er kann sowohl aus dem Rufnamen Cyriacus entstanden sein sowie aus dem bayrischen Dialektwort züls (grober Bengel) oder aber auch von dem polnischen cielec (Kalb). Untersucht man nun auf oben erwähnter Karte die Verbreitung des Namens, so wird man entdecken, dass er fast nur im Raum Koblenz vorkommt. Die beiden letzteren Deutungen kommen also mit größter Wahrscheinlichkeit nicht in Frage (Literatur siehe unten).
Papier oder Software?
Gerade im weiten Feld der Familienforschung gibt es zahlreiche Möglichkeiten ein System in seine Recherchen zu bringen. Im Zeitalter des Computers bieten spezielle Genealogie-Programme eine wertvolle Unterstützung in der Dokumentation der Familiengeschichte. Im Anhang (siehe unten) finden Sie unter dem Stichwort „Software“ einige nützliche Namen und Hinweise. Vor allem aber bietet das Internet einen wahren Fundus an Vereinen, Adressen, Genealogie-Seiten, Archiven etc. (siehe unten) finden Sie unter dem Stichwort „Links“ wichtige Internet-Adressen zur Familienforschung. Wer gerne auf Papier arbeitet und seine Forschungsarbeitet lieber in der Hand hält, sollte sich zusätzlich zu diesem Buch einige Ortner anlegen, in denen Originale und zusätzliche Fotos, Briefe, Zeugnisse etc. abgeheftet werden können. Das vorliegende Buch bietet einen hervorragenden Überblick über die eigene Familiengeschichte, kann aber die sorgfältige Aufbewahrung aller Dokumente und Unterlagen nicht ersetzen. Klarsichthüllen, Sammelhefter, und Fotoalben vervollständigen das Werkzeug des Hobbyforscher.
Adressen und Literaturhinweise
Adressen:
Deutschland
Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Schönfeldstraße 5-11, 80539 München (Postfach 22 11 52, 80501 München),
Tel.0049/89/2 86 38-2596, Fax 0049/89/2 86 38-29 54, E-Mail: poststelle@bayhsta.bayern.de, www.gda.bayern.de
Bundesarchiv, Potsdamer Strasse 1, 56075 Koblenz, Tel. 0049/261/505-0, Fax 0049/261/505-2 26, E-Mail: koblenz@barch.bund.de, www.bundesarchiv.de
Bundesarchiv Berlin-Lichterfelde, Besuchsadresse: Finckensteinallee 63, 12205 Berlin, Postadresse: Bundesarchiv, Postfach 45 05 69, 12175 Berlin, Te. 0049/3018/7770-111, E-Mail: berlin@barch.bund.de, www.bundesarchiv.de
Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, Archivstr.12-14, 14195 Berlin (Dahlem), Tel. 0049/30/83 90 11 41, www.gsta.spk-berlin.de
Zentrales Genealogisches Forschungszentrum der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, Eckenheimer Landstraße 264, 60320 Frankfurt, www.kirche-jesu-christi.org/nc/kontakt/genealogie-forschunsstellen.html
Zentrales Staatsarchiv (ZSta) Potsdam, Dienststelle Merseburg, König-Heinrich-Straße 37, 06217 Merseburg, Tel. 0049/34 61 21 50 02
Zentralrat der Juden in Deutschland K.d.ö.R., Leo-Beck-Haus, Postfach 04 02 07, 10061 Berlin, Tel. 0049/30 28 44 56-0,
Fax 0049/30 28 44 56-13, E-Mail: info@zentralratdjuden.de, www.zentralratjuden.de/de/article/222html
Suchdienst der Internationalen Roten Kreuzes, Große Allee 5-9, 34454 Bad Arolsen, Tel. 0049/5691/6 29-0, Fax 0049/5691/6 29-5 01, www.its-arolsen.org
Österreich
Österreichisches Staatsarchiv, Nottendorfer Gasse 2 A1030 Wien,, Tel. 0043/1/7 95 40-0, E-Mail: webmaster@oesta.gv.at, www.doew.at
Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands, Altes Rathaus, Wipplingerstr. 6-8,A 1010 Wien, Tel. 0043/1/2 28 94 69-3 19, www.doew.at
Anlaufstelle der Israelischen Kultusgemeinde Wien, für jüdische NS-Vervolgte in und aus Österreich, Desider-Friedmann-Platz 1, A 1010 Wien, Tel. 0043/1/5 31 04-2 01, Fax 0043/1/5 31 04-2 19, E-Mail: anlaufstelle@ikg-wien.at, www.restition.or.at
Schweiz
Schweizerisches Bundesarchiv, Archivstrasse 24, CH 3003 Bern, Tel. 0041/31/3 22 89 89, Fax 0041/31/3 22 78 23,
E-Mail: bundasarchiv@bar.admin.ch, www.bar.admin.ch/org
Schweizerische Vereinigung für jüdische Genealogie, Postfach 2774, CH 8021 Zürich, Tel. 0041/1/4 62 78 83,
E-Mail: info@scjg.org
Literatur und Software
Konrad Kunze “dtv-Atlas Namenkunde. Vor- und Familiennamen im deutschen Sprachgebied“, ISBN 3423032669,
E-Mail: kunze-namenkarte@tivano.de
Ahnenforschung – Auf den Spuren der Vorfahren. Ein Ratgeber für Anfänger und Fortgeschrittene,
ISBN 978-3-937504-06-3, www.genealogie-service.de
Helmut Ivo „Familienforschung leicht gemacht. Anleitungen, Methoden, Tipps“, Serie Piper, ISBN 3492246060
Um einen Überblick Über die Fülle an Software-Programme zu erhalten, empfiehlt sich ein Blick in die Shops der einschlägigen Genealogie-Adressen im Internet, z. B. shop.ahnenforschung.net,
www.genealogoe-service.de/software/index.php
Links
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Mein Familien - Stammbaum. Mit Ahnentafel
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