Dokumentation
Bei der Verrichtung meiner Arbeit am Computer habe ich gewisse Handicaps, die mich schon lange stutzig machen.
Ich gehe davon aus, dass es wahr ist, wenn ich sage, dass meine Arbeitsweise mir selbst nicht gut bekommen hat. Ich habe einen Haltungsschaden davongetragen.
Der Umgang mit der Tastatur hat meine Hände verformt. Ihre Motorik wird dabei eingeschränkt, während ich meine Texte getippt habe. Das führt zu Schmerzen an den Händen. Diese Schmerzen strahlen in den Körper aus.
Impuls
Als Mensch meiner Zeit und als ein in Deutschland in den 70er Jahren geborenes Kind habe ich eine dementsprechende Bildung, die mich geprägt hat. Was man mir vermittelt hat, das hat für einen Filter gestanden, der meiner Weltbetrachtung vorgelagert ist. Das bedeutet, dass alles von mir Wahrgenommene nicht ohne diese Verwaschung der Sinne von mir aufzufassen sein würde.
Impuls
Trotz der Katastrophen meines Lebens habe ich gelernt, meine Dinge zu vereinheitlichen. Auf meiner Suche nach wahrer Vereinigung habe ich erkannt, dass nur etwas vereinigt werden kann, das als Größenordnung schon bestanden hat.
Da habe ich die spontane Emanation der inneren Bewegung den Reflexen, ja den tief an mir sitzenden Reflexen zugeordnet.
Ich habe meinen Leib als Rahmen angenommen und eingerichtet. Dazu habe ich ihm die Form gegeben, die dafür gerade günstig gewesen ist. Sie ist durch das Quadrat verkörpert worden. Anhand einer solchen Idee habe ich meine Gliedmaßen ausgerichtet.
Das Raumgitter, anhand dessen ich die Ausrichtung meines Leibes vollzogen habe, hat aus der vielfachen Wiederholung dieser Struktur bestanden.
Hat die Haltung erst einmal getragen, habe ich alle Kraft lösen können. Das hat mich entspannt.
Impuls
Wie ein Wanderer gehe ich in diesem Leben vor. Nirgends kann ich mich festmachen. Alles trage ich bei mir.
Dieser Zustand wird von mir angenommen und bestätigt. Ich ahne, dass ich dadurch bei manchem in die Kritik komme. Aber das wird mein Leben sein. Man hat es sich nicht ausgesucht, wie es ist.
Was das eigene Dasein ausmacht, hat noch niemand für sich bestimmt. Im Mindesten wird es so sein, dass man einmal annehmen muss, was für einen selbst vorgegeben worden ist. Nur so kann es etwas werden.
Impuls
Ein Bild lügt mehr als 1.000 Worte. So wird es wahr sein. Spätestens im Zeitalter der digitalen Verfälschung muss man das einsehen.
Wahr ist nur die unmittelbare Erfahrung. Sie wird in Bruchteilen von Sekunden gefiltert und darum ist sie ebenso verfälscht wie alles andere auch.
Nur wer hinter den Spiegel blicken kann, würde nicht von seinem Glanz geblendet sein.
Impuls
Der Maler kann nur wiedergeben, was gegeben ist. Er kann etwas durch sich hindurch leiten und auf das Papier bannen. Was er jedoch nicht erreichen würde, wird die Freiheit des Werkes von seinen Beeinflussungen sein.
Da der Mensch grundsätzlich durch sein eigenes Wesen beeinflusst ist, haben wir es uns auch so vorgestellt, dass das jedem so geht.
Überspitzt gesagt, heißt das, dass ein Maler immer nur sich selbst malen wird.
Man wird also immer wieder Anteile von sich selbst an den eigenen Werken finden.
Dokumentation
Immer wieder bin ich ausgebrochen und habe die Spur meiner eigentlichen Wege verlassen. Eine Besinnung von mir findet statt. Ich möchte als Maler und Schriftsteller bestehen.
Egal was ich auch getan habe, ich versuche mich zu professionalisieren. Aber wie viele Professionen kann ein Mensch haben?
Aus diesem Grund habe ich neben meinem Broterwerb als Industriekaufmann immer wieder den Rotstift angesetzt und alle anderen Aktivitäten gestrichen. Lediglich das Schreiben und das Malen gestehe ich mir als weitere Aktivität zu.