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November 2025
Wir suchen eine hochmotivierte technische Assistentin / einen hochmotivierten technischen Assistenten zur Unterstützung unseres Teams!
Weitere Informationen finden Sie auf der Karriereseite des UKSH.
Bitte bewerben Sie sich ausschließlich über das entsprechende Bewerbungsportal, damit Ihre Bewerbung berücksichtigt werden kann.
Mai 2025
Das Rattay Lab zieht an die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH).
September 2024
Die zentrale Bedeutung thymischer Epithelzellen (TECs) für die Reifung und Selektion von T-Zellen sowie für die Etablierung zentraler Immuntoleranz ist gut belegt. Im Mittelpunkt dieser Prozesse stehen die von medullären thymischen Epithelzellen (mTECs) präsentierten Selbstantigene, deren Expression unter anderem durch den Transkriptionsregulator Aire und den Transkriptionsfaktor Fezf2 gesteuert wird. Die komplexen Reifungsstadien von mTECs – einschließlich post-Aire-Zellen, Krt10⁺-mTECs und Dclk1⁺-Tuft-mTECs – und ihre ausgeprägt unterschiedlichen Genexpressionsprofile machen deutlich, wie anspruchsvoll es ist, weitere Faktoren zu identifizieren, die die Transkriptionsregulation in diesen Zellen beeinflussen. Ziel unserer Forschung ist es daher, die Transkriptionsregulatoren, die die mTEC-Entwicklung und die Expression von Selbstantigenen steuern, umfassend und auf genomweiter Ebene zu charakterisieren. Hierfür nutzen wir ATAC-Footprinting-Analysen als indirekte Methode, um zentrale Transkriptionsfaktoren zu identifizieren, die die Genexpression in mTECs beeinflussen. Diese Ergebnisse wurden durch ChIP-Sequenzierungen und Untersuchungen an konditionalen Knockout-Mäusen weiter validiert. Unsere Befunde heben Fezf2 als einen entscheidenden Regulator der neu beschriebenen thymischen Tuftzellen hervor. Darüber hinaus zeigte sich, dass Mitglieder der ELF-, ESE-, ERF- und PEA3-Subfamilien der ETS-Transkriptionsfaktoren sowie Faktoren der Krüppel-like-Familie maßgeblich an der Regulation von Genen beteiligt sind, die für die späte mTEC-Entwicklung und die promiske Genexpression erforderlich sind. Diese neu identifizierte Rolle von Fezf2 in der Regulation später mTEC- und Tuft-mTEC-Subpopulationen erweitert unser Verständnis der komplexen zellulären Landschaft thymischer Epithelzellen und liefert wichtige Einblicke in die Mechanismen der zentralen Immuntoleranz.
Veröffentlicht in Frontiers in Immunology
September 2024
auf dem European Congress of Immunology, Dublin, Irland, 1.–4. September 2024
S. Lammers, V. Barrera, P. Brennecke, C. Miller, J. Yoon, J. Balolong, M. S. Anderson, S. Ho Sui, L. M. Steinmetz, U. H. von Andrian and K. Rattay
Ehf and Fezf2 regulate thymic tissue homeostasis and thymic tuft cell development
Mai 2024
auf dem ThymE Meeting, Porto, Portugal, 27.–31. Mai 2024
S. Lammers, V. Barrera, P. Brennecke, C. Miller, J. Yoon, J. Balolong, M. S. Anderson, S. Ho Sui, L. M. Steinmetz, U. H. von Andrian and K. Rattay
Transcriptional regulation of late medullary thymic epithelial cell development and thymic tuft cells by Ehf and Fezf2
März 2024
Das fein austarierte Gleichgewicht zwischen Immunreaktionen gegen eindringende Erreger und der Toleranz gegenüber körpereigenen Strukturen ist entscheidend, um Autoimmunerkrankungen zu verhindern. Der Thymus spielt dabei eine zentrale Rolle, da er maßgeblich an der Etablierung und Aufrechterhaltung dieser Balance beteiligt ist. Die Ausbildung zentraler Immuntoleranz im Thymus umfasst die Eliminierung selbstreaktiver T-Zellen – ein essenzieller Mechanismus, um Autoimmunität zu vermeiden. Werden diese Selektionsmechanismen gestört, kann dies die Entstehung von Autoimmunerkrankungen begünstigen. Im dynamischen Mikroumfeld des Thymus sind sowohl die gezielte Migration von T-Zellen als auch ihre Interaktionen mit stromalen Thymuszellen entscheidend für jene Selektionsprozesse, die Selbsttoleranz sicherstellen. Eine Schlüsselrolle spielen hierbei die thymischen Epithelzellen, die Selbstantigene präsentieren und die negative Selektion autoreaktiver T-Zellen auslösen. Darüber hinaus tragen die eng abgestimmten Funktionen von thymischen Fibroblasten, B-Zellen und dendritischen Zellen wesentlich zur Antigenpräsentation, zur T-Zellselektion und zur Entwicklung regulatorischer T-Zellen bei – alles Prozesse, die nötig sind, um Immunreaktionen präzise kontrolliert zu halten. Ein kürzlich veröffentlichter Review beleuchtet diese Zusammenhänge umfassend und zeigt die vielfältigen Beiträge der Homöostase des Thymusgewebes bei der Etablierung immunologischer Toleranz sowie deren Bedeutung für die Prävention autoimmuner Erkrankungen. Zudem werden die zugrunde liegenden Signalwege in der Thymusentwicklung beschrieben und dargestellt, wie genetische Veränderungen die Architektur und Funktion des Thymus beeinträchtigen und dadurch Autoimmunität auslösen können. Auch der Einfluss von Infektionen auf die Immuntoleranz stellt einen entscheidenden Aspekt dar, da Pathogene die Homöostase des Thymus stören und so autoimmunologische Prozesse in Gang setzen können. Insgesamt unterstreicht der Review die zentrale Bedeutung einer intakten thymischen Gewebshomöostase für die Verhinderung von Autoimmunerkrankungen und diskutiert potenzielle therapeutische Strategien sowie zukünftige Forschungsansätze zur Entwicklung thymusbasierter Therapien.
Veröffentlicht in Frontiers in Immunology
März 2023
Autoimmunerkrankungen entstehen, wenn die Immuntoleranz versagt und das Immunsystem nicht mehr zuverlässig zwischen körpereigenen und körperfremden Strukturen unterscheidet. Immunreaktionen, die sich gegen Selbstantigene richten, können körpereigene Zellen schädigen und so zur Entwicklung autoimmuner Erkrankungen führen. Obwohl Autoimmunerkrankungen insgesamt eher selten sind, steigen ihre weltweite Inzidenz und Prävalenz, und sie sind mit einer erheblichen Belastung durch Morbidität und Mortalität verbunden. Sowohl genetische Faktoren als auch Umwelteinflüsse tragen zur Entstehung von Autoimmunität bei. Unter den Umwelteinflüssen zählen virale Infektionen zu den wichtigsten Auslösern. Aktuelle Forschung zeigt, dass mehrere Mechanismen – darunter molekulare Mimikry, Epitope Spreading und Bystander-Aktivierung – eine Rolle bei virusinduzierten Autoimmunreaktionen spielen können. In unserem kürzlich veröffentlichten Review-Artikel (Sundaresan et al., 2023) fassen wir die neuesten Erkenntnisse zu den Pathomechanismen virusinduzierter Autoimmunerkrankungen zusammen und diskutieren aktuelle Befunde zu COVID-19-Infektionen und deren Zusammenhang mit der Entwicklung autoimmuner Erkrankungen.
Die Publikation kann hier gefunden werden: